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Mauretanien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Islamische Republik Mauretanien.

Hauptstadt

Nouakchott.

Geographie

Mauretanien grenzt an Algerien, Mali, West-Sahara (Demokratische Arabische Republik Sahara) und den Senegal. Im Westen liegt der Atlantische Ozean. Der Staat besteht überwiegend aus den Wüstenebenen der Sahara mit Sanddünen und stellenweise felsigen Plateaus mit tiefen Schluchten und einsamen Gipfeln. Das 500 m hohe Adrar-Plateau liegt in der Landesmitte, das Tagant-Plateau im Süden steigt auf 600 m an. In dieser Region liegen mehrere Städte, kleine Dörfer und Oasen. Das Nordufer des Flusses Senegal, die Südgrenze des Landes, ist als einzige Region des Landes ganzjährig mit Vegetation bedeckt - auch die Tierwelt ist hier vielfältig.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1960. Die Verfassung von 1991 basiert auf dem islamischen Recht (Scharia). Verfassungsreform in Juni 2006. Zweikammerparlament: Nationalversammlung mit 81, Senat mit 56 Mitgliedern. Oberst Maaouiya Ould Sid'Ahmed Taya (Staatsoberhaupt seit 1984) wurde im August 2005 in einem Putsch gestürzt. Seitdem untersteht das Land einer Militärregierung. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Mohamed Ould Abdel Aziz, seit Juli 2009.

Regierungschef

Premierminister Yahya Ould Hademine, seit August 2014.

Elektrizität

127/220 V, 50 Hz. Runde Zweipolstecker.

Zeitzone

Greenwich Mean Time: MEZ -1

Übersicht

Mauretanien ist ein geheimnisvolles, wenig bekanntes Land in der Sahara, in dem die Temperaturen auf bis zu 57 °C steigen können. Ein Großteil des Landes ist trocken und unwirtlich, und viele Gegenden sind nur mit allradgetriebenen Fahrzeugen erreichbar.
In Ouadâne, einer hinter Sanddünen versteckten Oase im Norden Mauretaniens, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, gibt es 3.000 historische Manuskripte sowie eine sehr alte Moschee. Im Norden von Mauretanien liegt auch die siebente der heiligen Städte des Islam, Chinguetti.
Die 800 km lange Küste besteht aus Sandstränden mit einer erstaunlichen Vielfalt von Vogelarten, trotz der fast völlig fehlenden Vegetation. Der Parc National du Banc d'Arguin ist ein Zwischenstopp für Zugvögel auf dem Weg in den Süden.
Obwohl Mauretanien zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, könnten küstennahe Erdöl- und Erdgasvorkommen eine bessere Zukunft bescheren.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Mauretanien hat derzeit keine nationale Fluggesellschaft.

Air France (AF)
(Internet: www.airfrance.com/de) fliegt mehrmals pro Woche direkt von Paris nach Nouakchott. Mauretanien wird außerdem von den Fluglinien Air Algerie (AH), Royal Air Maroc (AT) und Tunis Air (TU) angeflogen.

Anreise mit dem Pkw

Die Einreise und Ausreise auf dem Landweg durch die Westsahara muss ausschließlich an der Küste bei Nouadhibou erfolgen. Die geteerte Straße von Dakar (Senegal) nach Nouakchott ist 575 km lang (Fahrzeit: ca. 8 Std.). Der Fluss Senegal muss bei Rosso mit einer Fähre überquert werden (Fährverbindungen von 07.30-12.00 und 15.00-18.00 Uhr). Auch von Mali gibt es eine geteerte Straße nach Mauretanien.

Wer vom Norden (Westsahara) nach Mauretanien fahren möchte, sollte sich bei der mauretanischen Botschaft über die aktuelle politische Lage in der Westsahara informieren. Außerdem sollte die Einreise auschließlich über die gekennzeichneten Straßen erfolgen. Wegen nicht gekennzeichneter Minenfelder ist jedes Verlassen der Straßen lebensgefährlich. Die Route du Mauritanie durch Algerien ist nicht mehr befahrbar. Von einer Einreise über Algerien und den Norden von Mali wird aus Sicherheitsgründen dringend gewarnt.

Anreise mit dem Schiff

Der wichtigste Hafen ist Nouâdhibou, Nouakchott hat einen kleinen Hafen. Auch der Hafen von St. Louis im Senegal ist für Mauretanien zuständig.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft Mauritania Airlines International (L6) bietet als einzige Fluggesellschaft Inlandflügen zwischen Nouakchott und anderen größeren Städten an.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Straßen verbinden Nouakchott mit Rosso im Süden (gepflasterte Straße), Néma im Südosten sowie mit Akjoujt im Norden des Landes. Die gepflastere La Route de l'Espoir führt von Nouakchott in den Osten des Landes, bis nach Mali. Alle anderen Straßen, z. B. die Verbindung von Atar im Westen mit Ain Ben Tilli im Norden, sind Sandpisten, die nur mit Fahrzeugen mit Allradantrieb befahrbar sind. In einigen Regionen sind die Straßen während der Regenzeit unpassierbar. In der Trockenzeit verdeckt Treibsand manchmal die Sandpisten; ohne ortskundigen Fahrer sollte man sich nicht in diese unwirtliche Gegend wagen.

Die rund 500 km lange Strecke von Nouadhibou durch den Nationalpark Banc d'Arguin nach Nouakchott weist keinerlei Versorgungspunkte auf und sollte nur mit einem ortskundigen Führer, geländegängigen Fahrzeugen sowie im Konvoi befahren werden. Vorräte an Wasser, Nahrung und Treibstoff sollten für mehrere Tage ausreichen. Im Büro des Nationalparks Banc d´Arguin in Nouadhibou (Antenne Banc d´Anguin) ist eine Gebühr von 1.200 UM pro Person und Tag für die Durchreise zu entrichten. Auch können dort zuverlässige Führer vermittelt werden.

Mietwagen
sind in Nouakchott, Nouâdhibou und Atar erhältlich. Fahrzeuge mit Allradantrieb und Fahrer sind sehr teuer. Es ist empfehlenswert, Mietwagen mit Chauffeur zu mieten.

Anmerkung:
Wüstenfahrten auf eigene Faust sollten nie ohne Ersatzteile und umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen unternommen werden.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein wird empfohlen.

Unterwegs in der Stadt

Taxis in Nouakchott und Nouâdhibou sind sehr teuer. Einheitspreise. Ein kleines Trinkgeld wird erwartet. Taxis können auch für einen ganzen Tag gemietet werden.

Busse
sind günstig, aber in schlechtem technischen Zustand.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Die Strecke der SNIM (Internet: www.snim.com) zwischen Nouâdhibou und Zouérate wurde für die Eisenerzbergwerke gebaut. Personen und Autos werden von Nouâdhibou nach Atar befördert. Die Fahrt ist lang und anstrengend, Vorausbuchung notwendig.

Reisewarnung

Überblick

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Allgemeine Reiseinformationen (Geld/Kreditkarten)
Redaktionelle Änderungen

Aktuelle Hinweise

Im Zusammenhang mit den im September 2018 stattfindenden Wahlen kann es zu erneuten Demonstrationen kommen, in deren Verlauf auch gewaltsame Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können.
Reisende sollten besonders aufmerksam sein, Demonstrationen und Menschenansammlungen meiden und den Anweisungen von lokalen Behörden unbedingt Folge leisten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung

Von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone wird dringend abgeraten.
Vor Reisen in das Grenzgebiet zu Algerien und Mali wird gewarnt.

Terrorismus/Entführungen
Bei Reisen nach Mauretanien bestehen wie in der gesamten Sahel-Region erhebliche Anschlags- und Entführungsrisiken, besonders an Orten, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren und bei Sport- und Kulturveranstaltungen, wie Wüsten-Rallys oder Musikfestivals. Vergeltungsmaßnahmen, die sich auch gegen ausländische Interessen richten können, sind in der gesamten Region zu befürchten.
Al-Qaida im islamischen Maghreb (AQMI) sucht in Mauretanien wie auch in anderen Ländern der Region gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Diverse terroristische Gruppierungen wie AQMI operieren grenzübergreifend, wie Entführungen europäischer Staatsbürger in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien gezeigt haben. Ein teilweise sehr hohes Entführungsrisiko besteht vor allem außerhalb der Hauptstadt Nouakchott sowie bei Reisen in der Nacht.

Innenpolitische Lage/Demonstrationen
Im Rahmen von Freitagsgebeten werden immer wieder aktuelle Themen aufgegriffen, in deren Folge es zu spontanen Kundgebungen und Demonstrationen kommen kann. Gewaltsame Ausschreitungen sind dabei nicht auszuschließen.

Kriminalität
Die Kriminalität und die Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, hat in den letzten Jahren zugenommen. Überfälle auf Autos und Einbrüche in Häuser kommen in Nouakchott vor. Ausländer sind keine bewussten Ziele, aber in gleichem Maß davon betroffen. Auch die Gewalt gegen Frauen bis zu sexuellen Übergriffen, auch gegen Ausländerinnen hat steigende Tendenz.
Die Sicherheitslage wird auch durch grenzüberschreitend operierende Banden erheblich gefährdet. Zwischen diesen Banden und Sicherheitskräften kann es zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommen.
In der Vergangenheit ist es im Norden Mauretaniens zu Überfällen gekommen. Von Reisen in dieses Gebiet, Ein- und Ausreiseversuchen von und nach Algerien, Mali und auf dem Landweg die Westsahara wird dringend abgeraten. In der Westsahara kann keinerlei konsularische Unterstützung geleistet werden.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur/Straßenverkehr
Im Juni 2016 hat der neue Internationale Flughafen Nouakchott-Oumtounsy den Betrieb aufgenommen. Der neue Flughafen befindet sich ca. 35 km außerhalb des Stadtzentrums.
Reisende mit eigenem Fahrzeug werden auf erhöhte Unfallgefahren hingewiesen. Es kommt immer wieder zu tödlichen Unfällen. Auf Nachtfahrten sollte unbedingt verzichtet werden. Auch tagsüber nicht ungefährlich ist die sogenannte „Route de l'Espoir" von Nouakchott nach Néma, die insbesondere auf der Strecke Nouakchott – Boutilimit zahlreiche Sanddünen überquert.
Bei Einreise mit dem Fahrzeug ist eine international gültige Versicherung mit französischsprachiger Bescheinigung darüber vorzulegen oder eine Versicherung an der Grenze abzuschließen.

Führerschein
Es wird ein internationaler Führerschein benötigt.

Sprache
Insbesondere Individualreisende sollten über französische (oder arabische) Sprachkenntnisse verfügen. Englisch wird nur von wenigen Mauretaniern verstanden.

Besondere Verhaltenshinweise
Mauretanien ist ein muslimisch geprägtes Land. Reisende sollten auf die religiösen, kulturellen und sozialen Traditionen Rücksicht nehmen.

Ramadan
Der Fastenmonat Ramadan beeinflusst in erheblichem Maße das öffentliche Leben. Ein Großteil des öffentlichen Lebens ruht tagsüber und wird in die Zeit nach dem Sonnenuntergang verlagert. Der Straßenverkehr ist vor der Zeit des Fastenbrechens (d. h. täglich gegen Sonnenuntergang) zum Teil besonders aggressiv. Reisende sollten auf die Besonderheiten Rücksicht nehmen (z. B. berücksichtigen, dass öffentliches Essen und Trinken tagsüber muslimische Gepflogenheiten verletzen kann (Ausnahme: größere Hotels).

Geld/ Kreditkarten
Landeswährung ist der Ouguiya (MRO). Am 1. Januar 2018 ist in Mauretanien eine Währungsumstellung vorgenommen worden. Seit dem 1. Juli 2018 ist ein Umtausch der bisherigen Banknoten und Münzen nur noch bei der Zentralbank Mauretaniens möglich. Weitere Informationen in französischer Sprache erteilt die Banque Centrale de Mauritanie.
In Mauretanien gibt es (außer in den größeren Hotels zur Begleichung von Hotelrechnungen mit Geheimnummer der Kreditkarte) z. Zt. noch keine Akzeptanz für Kreditkarten. Reisende sollten über Devisen verfügen.
Im Notfall kann ein Geldtransfer über mehrere Western-Union-Büros in Nouakchott erfolgen. In Nouakchott ist Abheben an einer steigenden Zahl von Geldautomaten mit Visakarte möglich.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: -

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Mauretanien einen gültigen Reisepass mit Visum. Das Visum kann derzeit nur bei Einreise an der Grenze bzw. an den Flughäfen Nouakchott-Oumtounsy und Nouadhibou erteilt werden. Die Gebühren wurden Anfang 2017 gesenkt und liegen bei Aufenthalten bis zu drei Monaten zwischen 55,- und 95,- €. Derzeit ist keine Visaerteilung vor Einreise bei der Botschaft der Islamischen Republik Mauretanien in Berlin möglich. Weitere Informationen erteilt die Botschaft der Islamischen Republik Mauretanien in Berlin.

Ein- und Ausreise von und nach Algerien, dem Senegal und Mali
Von Versuchen, über Algerien oder Nordmali wie auch auf dem Landweg durch die Westsahara ein- oder auszureisen, wird aufgrund einer sehr hohen Überfallgefahr dringend abgeraten, siehe Kriminalität.
Die Einreise nach und von Senegal  an den offiziellen Grenzübergängen im Süden ist derzeit möglich. Am Grenzübergang Rosso besteht die Möglichkeit, per Fähre überzusetzen. Ansonsten kann die Grenze über den Damm von Diama überquert werden. Bei Nutzung des Diama-Damms erfolgt keine Visumerteilung. Dies ist nur in Rosso möglich.

Ein- und Ausreise in die Westsahara
Von einer Einreise und Ausreise auf dem Landweg durch die Westsahara wird abgeraten. Eine Einreise über Galtat Zemmour nach Bir Moghrein ist nicht möglich, da es sich um militärisches Sperrgebiet handelt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Von Europa aus können 200 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak ohne Erklärung eingeführt werden. Die Einfuhr von Alkohol ist nicht gestattet.
Die Einfuhr von Waffen und Drogen ist verboten. Jagdwaffen können nur mit einer vorherigen Genehmigung eingeführt werden.

Bei Grenzübertritt werden vom Zoll grundsätzlich keine Gebühren verlangt. Jedoch kann nach Ermessen des Zollbeamten bei zusätzlichem Arbeitsaufwand eine Gebühr für „Travail supplémentaire TS" erhoben werden. Hierüber wird eine Quittung ausgestellt. Diese sollte der Reisende verlangen.

Eine Pflicht zur Vorlage eines Zollbürgscheins (Carnet de Passage) bei Einreise mit dem Fahrzeug besteht in der Praxis nicht mehr. Auch eine Fahrzeugkaution wird nicht mehr verlangt. Das Fahrzeug wird lediglich im Reisepass des Besitzers eingetragen.

Sollte das Fahrzeug in Mauretanien verkauft werden, ist gemeinsam mit dem Käufer bei der Zolldirektion (Direction Générale des Douanes, Services des Enquêtes) in Nouakchott vorzusprechen. Fahrzeugpapiere und Kaufvertrag sind vorzulegen. Der dort ausgestellte Beleg (Quitus) über die erfolgte Entzollung (die Entzollungsgebühr wird normalerweise vom Käufer entrichtet) ist bei der Ausreise vorzulegen. Ohne diesen Beleg werden bei Ausreise ohne Fahrzeug an der Grenze hohe Entzollungsgebühren zu zahlen sein.

Bei Verlust des Fahrzeugs (z.B. durch Unfall, Geländeschaden) sollte unbedingt der nächstgelegene Gendarmerie- oder Polizeiposten zur Aufnahme eines Protokolls aufgesucht werden, da ansonsten bei Ausreise ohne Fahrzeug hohe Entzollungsgebühren entrichtet werden müssen. Dieses Protokoll kann nicht erst in Nouakchott ausgestellt werden!

Devisen können von Reisenden bis zu einem Gegenwert von 1.000 US-$ ein- und ausgeführt werden. Ein höherer Betrag sollte bei der Einfuhr deklariert werden, da bei der Ausreise zuweilen ein entsprechender Nachweis verlangt wird. Für in Mauretanien ansässige Personen beträgt dieser Betrag den Gegenwert von 3.000 US-$ in Devisen. Sollte die Ausfuhr eines höheren Betrages in Devisen beabsichtigt sein, ist die Genehmigung der mauretanischen Zentralbank erforderlich.
Sorgfältig aufbewahrt werden sollten die Umtauschquittung der Banken und Wechselstuben, um sie bei Ausreise auf Verlangen vorzuzeigen.

Ein-und Ausfuhr von Heimtieren
Bei Einreise mit Haustieren sind der Impfausweis (Tollwutschutzimpfung) und eine gültige Bescheinigung über die Gesundheit des Tieres vorzulegen. 

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Das Fotografieren militärischer Anlagen ist verboten. Die Landeswährung Ouguiya darf weder ein- noch ausgeführt werden.

Mauretanien ist ein muslimisch geprägtes Land. Der Verkauf von Alkohol, Drogenhandel und Prostitution sind verboten. Homosexuelle Handlungen sind verboten und können formell mit harten Strafen geahndet werden.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen.
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Eine Gelbfieberschutzimpfung wird allen Reisenden grundsätzlich empfohlen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) sowie ggf. gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und ggf. Cholera (s.u.) empfohlen.

Während der Trockenzeit (Dezember–April) kommt es in den Ländern des „Afri­kanischen Meningitisgürtels" regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Meningokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.

Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.

Malaria
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig in den südlichen Landesteilen, ein mittleres während der Regenzeit (Juli-Oktober) in Adrar und Inchiri. Ein geringes Risiko dort während der Trockenzeit und in den übrigen Landesteilen. Als malariafrei gelten die Provinzen Dakhlet-Nouadhibou und Tiris-Zemour im Norden des Landes.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft- insbesondere die gefährliche Malaria tropica (nahezu 100%)- bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin ) auf dem deutschen Markt erhältlich und sollten in ausreichender Menge mitgenommen werden. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der o.g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird daher allen Reisenden empfohlen:
· körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
· besonders in den Abendstunden und nachts (Malaria!) bei Aufenthalt im Freien Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
· ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS
Ca. 0,7 % der Erwachsenen sind HIV- infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Andere Infektionskrankheiten
Krim-Kongo-Fieber
Mauretanien gehört zu den Ländern, in denen das Krim-Kongo-Fieber sporadisch auftreten kann. Seit 2003 wurden, hauptsächlich in Nouakchott, bis ca. 40 Erkrankungen gemeldet, von denen wenige tödlich verliefen. Übertragen wird der Virus über Zecken von Nutztieren wie Schafen, Ziegen, Rinder und Kamelen sowie über Blut infizierter Tiere und Menschen. Guter Schutz vor Zecken und Abstand von Tieren wird empfohlen.

Rift Valley Fever
2015 wurden von der WHO 20 Fälle von Rift Valley Fever (davon 10 bestätigt) mit 8 Todesfällen im Gebiet zwischen Aleg und Kiffa südöstlich von Nouakchott (245 km bzw. 512 km Luftlinie) gemeldet. Die Krankheit ist endemisch in Mauretanien im Grenzgebiet zu Mali; 2011 wurde sie durch infizierte Kamele in die Oasen des Nordens verschleppt. In den letzten Jahren hat Mauretanien wiederholt Ausbrüche bei Menschen gemeldet (2012: 34 Infektionen beim Menschen).

Prinzipiell handelt es sich um eine virale Zoonose (Erkrankung bei Tieren), die regelmäßig seit den 80er Jahren Schafe, Ziegen, Kamele, Kühe, Esel und ausnahmsweise auch den Menschen befällt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten (z. B. auch Milch) oder Organen infizierter Tiere, durch virushaltige Aerosole oder aber durch Moskitostiche (vor allem Aedes-Mücken). Eine Mensch zu Mensch – Übertragung ist bislang nicht dokumentiert. Sofern Standardvorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, sollte es auch bei Krankenhauspersonal nicht zu Infektionen kommen. Gefährdet sind vor allem Menschen, die im Kamelhandel tätig sind oder sonst beruflich mit Tieren zu tun haben (Schlachter).
Die Erkrankung verläuft normalerweise mild. In weniger als 4 % der Fälle soll es zu einem schweren Verlauf kommen (Quelle: WHO) bis hin zu hämorrhagischem Fieber mit Einblutungen in verschiedene Organe.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Bilharziose (Schistosomiasis) besteht beim Baden in Süßwassergewässern, besonders im Senegalfluss und in der Tarza-Region. Die Erkrankung kann zu schweren Verläufen mit Befall der Leber und selten des Gehirns oder Rückenmarks führen. Sie sollte nicht leichtfertig in Kauf genommen werden.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien von weniger als einhundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, insbesondere immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderen Expositionen (z.B. Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben. Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land sinnvoll sein. Das hängt vom persönlichen Reiseprofil des Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner dazu wird empfohlen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Nouakchott ist begrenzt. Französischsprachige Fachärzte fast aller Fachrichtungen sind vorhanden. Deutschsprachige Ärzte sind nicht bekannt.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einige Privatkliniken und einige öffentliche Krankenhäuser in Nouakchott in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Nouakchott haben ein begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Touristen, die nach Mauretanien kommen, sollten über einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa
SchweizJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
DeutschlandJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder. Deutsche Staatsbürger können das Visum zurzeit bei Einreise am Flughafen Nuakchott bzw. an der Grenze beantragen.

Kosten

Deutschland und Österreich

Touristen- und Geschäftsvisum:

55-95 € (Aufenthalt bis zu 90 Tagen, ein- bis mehrmalige Einreise) 
200 € (Aufenthalt bis zu 12 Monate, einfache oder mehrfache Einreise).

Transitvisum: 55 € + 10 € Bearbeitungsgebühr (einfache Durchreise).

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisum.

Gültigkeit

3-12 Monate.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Persönlich oder postalisch beim Konsulat bzw. der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen). Ausschließlich persönlich beim zuständigen Konsulat von Mauretanien.

Achtung: Zurzeit werden Visa bei Ankunft am Flughafen Nuakchott bzw. an der Grenze erteilt. Die Botschaft von Mauretanien in Berlin stellt zurzeit aus technischen Gründen keine Visa aus. Wer bereits im Besitz eines von der Botschaft ausgestellten Visums ist, erhält an der Grenze bei Einreise gegen nochmaliger Zahlung der Visumgebühr ein neues, biometrisches Visum. Man kann sich zum Zweck der Rückerstattung der Visagebühren für das nicht anerkannte Visum nach Rückkehr an die Botschaft der Islamischen Republik Mauretanien wenden.

Antrag erforderlich

(a) 1 Antragsformular (auf Französisch auszufüllen) (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 aktuelle Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch sechs Monate gültig ist, und Kopie des Reisepasses.
(d) Individualreisen: genaue Reiseroute und Reisedaten (zu besuchende Orte, Grenzübergänge, Flughäfen etc.).
(e) Bescheinigung des Reisebüros über bezahlte Rück- oder Weiterreisetickets oder Bankbescheinigung über ausreichende Geldmittel für die Reise.
(f) Gebühr (per Verrechnungsscheck oder per Überweisung) - Beleg ist bei der Einreise vorzulegen!.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(g) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer, Beruf des Reisenden und Bestätigung der Kostenübernahme

Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beigefügt werden.

Bearbeitungsdauer

3-4 Wochen.

In Berlin: 14 Werktage.

Aufenthaltsverlängerung

Der Beleg über die bezahlten Visumgebühren ist dem Grenzbeamten vorzulegen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Reisen Kinder unter 18 Jahren allein, benötigen sie eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für die Einreise mit Hunden und Katzen muss für jedes Tier ein Impfausweis mit gültiger Tollwutimpfung sowie ein gültiges Gesundheitszertifikat vorgelegt werden.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder. Deutsche Staatsbürger können das Visum zurzeit bei Einreise am Flughafen Nuakchott bzw. an der Grenze beantragen.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken4-
Malaria3-
Typhus & PolioJa-
Cholera2
Gelbfieber1

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Land ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist technisch und hygienisch in hohem Maße mangelhaft. Die ärztliche Versorgung in Nouakchott ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen sind vorhanden.

Adressen von Ärzten und Kliniken (Vorwahl 00222) (ohne Gewähr):
- Frau Dr. Cherif-Bretz in Nouakchott, Tel. 525 15 71, Praxis unweit des Restaurants Karaoke. Französische Ärztin mit deutschen Sprachkenntnissen.
- Klinik Shiva, Nouakchott, in der Nähe des Restaurants Pizzalina. Tel. 525 80 80, 525 13 25, im Notfall: 641 15 64.
- Hôpital Cheikh Sayed, Tel. 529 84 44, ca. 4 km vom Flughafen entfernt auf der Strasse Richtung Boutilimit, nach dem "Carrefour Madrid" die 2. geteerte Kreuzung nach links, nach 400 m links, im Notfall: 630 00 56, 630 51 10.
- Nouadhibou Klinik Rachad, Tel. 574 61 15, im Notfall: Tel. 574 50 19.
- Klinik Ettaiba, Tel. 574 59 68.
- Dr. Virginia Gonzalez, spanische Ärztin, Tel. 574 51 83.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird auch von allen anderen Reisenden verlangt, die sich länger als 2 Wochen in Mauretanien aufhalten wollen. Ausgenommen sind Transitreisende, die in Mauretanien den Flughafen nicht verlassen.
Impfschutz gegen Gelbfieber wird allen Reisenden empfohlen, die sich außerhalb der größeren Städte in Mauretanien aufhalten wollen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das geringe Risiko einer Infektion besteht jedoch (Infektionegebiete im Nouakchott-Distrikt). Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz gegen die gefährlichere Form Plasmodium falciparum ist ganzjährig in allen Landesteilen erforderlich, ausgenommen sind die nördlichen Regionen Dakhlet-Nouadhibou und Tiris-Zemour. In Adrar und Inchiri besteht ein Malariarisiko nur während der Regenzeit (Juli - Oktober).

[4] Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser weiterverarbeiten. Einheimische Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor (bes. in der Tarza-Region), das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die Zahl der HIV/Aids-Infizierten liegt unter dem anderer afrikanischer Länder, es besteht jedoch eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen.

Die durch Mückenstich übertragene Leishmaniose kommt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können auftreten. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Tollwut
kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt vor.

Geld

Währung

Neue Währung seit 1. Januar 2018 im Umlauf: 1 Mauretanischer Ouguiya = 5 Khoums. Währungskürzel: UM, MRU (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1.000, 500, 200, 100 und 50 UM; Münzen sind in den Nennbeträgen 20, 10, 5, 1 und 1/5 Ouguiya sowie 1 Khoum im Umlauf.

Alte Währung noch bis 30. Juni 2018 im Umlauf: 1 Mauretanischer Ouguiya = 5 Khoums. Währungskürzel: UM, MRO (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5.000, 2.000, 1.000, 500, 200 und 100 UM; Münzen sind in den Nennbeträgen 50, 20 und 10 erhältlich. Die 5 UM Münze ist sehr selten.

Achtung: Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2018 kann die alte Währung bei der mauretanischen Zentralbank umgetauscht werden. 

 

 

Kreditkarten

Kreditkarten werden nur in wenigen Hotels in Nouakchott und Nouadhibou akzeptiert (Vorsicht vor Kreditkartenbetrug). Mit Visa kann in der Hauptstadt (Attijari Bank Mauritanie, Société Générale Mauritanie) Geld abgehoben werden.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Karten mit dem Maestro-Zeichen werden weltweit akzeptiert. An einigen Geldautomaten in der Hauptstadt kann mit ec-Karte Geld abgehoben werden. Dabei ist zu beachten, das die Karte trotz Hinweisschild nicht akzeptiert werden kann oder der Automat nicht funktionstüchtig ist.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks sollten in Euro ausgestellt sein und können in Banken, Wechselstuben und dazu berechtigten Geschäften umgetauscht werden. Die Akzeptanz ist jedoch begrenzt.

Öffnungszeiten der Bank

So-Do 07.00-15.00 Uhr, Fr 08.00-12.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von 1.000 US$. Ausfuhr nur in Höhe des deklarierten Betrags, abzüglich umgetauschter Beträge. Die Ausfuhr von höheren Beträgen in Fremdwährungen ist nur mit Genehmigung der mauretanischen Zentralbank möglich.
Bei der Einreise werden Formulare für die Deklaration von Währung ausgegeben, die bis zur Ausreise behalten werden müssen.

Geldwechsel

Devisen können am Flughafen und in den größeren Banken in Nouakchott umgetauscht werden. Die staatliche Banque Centrale de Mauritanie (BCM) bietet meist den besten Wechselkurs. Umtauschbelege müssen aufbewahrt werden. Es ist illegal, auf dem Schwarzmarkt Geld zu wechseln. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro in bar.

Wechselkurse

EUR1 = MRO370.81
GBP1 = MRO441.86
USD1 = MRO357.00

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Arabisch und Wolof; Französisch ist Handels- und Bildungssprache. Die Mauretanier arabischer oder berberischer Abstammung sprechen den arabischen Hassaniya-Dialekt. Daneben auch andere Sprachen, u. a. Solinke und Pulaar.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 25 May Afrikanischer Unabhängigkeitstag (Gründungstag der Organisation für Afrikanische Einheit)
  • 10 Jul Armed Forces Day (Gedenktag zu Ehren des Militärs)
  • 28 Nov Unabhängigkeitstag

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Korité vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Korité auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Opferfest Tabaski, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Mauretanien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
200 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak;
2 l Wein und 0,5 l Alkohol über 22 % (nur Ausländer; muss deklariert werden);
50 g Parfüm und 250 ml Eau de Cologne.
1 Fotoapparat und 1 Schmalfilmkamera und 1 Radioapparat;
1 Projektor (nur Touristen).

Kontaktadressen

Botschaft der Islamischen Republik Mauretanien

(022) 906 18 40.

Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.30-18.00 Uhr. 

Rue de l'Ancien-Port 14

CH-1201 Genève

Switzerland

Botschaft der Islamischen Republik Mauretanien

(auch für Österreich zuständig)

(030) 206 58 83.

http://www.mauretanien-embassy.de

http://www.mauretanien-embassy.de

Mo-Do 09.00-16.30 Uhr, Fr 08.30-13.00 Uhr.

Kommandantenstraße 80

D-10117 Berlin

Germany

Ministère du Commerce, de l'Artisanat et du Tourisme

25 25 35 72.

http://www.commerce.gov.mr

http://www.commerce.gov.mr

MR-Nouakchott

Avenue Bourjuiba, Ksar, BP 182

Mauritania

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Gute Französischkenntnisse sind notwendig.

Geschäftszeiten:
Sa-Mi 08.00-15.00 Uhr; Do 08.00-13.00 Uhr.

Geschäftskontakte

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Chambre de Commerce, d'Agriculture, d'Elevage, d'Industrie et des Mines de Mauritanie
BP 215, MR-Nouakchott
Tel: 25 22 14/15.

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst in Nouakchott und Nouadhibou. Keine Ortsnetzkennzahlen. Alle Auslandsgespräche werden über die internationale Vermittlung geführt.

Mobiltelefon

GSM 900. Empfangs-/Sendebereich nur in größeren Städten. Netzbetreiber sind Mauritel (Internet: www.mauritel.mr oder www.mauritelmobiles.mr) und Mattel. Hauptsächlich werden Pre-Paid Karten angeboten, die bei kleinen Händlern und Läden überall erworben werden können.

Internet

Hauptanbieter: Mauritel (Internet: www.mauritel.mr). Es gibt ein Internetcafé in Nouakchott.

Post

Internationaler Postdienst nur in größeren Städten. Luftpostsendungen nach Europa sind bis zu zwei Wochen unterwegs.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Handgefertigte Waren wie gefärbte Lederkissen, gravierte Silbergegenstände, Teppiche und Holzschnitzereien sind auf den offenen Märkten erhältlich. Eine gute Auswahl an Silberschmuck, Säbeln, Holz- und Silberkästchen, Teppichen und verzierten Nomadenzelten kann im Handwerkszentrum in Nouakchott erworben werden. Die Tagant-Region ist für neolithische Pfeilspitzen, Ahlen und Tonwaren bekannt, und in Boutilimit im Süden des Landes befindet sich ein Marabout-Zentrum (Institute of High Islamic Studies), in dem Teppiche aus Ziegen- und Kamelhaar gefertigt werden. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.00-12.00 und 14.00-19.00 Uhr.

Kulinarisches

Übersicht

In der Hauptstadt gibt es marokkanische, libanesische, chinesische und französische Restaurants, vorwiegend in Hotels. Die meisten Restaurants servieren jedoch traditionelle Gerichte. Besondere Leckerbissen sind Mechoui (ganzes gebratenes Lamm), Datteln, gewürzter Fisch mit Gemüse, Fischbällchen, getrockneter Fisch, getrocknetes Fleisch und Kuskus. Getränke: Nur in einigen Hotelbars werden alkoholische Getränke angeboten. Zrig (Kamelmilch) und süßer Pfefferminztee sind äußerst beliebt.

Unterkunft

Hotels

Das Hotelangebot ist nicht sehr groß, und man sollte im Voraus buchen. Die wenigen Hotels in Nouakchott sind sehr komfortabel (Klimaanlagen), aber recht teuer. Rechnungen beinhalten normalerweise Bedienungsgeld und Steuern. Weitere Informationen vom Ministère du Commerce, de l'Artisanat et du Tourisme (s. Adressen).

Kultur

Religion

Islam ist Staatsreligion (99,6 % malakitische Sunniten); christliche Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln


Seit dem 7. Jahrhundert wird das Land vom Islam beeinflusst, und Besucher sollten die religiösen Gesetze und Bräuche respektieren. Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Fast alle Bewohner Mauretaniens stammen von Nomaden-Stämmen ab. Klassen- und Stammesrivalitäten sind keine Seltenheit. Trinkgeld: 12-15% sind üblich.

Klima

Beste Reisezeit

Trocken und heiß, kaum Regen. Im Süden des Landes gibt es eine Regenzeit (Juli - Okt.). Die Temperaturen an der Küste werden durch Meeresbrisen gemildert; davon ausgenommen ist die Umgebung von Nouakchott, wo es sehr heiß ist und die Regenzeit ca. einen Monat später beginnt. In der Wüste ist es in den Monaten März und April kühl und windig.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Desert

Desert adventures in the Sahara, Mauritiania
© Creative Commons / 300td.org

Desert

Desert jeep safaris, Mauritiania
© Creative Commons / John Spooner

Oualata

Oualata is a fortified medieval town, Mauritiania
© Creative Commons / c.hug

Mauritania

Mauritania minaret
© iStockphoto / Thinkstock

Mauritania

Mauritania boat
© Creative Commons / Ferdinand Reus