Länderinformationen

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Zentralafrikanische Republik

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Zentralafrikanische Republik

Hauptstadt

Bangui.

Geographie

Die Zentralafrikanische Republik grenzt im Norden an den Tschad, im Osten an den Sudan, im Süden an den Kongo und die Demokratische Republik Kongo und im Westen an Kamerun. Das riesige Land im Herzen Afrikas hat keinen Zugang zum Meer und besteht größtenteils aus Wäldern, Savanne und Tierschutzgebieten. An der Grenze nach Kamerun, im Nordwesten, westlich von Bocaranga, steigt das Land bis auf 2000 m an. Im Südwesten liegt dichter tropischer Regenwald. Der Großteil des Landes besteht aus sanftem Hügelland und einem flachen Plateau mit trockenen Laubwäldern, die zum Teil durch Buschfeuer zerstört oder durch Abholzung in Savanne verwandelt worden sind. Im Nordosten geht die Landschaft in stellenweise recht gebirgige Einöde und Wüste über.

Regierung

Republik seit 2004. Präsidialrepublik von 1986 bis 2004. Alte Verfassung von 1995. Neue Verfassung von 2004. Parlament (Nationalversammlung) mit 109 Mitgliedern. Einführung des allgemeinen Wahlrechts, seit 1995 in Kraft. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Faustin Archange Touadéra, seit März 2016.

Regierungschef

Mahamat Kamoun, seit August 2014. 

Elektrizität

220/380 V, 50 Hz. Strom nur in größeren Orten.

Zeitzone

West Africa Time: MEZ +2

Übersicht

Das öffentliche Antlitz der Zentralafrikanischen Republik ist durch politische Unberechenbarkeit und eine wilde Natur gekennzeichnet. Es ist ein Land der instabilen Regierungen und der grausamen Harmattan-Winde.

Das private Gesicht des afrikanischen Staats ist jedoch viel milder und bietet Besuchern Savanne, Wälder, Wasserfälle und prächtige Nationalparks, in denen zahlreiche Tiere leben, darunter Flachlandgorillas und Waldelefanten.

Das Leben in der Zentralafrikanischen Republik ist eine aufregende Mischung aus Kunst, Kunstgewerbe und kultureller Vielfalt, denn hier sind mehr als 80 ethnische Gruppen zu Hause. Obwohl die Hauptstadt Bangui den Ruf hat gefährlich zu sein, ist sie ein freundlicher und einladender Ort.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die Fluggesellschaften Air France (AF) (Internet: www.airfrance.com), Benin Golf Air sowie Sudan Airways (Internet: www.sudanair.com) fliegen die Zentralafrikanische Republik an.

Ausreisegebühr

2000 CFA Fr.

Anreise mit dem Pkw

Die Straßen von Yaoundé (Kamerun) und N'Djaména (Tschad) sind bei jedem Wetter befahrbar, zusätzlich gibt es weitere Verbindungsstraßen zur Dem. Rep. Kongo. Bei Anreise über die Dem. Rep. Kongo muss man den Ubangi mit der Fähre überqueren (s. o.).

Aufgrund der instabilen politischen Lage in der Zentralafrikanischen Republik und einigen der Nachbarländer empfiehlt es sich, vor Abreise bei der Botschaft Informationen über die aktuelle Situation einzuholen.

Anreise mit dem Schiff

Schiffe der Fährunternehmen ACCF (Tel: 610 967) und SOCATRAF (Tel: 236 614 315) verkehren auf dem Ubangi und verbinden Bangui mit Kongo und der Dem. Rep. Kongo. Die Einreise per Boot aus Kongo ist angenehm und interessant. Allerdings geht es recht langsam voran, und der Fahrplan wird nicht immer eingehalten. Es ist schwierig, Auskünfte über die Fahrpreise zu erhalten; theoretisch findet die Fahrt alle zwei Wochen statt. Am besten ist es, alles Nötige in Brazzaville (Kongo) zu arrangieren.

Außerdem verkehren Fahrgast-/Autofähren zwischen Bangui und Zongo (Dem. Rep. Kongo); eine weitere Fähre überquert den Ubangi und verbindet Bangassou mit Ndu. Die Fahrpreise sind niedrig, man sollte jedoch mit Pannen und Verspätungen rechnen.

Boote können ebenfalls gemietet werden, mitunter zu hohen Preisen. An Wochenenden sind die betreffenden Grenzübergänge der Dem. Rep. Kongo geschlossen, Ein- und Ausreise auf dem Wasserweg sind dann nicht möglich.

Bei politischen Unruhen, die immer wieder auftreten, findet der Schiffsverkehr, wenn überhaupt, sehr unregelmäßig statt.

Vor Ort unterwegs

Warnung

Eine beglaubigte Kopie des Reisepasses ist immer mitzuführen, da ansonsten Festnahme durch die Polizei droht. In den Randgebieten von Bangui muss mit bewaffneten Überfällen von kriminellen Banden gerechnet werden.

Unterwegs mit dem Flugzeug

Charter-Flugverkehr mit Minair (Tel: 611 963 oder 612 238) und BADICA (Tel: 613 726) u.a. zwischen Bangui und Berbérati.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die wenigen größeren Ortschaften des Landes werden durch gute Straßen miteinander verbunden; viele sind während der Regenzeit unpassierbar und mit Verspätungen muss gerechnet werden. Nur wenige Straßen sind asphaltiert und auf den meisten Strecken ist Allradantrieb erforderlich. Außerhalb der Stadtgebiete gibt es nur wenige Fahrzeuge, und Ersatzteile haben Seltenheitswert. Jeder Autofahrer sollte mehrere Benzinkanister mitführen, Tankstellen außerhalb der Stadtgebiete werden nur sehr unregelmäßig beliefert.

Bus:
Preiswerte Linienbusse verkehren zwischen den Städten, die Fahrt kann allerdings anstrengend sein. Gegen Bezahlung wird man auch von LKW-Fahrern mitgenommen, die zu allen größeren Städten fahren.

Mietwagen:
Fahrzeuge mit und ohne Chauffeur können von der örtlichen Hertz-Agentur (Location Solo Hertz) und einheimischen Firmen gemietet werden.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

Bangui hat ein kleines Busnetz mit zwei Fahrpreiszonen, Taxis gibt es nur in Stadtgebieten. Der Fahrpreis muss vor Reiseantritt ausgehandelt werden, es gibt keine Taxameter.

Unterwegs mit dem Schiff

Fähren verbinden Bangui mit mehreren Städten am Ubangi, Kongo und am Sangha.

Reisewarnung

Überblick

Zentralafrikanische Republik

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 25.07.2016
Unverändert gültig seit: 14.07.2016

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Angesichts fortdauernder sehr hoher Sicherheitsrisiken und wieder aufflammender Kampfhandlungen warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in die Zentralafrikanische Republik.

Reisen über Land

Reisen sind in der gesamten Zentralafrikanischen Republik mit erheblichen Risiken verbunden. Im gesamten Land besteht die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität (Entführungen, Plünderungen, Straßenüberfälle) und von militärischen Handlungen zu werden. Nach Übergriffen hat die Republik Kamerun Grenzübergänge teilweise vorübergehend geschlossen. Am wichtigsten Grenzübergang in die Republik Kamerun bei Garoua-Boulaï kann es zu Blockaden kommen.

Der Flughafen von Bangui kann aus Sicherheitsgründen kurzfristig für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden.

In der Hauptstadt Bangui ist es nach erneuten gewalttätigen Zusammenstößen Ende September 2015 nach mehreren Monaten zu einer Befriedung der Lage gekommen. Es besteht jedoch weiterhin die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität (Entführungen, Plünderungen, Einbrüche und Überfälle) zu werden. Militärische Auseinandersetzungen sind nicht auszuschließen. Es wird davon abgeraten, sich außerhalb des unmittelbaren Stadtzentrums aufzuhalten und bei Dunkelheit die Wohnung zu verlassen. Das Auswärtige Amt rät den in der Zentralafrikanischen Republik verbliebenen Deutschen dringend dazu, besondere Vorsicht walten zu lassen, die Sicherheitslage in den Medien zu verfolgen, Ausgangssperren zu beachten und Menschenansammlungen zu vermeiden.

Der sogenannte Pantherhügel (la Colline aux Panthères) in Bangui ist militärisches Sperrgebiet und darf nicht ohne Genehmigung betreten werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Reisewarnung

Angesichts fortdauernder sehr hoher Sicherheitsrisiken und wieder aufflammender Kampfhandlungen warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in die Zentralafrikanische Republik.

Reisen über Land

Reisen sind in der gesamten Zentralafrikanischen Republik mit erheblichen Risiken verbunden. Im gesamten Land besteht die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität (Entführungen, Plünderungen, Straßenüberfälle) und von militärischen Handlungen zu werden. Nach Übergriffen hat die Republik Kamerun Grenzübergänge teilweise vorübergehend geschlossen. Am wichtigsten Grenzübergang in die Republik Kamerun bei Garoua-Boulaï kann es zu Blockaden kommen.

Der Flughafen von Bangui kann aus Sicherheitsgründen kurzfristig für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden.

In der Hauptstadt Bangui ist es nach erneuten gewalttätigen Zusammenstößen Ende September 2015 nach mehreren Monaten zu einer Befriedung der Lage gekommen. Es besteht jedoch weiterhin die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität (Entführungen, Plünderungen, Einbrüche und Überfälle) zu werden. Militärische Auseinandersetzungen sind nicht auszuschließen. Es wird davon abgeraten, sich außerhalb des unmittelbaren Stadtzentrums aufzuhalten und bei Dunkelheit die Wohnung zu verlassen. Das Auswärtige Amt rät den in der Zentralafrikanischen Republik verbliebenen Deutschen dringend dazu, besondere Vorsicht walten zu lassen, die Sicherheitslage in den Medien zu verfolgen, Ausgangssperren zu beachten und Menschenansammlungen zu vermeiden.

Der sogenannte Pantherhügel (la Colline aux Panthères) in Bangui ist militärisches Sperrgebiet und darf nicht ohne Genehmigung betreten werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
DeutschlandJaJaJa
SchweizJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
TürkeiJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss während des gesamten Aufenthalts gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Kosten

Deutschland, Österreich und die Schweiz

75 € (einmalige Einreise, bis 1 Monat);
185 € (mehrmalige Einreise, bis 3 Monate);

Transitvisum: 65 € (einmalige Durchreise).
Expressbearbeitung: + 10 €.

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisa sind für max. 3 Monate gültig.
Eine Ein- und Ausreisegenehmigung ist erforderlich, sie wird von den Einreisebehörden in Bangui ausgestellt.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem selben Flugzeug weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) 2 Antragsformulare.
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass mit mindestens drei freien Seiten.
(d) Hin- und Rückflugticket.
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(f) Gebühren (bei Antragstellung in bar oder per Verrechnungsscheck).
(g) Nachweis einer Gelbfieberimpfung.

(h) Arbeitsaufenthalte: ein von den zentralafrikanischen Behörden genehmigter Arbeitsvertrag.

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Bearbeitungsdauer

Ca. 2 Wochen, Expressbearbeitung möglich.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Soll der Aufenthalt mehr als 3 Monate dauern, müssen sich Reisende innerhalb von 4 Wochen bei der Polizeidienststelle anmelden.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass. Ein eigener Reisepass für Kinder wird empfohlen, insbesondere bei längeren Aufenthalten.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Ausreisegenehmigung

Ausländer, die sich länger als 3 Monate im Land aufgehalten haben, benötigen eine von der Polizei ausgestellte Ausreisegenehmigung. Dies gilt nicht für Staatsangehörige der visumfreien afrikanischen Länder.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss während des gesamten Aufenthalts gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Malaria3-
Essen & Trinken4-
Cholera2
Typhus & PolioJa-
Gelbfieber1

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist landesweit unzureichend. In der Hauptstadt gibt es zwei Privatkliniken, die eine Notversorgung durchführen können. Für ernste Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Europa dringend anzuraten.

Französische Medikamente sind grundsätzlich in den Apotheken der Hauptstadt erhältlich. Im Landesinneren, aber auch in den Provinzhauptstädten, ist die Medikamentenversorgung sehr eingeschränkt.

Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, einschließlich einer Rückholversicherung, ist daher absolut notwendig.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind. Auch Transitpassagiere benötigen eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber.
Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen, da die Zentralafrikanische Republik als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten gilt.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, besonders in der Präfektur Ouaka. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig, besonders in der Regenzeit von Mai bis September, in allen Landesteilen. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll gegen Chloroquin resistent sein.

[4]
Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser in der Hauptstadt und in großen Provinzstädten (Bambari, Bangassou, Berberati, Bossangoa, Bouar, Bozoum, Carnot, Ndélé) ist nach Verwendung eines Filters unbedenklich. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. Hepatitis E kommt vor allem in Bangui und Umgebung vor und ist besonders für Schwangere gefährlich.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Mückenstich übertragbare Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem im Norden während der Trockenzeit von Dezember bis Mai vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Es besteht landesweit ein erhöhtes Infektionsrisiko für Schlafkrankheit, die durch Mücken übertragenen wird. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Geld

Währung

1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XAF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10, 5, 2 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Wird von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegeben und von Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik verwendet. Der von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XOF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in der Zentralafrikanischen Republik. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Kreditkarten

Werden nur in manchen größeren Hotels akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der Kreditkarte.
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks in Euro werden empfohlen, bei der Einlösung werden jedoch hohe Gebühren erhoben.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 07.30-11.30 Uhr.

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Einfuhr der Landeswährung, deren Ausfuhr nur bis 50.000 CFA Fr.
Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von 25.000 CFA Fr. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Geldwechsel

In Banken in Bangui und Berbérati möglich. Zum Teil kann auch mit US-Dollar in bar bezahlt werden. Der Rücktausch ist mit hohen Verlusten verbunden.

Währungen

XOF

EUR

Wechselkurse

EUR1 = XOF655.96
GBP1 = XOF655.96
USD1 = XOF655.96

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Französisch; Sangho ist Lingua Franca und Nationalsprache. Ubangi-Sprachen und Fulani dienen als Umgangssprachen.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 02 Apr Ostermontag
  • 13 Aug Unabhängigkeitstag
  • 15 Aug Mariä Himmelfahrt
  • 01 Nov Allerheiligen
  • 01 Dec Nationaler Feiertag
  • 25 Dec Weihnachten

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Zentralafrikanische Republik eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

1000 Zigaretten/Zigarillos oder 250 Zigarren oder 2 kg Tabak (Frauen dürfen nur Zigaretten einführen);
5 Flaschen alkoholische Getränke;
5 Flakons Parfüm.

Kontaktadressen

Botschaft der Zentralafrikanischen Republik

(auch für Österreich zuständig)

(+41) (022) 788 88 83/84.

Chemin de Taverney 9

CH-1218 Le Grand-Saconnex / Genf

Switzerland

Botschaft der Zentralafrikanischen Republik

(auch für Deutschland zuständig)

(+33) (01) 45 25 39 74.

30 Rue de Perchamps

F-75016 Paris

France

Office National Centrafricain du Tourisme (Ocatour)

61 45 66.

Rue Roger Guérillot, BP 645

CF-Bangui

Central African Republic

Wirtschaft

Geschäftsetikette

In größeren Hotels stehen mitunter Übersetzer und Dolmetscher zur Verfügung, französische Sprachkenntnisse sind notwendig. Visitenkarten sollten auch auf Französisch beschriftet sein. Die Zeit von November bis Mai ist für Geschäftsreisen am besten geeignet.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr.

Wirtschaft

Chambre de Commerce de la République Centrafricaine
PO Box 252, Bangui

Geschäftskontakte

Chambre de Commerce de la République Centrafricaine
PO Box 252, Bangui

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber ist Telecel Centrafrique (Internet: www.telecel.com) und Nationlink Telecom RCA (Internet: http://nationlinks.info). Das Mobilfunknetz beschränkt sich auf die Hauptstadt Bangui.

Internet

Internetanbieter sind Socatel (Internet: www.socatel.intnet.cf), Fateb und Bangui 2000.

Post

In jeder Präfektur gibt es ein Postamt, Post- und Fernmeldewesen befinden sich jedoch noch im Entwicklungsstadium, und das örtliche Postwesen ist sehr unzuverlässig. Luftpostsendungen nach Europa sind ca. eine Woche unterwegs, mitunter erheblich länger. Postlagernde Sendungen können nur nach Bangui geschickt werden. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.30-11.30 und 14.30-16.30 Uhr, Briefmarkenverkauf: Sa 14.30-18.30 Uhr und So 08.00-11.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Safaris

Die Mehrzahl der Nationalparks liegt im äußersten Norden des Landes, in der Nähe der Grenzen zum Tschad und zum Sudan. Sie sind nur während der Trockenzeit von Birao aus mit Geländewagen erreichbar. Der Tierreichtum ist beeindruckend, obwohl skrupellose Wilddiebe und Trophäenjäger die Bestände erheblich dezimiert haben. Da es keine Unterkünfte gibt, müssen Schlafsack und Lebensmittel mitgebracht werden. Am besten organisiert man die Touren direkt im Land; man sollte aber genug Zeit für die Planung veranschlagen.

Bangui

Die Stadt ruht auf Felsboden inmitten tropischer Vegetation. Das Stadtbild wird
von modernen Gebäuden und Mangoalleen geprägt. 5 km westlich der Innenstadt an
der Kreuzung Avenue Boganda/Avenue Koudougou liegt das afrikanische Viertel
Kilometre Cinq. Hier befinden sich der größte Markt der Stadt sowie Bars
und Diskotheken. Auf dem geschäftigen Markt im Zentrum in der Nähe des Place
de la République
wird Malachitschmuck verkauft. Das Boganda-Museum,
die Schule für Kunst und Handwerk, die Kathedrale, das Haussa-Viertel und
die Saint-Paul-Mission sind einen Besuch wert. Die Grande Corniche
führt zu den Ufern des Ubangi, dort eröffnet sich eine malerische Aussicht auf
die Rundhütten und die Boote der Fischer.

Außerhalb von Bangui

Im Waldgebiet Lobaye und in der Nähe von M'Baiki, ca. 100 km südwestlich der Hauptstadt, leben Pygmäen in kleinen Lianenhütten. Am Waldrand gibt es überall Kaffeeplantagen. Das Dorf Boali und die gleichnamigen Wasserfälle ganz in der Nähe sind ein lohnendes Ausflugsziel (90 km nordwestlich von Bangui). Die Wasserfälle sind 250 m breit und 50 m hoch, und der Ausblick vom Restaurant, das am oberen Ende liegt, ist atemberaubend. Die mächtigen Kembe-Fälle westlich von Bangassou sind ebenfalls sehenswert.
In Bouar im Osten des Landes gibt es Grabstätten, deren hoch aufragende Megalithen (Tanjunu) einige tausend Jahre alt sein sollen.

Einkaufen

Überblick

Goldschmuck und Ebenholzschnitzereien. Handgefertigte Gegenstände kann man in den Dörfern außerhalb der großen Ortschaften meist durch Tauschgeschäfte bekommen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-12.00 und 16.00-19.00 Uhr. Alle Geschäfte sind sonntags, einige auch montags geschlossen. Der Markt in Bangui öffnet um 07.30 Uhr und schließt bei Einbruch der Dunkelheit.

Nachtleben

Einleitung

Die teuren Nachtklubs der wenigen Hotels in Bangui sind für Touristen und Geschäftsleute gedacht. Das einheimische Nachtleben konzentriert sich auf den Bezirk Kilometre Cinq (s. Urlaubsorte & Ausflüge).

Kulinarisches

Übersicht

Europäische Gerichte erhält man nur in Bangui. Fast alle Hotels haben gute Restaurants, aber auch die anderen Restaurants sind durchaus empfehlenswert. In kleinen Dörfern kann man Lebensmittel durch Tauschgeschäfte erstehen. Getränke: In Bangui gibt es Bars. In Gebieten mit islamischer Bevölkerung empfiehlt sich Zurückhaltung bei alkoholischen Getränken.

Unterkunft

Hotels

In Bangui haben einen hohen Standard, einige sind sehr exklusiv und teuer. Die besseren Hotels bieten Klimaanlagen und Swimmingpools. Vorausbuchung empfohlen. Außerhalb von Bangui sind gute Unterkünfte schwer zu finden; in den Kleinstädten Bangassou, Bambari und Bossangoa gibt es Pensionen.

Camping

Wird im Centre d'Accueil des Touristes am Kilometre Cinq angeboten. Die notwendigen Ausrüstungen und Lebensmittel sollten mitgebracht werden.

Kultur

Religion

35 % Anhänger von Naturreligionen, 50 % Christen, 15 % Moslems.

Soziale Verhaltensregeln


Freizeitkleidung wird akzeptiert; in islamischen Gegenden sollte man die herrschenden Sitten und Gebräuche beachten. Es gilt als unhöflich, beim Sitzen die Fußsohlen zu zeigen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Vor allem während des Fastenmonats Ramadan sollte man in überwiegend islamischen Gegenden in der Öffentlichkeit weder Alkohol trinken noch rauchen. Fotografieren: Filme sind teuer und sollten in Europa entwickelt werden. Militärische Einrichtungen und öffentliche Gebäude dürfen nicht fotografiert werden. Man sollte grundsätzlich um Erlaubnis fragen, bevor man Einheimische fotografiert. Trinkgeld: 10% sind für alle Dienstleistungen üblich.

Klima

Beste Reisezeit

Ganzjährig heiß mit ausgeprägter Trockenzeit. Im Süden treten von Mai bis Oktober Monsunregen auf.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Aerial

Aerial view of a village, CAR
© Creative Commons / hdptcar

Elephants

Elephants in the Dznaga Sangha reserve, CAR
© Creative Commons / hdptcar

Chameleon,

Chameleon, Paoua, CAR
© Creative Commons / hdptcar

Darfur

Darfur refugees Sam Ouandja, Central African Republic
© Creative Commons / hdptcar