Länderinformationen

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Südsudan

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Südsudan

Hauptstadt

Dschuba

Geographie

Der Südsudan grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Äthiopien, im Süden an Kenia, Uganda und die Demokratische Republik Kongo und im Westen an die Zentralafrikanische Republik. Der Weiße Nil fließt von Süd nach Nord; seine größten Nebenflüsse sind der Bahr al-Ghazal, der Bahr al-Arab und der Sobat. In der Mitte des Landes liegt das Sudd, ein 120.000 km² großes Sumpfgebiet, das im Süden in äquatorialen Wald übergeht und an der Grenze zu Uganda zu den Dschungel bewachsenen Imatong-Bergen ansteigt. Die höchste Erhebung ist der Kinyeti (3.187 m).

Regierung

Republik seit 2011. Unabhängig vom Sudan seit 2011.

Staatsoberhaupt

Salva Kiir Mayardit (seit 2011).

Regierungschef

Salva Kiir Mayardit (seit 2011).

Elektrizität

240 V, 50 Hz.

Übersicht

Der jüngste Staat der Erde, der Südsudan, erklärte nach einer Volksabstimmung am 9. Juli 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan. Der Norden und der Süden des Landes waren schon immer rivalisierende Nachbarregionen, aber es gelang erst nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg und langwierigen Verhandlungen, die Trennung des Südens vom Norden zu vollziehen.

Der Südsudan beginnt sein neues Leben als arme, aber positiv eingestellte Nation, die alles daran setzt, ihre Unabhängigkeit auch praktisch umzusetzen. Die Hauptstadt Dschuba entwickelt sich rasant, Dank vieler Hilfsgelder und schier unbegrenzter Möglichkeiten, neue Geschäftsideen zu verwirklichen. Die Infrastruktur ist jedoch noch wenig entwickelt und außerhalb der Hauptstadt gibt es kaum befestigte Straßen. Auch der Tourismus steckt noch in den Kinderfüßen, hat aber wegen der bemerkenswerten südsudanesischen Tierwelt und nicht zu vergessen dem Weißen Nil, der sich durch die größten Feuchtgebiete Afrikas schlängelt, immenses Potential.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Internationale Flüge in den Südsudan bieten Kenya Airways (KQ) ab Nairobi, Ethiopian Airlines (ET) ab Addis Abeba, Sudan Airways (SD) ab Khartoum und Eagle Air Uganda (H7) ab Entebbe.

Anmerkung zur Anreise mit dem Flugzeug

Ein neuer internationaler Flughafen entsteht derzeit in Dschuba.

Flugzeiten

London-Dschuba: ca. 10 Std.

Anreise mit dem Pkw

Die Landgrenzen zu Kenia und Uganda sind geöffnet und es gibt eine Busverbindung von Nairobi nach Dschuba über Kampala.

Anreise mit dem Schiff

Vor der Unabhängigkeitserklärung des Südsudan gab es langsame, unregelmäßige Bootsverbindungen von Kosti im Norden nach Malakal und Dschuba, die voraussichtlich auch in Zukunft bestehen bleiben werden, aber Flugverbindungen sind bequemer.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Inlandsflüge sind die beste Art der Fortbewegung innerhalb des Südsudan. Feeder Airlines (Internet: http://feederairlines.com/) fliegt nach Rumbek, Wau und Malakal. Southern Sudan Air Connection fliegt nach Bentiu und Yambio.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Bus: Nicht mehr ganz neue Minibusse verkehren zwischen Dschuba und den Städten im Süden. Während der Regensaison von Mai bis Oktober können Straßen unpassierbar werden und bestimmte Orte (wie Wau) nur noch per Flugzeug erreichbar sein.
Mietwagen: Mietwagen kann man in Dschuba ausleihen.
Taxi: In Dschuba gibt es zahlreiche Taxis und Motorradtaxis, deren Fahrweise bisweilen riskant ist. Taxis haben keine Taxameter, daher sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren.

Zustand der Straßen

Außerhalb von Dschuba gibt es kaum asphaltierte Straßen. Landstraßen sind in schlechtem Zustand. Straßen nach Norden sind während der Regenzeit (Mai-Oktober) oft nicht befahrbar. Es gibt keinerlei Straßenbeleuchtung.

Für längere Fahrten sollte man ausreichend Ersatzteile mitnehmen und nur absolut fahrtüchtige Fahrzeuge benutzen.

Vorschriften

Hinweis: Im Folgenden (wie auch in anderen Rubriken dieses Länderführers) wird angenommen, dass der Südsudan trotz seiner Unabhängigkeit dasselbe Rechtssystem wie der Sudan beibehält.

- Das Mindestalter für Autofahrer ist 18 Jahre.
- Höchstgeschwindigkeiten: 130 km/h auf Autobahnen, 110 km/h auf Schnellstraßen, 50 km/h innerorts und 90 km/h außerorts.
- Geschwindigkeitsübertretungen werden mit hohen Geldstrafen geahndet.
- Anschnallpflicht besteht auf Vorder- und Rücksitzen.
- Die Benutzung eines Hand gehaltenen Mobil- oder Autotelefons während der Fahrt ist verboten.
- Das Abblendlicht muss ständig eingeschaltet sein.

Dokumentation

Carnet de Passage, Geldmittelnachweis und Bescheinigung der zuständigen konsularischen Vertretung, dass das Fahrzeug verkehrstauglich ist. Internationaler Führerschein empfohlen, jedoch nicht vorgeschrieben.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Tue, 23 Oct 2018 17:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Tue, 23 Oct 2018 16:59:03 +0200)

Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen und Ergänzungen

Aktuelle Hinweise

Vor Reisen nach Südsudan wird gewarnt.
Es ist Ausländern derzeit nicht möglich, ohne weiteres nach Südsudan einzureisen und sich im Land frei zu bewegen.
In der Hauptstadt Dschuba kommt es seit August 2017 vermehrt zu nächtlichen Schusswechseln. Die Kriminalität nimmt zu. Ausländer werden unter Hinweis auf angeblich notwendige Genehmigungen verstärkt angehalten und erpresst. In anderen Landesteilen gehen Kampfhandlungen weiter.

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung

Vor Reisen nach Südsudan wird gewarnt.
Die Sicherheitslage ist instabil und von vielen Konflikten gekennzeichnet. In den Landesteilen Central Equatoria, Western Equatoria, in den Grenzgebieten zu Uganda und der Demokratischen Republik Kongo, in Unity State  und Upper Nile kommt es weiterhin immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der südsudanesischen Armee und bewaffneten Kämpfern unterschiedlicher ethnischer Gruppen. Für Angehörige westlicher Staaten besteht ein erhebliches Risiko, Opfer von Entführungen zu werden.
Die Grenzziehung zwischen Sudan und Südsudan ist nach wie vor ungeklärt. Auch operieren Rebellenverbände aus dem Sudan im Grenzgebiet zwischen beiden Staaten. Dies kann zu bewaffneten Auseinandersetzungen in der Grenzregion zum Sudan führen.
Im Grenzgebiet zu Uganda, zur Zentralafrikanischen Republik und zur Demokratischen Republik Kongo kommt es zudem zu Übergriffen durch marodierende Bewaffnete und Kriminelle.
Es wird empfohlen, militärische Einrichtungen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden.

Reisen über Land/Landminen
In Südsudan bestehen außerhalb der größeren Städte vielerorts Gefahren durch gewaltsam ausgetragene Stammeskonflikte. Bei Überlandfahrten in Südsudan wird empfohlen, sich zuvor mit UNDSS in Verbindung zu setzen und deren Empfehlungen hinsichtlich polizeilicher oder militärischer Eskortierung zu befolgen. In einigen Landesteilen können gewaltsam ausgetragene Stammes- und andere Konflikte Reisende, die sich nicht an die UNDSS-Vorgaben halten, in Gefahr bringen.
Weiterhin besteht erhebliche Gefahr durch Landminen.

Krisenvorsorgeliste
Reisenden wird dringend empfohlen, sich vor Reiseantritt mit der Botschaft in Dschuba in Verbindung zu setzen, um die für den sicheren Aufenthalt in der Stadt erforderlichen persönlichen Sicherheitsmaßnahmen zu beraten und sich unbedingt in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes einzutragen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Vor Reisen nach Südsudan wird gewarnt.

Infrastruktur/Straßenverkehr
Die Infrastruktur in Südsudan ist in vielerlei Hinsicht unzureichend. Versorgungsmängel (u. a. Treibstoffknappheit) sind weit verbreitet. Daher ist eine sorgfältige Planung von Reisen sehr wichtig. So sind Reisen außerhalb des Großraums der Hauptstadt Dschuba wegen mangelnder Infrastruktur, insbesondere während der Regenzeit von Mai bis Oktober, und aufgrund von Sicherheitsgefährdungen  nur eingeschränkt möglich.
Flugreisen innerhalb des Landes bieten verschiedene Luftfahrtgesellschaften an. Hinsichtlich des Wartungszustandes der Maschinen liegen keine sachkundigen Erkenntnisse vor, jedoch muss aufgrund des Eindrucks von Reisenden davon ausgegangen werden, dass er nicht westlichen Standards entspricht.
Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land darf wegen der schlechten Straßen nicht unterschätzt werden. Mit Bandenüberfällen, aber auch mit willkürlichen Maßnahmen der Polizei oder anderer Sicherheitsorgane, muss jederzeit gerechnet werden. Nachtfahrten sollten ganz vermieden werden.
Eine Durchquerung des Landes ist weder in Nord-Süd- noch in Ost-West-Richtung gefahrlos möglich.

Führerschein
Der Internationale Führerschein ist zwar nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen und ist nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Besondere Verhaltenshinweise
Empfohlen wird klimaangepasste, vor Insektenstichen schützende Kleidung. In der Öffentlichkeit sollten Frauen auf das Tragen von kurzen Hosen und kurzen Röcken verzichten.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist das Südsudanesische Pfund.
Kreditkarten können in Dschuba in ausgewählten Geschäften und Hotels verwendet werden (nur Visa). Ausländische Bankkarten können in Südsudan nicht verwendet werden. Reisende müssen Bargeld (bevorzugt US-Dollar) in ausreichender Menge zur Finanzierung ihres Aufenthaltes mitführen. US-Dollarnoten dürfen nicht älter als 2006 sein.

Versorgung im Notfall
Konsularische Unterstützung für Deutsche kann derzeit vor Ort durch deutsche Auslandsvertretungen nicht geleistet werden.
Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist zwingend notwendig, siehe auch Medizinische Versorgung. Ob dieser überhaupt gewährt werden kann, sollte vorab mit einem Reiseversicherungsanbieter geklärt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Vor Reisen nach Südsudan wird gewarnt.

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Nicht bekannt

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Nicht bekannt

Anmerkungen:
Das Reisedokument muss mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum
Für die Einreise nach Südsudan wird ein Visum benötigt, zuständig ist die südsudanesische Botschaft in Berlin. Ohne Visum eingereiste Ausländer laufen Gefahr, wegen Verstoßes gegen die Aufenthaltsbestimmungen inhaftiert zu werden.

In jüngster Zeit mehren sich die Forderungen, bei Seminaren, Workshops oder sonstigen Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen eine Vorabgenehmigung des jeweiligen südsudanesischen Partners einzuholen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

In Südsudan sind die Einfuhrbestimmungen noch nicht abschließend geregelt. Es muss deshalb bei der Einreise unter Umständen mit Einzelfallenscheidungen gerechnet werden.

Alkohol und Zigaretten dürfen in international üblichen Mengen eingeführt werden.

Privatreisenden dürfen bis zu 10.000 US-Dollar steuer- und abgabenfrei einführen. Bei Überschreitung dieses Betrages fallen 10% Zoll und 15% Steuer an. Von dieser Regelung ausgenommen sind Reisende im Auftrag von Hilfsorganisationen, die Projektgelder mitführen und den beabsichtigten Verwendungszweck der mitgeführten Mittel durch ein Bestätigungsschreiben der betreffenden Organisation nachweisen können.

Die Ausfuhr von Funden aus den antiken Grabungsstätten und von geschützten Pflanzen und Tieren (u. a. Elfenbein, siehe auch Anhang zum Washingtoner Artenschutzabkommen) ist nicht erlaubt.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Einfuhr, Herstellung, Handel, Transport, Konsum, Besitz und Erwerb von Drogen, stehen unter Strafe.

Das Fotografieren und Filmen von Militäreinrichtungen, Uniformierten und strategisch bedeutenden Objekten (Ministerien, militärische und polizeiliche, sowie andere öffentliche Einrichtungen aller Art, Bahnhöfe, Brücken, Flugplätze) ist nicht gestattet. Bei Verstößen ist mit hartem Vorgehen der Sicherheitskräfte zu rechnen. Professionelle Fotografen und Journalisten bedürfen einer gebührenpflichtigen Fotoerlaubnis des Informationsministeriums.

Medizinische Hinweise

Vor Reisen nach Südsudan wird gewarnt.

Impfschutz
Ein Gelbfieberimpfnachweis wird bei Einreise von allen Reisenden ab dem Alter von 9 Monaten verlangt und ist medizinisch auch sinnvoll.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
Eine Cholera-Impfung kann im Einzelfall sinnvoll sein, insbesondere wenn man keinen Einfluss auf die Qualität des genutzten Trinkwassers oder Zugriff auf sichere Lebensmittel hat.

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit, wie in seinen südwestlichen und südöstlichen Nachbarländern – wenn auch unregelmäßig und unstetig gemeldet. Es wird durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen.

Malaria
In Südsudan gibt es ein ganzjährig hohes Malariarisiko, das sich auch auf die Städte erstreckt. 90% der Fälle sind auf Plasmodium falciparum (Malaria tropica) zurückzuführen. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• körperbedeckende helle, ggf. imprägnierte Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

HIV/AIDS
HIV/AIDS ist im Lande ein zunehmendes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera ist im Südsudan endemisch. Auch momentan sind in einigen Landesteilen Choleraausbrüche zu verzeichnen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes und desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Ostafrikanische Schlafkrankheit
Im Süden des Landes kommt es zu Schlafkrankheitsinfektionen (westlicher Teil Zentraläquatorias und Westäquatoria). Die Schlafkrankheit wird durch große tagaktive und agressive Fliegen (Tse Tse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u. a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen. Vom Baden in Süßwassergewässern sollte daher konsequent abgesehen werden. Auch angeblich sichere Gewässer und auch der Nil stellen ein Risiko dar. Laut Aussage des WHO Landesbüros sind alle Süßwassergewässer im Südsudan bilharzioseinfestiert.

Meningokokken-Krankheit
Die bakterielle Hirnhautentzündung mit hauptsächlicher Übertragung in den trockenen Monaten Dezember bis April tritt auf. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY auch bei einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen indiziert sein.

Viszerale Leishmaniasis (Kala-Azar)
Südsudan ist Endemiegebiet der viszeralen Leishmaniasis. Es handelt sich um eine die inneren Organe befallende tödliche parasitäre Infektion. Schutz vor der vorwiegend Dämmerungs- und nachtaktiven Überträgermücke beachten!

Afrikanisches Zeckenbissfieber
Häufige fieberhafte Infektionskrankheit nach Aufenthalt in Ostafrika ist das afrikanische Zeckenbissfieber (african tick bite fever).
Der Erreger, Rickettsia africae, wird durch z.T. sehr stechagressive Zecken bei ungeschütztem Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften übertragen. Die Erkrankung ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und später durch einen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Charakteristisch ist die blutverkrustete Einstichstelle (Eschar), die oft zunächst nicht bemerkt wird. Doxyzyclin zur Behandlung ist gut wirksam. Schutz ist nur durch adäquate Kleidung, Insektenabwehrmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Rückkehr möglich.

Sonstige Gesundheitsgefahren
Gifttiere

In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden incl. Todesfolge bewirken kann, dennoch sind Schlangenbisse ungewöhnlich und erfolgen selten unprovoziert! Der Mensch steht nicht auf dem Speisezettel der Giftschlange. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Werden Schlangen angetroffen, sollte ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte z. T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen u. a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande, auch in Dschuba ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch ungenügend. Durch den langjährigen Bürgerkrieg sind weiterhin große Teile der medizinischen Infrastruktur zerstört. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden daher dringend empfohlen. Darüber hinaus wird für alle Reisenden der Abschluss einer lokalen Evakuierungsversicherung bei AMREF-Flying Doctors empfohlen. Dies kann über das Internet vor Reisebeginn erfolgen (http://www.amrefgermany.de/flying-doctors/touristenmitgliedschaft/). Die Karte mit den Nummern der Alarmzentrale in Nairobi sollte man mit sich führen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen rechtlichen Vorbehalt den folgenden wichtigen Hinweis.

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaJaJa
SchweizJaJaJa
DeutschlandJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Nationalitäten.

Kosten

Deutschland und Österreich

Einreisevisum:

100 US$ (drei Monte gültig (bei der südsudanesichen Botschaft in Berlin).

Schweiz

Einreisevisum:

100 CHF (bei der südsudanesischen Botschaft in Genf)

 

Antrag

An die Botschaft der Republik Südsudan in Berlin oder an die Vertretung des Südsudans in Genf.

Antrag erforderlich

(a) Visa-Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).

(b) 2 aktuelle, farbige, biometrische Passbilder (5x5 cm) mit weißem Hintergrund.

(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und mindestens 3 leere Seiten enthält, und Kopie.

(d) Visumgebühr per Überweisung, nachdem das Visum erteilt wurde. 

(e) Rück- bzw. Weiterflugticket.

(f) Minderjährige: Beglaubigte Reiseerlaubnis der abwesenden Erziehungsberechtigten/ Eltern(-teile) übersetzt ins Englische.

(g) Ggf.: Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

(h) Selbstadressierter Rückumschlag mit Briefmarken.

(i) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.

Bearbeitungsdauer

Mindestens 5-6 Werktage.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer Gelbfieberimpfung für alle Personen über 9 Monate.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass (mind. 3 freie Seiten) oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Allein reisende Minderjährige benötigen die beglaubigte Reiseerlaubnis der abwesenden Erziehungsberechtigten/ Eltern(-teile) übersetzt ins Englische.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Nationalitäten.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
CholeraJa
DiphtherieJa
Hepatitis AJa
Malaria2
TollwutManchmal
TetanusJa
Typhus & PolioJa
Gelbfieber1

Übersicht

In Dschuba stehen gute medizinische Einrichtungen zur Verfügung. In begrenztem Maße gibt es akzeptable Einrichtungen auch in Wau, Yei und Malakal.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als 9 Monate sind.

[2] Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist ausdrücklich empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist in der Regel nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger können in Teichen und Flüssen vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. 

Impfungen gegen Tuberkulose und Hepatitis B sind u. U. empfehlenswert. 

Das durch tagaktive Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Die durch tagaktive Tse Tse-Fliegen übertragene Schlafkrankheit kommt vor allem im Süden des Landes vor. Schutz bietet eine entsprechende Kleidung.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung, Insektenschutzmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften.

HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

In allen tropischen Ländern gibt es eine Reihe an Gifttieren, deren Bisse oder Stiche schwere Körperschäden oder den Tod zur Folge haben können. Daher sollte man Abstand von Schlangen, Skorpionen und Spinnen halten. Keinesfalls unter Laub, Erdlöcher oder in  Steinspalten fassen.

Geld

Währung

1 Sudanesisches Pfund = 100 Piaster. Währungskürzel: SDG (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5, 2 und 1 SDG. Münzen sind im Wert von 50, 20, 10 und 1 Piaster in Umlauf.

Kreditkarten

Werden praktisch nicht angenommen. Empfohlen ist die Mitnahme von Bargeld in US-Dollar.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Keine Einfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen, es besteht Deklarationspflicht. Bis zu einer Summe im Gegenwert von 10.000 US$ ist die Einfuhr steuerfrei.

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Englisch und Arabisch.

Öffentliche Feiertage

Überblick

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
 

Zollfrei Einkaufen

Importbestimmungen

Für die Einfuhrbestimmungen bestehen noch keine einheitlichen Regelungen. Es muss deshalb bei der Einreise u. U. mit Einzelfallenscheidungen gerechnet werden.  
 
Alkohol und Zigaretten dürfen in international üblichen Mengen eingeführt werden.
 
 

 

Verbotene Exporte

Funde aus antiken Grabungsstätten sowie geschützte Pflanzen und Tieren (u. a. Elfenbein, siehe auch Anhang zum Washingtoner Artenschutzabkommen) dürfen nicht ausgeführt werden.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Südsudan

(auch für Österreich zuständig)

(030) 20 64 45 90.

http://embassy-southsudan.de/

http://embassy-southsudan.de/

Mo-Fr von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Leipziger Platz 8

D-10117 Berlin

Germany

Verbindungsbüro des Südsudan (Europa)

(auch für Österreich und die Schweiz zuständig)

 

(+32) (022) 80 23 55.

http://goss-brussels.com

http://goss-brussels.com

Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.

30 Boulevard Brand Whitlock

B-1200 Brüssel, Woluwe-Saint Lambert

Belgium

Botschaft von Südsudan

+41 22 740 57 36

http://southsudanmission.ch

http://southsudanmission.ch

23 Avenue de France

Genf

1202

Switzerland

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Leichter Anzug bzw. Kostüm sind angemessen. Pünktlichkeit hat einen niedrigeren Stellenwert als Geduld und Höflichkeit. Eine persönliche Vorstellung beim Geschäftspartner ist von Vorteil.

Öffnungszeiten

Sa-Do 08.00-14.30 Uhr.

BIP

Derzeit liegen keine Informationen vor.

Hauptexporte

Erdöl, Holz, Hirse, Erdnüsse, Fleisch, Tierhäute, Lebendvieh.

Hauptimporte

Erdöl- und Petroleumprodukte, Weizen und Weizenmehl, Transportmittel, Lebensmittel, Fertigerzeugnisse.

Kommunikation

Überblick

Landesvorwahl: +247.

(Hinweis: Diese Ländervorwahl gilt für den Sudan und behält (zumindest für eine gewisse Zeit) auch für den unabhängigen Südsudan ihre Gültigkeit.)

Telefon

Keine Festnetzverbindungen. Mit einigen internationalen Mobiltelefongesellschaften gibt es Roaming-Verträge. Empfang besteht in größeren Städten.

Internet

In größeren Städten besteht Internetzugang.

Presse

Die größte englischsprachige Tageszeitung ist die Sudan Tribune (Internet: www.sudantribune.com).

Einkaufen

Überblick

Zu empfehlen sind Korbartikel, Stoffe und einheimischer Schmuck.

Nachtleben

Einleitung

In Dschuba gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Nachtclubs. Der Konsum von Alkohol ist weit verbreitet.

Kulinarisches

Übersicht

Die Restaurants in Dschuba bieten internationale Küche an. Sie orientieren sich dabei an den vielen ausländischen Arbeitskräften, die hier tätig sind. Außerhalb der Hauptstadt gibt es vorwiegend südsudanesische und sudanesische Gerichte.

Regionale Spezialitäten

- Hauptnahrungsmittel ist Kisra, ein Fladenbrot aus Hirsemehl.
- Fleisch wird oft mit Erdnusssoße serviert.
- Ful, ein arabisches Bohnengericht, ist weit verbreitet.

Regionale Getränke

In Dschuba werden die Biersorten White Bull und Club Pilsner gebraut. Gesüßter schwarzer Tee ist weit verbreitet.

Unterkunft

Hotels

Außerhalb von Dschuba gibt es nur vereinzelte Unterkünfte. In der Hauptstadt stehen zahlreiche Hotels unterschiedlicher Qualität zur Verfügung; ein Zimmer für unter 120 US$ pro Nacht ist jedoch nur schwer zu finden. Eine Alternative sind fest aufgebaute Zeltunterkünfte, die vor allem seit dem Friedensabkommen von 2005 wegen der vielen ankommenden Gastarbeiter Hochkonjunktur hatten. In den anderen größeren Städten gibt es einige kleine Hotels.

Kultur

Religion

Christen und traditionelle Animisten.

Soziale Verhaltensregeln

Das Fotografieren unterliegt allgemein sehr strengen Bestimmungen. Viele Gebäude und Orte haben für die Regierung strategische Bedeutung und sollten nicht fotografiert werden. Verbote werden häufig direkt vor Ort und scheinbar willkürlich erteilt.

Klima

Überblick

Die Regenzeit, die oft zu Überschwemmungen und unpassierbaren Straßen führt, dauert von Mai bis Oktober. Die Temperaturen sind ganzjährig sehr hoch.

Erforderliche Bekleidung

Leichte Bekleidung während der Trockenperiode. Bei Reisen während der niederschlagsreichen Monate ist die Mitnahme von Regenbekleidung empfohlen.