Länderinformationen

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Somalia

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Bundesrepublik Somalia.

Hauptstadt

Mogadischu.

Geographie

Somalia grenzt im Norden an den Golf von Aden, im Süden und Westen an Kenia, im Westen an Äthiopien und im Nordwesten an Djibouti. Im Osten liegt der Indische Ozean. Somalia ist karg und trocken mit halbwüstenartigen Ebenen im Landesinneren, einer subtropischen südlichen Region und einer schmalen Küstenebene. Der Norden ist überwiegend gebirgig. Der Großteil des Landes besteht aus einem fast wasserlosen Plateau. Die Strände werden durch ein Korallenriff geschützt, das sich von Mogadischu bis zur kenianischen Grenze erstreckt und zu den längsten der Welt gehört.

Regierung

Bundesrepublik seit 2012. Republik von 1979 bis 2012. Alte Verfassung von 1979, letzte Änderung 1990, sie war seit Ausbruch des Bürgerkriegs 1991 außer Kraft. Neue Verfassung von 2012. Seit 2000 Übergangsparlament mit 275 ernannten Mitgliedern. Unabhängig und vereint seit 1960 (ehemals Britisch- und Italienisch-Somaliland). Ausrufung der international nicht anerkannten unabhängigen Republik Somaliland 1991.

Staatsoberhaupt

Präsident Muse Bihi Abdi, seit Dezember 2017.

Regierungschef

Hassan Ali Kheyre, seit März 2017.

Elektrizität

220 V, 50 Hz; nur in Hotels.

Zeitzone

Eastern Africa Time: MEZ +4

Übersicht

Somalia, eine ungewöhnliche Reisedestination, ist nur etwas für Besucher mit viel Glück und einer kugelsicheren Weste. Lediglich in der selbst ernannten Republik Somaliland ist das Reisen möglich, aber selbst die Mutigsten sollten den Rest des Landes meiden.

Das Chaos, in dem Somalia steckt, verhindert, dass die Welt seine vielgestaltige Landschaft aus Bergen, Wüsten, tropischen Wäldern, unentdeckten Stränden und Korallenriffen entlang dem Golf von Aden kennen lernen kann. Ein Großteil der Natur ist zudem der illegalen Rodung, verschiedenen Dürreperioden und dem Bürgerkrieg zum Opfer gefallen.

Das moderne Somalia entstand am 1. Juli 1960 aus den britischen und italienischen Somaliländern. Alte Stammesfehden und Gebietskonflikte bestimmen seitdem die Geschichte des Landes. Jahrelange Kämpfe zwischen rivalisierenden Rebellenführern und das Unvermögen, Hungersnot und Krankheiten zu bekämpfen, haben zum Tod von einer Million Menschen geführt. Somalia ist nach wie vor ein unberechenbarer Ort, an dem Überfälle an der Tagesordnung sind, vor allem in der Hauptstadt Mogadischu.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Jubba Airlines (3O) (Internet: www.jubba-airways.com) und Daallo Airways (D3) fliegen von Dubai, Paris und London nach Mogadischu. Mogadischu (MGQ) ist auch von Djibouti, Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) sowie Jeddah (Saudi-Arabien) aus erreichbar.

Ausreisegebühr

20 US$ bzw. Gegenwert. Transitreisende und Kinder unter 2 Jahren sind davon ausgenommen.

Anreise mit dem Pkw

Verbindungsstraßen nach Djibouti und Kenia. Die Grenzübergänge nach Äthiopien sind gegenwärtig geschlossen. Die Straßen sind schlecht, und ein wüstentaugliches Fahrzeug mit Allradantrieb wird dringend empfohlen.

Anreise mit dem Schiff

Die Haupthäfen sind Mogadischu, Kismayo, Berbera und Marka.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die Straßenbenutzung außerhalb Mogadischus kann mit Schwierigkeiten verbunden sein. Straßen führen von der Hauptstadt nach Burao und Baidoa. Die befestigten Straßen zwischen Mogadischu und Kismayo sowie zwischen Mogadischu und Hargeisa befinden sich in schlechtem Zustand. Passagiere werden fast ausschließlich auf Lastwagen befördert,

Autos und Busse sind weniger zahlreich. Busverbindungen existieren zwischen wichtigen Städten im Süden.

Taxis
gibt es in den größeren Städten.

Mietwagen kann man in Mogadischu ausleihen. Sie sind oft älteren Baujahrs und in schlechtem technischen Zustand. Anfallende Reparaturen muss oft der Kunde selbst bezahlen.

Unterlagen: Internationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

In Mogadischu verkehren Minibusse und Sammeltaxis (Sa-Do 07.00-14.00 Uhr).

Unterwegs mit dem Schiff

Somalia besteht überwiegend aus einem breiten, wüstenartigen Küstenstreifen. Die Küstenschifffahrt ist im Güter- und Personenverkehr besonders wichtig. In den Gewässern vor der Küste Somalias besteht die Gefahr der Piraterie.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 17 Oct 2018 14:15:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Wed, 17 Oct 2018 14:18:05 +0200)

Letzte Änderungen:
Medizinische Hinweise (Poliomyelitis-Kinderlähmung, Redaktionelle Änderungen)

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung

Vor Reisen nach Somalia sowie in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.
Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.
In Somalia und der Hauptstadt Mogadischu kommt es immer wieder zu schweren Anschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen mit mutmaßlichen Al-Shabaab Kämpfern,  mit zahlreichen Verletzten und Toten. Ziel dieser Angriffe sind Sicherheitskräfte und Regierungseinrichtungen, aber auch Hotels, Märkte und andere öffentliche Einrichtungen.
Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Terroranschläge, Kampfhandlungen, Piraterie sowie kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.
Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.
In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Die Gewährung konsularischen Schutzes vor Ort ist daher nicht möglich.
Der Aufenthalt in Somalia ist grundsätzlich sehr gefährlich, insbesondere aber in der Hauptstadtregion Banadir und den Gliedstaaten Jubbaland, Südwest, Hir-Shabelle und Galmudug sowie in Teilen Puntlands und dem Osten „Somalilands".
Hinweisen zufolge laufen insbesondere ausländische Fachkräfte und Reisende Gefahr, Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen zu werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der somalischen Bundesregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.
Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften erfolgen.

Gliedstaaten Jubbaland, Hir-Shabelle und Galmudug sowie die Hauptstadtregion Banadir
In Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.
Vor allem in der Hauptstadt Mogadischu kommt es immer wieder auch zu Auseinandersetzungen der somalischen Sicherheitskräfte untereinander, bei denen nicht selten auch Unbeteiligte zu Schaden kommen.
Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen, mit Ausnahme von Turkish Airlines,  nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.

Puntland und "Somaliland"
In der Region Mudug (Grenze zwischen Puntland und der neu geschaffenen Übergangsverwaltung Galmudug), in den zwischen Puntland und "Somaliland" umstrittenen Gebieten (Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Togdheer) sowie in Teilen der Region Bari (Bossaso, Galghala-Gebirge) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.
Die Sicherheitskräfte in „Somaliland" können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation und der Terrorgefahr in Somalia resultieren, können jedoch auch für „Somaliland" nicht ausgeschlossen werden.
Überlandfahrten in Puntland und „Somaliland" sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.

Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:
Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre dringend empfohlen.
Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet und empfiehlt zivilen Schiffen eine Registrierung vor Transit durch gefährdete Gewässer beim Maritime Security Centre. Allerdings bietet auch die Registrierung und die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen, die sich trotz Reisewarnung nach Somalia begeben, wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Als zuständige Vertretung ist dabei Nairobi, Kenia, zu wählen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Vor Reisen nach Somalia wird gewarnt.

Zuständige Auslandsvertretung
In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Zuständig für Somalia ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia.  

Versorgung im Notfall
Konsularische Unterstützung für Deutsche kann derzeit vor Ort durch deutsche Auslandsvertretungen nicht geleistet werden.
Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist zwingend notwendig, siehe auch Medizinische Versorgung. Ob dieser überhaupt gewährt werden kann, sollte vorab mit einem Reiseversicherungsanbieter geklärt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Vor Reisen nach Somalia wird gewarnt.

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Nicht bekannt

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Nein

Anmerkungen: -

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Somalia ein Visum, das in Deutschland bei der Botschaft von Somalia in Berlin beantragt werden muss.  

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den noch im Aufbau befindlichen Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.  

Besondere Zollvorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere Zollvorschriften vor.  

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen. 

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Die Bundesregierung von Somalia hat die Sharia-Bestimmungen übernommen, wobei eine landesweite Implementierung und einheitliche Anwendung nicht gesichert ist. Al-Shabaab und andere Gruppen haben eine zum Teil extreme Sichtweise und Auslegung der Bestimmungen.  

Medizinische Hinweise

Vor Reisen nach Somalia wird gewarnt.

Impfschutz
Gelbfieber

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem Alter von 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert. Bei direkter Einreise z.B. aus Europa ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Die WHO hat Somalia aufgefordert sicherzustellen, dass alle Einwohner und Langzeitbesucher länger als 4 Wochen, die aus dem Land heraus eine internationale Reise antreten, vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise mit einer Dosis gegen Polio geimpft worden sind (oraler Impfstoff bOPV oder intramuskulärer Impfstoff IPV). Ansonsten soll das Land eine Ausreise dieser Personen verhindern. Bei einer kurzfristigen Reise (innerhalb von vier Wochen) sollte zumindest zum Ausreisezeitpunkt eine Impfung erfolgt sein.
Allen Reisenden wird daher geraten, einen Impfschutz gegen Polio nachweisen zu können. Dieser ist zwar regulär zehn Jahre wirksam, muss jedoch aufgrund dieser Ausreisevorschrift jährlich erneuert werden.
Die Impfung ist im Internationalen Impfzertifikat separat zu bescheinigen. Siehe auch das aktualisierte Merkblatt Polio-Impfung bei Auslandsreisen des Gesundheitsdienstes.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Somalia zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Masern, Mumps, Röteln (MMR), Pneumokokken und jährlich gegen Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Polio, Gelbfieber und Hepatitis A empfohlen, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY).

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).

Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, außer in Somaliland. Dort ist das Risiko deutlich geringer und teilweise auch gar nicht gegeben. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Somalia) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Je nach Reiseprofil wird deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle, ggf. imprägnierte Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt durchschnittlich bei etwa 10%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Jedes Jahr werden Ausbrüche Fälle von akuter wässriger Diarrhö und Cholera gemeldet, teilweise auch im Rahmen größerer Ausbrüche. Beide Erkrankungen sind in Somalia endemisch.
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch die Cholera vermeiden.
Um die Gesundheit während des Aufenthaltes nicht zu gefährden, sollten folgende grundlegende Hinweise beachtet werden: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen oder selber SchälenHalten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden. Eine Impfung ist für Reisende im Normalfall nicht notwendig.

Weitere Infektionskrankheiten
In Somalia kommen grundsätzlich eine Vielzahl von weiteren Tropenerkrankungen und sonstigen Infektionserkrankungen vor.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist nicht durchgängig gesichert und entspricht auch bei weitem nicht dem europäischen Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien.

Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.

Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:
· zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
· auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
· immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen; trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa
SchweizJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
DeutschlandJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate bei der Ausreise gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Für Somalia besteht eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt.

 

Visainformationen

Allgemein erforderlich. Staatsangehörige aller Länder können Aden Adde International Airport in Mogadischu ein Visum (einmalige Einreise, bis zu 30 Tage Aufenthalt) bei der Ankunft beantragen.

 

 
 

Kosten

Visum bei der Ankunft: 60 US$.

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisum.

Gültigkeit

Unterschiedlich, Auskünfte erteilt die Botschaft.

Transit

Transitreisende, die gültige Dokumente für die Weiterreise vorweisen können, am selben Tag mit demselben Flugzeug weiterreisen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Da durch die momentane Lage weder Flugverbindungen noch Einreisebestimmungen zuverlässig sind, sollte man sich nicht auf diese Transiterleichterung verlassen.

Antrag erforderlich

Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Temporärer Wohnsitz

Anträge an die Botschaft.

Einreise mit Kindern

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate bei der Ausreise gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich. Staatsangehörige aller Länder können Aden Adde International Airport in Mogadischu ein Visum (einmalige Einreise, bis zu 30 Tage Aufenthalt) bei der Ankunft beantragen.

 

 
 

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken5-
Malaria3-
Typhus & PolioJa4
Cholera2
Gelbfieber1

Übersicht

Die andauernden Kampfhandlungen haben das medizinische Versorgungssystem so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es praktisch nicht existiert. Internationale Organisationen bemühen sich im Moment um den Aufbau eines Versorgungsnetzes. Neben einem hohen Sicherheitsrisiko ist landesweit mit erheblichen Engpässen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen.

Eine adäquate Ausstattung der Reiseapotheke ist ratsam.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt oder Transit in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen. Ausgenommen sind Transitreisende in Somalia, die den Flughafen nicht verlassen. Achtung: Nur aus Infektionsgebieten vorgesehen, wird die Impfung bei der Einreise meist von allen verlangt.


[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Achtung: Ein gültiger Impfnachweis gegen Cholera kann auch abweichend von den offiziellen Bestimmungen gelegentlich verlangt werden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden.

[3]
Malariaschutz gegen die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum ganzjährig in allen Landesteilen erforderlich, v.a. in den mittleren und südlichen Landesteilen. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.

[4] Poliomyelitis kommt vor. Die WHO verlangt von Somalia sicherzustellen, dass alle Ausreisenden mit einem Aufenthalt von mindestens 4 Wochen in Somalia, bei der der Ausreise eine gültige Impfung gegen Poliomyelitis, die vier Wochen bis 12 Monate vor der Ausreise stattgefunden haben muss, bescheinigen. Bei kürzeren Aufenthalten soll eine Impfung bei der Ausreise erfolgen.

[5] Wasser sollte nur abgekocht und gefiltert getrunken werden. In Mogadischu herrscht Wasserknappheit (einige Stadtteile erhalten oft monatelang kein Wasser); Versorgung mit Tankwagen. Es können Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Wasser außerhalb der Städte ist nicht keimfrei und sollte sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor, besonders in den Flussgebieten Whebi-Skebeli und Ghenale Djuba. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Die Filariose kommt vor allem an der Südküste vor. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können von Dezember bis Mai in den ländlichen Regionen vor allem im Norden und Westen vorkommen. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Tollwut
kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Geld

Währung

1 Somalia-Schilling = 100 Centesimi (Senti). Währungskürzel: SoSh, SOS (ISO-Code). Banknoten zirkulieren hauptsächlich im Wert von 1000 und 500 SOS.
Hinweis: Zahlungsmittel in Somalia sind neben dem Somali-Shilling auch der US-Dollar, Euro und Dirham, in den Grenzregionen auch Birr, Dschibuti-Franc und Kenia-Schilling. In Somaliland hat sich regional der Somaliland-Schilling durchgesetzt.

Kreditkarten

Kreditkarten werden fast nirgends akzeptiert (Möglicherweise wird Diners Club teilweise in Hotels akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.).
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Es stehen keine geeigneten Geldautomaten zur Verfügung.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Von Reiseschecks wird abgeraten.

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Do 08.00-11.30 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 200 SOS beschränkt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, muss aber deklariert werden. Der Betrag muss innerhalb von fünf Tagen bei der offiziellen Bank umgetauscht werden. Quittungen sollten unbedingt aufbewahrt werden. Die Ausfuhr ist auf den deklarierten Betrag begrenzt.

Geldwechsel

US-Dollar lassen sich am leichtesten eintauschen. Seit Jahren gibt es jedoch für den Somalia Shilling keinen offiziellen Wechselkurs (der Falschgeldanteil wird auf 80 % geschätzt). Am besten und sichersten wechselt man Geld in Hotels. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar und Euro in bar.

Währungen

S

SOS

Wechselkurse

EUR1 = SOS581.85
GBP1 = SOS692.96
USD1 = SOS564.00

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Somali. Arabisch wird ebenfalls gesprochen. Swahili wird besonders im Süden gesprochen, teilweise auch Englisch, Französisch und Italienisch.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 26 Jun Unabhängigkeitstag
  • 01 Jul Tag der Republik

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Somalia eingeführt werden:

400 Zigaretten oder 40 Zigarren oder 400 g Tabak;
1 Flasche Wein oder Spirituosen;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch.

Kontaktadressen

United Nations Development Programme for Somalia (UNDP), Nairobi

(+254) (02) 04 18 36 40/42.

Botschaft der Republik Somalia

Potsdamer Straße 144

D-10783 Berlin

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Leichter Anzug ohne Krawatte bzw. Kostüm genügt. Oktober bis Mai ist die beste Zeit für Geschäftsreisen.

Geschäftszeiten:
Sa-Do 08.00-14.00 Uhr.

Geschäftskontakte

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Industrie- und Handelskammer von Somalia
PO Box 27, Mogadischu
(derzeit nicht besetzt).

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Telefonische Verbindungen von Somalia in das Ausland sind nur über die Telefonzentrale möglich (keine Direktdurchwahl).

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber sind Hormuud Telecom Somalia Inc., Nationlink, TELESOM und Telsom Mobile.

Internet

North East Telecom Company (NETCO) und SomaliNet (Internet: www.somalinet.com) sind die beiden Hauptinternetanbieter.

Post

Luftpost nach Europa ist bis zu zwei Wochen unterwegs.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Gold- und Silberschmuck, Webstoffe, Korbwaren, Meerschaum- und Holzschnitzereien. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.00-12.30 und 16.30-19.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Rituelle Tänze, Musik und Volkslieder sind feste Bestandteile der zahlreichen Feste.

Kulinarisches

Übersicht

Einheimische Spezialitäten sind Hummer, Krabben, Tintenfisch, frischer Tunfisch, somalische Bananen, Mangos und Papayas. Ein traditionelles somalisches Gericht ist gegrillte junge Ziege mit gewürztem Reis. Otka ist Trockenfleisch (bevorzugt vom Kamel), das mit Butter und Gewürzen gebraten wird. Injera ist ein großer, lockerer Eierkuchen. Schwarzer und brauner Tee aus China sowie Chai werden gern getrunken.

Unterkunft

Hotels

Mogadischu und Hargeisa bieten Hotels mit internationalem Standard. Weitere Hotels befinden sich in Afgoi, Berbera, Borama, Burao, Kismayo und Marka.

Kultur

Religion

100 % sunnitische Moslems.

Soziale Verhaltensregeln


Kulturelle Traditionen, Tanz, Gesang und Kunsthandwerk bleiben trotz der zunehmenden Modernisierung erhalten. Zwanglose Kleidung wird akzeptiert. Man sollte regionale Umgangsformen respektieren. Trinkgeld: 10-15% in Hotels und Restaurants.

Klima

Beste Reisezeit

Vier Jahreszeiten. Der heiße und sehr trockene Jilal beginnt etwa im Januar. Die erste Regenzeit Gu hält von März bis Juni an. Hagaa im August bringt heißen, trockenen Monsunwind und Staubwolken. Die zweite Regenzeit, Dayr, dauert von September bis Dezember.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Somali

Somali Giraffes
© iStockphoto / Thinkstock

Somali

Somali Ostrich
© Hemera / Thinkstock

Black

Black Headed Heron in a Somali rice field
© Creative Commons / Robbert van der Steeg

Kids

Kids in Somalia
© Creative Commons / Robbert van der Steeg