Länderinformationen

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Gambia

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Gambia.

Hauptstadt

Banjul.

Geographie

Gambia liegt an der afrikanischen Atlantikküste und besteht aus einem schmalen Landstreifen, der an keinem Punkt breiter als 50 km ist und sich an beiden Ufern des Flusses Gambia entlang von Ost nach West erstreckt. Gambia, die westlichste und kleinste Nation Afrikas, grenzt im Westen an den Atlantik und ist sonst ausschließlich vom Senegal umschlossen. Das Land besteht überwiegend aus einem niedrigen Plateau, das zum Atlantik hin ansteigt und von einigen Tafelbergen sowie vom Fluss Gambia und seinen Nebenflüssen aufgelockert wird. Die Region um Georgetown wird im Norden von felsigen Hügeln umschlossen. Mangrovensümpfe herrschen an der Küste und den Flussufern vor, nur am unteren Ende des Flusses überwiegen steile rote Ufer, auf denen Bambus und üppiger Regenwald wachsen. Die parkähnliche Savanne, die weit gehend mit Palmen, Mahagoni-, Rosenholz- und Gummibäumen bewachsen ist, macht einen Großteil der Landschaft aus. An der Flussmündung am Atlantik gibt es eindrucksvolle Sandsteinklippen und 50 km Strände.

Regierung

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1970. Neue Verfassung seit 1997. Einkammerparlament mit 53 Mitgliedern. 48 Abgeordnete des Parlaments werden auf 5 Jahre gewählt, 5 Mitglieder werden vom Staatsoberhaupt ernannt. Unabhängig seit 1965 (ehemalige britische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Adama Barrow, seit Januar 2017.

Regierungschef

Adama Barrow, seit Januar 2017.

Elektrizität

220 V, 50 Hz. Runde oder eckige (englische) Dreipolstecker.

Zeitzone

Greenwich Mean Time: MEZ -1

Übersicht

Gambia ist zwar das kleinste Land des afrikanischen Kontinents, aber es bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Sandstränden, tropischen Regenwäldern, Sümpfen, Feuchtgebieten und bewaldeter Savanne.
Der Fluss Gambia, einer von Afrikas bedeutendsten Wasseradern, dominiert das Landschaftsbild. Gambias Parks, Naturschutzgebiete und Ufergebiete sind vor allem für den Ökotourismus interessant, denn hier leben Affen, Krokodile, einige Flusspferde und mehr als 500 Vogelarten.
Wer ursprüngliche westafrikanische Musik und Kultur kennen lernen will, kann abseits der Touristenpfade kleine Dörfer auf dem Land entdecken. Die meisten Besucher kommen aber wegen des sonnigen Wetters, der Gastfreundschaft der Bewohner und der erholsamen Strandorte am atlantischen Ozean nach Gambia.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Banjul wird von Gambia International Airlines (GC) (Internet: www.gia.gm) und Ghana International Airlines (G0) (www8.fly-ghana.com) angeflogen.

Von Deutschland fliegt Lufthansa (LH) (Internet: www.lufthansa.com) im Code-Share mit Brussels Airlines über Brüssel nach Banjul.

Flugzeiten

10 € (bzw. 10 US$), im Ticketpreis enthalten.

Ausreisegebühr

20 € oder Gegenwert in Dalasi, zahlbar in bar oder mit Visa-Kreditkarte bei der Ausreise aus Gambia. Ausgenommen sind Kinder unter zwei Jahren.

Anreise mit dem Pkw

Der Trans-Gambia Highway (480 km) verbindet Banjul mit Dakar (Senegal). Zwischen Barra und Banjul besteht eine Autofährverbindung. Auch in Farafenni weiter oben am Gambia-Fluss setzt man mit der Fähre über, da es keine Brücke gibt. Die Fähren sind oft überfüllt. Staatliche Busse sowie komfortable private Reisebusse verkehren zwischen Banjul und Dakar. Sammeltaxis verkehren zwischen Barra und Dakar, Fahrpreise sollte man im Voraus vereinbaren. Zurzeit ist die Grenze zum Senegal geschlossen.

Anreise mit dem Schiff

Banjul Hafen ist der Fährhafen. Es gibt eine Fährverbindung zwischen Banjul und Dakar im Senegal.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz ist ca. 2700 km lang, davon sind 450 km asphaltiert, vor allem die Straßen in und um Banjul. Es gibt zwei Hauptverkehrsverbindungen: Eine geteerte Straße entlang der Südseite des Flusses Gambia und eine Staubstraße entlang des nördlichen Ufers. Unbefestigte Straßen sind in der Regenzeit oft unpassierbar. Es gibt eine neue Straßenverbindung zwischen Banjul und Serekunda (einer Vorstadt von Banjul). Die Trans-Gambia-Schnellstraße und die Kombo-Küstenstraßen werden derzeit ausgebaut. Vor Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird gewarnt.

Bus:
Regionalbusse verkehren zwischen Banjul und mehreren Städten und Dörfern in der Umgebung; die Busse sind jedoch oft überfüllt.

Taxis:
Stehen vor den meisten größeren Hotels zur Verfügung. Stadttaxis sind gelb, Touristentaxis grün; letztere stehen landesweit zur Verfügung. Buschtaxis fassen bis zu 7 Personen. Der Fahrpreis sollte im Voraus ausgehandelt werden.

Mietwagen
sind am Flughafen und in Hotels erhältlich.

Unterlagen:
Der internationale Führerschein wird für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten akzeptiert.

Unterwegs mit dem Schiff

Es besteht eine Fährverbindung auf dem Gambia von Banjul zum gegenüberliegenden Ort Barra (Fahrzeit: ca. 30 Min). Den Gambia kann man landesweit an fast einem Dutzend Stellen mit Fähren überqueren. Wer Lust auf Boots- und Angelfahrten hat, sollte sich an Privatanbieter vor Ort wenden, die Ausflugsfahrten, auch mit Abendessen und Liveband, organisieren.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Thu, 09 Aug 2018 11:45:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Thu, 09 Aug 2018 11:45:10 +0200)


Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Gambia blieb bisher von terroristischen Anschlägen verschont. Angesichts möglicher terroristischer Aktivitäten in der ganzen Region Westafrika können jedoch auch in Gambia Anschläge gegen westliche Einrichtungen oder Staatsangehörige nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollten sich der latenten Gefahr bewusst sein und ggf. die Anweisungen des örtlichen Sicherheitspersonals befolgen.
Kriminalität
Im Großraum Serrekunda und in der Küstenregion zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstählen, zuweilen aber auch gewalttätigen Überfällen kommen. Auch werden hin und wieder echte oder auch vermeintliche Regelverstöße, z.B. gegen Verkehrs- oder Zollvorschriften, durch gambische Ordnungskräfte geahndet.
Wertsachen wie Uhren, Ringe oder Ketten sollten nicht sichtbar getragen werden, Bargeld und Kreditkarten am besten in Brustbeutel oder Bauchgurt aufbewahrt werden.
Nach der Einreise sollte nur eine Kopie des Reisepasses mitgeführt und der Reisepass an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.
An einsamen, unbewachten Stränden ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Im Falle eines Überfalls sollte kein Widerstand geleistet werden.
Es liegen Hinweise vor, dass es in den Touristengebieten verstärkt zu Betrugsversuchen im Zusammenhang mit Liebesbezeugungen oder Heiratsabsichten kommt, welche zu Geldforderungen oder Forderungen nach einer Einladung zur Beantragung eines Visums führen. Reisende sollten diesbezüglich Vorsicht walten lassen.

Verhaftungen
In der Vergangenheit wurden Auslandsvertretungen häufig nicht zeitnah über Verhaftungen informiert und der Zugang zu Inhaftierten war schwierig. Seit dem Regierungswechsel deuten erste Erfahrungen darauf hin, dass die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden nun besser verläuft. Die Haftbedingungen entsprechen nicht europäischem Standard.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Zuständige Auslandsvertretung
In Gambia gibt es keine berufskonsularische Auslandsvertretung, zuständig ist die deutsche Botschaft in Dakar/Senegal. Diese verfügt in Gambia über ein Verbindungsbüro in Banjul, welches nicht den gleichen Umfang an konsularischen Dienst-und Hilfeleistungen bieten kann, wie die Botschaft in Dakar. Entscheidungen über Anträge konsularischer Art (Hilfeleistung, Passanträge etc.) trifft ausschließlich die Botschaft in Dakar. 

Infrastruktur/Reisen im Land/Straßenverkehr
Grundsätzlich wird empfohlen, bei Reisen in fremde Umgebungen nach Einbruch der Dunkelheit und/oder allein besondere Vorsicht walten zu lassen, sowie bei Dunkelheit nicht über Land zu fahren, da erhöhte Unfallgefahr besteht. Straßenbeleuchtungen fehlen häufig, immer wieder sind Autos ohne Licht unterwegs.Es gibt drei Fähren über den Gambia-Fluss bei Banjul. Die zwei Älteren fallen häufig wegen technischer Schäden aus. Die neue Fähre kann nur bei Flut verkehren, da der Hafen noch nicht entsprechend angepasst wurde. Daher müssen längere, im Vorfeld kaum abschätzbare Wartezeiten  eingeplant werden. Für die Weiterreise nach Norden werden daher häufig die längeren Routen, über das Landesinnere, bevorzugt. 
Vor eventuell geplanten Abstechern in den südlichen Landesteil der Republik Senegal (Casamance) wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise zu Senegal und Guinea-Bissau zu beachten.
Besondere Verhaltenshinweise
Die überwiegend muslimische Bevölkerung in Gambia ist grundsätzlich tolerant. Reisende sollten sich dennoch nicht freizügiger kleiden, als die lokale Bevölkerung.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Dalasi (GMD), der außerhalb Gambias nicht konvertierbar ist. Bargeld kann in Banken und Wechselstuben eingetauscht werden. Es wird dringend vom Umtausch auf dem Schwarzmarkt abgeraten. Dies ist illegal, wird inzwischen sehr stark polizeilich verfolgt und entsprechend bestraft. An Bankautomaten kann man in der Regel mit der Kredit- und der Bankkarte Geld erhalten. Kreditkarten werden immer gängiger als Zahlungsmittel in den größeren Hotels und auch in größeren Geschäften akzeptiert. Dies ist jedoch manchmal mit hohen Gebühren und schlechterem Wechselkurs verbunden.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja,

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Visum
Ein Visum wird bei Einreise erteilt und ist 21 bis 28 Tage gültig. Bei einem Aufenthalt von mehr als 28 Tagen muss ein Antrag auf Aufenthaltsverlängerung (gebührenpflichtig: 500,- Dalasi) beim gambischen "Immigration Department" gestellt werden.

Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflugticket) sowie genügend finanzielle Mittel für den Aufenthalt nachweisen können.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld ist bis zu einem Gegenwert von 10.000,- US-$ möglich.

Dinge des täglichen Bedarfs können abgabenfrei eingeführt werden. Bei Einfuhr von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die leicht mit Betäubungsmitteln verwechselt werden können, wird die Vorlage eines englischsprachigen Attestes des behandelnden Arztes verlangt.

Die Einfuhr oder der Besitz von Drogen ist in Gambia nicht erlaubt. Selbst der Besitz kleiner Mengen von Betäubungsmitteln wird mit hohen Geld- und Gefängnisstrafen geahndet. Die gambischen Behörden kontrollieren zunehmend streng.

Einfuhr von PKWs
Die Vorschriften zur Einfuhr von Personenkraftwagen ändern sich regelmäßig.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Deutsche Staatsangehörige unterliegen in Gambia grundsätzlich dem gambischen Strafrecht. Selbst der Besitz kleiner Mengen von Betäubungsmitteln wird regelmäßig mit hohen Geld- und Gefängnisstrafen geahndet.

Jede Form von Kindesmissbrauch ist unter schwere Strafen gestellt.

Es gibt ein Gesetz zur Umsetzung der Todesstrafe für eine Reihe von Straftaten einschließlich Brandstiftung, Mord, Verrat und Menschenhandel. Zuletzt wurde die Todesstrafe in Gambia im Sommer 2012 vollstreckt.

Homosexualität ist in Gambia strafbar und wird mit Gefängnisstrafen von mehreren Jahren geahndet. Es gibt Berichte über die vorübergehende Inhaftierung von Homosexuellen, auch Europäern.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Gelbfieber
Gambia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Deutschland keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber (bislang noch innerhalb der letzten zehn Jahre) ist für alle Reisenden vorgeschrieben, die aus einem Gelbfiebergebiet, ausgenommen sind Kinder unter neun Monaten. Siehe auch www.who.int .

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de ) für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, ggf. Polio, Masern- Mumps- Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Meningitis ACWY (ggf. wird von Reisenden der Nachweis der Impfung verlangt) empfohlen; bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den schwerwiegendsten Erkrankungen in Gambia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft Malaria - insbesondere die gefährliche Malaria tropica - bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, besonders während und nach der Regenzeit (Juli-Oktober). Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (z.B. Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin) erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
  • ganztägig (es gibt auch von tagaktiven Mücken übertragene Krankheiten wie Denguefieber - s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Gastrointestinale Infektionen sind neben der Malaria die häufigsten Erkrankungen, v. a. durch Salmonellen verursacht. Cholerafälle treten sporadisch aber nicht als Epidemie auf und betreffen meist Menschen, die mit einfachen Lebensbedingungen umgehen müssen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Infektionen vermeiden.
Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung der Cholera finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes .

HIV / AIDS
2014 waren in Gambia etwa 2% der 15 bis 49jährigen HIV infiziert, in den bekannten Risikogruppen können es mehr sein. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Weitere Infektionskrankheite
Meningokokken-Krankheit
Während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis Mai gibt es vor allem im Landesinneren Meningitis-Fälle.

Dengue-Fieber
Dengue-Fieber kommt vereinzelt vor, wenn auch die Dunkelziffer höher sein mag durch nicht vorhandene spezifische Labordiagnostik. Es wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome zu Beginn nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden, selten mit Todesfolge, auftreten. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser auch im Gambia-Fluss sollte daher vermieden werden.

Tollwut
Die Tollwut wird durch Biss und Speichel infizierter Tiere (meist Hunde, aber auch Affen oder andere Wildtiere) übertragen. Fledermaus-Tollwut ist bisher in Gambia nicht bekannt. Einziger möglicher Schutz ist die Meidung von Tierkontakten oder eine vorherige Schutzimpfung, die bei Langzeitaufenthalten empfohlen wird. Eine passive Impfung nach Biss oder Kontakt ist nicht erhältlich.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist generell eingeschränkt und vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Auch im privaten Sektor ist nur eine begrenzte Diagnostik und Behandlung möglich. Die Versorgung ist besonders bei Notfällen, z. B. nach Autounfällen, aber auch im Falle eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalles sehr eingeschränkt.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Medikamentenfälschungen kommen vor. Reisende, die nach Gambia kommen, sollten über einen ausreichenden, auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Gambia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland und längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten; für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • nicht unabhängig von individuellen Verhältnissen des Reisenden zu nutzen; vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Tropenmediziner ist unerlässlich;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen nicht unbedingt umfassend, genau und aktuell.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJa2Ja
Andere EU-LänderJa1Ja
SchweizJaNeinJa
ÖsterreichJaNeinJa
DeutschlandJaNeinJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:


(a) Deutschland, Österreich, Schweiz und andere EU-Länder (Ausnahme: [1] (Ein Visum kann bei Ankunft beantragt werden von Staatsbürger von Frankreich, Portugal, und Spanien. Staatsbürger von Estland und der Slowakischen Republik müssen vor der Reise ein Visum beantragen).

(b) Türkische Staatsangehörige, nur wenn sie vorher bei der gambischen Immigrationsbehörde eine Einreisegenehmigung einholen oder wenn sie auf einem Charterflug als Tourist einreisen.
 

Anmerkung zum Visum

Aus organisatorischen Gründen werden im Konsulat der Republik Gambia in Berlin derzeit keine Visa ausgestellt.

Kosten

Antragstellung in Berlin: 40 € (einfache Einreise); 50 € (mehrfache Einreise).

Antragstellung in Köln: 40 € (einfache Einreise).

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisum für ein- und mehrmalige Ein- und Ausreise.

Gültigkeit

21-28 Tage.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 2 Stunden weiterreisen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum (ausgenommen sind Staatsangehörige einiger Länder, die stets ein Transitvisum benötigen, darunter Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakische Republik und Slowenien).

Antrag

Konsulat (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss.
(d) Ggf. gültiger Aufenthaltstitel für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

Der postalischen Antragstellung sollte ein adressierter und frankierter Umschlag (Einschreiben) und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beigelegt werden.

Temporärer Wohnsitz

Anfragen an das Konsulat.

Bearbeitungsdauer

1-2 Wochen (postalisch).

Nachweis ausreichender Geldmittel

Alle Besucher Gambias müssen ausreichende Geldmittel für die Aufenthaltsdauer nachweisen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:


(a) Deutschland, Österreich, Schweiz und andere EU-Länder (Ausnahme: [1] (Ein Visum kann bei Ankunft beantragt werden von Staatsbürger von Frankreich, Portugal, und Spanien. Staatsbürger von Estland und der Slowakischen Republik müssen vor der Reise ein Visum beantragen).

(b) Türkische Staatsangehörige, nur wenn sie vorher bei der gambischen Immigrationsbehörde eine Einreisegenehmigung einholen oder wenn sie auf einem Charterflug als Tourist einreisen.
 

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken4-
Malaria3-
Typhus & PolioJa-
Cholera2
Gelbfieber1

Übersicht

Die Grundversorgung ist zwar gewährleistet, aber nicht mit Europa zu vergleichen, da technisch und hygienisch oft problematisch. In ländlichen Gegenden fehlen oft auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Zu den staatlichen Krankenhäusern zählen das Royal Victoria Hospital mit Kinder- und Entbindungsstation in Banjul, ein Krankenhaus in Farafenni und das Bansang Hospital, das ca. 320 km flußaufwärts liegt. Das medizinische Forschungszentrum in Fajara (gegenüber der britischen High Commission) ist gut ausgestattet.

Reisenden wird ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung dringend empfohlen. Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung deckt in Gambia entstehende Krankheitskosten nicht ab. Örtliche Krankenhäuser und Ärzte verlangen von Touristen Vorkasse.

Es ist sinnvoll, eine eigene Reiseapotheke mitzuführen. Reichlich Sonnenschutzcreme, Insektenspray und Tabletten gegen Magenverstimmungen gehören ins Reisegepäck, da diese in Gambia teuer und schwer erhältlich sind.

Anmerkungen Impfungen

[1] Gambia gilt laut WHO als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebiet (Upper River Division). Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die über 1 Jahr alt sind und die aus den von der WHO ausgewiesenen Gelbfieber-Infektionsgebieten kommen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende, die in Gambia den Flughafen nicht verlassen. Die WHO empfiehlt unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das geringe Risiko einer Infektion besteht jedoch. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz ganzjährig landesweit einschließlich der Städte dringend empfohlen. Chloroquinresistenz der vorherrschenden gefährlicheren Malariaart Plasmodium falciparum (85%) wurde gemeldet. Empfehlung: Mückenschutz und Vorbeugung durch Medikamente.

[4] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Einheimische Milchprodukte am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Hepatitis A und E sind weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

HIV/Aids ist in Gambia ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem in der Trockenzeit in den Savannengebieten vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor.

Geld

Währung

1 Dalasi = 100 Butut. Währungskürzel: D, GMD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 25, 10 und 5 D; Münzen in den Nennbeträgen 1 D sowie 50, 25, 10, 5 und 1 Butut. Bututs sind kaum noch im Umlauf.

Kreditkarten

Die gängigsten Kreditkarten, vor allem Visa, werden in größeren Hotels und in manchen Restaurants akzeptiert. Die Umrechnung in Euro erfolgt über das britische Pfund und die Gebühren können hoch sein. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Die Akzeptanz von EC-Karten an Geldautomaten ist sehr eingeschränkt. I. der Regel funktioniert sie an Automaten der Standard Chartered Bank, Ecobank und der GT Bank.

Reiseschecks

Sollten in US-Dollar oder Euro ausgestellt sein und werden in großen Banken eingetauscht.

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr, teilweise auch Sa  09.00-13.30 Uhr geöffnet.

Devisenbestimmungen

Es gibt keine Einfuhrbeschränkungen für Landes- oder Fremdwährungen; es besteht Deklarationspflicht für Fremdwährungen. Die Ausfuhr der Landeswährung ist auf den eingeführten Betrag begrenzt, darf aber 75 D nicht übersteigen. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge.

Der Schwarzmarkt wird seitens der Regierung bekämpft; Besucher müssen bei der Einreise alle Fremdwährungen deklarieren. Währungen aus Algerien, Ghana, Guinea, Mali, Marokko, Nigeria, Sierra Leone und Tunesien werden weder angenommen noch gewechselt. CFA-Francs werden akzeptiert.

Geldwechsel

Die gambische Währung ist außerhalb des Landes nicht konvertierbar. Es gibt eine Bank/Wechselstube am Flughafen, die während des Linienflugbetriebs geöffnet hat. In Banjul sowie in den nahe gelegenen Städten Serrekunda, Bakau, Fajara und Kololistehen mehrere Banken und Wechselstuben zur Verfügung, die ausländische Währungen wechseln; in Hotels und Feriendörfern werden dafür oft hohe Gebühren verlangt.

Die Währungen der Länder Algerien, Ghana, Guinea, Mali, Marokko, Nigeria, Sierra Leone und Tunesien werden nicht akzeptiert und können nicht gewechselt werden.
 

Währungen

GMD

D

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Englisch. Manding, Ful und Wolof sind ebenfalls weit verbreitet. Im Übrigen werden auch Jola, Serahule und Arabisch gesprochen.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 18 Feb Unabhängigkeitstag
  • 30 Mar Karfreitag
  • 02 Apr Ostermontag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 22 Jul Tag der Revolution
  • 15 Aug Mariä Himmelfahrt
  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Gambia eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak oder 250 g gemischte Tabakwaren (ab 18 J.);
1 l Spirituosen (ab 18 J.);
1 l Wein (ab 18 J.);
250 ml Parfüm oder Eau de Toilette.

Importbestimmungen

Für Waffen, Munition, Pflanzen und Lebensmittel wird eine Einfuhrgenehmigung benötigt. Für die Einfuhr von rezeptpflichtigen Medikamenten, die mit Betäubungsmitteln verwechselt werden könnten, wird eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache benötigt.

Kontaktadressen

Generalkonsulat der Republik Gambia

(mit Visumerteilung)
 

(044) 586 79 49.

http://www.visit-gambia.ch/de/

http://www.visit-gambia.ch/de/

Termine nach Vereinbarung. 

Badenerstrasse 16

CH-8021 Zürich, PF 4114

Switzerland

Botschaft der Republik Gambia

(auch für die Schweiz zuständig)

(+33) (01) 73 18 00 60.

Mo-Do 09.30-16.30 und Fr 09.30-13.00 Uhr.

Rue Saint Lazare 117

F-75008 Paris

France

Honorargeneralkonsulat der Republik Gambia

(mit Visumerteilung)
 

(+43) (01) 616 73 95.

Di, Mi und Do 09.00-12.00 Uhr (Voranmeldung erwünscht).

Wagner-Schönkirch-Gasse 9

A-1232 Wien

Austria

Botschaft der Republik Gambia

(+44) (020) 72 29 80 66.

http://www.gambiaembassy.org.uk

http://www.gambiaembassy.org.uk

Mo-Do 09.30-17.00 und Fr 09.30-13.00 Uhr. 

92 Ledbury Road, Notting Hill

GB-London, W11 2AH

United Kingdom

Botschaft der Republik Gambia

(auch für Deutschland zuständig)

(+32) (02) 640 10 49.

http://www.gambiaembassybrussels.be

http://www.gambiaembassybrussels.be

Mo-Do 09.30-16.30 und Fr 09.30-13.00 Uhr, Konsularabteilung: Mo-Do 10.00-14.00 und Fr 10.00-12.00 Uhr. 

Ave. Franklin Roosevelt 126

B-1050 Brüssel

Belgium

The Gambia Tourism Board

c/o Eyes2market

(Auch für Österreich und die Schweiz zuständig).

(04101) 696 48 13.

http://www.visitthegambia.de

http://www.visitthegambia.de

Fasanenstraße 2

D-25462 Rellingen/Hamburg

Germany

Generalkonsulat der Republik Gambia

(0221) 888 88 73

http://www.gambia-consulate.de

http://www.gambia-consulate.de

Di und Do 10.00-12.00 Uhr.

Gladbacher Straße 17-19

D-50672 Köln

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Das persönliche Element spielt in gambischen Geschäftskreisen eine wichtige Rolle. Pünktlichkeit wird erwartet. Visitenkarten sind nützlich.

Geschäftszeiten:
Mo-Do 08.00-16.00 Uhr, Fr 08.00-12.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Gambia Chamber of Commerce (Handelskammer)
55 Kairaba Avenue, GM-Serrekunda
Tel: (220) 37 89 29.
Internet: www.gambiachamber.com

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst. Öffentliche Telefonzellen befinden sich in den Stadtzentren. Aufgrund von Vandalismus funktioniert allerdings eine große Anzahl dieser öffentlichen Telefone nicht.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzanbieter sind GAMTEL (Internet: www.gamtel.gm) und Africell (Gambia) Ltd. (Internet: www.africell.gm). Zur Zeit besteht ein Roaming-Vertrag mit der Schweiz.

Internet

Hauptanbieter sind GAMTEL (Internet: www.gamtel.gm) und Quantumnet (Internet: www.qanet.gm). In größeren Städten findet man Internetcafés.

Post

Luftpost nach Europa braucht mindestens 3 Tage. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.00-13.00 Uhr, Sa 08.00-11.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Banjul & die Küste

Der Fluss Gambia ist an der Mündung in der Nähe von Kap St. Mary über 10 km breit, bei Banjul verengt er sich jedoch auf 5 km. Die Stadt, Regierungssitz und einzige größere Stadt des Landes, liegt an einem tiefen, geschützten Hafen auf St. Mary's Island. Die Gegend um den MacCarthy Square hat eine Kolonialatmosphäre mit schönen Bauwerken aus dem 19. Jahrhundert. Ganz in der Nähe befindet sich der Kunsthandwerksmarkt. Das Nationalmuseum ist ebenfalls einen Besuch wert. Souvenirs kann man auch auf den Bengdulalu (Einzahl: Bengdula) am Wadner Beach, vor den Hotels Sunwing, Fajara und Senegambia und am Kotu Beach kaufen. Bengdula heißt »Treffpunkt« auf Manding und ist eine Ansammlung von Verkaufsständen im afrikanischen Stil, die Kunstgewerbe und Souvenirs aller Art anbieten.
Südlich von Banjul bietet die Atlantikküste einige der besten Strände Afrikas. Viele Hotels gibt es in der Gegend um Banjul, Kombo und St. Mary.

Der Gambia

Der Fluss dominiert das Landschaftsbild, ist Hauptverkehrsader, dient der Bewässerung und bietet Angel- und Segelmöglichkeiten. Das ausgedehnte Fluss- und Mündungsnetz (Bolong) ist ein wahres Paradies für Vogel- und Naturliebhaber. Von Interesse ist das Abuko-Naturschutzgebiet, in dem man Affen, Krokodile, Vögel und Antilopen aus der Nähe beobachten kann. Der Kiang West Nationalpark bietet ebenfalls eine Vielfalt an Vögeln und anderen Tieren. Die Touristeneinrichtungen in diesem Park sind sehr gut.
DIE FLUSSMÜNDUNG: Fort Bullen liegt am Barra Point und wurde vor 200 Jahren von den Briten erbaut. Dieses Fort löste die Festung auf James Island (von den Franzosen zerstört) als Hauptverteidigungspunkt der Kolonie ab.
Oyster Creek liegt in einer von verschiedenen Flüssen durchzogenen Gegend und ist problemlos von Banjul aus erreichbar.
VON BANJUL FLUSSAUFWÄRTS: Bevor die Franzosen das Land verließen, war Albreda eine bedeutende Handelsniederlassung. In der Nähe liegt Juffure, Heimat der Vorfahren des amerikanischen Schriftstellers Alex Haley, der den Roman »Roots« geschrieben hat. Wer mehr sehen möchte, setzt mit der Fähre von Banjul nach Barra über, fährt weiter nach Juffure und Albreda (Fahrzeit ca. 50 Min.) und setzt dann mit dem Kanu nach Fort James Island über. Das Fort ist 1651 von den Deutschen erbaut und zehn Jahre später von den Briten erobert worden.
Tendaba ist ein neues Urlaubszentrum, das 160 km von Banjul entfernt liegt und auf dem Land- und Flussweg erreichbar ist. Weiter flussaufwärts in der Nähe von Wassu stehen faszinierende Steinkreise - über 1200 Jahre alte Begräbnisstätten, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Nicht weit von Wassu liegt der Baboon Islands Nationalpark.
Georgetown war während der Kolonialzeit die zweitgrößte Stadt des Landes und ist weiterhin das Handels- und Verwaltungszentrum dieser Region.
Basse Santa Su ist ein wichtiges Handelszentrum am Oberlauf des Gambia mit schönen Gebäuden von der Jahrhundertwende.
Am Flussufer bei Perai Tenda stößt man auf zahlreiche verlassene Läden, die einst von europäischen, einheimischen und libanesischen Händlern betrieben wurden.
Sutukoba war früher eine geschäftige Handelsstadt und portugiesischer Umschlagplatz für Güter aus dem Landesinneren.

Einkaufen

Überblick

Souvenirs kann man auf dem Kunsthandwerksmarkt in Banjul kaufen (gegenüber dem MacCarthy Square) sowie auf den Bengdulalu (s. Urlaubsorte & Ausflüge). Eines der beliebtesten Andenken ist das Gambishirt aus bunt bedrucktem und besticktem Baumwollstoff. Holzschnitzereien, mit Perlen besetzte Gürtel, Silber- und Goldschmuck sowie Handtaschen sind auch sehr beliebt; andere westafrikanische Handarbeiten aus Stroh, Perlen, Leder, Stoff oder Metall sind ebenfalls zu haben. Öffnungszeiten der Geschäfte: i.A. Mo-Do 09.00-12.00 und 14.30-18.00 Uhr sowie Fr und Sa 09.00-13.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

In Banjul, Farjara, Bakau und Serekunda gibt es Nachtklubs. In den Hotels treten oft Feuerschlucker und Ballett-, Trommel- und Tanzgruppen auf.

Kulinarisches

Übersicht

Einheimische Spezialitäten sind Benachin (auch Jollof Rice, eine Mischung aus gewürztem Fleisch und Reis mit Tomatenpüree und Gemüse), Base Nyebe (Eintopf aus Hühner- oder Rindfleisch mit grünen Bohnen oder Gemüse), Chere (gedünstete Hirsemehlbälle), Domodah (Fleisch in Erdnusssoße mit Reis), Plasas (Fleisch und Räucherfisch in Palmöl mit grünem Gemüse), serviert mit Fufu (püriertem Maniok) oder püriertem Cassava Churq-Gerteh (süßer Brei aus Erdnüssen, Reis und Milch). Mangos, Bananen, Papayas, Grapefruits und Orangen kann man an jeder Straßenecke kaufen. Getränke: Es gibt eine gute Auswahl an Spirituosen, Bier und Wein sowie einheimischen Fruchtsäften.

Kultur

Religion

90 % Moslems, 9 % christliche und animistische Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln


Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Nanga def (»Wie geht's«) ist die traditionelle Begrüßung. Das Land ist moslemisch geprägt, europäische Gepflogenheiten sind aufgrund des Tourismus nichts Unbekanntes. Die Gambier sind bekannt für ihre offene und freundliche Art. Legere Kleidung wird akzeptiert, Badekleidung gehört jedoch an den Strand. Nur sehr vornehme Restaurants erwarten Abendgarderobe. Zum Überreichen oder Entgegennehmen von Gegenständen benutzt man stets die rechte Hand. Trotz des europäischen Einflusses durch den Tourismus wird Tradition und Kultur in der Musik, in den Tänzen und im Kunsthandwerk an beiden Gambia-Ufern gepflegt. Trinkgeld: In Hotels, Restaurants und Taxis ist ein Trinkgeld von 10% üblich.

Klima

Beste Reisezeit

Subtropisch mit Regen- und Trockenzeit. Trockenzeit an der Küste von Mitte November bis Mitte Mai, die Regenzeit von Juni bis Oktober. Im Landesinneren ist sie kürzer als an der Küste. Zwischen März und Juni sind die Temperaturen sehr hoch.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Abyssinian

Abyssinian Roller, Gambia
© Creative Commons / tj.haslam

Football

Football on the Gambian Coast
© iStockphoto / Thinkstock

A

A dirt road in Gambia
© 123rf.com / Alan Kraft

Sunset

Sunset on the Gambian coast
© Creative Commons / Victoria Reay