Länderinformationen

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Kamerun

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Kamerun.

Hauptstadt

Yaoundé.

Douala ist die wirtschaftliche Hauptstadt.

Geographie

Kamerun grenzt im Westen an den Golf von Guinea, im Nordwesten an Nigeria, im Nordosten an den Tschad, im Osten an die Zentralafrikanische Republik und im Süden an Kongo, Gabun und Äquatorialguinea. Die Halbwüste im Norden geht in die hügelige Adamaoua-Savanne über. In dieser Region, die im Westen an die üppig-grünen Mandara-Berge grenzt, gibt es zahlreiche Tierschutzgebiete und Mineralvorkommen. In den Mandara-Bergen entspringt der Fluss Benue, der im Westen in den Niger mündet. Wasserfälle und bis zu 2000 m hohe Vulkangipfel, die mit Bambus bewachsen sind, befinden sich im Nordwesten. An der landwirtschaftlich genutzten Küste gibt es Mangrovensümpfe, hinter denen ein breiter Waldgürtel zum Savannenhochland ansteigt.

Regierung

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1972. Verfassung von 1972, letzte Änderung 1996. Das Parlament mit 180 Mitgliedern wird auf 5 Jahre gewählt. Unabhängig seit Januar 1960 (Ost-Kamerun; ehemaliges französisches Mandatsgebiet), seit Oktober 1961 (West-Kamerun; ehemaliges britisches Mandatsgebiet).

Staatsoberhaupt

Paul Biya, seit 1982.

Regierungschef

Philemon Yang, seit Juni 2009.

Elektrizität

220 V, 50 Hz.

Zeitzone

West Africa Time: MEZ +2

Übersicht

Kamerun vereint all das, was man sich unter Afrika vorstellt: tropischen Regenwald und menschenleere Strände im Süden, riesige Wüsten, Seen und Savannen im Norden, Vulkane im Süd- und Nordwesten und, über das Land verteilt, Safarigebiete mit eindrucksvoller Tierwelt wie Löwen und Elefanten.
Große Teile der von Armut gezeichneten Infrastruktur des Landes sind unterentwickelt. Dazu zählen Transportwege und Unterkunftsmöglichkeiten. Bestimmte Gegenden sollte man wegen er unsicheren Lage meiden, z. B. die Grenzregion zum mächtigen Nachbarn Nigeria, mit dem der offiziell beigelegte Streit um die Bakassi-Insel – der Internationale Gerichtshof entschied 2002, dass die erdölreiche Halbinsel zu Kamerun gehört – noch immer zu Spannungen führt. Auch die Grenzgebiete zum Tschad und zur Zentralafrikanischen Republik sind instabil.
Kamerun bietet, abgesehen von diesen Orten, eine reiche Auswahl an Freizeitaktivitäten und faszinierenden Reisezielen für interessierte Abenteuerurlauber. Dieses Land voller Leben ist – noch – ein echter Geheimtipp!
 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Verbindungen mit Air France (AF) über Paris, von Wien mit Austrian Airlines (OS) oder Brussels Airlines (SN) über Brüssel. Direkter Flugdienst von Zürich mit Swiss (LX) nach Douala. Im Code-Share mit Brussels Airlines fliegt Lufthansa (LH) nach Douala und Jaunde.

Ausreisegebühr

Ca. 15.000 XAF in bar.

Anreise mit dem Pkw

Es gibt Straßenverbindungen in den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, nach Äquatorialguinea, Nigeria und Gabun. Fahrzeuge mit Allradantrieb werden empfohlen, während der Regenzeit und generell nachts sollte man auf diesen Straßen nicht reisen. Der Trans-Africa Highway von Kenia nach Nigeria ist im Bau. Die Grenze zur Republik Kongo wurde geschlossen. Das Grenzgebiet zu Nigeria bei der Bakassi-Halbinsel sollte man meiden.

Busse:
Minibusse und Buschtaxis fahren von Yaoundé und Douala in die Nachbarländer. Eventuell muss das Transportmittel an der Grenze gewechselt werden.

Anreise mit der Bahn

Die Anreise aus benachbarten Ländern ist problematisch, da die Spurweiten nicht einheitlich sind. Eine Verlängerung des Streckennetzes von Mbalmayo nach Bangui (Zentralafrikanische Republik) ist jedoch geplant.

Anreise mit dem Schiff

Schiffsverbindungen zwischen Douala und europäischen Häfen sind unregelmäßig. Schiffe sind oft drei Wochen unterwegs und legen zwischendurch auf den Kanarischen Inseln und an westafrikanischen Häfen an. Einige Frachtschiffe haben bis zu 12 Passagierkabinen.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Das Flugzeug ist das effizienteste Transportmittel in Kamerun. Derzeit gibt es keine Linienflüge. Charterverbindungen sollten vor Ort erfragt werden.

Flughafengebühren: 500 CFA Fr.

Flugzeiten


von Yaoundé zu anderen wichtigen Zentren (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Bafoussam 0.50 - 3.30
Bamenda 1.10 - 4.30
Douala 0.30 4.00 3.00
Dschang 0.50 - -
Garoua 2.30 - 18.00
Koutaba 1.25 - -
Kribi 0.45 - -
Mamfe 1.00 - -
Maroua 3.45 - 24.00
N'Gaoundéré 2.40 10.00 12.00

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Der Straßenzustand ist generell weniger gut, mit Ausnahme der Straßen mit Schotterbelag von Douala nach Yaoundé, Limbé, Buéa, Bafoussam und Bamenda. Die übrigen Straßen sind während der Regenzeit nicht befahrbar. Rechtsverkehr. Nachtfahrten sollten vermieden werden.

Bus:
Es gibt Verbindungen mit modernen Fernbussen zwischen Yaoundé und Douala, Bafoussam und Bamenda sowie Fouban und Dschanga. Die Busse in ländlichen Gegenden sind oft unzuverlässig und teilweise gefährlich.

Mietwagen
mit oder ohne Chauffeur sind relativ teuer, Filialen gibt es in Douala, Yaoundé und Limbé.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein wird empfohlen. Unterlagen: internationaler Führerschein empfohlen, internationale grüne Versicherungskarte.

Unterwegs in der Stadt

In Douala und Yaoundé verkehren Busse (Einheitsfahrpreise). Taxis und Sammeltaxis stehen zu festgesetzten Preisen zur Verfügung. Sie sind nicht immer in sicherem Zustand; mit Überfällen muss gerechnet werden. 10% Trinkgeld liegt im Ermessen des Fahrgastes.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Kamerunische Züge sind langsam, aber preiswert (und immer noch schneller als Busse). Es gibt tägliche Bahnverbindungen von Yaoundé nach Ngaoundéré mit dem 'Gazelle du Nord', der von Douala über Yaoundé und Belabo nach Ngaoundéré fährt. Außerdem gibt es tägliche Verbindungen von Yaoundé nach Douala mit Anschluss nach Nkongsamba sowie von Douala nach Kumba. Einige Züge haben Liegewagen, nur wenige sind klimatisiert oder führen Speisewagen. Fahrkarten müssen am Tag der Abreise gekauft werden.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 01 Aug 2018 18:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Wed, 01 Aug 2018 17:58:51 +0200)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Redaktionelle Änderungen 

Aktuelle Hinweise

Wegen der sich weiter verschlechternden Sicherheitslage in den anglophonen Regionen North-West und South-West wird von nicht erforderlichen Reisen dorthin derzeit abgeraten.
Reisende sollten die lokalen Medien hinsichtlich möglicher kurzfristiger Beschränkungen des öffentlichen Lebens verfolgen und Demonstrationen und größere Menschenansammlungen unbedingt meiden.

Aufgrund eines erhöhten Anschlags- und Entführungsrisikos für Staatsangehörige westlicher Staaten wird bis auf weiteres von Reisen in entlegene Gebiete Kameruns eindringlich abgeraten.
Darüber hinaus wird zu erhöhter Aufmerksamkeit vor allem auf öffentlichen Plätzen, beim Besuch internationaler Einrichtungen sowie an exponierten touristischen Sehenswürdigkeiten, geraten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise / Teilreisewarnung

In den letzten Jahren wurden in der Region „Extrême-Nord" mehrfach Ausländer entführt. Dort besteht weiterhin ein sehr hohes Entführungsrisiko. An der Grenze zu Nigeria und in Maroua, der Hauptstadt der Region Extrême-Nord, ist es zu Selbstmordanschlägen mit zahlreichen Todesopfern gekommen. Vor Reisen in die Region Extrême-Nord (auch Tschadsee) wird daher gewarnt. Deutsche Staatsangehörige, die sich dort aufhalten, sollten die Region verlassen.
Vor Reisen in die Grenzgebiete zu Nigeria und Tschad (jeweils auf der gesamten Länge der Grenzen) wird gewarnt.

Das Grenzgebiet mit der Zentralafrikanischen Republik gilt wegen grenzüberschreitender Übergriffe bewaffneter Gruppender dortigen Rebellen als unsicher.Es besteht außerdem die Gefahr, Opfer von Entführungen oder Raubüberfällen zu werden. Vor Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird daher ebenfalls gewarnt.

Gewarnt wird darüber hinaus vor Reisen zur Halbinsel Bakassi und Umgebung aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme. Im gesamten Golf von Guinea gibt es Bandenunwesen. In der Vergangenheit gab es Überfälle auf Küstenorte, Fischkutter, Öltanker oder Ölplattformen und Geiselnahmen.In den Regionen Nord und Adamaoua sowie in den Grenzgebieten zu Nigeria und Tschad kommt es vermehrt zu gewalttätigen Raubüberfällen und Entführungen. Von Reisen in die Regionen Adamaoua und Nord wird daher abgeraten.

In ganz Kamerun, vor allem in größeren Städten wie auch in den von ausländischen Touristen frequentierten Ferienorten, z.B. Kribi, Limbe und den Twin Lakes bei Melong, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen unbedingt zu beachten:

  • Tragen auffälliger Wertgegenstände/Schmuck vermeiden (auch beim Restaurantbesuch),
  • nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuß unterwegs sein, ein Minimum an Geld mitführen, um bei Überfällen keine Gewaltanwendung zu provozieren,
  • Geld auf mehrere Taschen verteilen,
  • möglichst nicht allein unterwegs sein.

Reisende sollten versuchen, sich zu versichern, ob ein angeblicher Sicherheitsbeamter (Polizei, Gendarmerie) tatsächlich ein solcher ist und auf ihrem Recht bestehen, mit der deutschen Botschaft in Jaunde Kontakt aufzunehmen.
Anstelle des Reisepasses sollte eine beglaubigte Kopie mitgeführt werden. Diese kann auf Antrag in der Konsularabteilung der deutschen Botschaft in Jaunde gebührenpflichtig angefertigt werden.

An unbelebten Abschnitten der Strände von Kribi und Limbe sowie in der Region um Melong sind Touristen, die allein oder zu zweit und mit Gepäck unterwegs waren, in mehreren Fällen auch tagsüber beraubt worden.

Nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18:00 Uhr) sollten Reisende nicht zu Fuß unterwegs sein und kein Taxi vom Straßenrand mehr heranwinken. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht das Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. Es ist besser, sich auf ein Hoteltaxi oder einen bekannten Taxifahrer zu verlassen. Außerhalb der größeren Städte ersetzen sog. Mototaxi (Motorräder) die Autotaxis. Es empfiehlt sich, einen vertrauenswürdigen Fahrer zu wählen und diesen für die Dauer des Aufenthalts zu reservieren.

Von Überlandfahrten bei Dunkelheit wird dringend abgeraten. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem unverantwortlichen Verkehrsverhalten vieler Fahrer, insbesondere von LKW, besteht ein vielfach höheres Unfallrisiko als in Europa.

Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich werden. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Reisen Erkundigungen einzuholen.

Seit 2012 kommt es zu Übergriffen ausländischer bewaffneter Gruppen (Tschad, Zentralafrikanische Republik, Nigeria) auf kamerunische Einrichtungen (Nationalparks, Grenzposten). Zuletzt kamen bei Auseinandersetzungen zwischen kamerunischen Sicherheitskräften und Wilderern im Nationalpark Bouba Njida am 9. Februar 2018 acht Soldaten und Wildhütern sowie eine unbekannte Anzahl von Wilderern ums Leben. Vor Grenzübertritten auf dem Landweg wird gewarnt.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Reisen über Land
In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als „Afrika in Miniatur" bezeichnet wird, kann man alle Landesteile - mit Ausnahme der oben erwähnten Halbinsel Bakassi und der Operationsgebiete der kamerunischen Armee im Grenzgebiet zu Nigeria - ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist vor allem bei Autofahrten mit Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen Reisende sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollten. Manchmal werden „Motivationsgelder" gefordert.

Infrastruktur/Straßenverkehr
Kamerun verfügt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern über ein gut ausgebautes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings keinen besonders hohen Standard. Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der Städte sind nur begrenzt vorhanden und haben einfachen Standard.
Wegen der sehr hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt werden. Von Fahrten bei Dunkelheit wird abgeraten. Für Reisen nach Ngaoundéré besteht eine Eisenbahnverbindung. Von dort aus gelangen Reisende per Kfz weiter in den Norden.

Führerschein
Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der CFA-Franc (Äquatorial XAF). Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind nur sehr vereinzelt in teuren Hotels möglich. Die Mitnahme von Bargeld in Euro ist empfehlenswert.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung muss bei Ein- und Ausreise auf kamerunischer Seite vorgelegt werden.

Visum
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem gültigen Visum möglich, das rechtzeitig bei der kamerunischen Botschaft in Berlin oder bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden muss.
Eine Visumsverlängerung im Land ist gesetzlich nicht vorgesehen. Es wird daher geraten, mit einem für die Gesamtdauer des Aufenthalts gültigen Visum nach Kamerun einzureisen.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende Kinder sollten bei Einreise von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden

Ein- und Ausreise mit dem Flugzeug
Bei Einreise mit dem Flugzeug muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können. Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen von und nach Europa sind Duala und Jaunde (Nsimalen). Die Grenz- und Zollkontrollen sind im Vergleich zu Europa zeitaufwändiger. Reisende sollten gegenüber den Zollbeamten auf jeden Fall Ruhe und Gelassenheit bewahren.

Einreise mit einem Fahrzeug
Die Einreise auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug ist möglich. Mitzuführen sind ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein „Carnet de Passage". Dieses ist über den ADAC oder den AvD Automobilclub erhältlich. Nach Kamerun dürfen sowohl Kfz mit Benzin- als auch Fahrzeuge mit Dieselmotor eingeführt werden, jedoch keine PKW mit Rechtslenker.

Registrierung nach Einreise
Eine Registrierung ist nur bei einem Aufenthalt von über drei Monaten bei der örtlichen Immigrationsbehörde erforderlich.

Ausreise
Alle Reisenden, die das Land verlassen, müssen über ein gültiges, internationales Impfzertifikat mit einer dokumentierten Poliomyelitis-Impfung (Kinderlähmung) verfügen (siehe Medizinische Hinweise).

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Gegenstände des täglichen Bedarfs dürfen eingeführt werden. Devisen ab einem Gegenwert von 1 Mio. FCFA (ca. 1.524,50 EUR) müssen bei Einreise deklariert werden. Die Einfuhr von (Jagd-)-Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Berlin oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Hanau zu beantragen.

Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise mit Holzschnitzereien wird eine Steuer gefordert (10 % des Kaufpreises).

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren sind bei der Botschaft des Ziellandes erhältlich. Nur dort kann eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Fotografierverbot besteht für:
Offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte. Bevor Personen fotografiert werden, sollten diese um Erlaubnis gebeten werden.

Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen bleibt es manchmal unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Reisende, die festgehalten werden, sollten auf ihrem Recht bestehen, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können. Außerhalb der Dienstzeit ist der Bereitschaftsdienst der Botschaft unter (+237) 6 7770 0705 erreichbar.

Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Eine Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem 9. Lebensmonat bei Einreise gefordert und ist auch medizinisch sinnvoll. Nach Auskunft des Flughafengesundheitsdienstes sowie des kamerunischen Gesundheitsministeriums reicht eine Impfung für eine lebenslange Immunität aus, ein Wiederimpfungsnachweis nach 10 Jahren ist nicht mehr nötig.
Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise die nicht über die internationalen Flughäfen erfolgt.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Kamerun zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern Röteln (MMR) Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfung wird Hepatitis A und Polio empfohlen, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfung gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY).

Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, nur etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und in der Hauptstadt Jaunde, sehr hoch jedoch in den touristischen Gebieten an der Küste. und in der Region "Extrême-Nord", mit vielen tausend Fällen bei einem Ausbruch zuletzt im August 2013. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Je nach Reiseprofil wird deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Kamerun mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle, ggf. imprägnierte Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit zwischen 5% und 12%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch die Cholera vermeiden.

Cholera-Fälle treten regelmäßig im ganzen Land auf, besonders aber im Norden und in Douala. Wiederholt kommt es auch zu größeren Epidemien. Die Cholera(schluck)-Impfung bietet Schutz. Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen in der Regel nicht notwendig, wenn Basishygienemaßnahmen befolgt werden.

Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes und desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst schälen oder desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Poliomyelits (Kinderlähmung)
Im November 2013 wurden zuletzt laborbestätigte Poliomyelitisfälle aus verschiedenen Regionen im Land gemeldet. Ein auch jetzt noch bestehendes Risiko ist nicht auszuschließen. Ein gültiger Impfschutz ist daher dringend zu empfehlen.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Neben Hepatitis A, B und C (Durchseuchung teilweise bis zu 20%) kommen häufig Typhus und Tuberkulose vor.

Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningokokken-Krankheit auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten.

An weiteren Krankheiten kommen Filariosen, Loa Loa, Onchozerkiasis, Chikungunya, Leptospirose und Tollwut vor.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Duala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch bei weitem nicht dem europäischen Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien, die generell vom Patienten selbst beschafft werden müssen. Bei Aufnahme in ein Krankenhaus wird ausnahmslos Barzahlung im Voraus verlangt.

In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst. Kamerun-Reisende sollten jedoch eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.

Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Bei längeren Aufenthalten im Land wird auch eine Versicherung über CAS in Duala empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
DeutschlandJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
SchweizJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa
TürkeiJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.

Kosten

Deutschland und Österreich
Visum:

120 € (ein bis mehrere Aufenthalte bis 3 Monate), (Beantragung bei der Botschaft).

240 € (ein bis mehrere Aufenthalte bis 6 Monate); (Beantragung bei der Botschaft).

Die Gebühren bei Beantragung im Konsulat variieren, da zusätzlich zur Visumgebühr eine Konsulargebühr anfällt. Bei Expressbearbeitung in zwei Tagen in Berlin verdoppeln sich die Visumgebühren.

Schweiz
138 CHF (Aufenthalte bis 3 Monate), 276 CHF (Aufenthalte bis zu 6 Monate).

Visaarten und Kosten

Einreisevisum.

Gültigkeit

Die Einreise muss innerhalb von 6 Monaten nach Ausstellung des Visums erfolgen. Mit der Einreise wird die im Visum angegebene Gültigkeitsdauer wirksam.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Std. weiterreisen, gültige Papiere für die Weiterreise vorweisen können und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Persönlich bei Konsularabteilung der Botschaft bzw. Konsulat (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) 2 - 3 Antragsformulare (je nach Konsulat/Botschaft), downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung.
(b) 2 - 3 Passfotos (4,5 x 3,5 cm) (je nach Konsulat/Botschaft).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Kopie der Gelbfieber-Impfbescheinigung.
(e) Buchungsbestätigung für Rück- oder Weiterflug.
(f) Zahlungsbeleg über die Visumgebühren (in bar bei der Antragstellung oder per Überweisung).
(g) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die noch mindestens sechs Monate gültig ist.

Touristenvisum zusätzlich:
(h) Nachweis einer Hotelbuchung.

Besuchsvisum zusätzlich:
(h) Bei Familienbesuchen ein durch die entsprechende kamerunische Behörde amtlich bestätigte Einladung.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(i) Entsendungsschreiben der Firma mit allen relevanten Daten zur Reise sowie einer Kostenübernahme-Bestätigung.
(j) Einladungsschreiben der kamerunischen Firma mit allen relevanten Daten zur Reise sowie der Angabe zur Anzahl der Einreisen und des gewünschten Gültigkeitszeitraums (bis zu drei oder sechs Monaten) sowie mit einem Stempel des Bürgermeisteramts oder der Polizeibehörde des Ortes, der in Kamerun besucht wird.

Minderjährige:

(h) Geburtsurkunde.

(i) Kopie der Reisepässe der Eltern / Sorgeberechtigten.

(j) Einverständniserklärung beider Elternteile.

Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag (DIN A5) beigefügt werden.

Temporärer Wohnsitz

Anträge an die Einwanderungsbehörde.

Bearbeitungsdauer

Beantragung bei der Botschaft: ca. 1 Woche, Expressbearbeitung: 2 Tage (doppelte Visumgebühr).

Beantragung beim Konsulat: persönlich: sofort, postalisch: postwendend.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Eine Registrierung ist bei einem Aufenthalt von über drei Monate Pflicht.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

(a) Rück- oder Weiterreisetickets.
(b) Notwendige Papiere für die Weiterreise (ggf. Visa für Drittländer).

(c) Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung.

 

Bei der Ausreise:

- internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung,

- internationales Impfzertifikat mit einer dokumentierten Poliomyelitis (Kinderlähmung)-Impfung.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Allein reisende Minderjährige sollten bei der Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Ausreisegenehmigung

Bei der Ausreise müssen alle Reisenden ein gültiges, internationales Impfzertifikat vorlegen können, in dem eine gültige Impfung gegen Poliomyelitis dokumentiert wird.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Malaria3-
Cholera2
Typhus & Polio5Ja
Gelbfieber1
Essen & Trinken4-

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderen medizinischen Verbrauchsmaterialien, die oft vor der Behandlung vom Patienten selbst besorgt werden müssen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente aus französischer Produktion führen.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Rückholversicherung wird dringend empfohlen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Kamerun gilt laut WHO als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Prov. L'Extreme Nord). Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung wird von allen Reisenden im Alter von über einem Jahr verlangt. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in Kamerun den Transitraum nicht verlassen. Ein Gelbfieberimpfschutz wird generell empfohlen.

[2] Generell besteht landesweit ein geringes Cholera-Infektionsrisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, kann aber - abweichend von den offiziellen Bestimmungen - gelegentlich verlangt werden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztliche Hilfe einzuholen. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden.

[3]
Hohes Malariarisiko ganzjährig landesweit, einschließlich der Städte. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (85 %) soll stark gegen Chloroquin und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und Vorbeugung duch Medikamente.

[4] Landesweit besteht ein erhöhtes Risiko für Darminfektionen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Unpasteurisierte

Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

[5] Bei der Ausreise muss ein internationales Impfzertifikat mit einer dokumentierten Poliomyelitis (Kinderlähmung)-Impfung vorgelegt werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit im Süßwasser vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind ungefährlich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber tritt ebenfalls landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A ist weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

HIV/Aids ist im Land ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt im Norden vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen, insbesondere während der Trockenzeit (Dez. bis Mai) in den Savannengebieten. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Es besteht ein landesweites Infektionsrisiko für Schlafkrankheit, die durch Mücken übertragenen wird. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber tritt landesweit auf.

Vogelgrippe

In Kamerun wurde das Vogelgrippevirus (H5/H5N1) in Vögeln von der Welttierorganisation (OIE) erstmals am 12. März 2006 bestätigt.

Reisende sollen sich daher von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") in französischer Sprache verlangt.

Geld

Währung

1 Comunauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XAF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10, 5, 2 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Wird von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegeben und von Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik verwendet. Der von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XOF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Kamerun. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Kreditkarten

American Express, Diners Club, MasterCard und Visa werden nur teilweise angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In Jaunde und Douala sind einige Bankautomaten, an denen, wenn sie funktionieren, mit der Visa-Karte Geld abgehoben werden kann. Die Gebühren für diesen Service können jedoch relativ hoch sein.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

EC-Karten mit dem Maestro-Zeichen werden weltweit akzeptiert. Da einige Automaten nicht funktionstüchtig oder leer sind, sollte man sich, bei Möglichkeit, mit genügend Bargeld eindecken.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Sollten in Euro ausgestellt sein, es werden hohe Gebühren verlangt. Die Verkaufsanzeige der Schecks muss bei Umtausch mitgebracht werden.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 07.30/08.00-11.30/12.30 Uhr, z. T. auch bis 15.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Landeswährung ist für touristische Zwecke auf 20.000 CFA Fr, für geschäftliche Zwecke auf 450.000 CFA Fr begrenzt. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von ca. 1 Mio. FCFA (ca. 1524,50 Euro). Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge.

Geldwechsel

Euro oder US-Dollar empfohlen. Von einem Tausch bei Straßenhändlern ist dringend abzuraten. Ein Geldwechsel bei Banken erfolgt in der Regel gebührenfrei. Eine Empfehlung ist, nur nach Bedarf zu tauschen, da bei einem Rücktausch ein hoher Kursverlust eingerechnet werden muss. 

Währungen

XOF

EUR

Wechselkurse

EUR1 = XOF655.96
GBP1 = XOF655.96
USD1 = XOF655.96

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Englisch (20%) und Französisch (80%). Laut Verfassung wird beiden Sprachen die gleiche Stellung eingeräumt. Bantu, Semibantu und andere afrikanische Sprachen sind gebräuchlich.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 11 Feb Tag der Jugend
  • 30 Mar Karfreitag
  • 01 Apr Ostersonntag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 10 May Christi Himmelfahrt
  • 20 May Nationaler Feiertag
  • 21 May Schaf-Fest
  • 15 Aug Mariä Himmelfahrt
  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Kamerun eingeführt werden:

400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 5 Päckchen Tabak;
1 Flasche alkoholische Getränke;
5 Flakons Parfüm.

Verbotene Exporte

Elfenbein, antike Kunstgegenstände.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Kamerun

(031) 352 47 34/37.

http://www.ambacamberne.ch

http://www.ambacamberne.ch

Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.

Brunnadernrain 29

CH-3006 Bern

Switzerland

Honorarkonsulat der Republik Kamerun

(mit Visumerteilung)
 

(01) 91 47 74 40 oder 914 77 44 16.

http://www.society.at

http://www.society.at

Do 09.00-12.30 Uhr (Parteienverkehr). Kontakt außerhalb der Geschäftszeiten nur per Mail möglich.

Hüttelbergstraße 23a

A-1140 Wien

Austria

Botschaft der Republik Kamerun

(auch für Österreich zuständig)

Honorarkonsulate in Essen und Hanau, für Österreich Honorarkonsulat in Wien.

(030) 89 06 80 90.

http://www.ambacam.de

http://www.ambacam.de

Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr.

Ulmenallee 32

D-14050 Berlin

Germany

Ministère du Tourisme

22 23 29 36, 22 22 33 53.

http://www.mintour.gov.cm

http://www.mintour.gov.cm

CM-Yaoundé

BP 266

Cameroon

Office de Tourisme National Camerounais pour l'Europe

(Fremdenverkehrsamt Kamerun für Europa)

(+33) (01) 45 05 96 48.

http://www.cameroun-infotourisme.com

http://www.cameroun-infotourisme.com

Rue de Longchamps 26

F-75016 Paris

France

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate Juli bis September. Vor allem in Städten wird Englisch gesprochen.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft von Kamerun
Kurfürstendamm 136, D-10711 Berlin
Tel: (030) 89 06 80 90.
Internet: www.ambacam.de

Chambre de Commerce, d'Industrie et des Mines du Cameroun (Industrie- und Handelskammer)
BP 4011, CM-Douala
Tel: 42 68 55.

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Keine Ortsnetzkennzahlen. Die größeren Städte können direkt angewählt werden. Die nationalen Telefonverbindungen sind häufig schlecht. Telefone sind in Postämtern und Restaurants vorhanden, in den größeren Orten gibt es Telefonzellen. Internationale Telefonanrufe können von Intelcam-Büros (Internet: http://www.camnet.cm/intelcam1/) getätigt werden. Es gibt Telefonkarten.

Mobiltelefon

GSM 900. Mobilfunkgesellschaften umfassen MTN Cameroon Ltd, Mobilis und Orange Cameroun SA (Internet: www.orange.cm). Roaming-Verträge bestehen u.a. mit Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Internet

Hauptanbieter: Camnet (Internet: www.camnet.cm). Es gibt immer mehr Internetcafés in den größeren Städten. Außerhalb von Yaoundé und Douala sind die Gebühren für Internetnutzung oft sehr viel höher.

Post

Briefmarken sind nur in Postämtern erhältlich. Luftpost nach Europa benötigt ca. eine Woche. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.30-18.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Nationalparks

Das Kala Maloue Reserve ist verhältnismäßig klein, trotzdem sind hier mehrere Arten von Antilopen, Affen und Warzenschweinen daheim. Sogar ein Elefantenpfad verläuft durch das Tierschutzgebiet; die Dickhäuter halten sich hier jedoch nie lange auf.
Der 170.000 ha große Waza-Nationalpark besteht aus einem Waldgebiet (November bis März geöffnet) und großen Feuchtwiesen, den Yaeres (Februar bis Juni geöffnet). Elefanten, Giraffen, Antilopen, Kuhantilopen, Löwen, Geparde und Stachelschweine sind hier beheimatet. Der Artenreichtum der Vogelwelt ist erstaunlich: Adler, Kraniche, Marabus, Pelikane, Enten, Gänse und Perlhühner können aus nächster Nähe beobachtet werden.
Der Boubandjida-Nationalpark liegt an den Ufern des Flusses Mayo Lidi im äußersten Norden des Landes.
Es gibt weitere Parks und Tierschutzgebiete, die jedoch nicht für Besucher zugänglich sind.

Das Zentrum und der Osten

Die Hauptstadt Yaoundé ist auf sieben Hügeln erbaut. Die vielen
Märkte, Museen, Geschäfte und Kinos sorgen für Abwechslung. Im
Nordwesten der Stadt liegen dicht bewachsene Berge, die bis auf 1000 m
ansteigen. Auf dem Mont Fébé, der die Stadt überragt, befindet
sich ein Ferienzentrum mit Luxushotel, Nachtklub, Spielkasino, schöner
Gartenanlage und Golfplatz. Die Höhenlage macht das Klima angenehm. 40
km nördlich der Hauptstadt, an der Straße nach Obala, befindet sich ein ganzjähriger Vergnügungspark. Die imposanten Nachtigall-Fälle des Flusses Sanga sind beeindruckend. In den dichten Wäldern dieser Region gibt es frei lebende Gorillas.

Der Norden

Maroua liegt in den Ausläufern der Mandara-Berge an den Ufern des Mayo. Der Markt, die afrikanischen Viertel und die Ufer des Mayo Kaliao sind bei Besuchern sehr beliebt. Das Diamare-Museum ist ein Völkerkundemuseum, das auch einheimisches Kunstgewerbe, Schmuck und Lederartikel zum Verkauf anbietet. In der Nähe der Stadt liegt auch ein Tierschutzgebiet (s. u.).
Das idyllische Dorf Mokolo liegt mitten in einer felsigen Landschaft. 55 km entfernt liegt Rhumsiki. Ein wahres Labyrinth aus Pfaden verbindet das Dorf mit den kleinen Bauernhöfen (Kapsiki) der Umgebung. Hier leben die Kirdi, ein Eingeborenenstamm, dessen Traditionen und Gebräuche sich über Jahrhunderte hinweg wenig geändert haben.
Weiter nördlich befindet sich das Dorf Koza, das auf 1100 m Höhe liegt. Von hier führt eine Straße zum Dorf Mabas, von dem aus man einen ausgezeichneten Panoramablick über die Bornou-Ebene Nigerias hat.

Der Westen

Douala, die Wirtschaftsmetropole Kameruns, liegt 24 km von der Küste entfernt am linken Ufer des Wouri. Die Stadt wird vom Mont Cameroun
überragt, der mit 4070 m der höchste Berg Westafrikas ist. Sehenswert
sind die Kathedrale, der Hafen und das interessante Museum sowie die
Wouri-Brücke. Die Einkaufsstraßen, das Artisanat National (Markt mit Kunstgewerbe und Souvenirs) und der Deido-Markt laden zu ausgiebigem Stöbern ein.

Buéa ist eine reizvolle Stadt an den Hängen des Mont Cameroun.
Vor der Besteigung des Berges sollte man vom Touristenbüro eine
Erlaubnis einholen; diese wird jedoch nicht während der Regenzeit
erteilt.

Limbé (vormals Victoria) ist eine malerische Stadt mit einem schönen botanischen Garten und einem »Dschungeldorf«.
Der Bergort Dschang hat durch die Höhenlage (1400 m) ein angenehm kühles Klima. Die Straße nach Süden, über N'Kongsamba und Douala, verläuft durch eine herrliche Landschaft mit atemberaubenden Tälern und Wasserfällen.
In Bamenda, im Hochland nördlich von Dschang, befindet sich ein interessantes Museum und ein Kunstgewerbemarkt.
In Foumban, nordöstlich von Dschang, gibt es zahlreiche historische Gebäude aus der deutschen Kolonialzeit, wie z. B. den Fon-Palast zu sehen. Das Museum und der Markt sind außerdem einen Besuch wert. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Touren in die Bamileke-Region zum farbenprächtigen Bamoun Festival.

Kribi ist ein malerischer Hafen und Urlaubsort südlich von Douala mit dem wohl schönsten Strand Kameruns, Londji Beach. Ausflüge zu den Pygmäen-Dörfern sowie zum Campo Game Reserve bieten sich an. In den Urwäldern des Landesinneren leben Büffel, Löwen und Elefanten.

Einkaufen

Überblick

Luxusartikel sind teuer. Beliebte Souvenirs sind dekorierte Töpfe, Kannen, Flaschen und Tassen. Große Steingutschüsseln und andere Keramikwaren, Matten und Läufer aus Gras, Raffiabast, Kamelhaar oder Baumwolle, bestickte Kleidungsstücke und Schmuck sind ebenfalls schöne Mitbringsel. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Mo-Sa 07.30-18.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Einheimische Unterhaltungskünstler kann man vor allem während der Festtage in vielen Regionalstädten sehen. In Douala und besonders in Yaoundé gibt es Nachtclubs und Spielkasinos. Die meisten Hotels haben ein Kasino. In vielen internationalen Hotels schließen die Bars erst, wenn der letzte Gast gegangen ist.

Kulinarisches

Übersicht

Französische und libanesische Küche stehen oft auf der Speisekarte, einheimische Spezialitäten sind ebenfalls zu empfehlen. An Avocados, Zitrusfrüchten, Ananas und Mangos herrscht kein Mangel. Im Süden werden meist Garnelen in allen möglichen Variationen angeboten. In größeren Städten gibt es zahlreiche Restaurants mit gutem Service.

Unterkunft

Hotels

In Douala, Yaoundé, Bamenda, Garoua und Maroua gibt es eine gute Auswahl an Hotels der internationalen Klasse. Die guten Hotels (Einstufung durch die Regierung, es werden zwei oder mehr Sterne vergeben) haben Klimaanlagen, Swimmingpools und Sportanlagen. Den meisten Zimmern ist eine Dusche angeschlossen. Diese Hotels akzeptieren auch Kreditkarten. Übernachtungspreise schließen keine Mahlzeiten ein. Preiswertere Unterkünfte sind ebenfalls vorhanden. Das Hotel de Waza, außerhalb des Waza-Nationalparks im Norden, ist ein Camp mit zwei Pavillons und Einzelzimmern in Strohhütten. Die Hotels sind meist frühzeitig ausgebucht; man sollte rechtzeitig vorbestellen und auf eine schriftliche Bestätigung bestehen. Weitere Informationen vom Ministère du Tourisme (s. Adressen).

Camping

Zelten ist im Boubandjida-Nationalpark am Ufer des Mayo Lidi gestattet.

Kultur

Religion

40 % Christen, 40 % Anhänger von Naturreligionen, 20 % Muslime.

Soziale Verhaltensregeln


Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Im Norden leben zahlreiche Muslime, und Besucher sollten deren Sitten und Gebräuche respektieren. Steinerne Gebetszirkel dürfen nicht betreten werden. Auf dem Land findet man traditionelle Glaubensrichtungen, denen Besucher ebenfalls mit Takt und Offenheit gegenübertreten sollten. Fotografieren: In ländlichen Regionen sollte man beim Fotografieren behutsam vorgehen. Es sollte immer um Erlaubnis gefragt werden, bevor jemand fotografiert wird. Flughäfen, offizielle Gebäude oder militärische Anlagen sollten nicht fotografiert werden. Trinkgeld: Gepäckträger und Hotelpersonal erhalten etwa 10%. Normalerweise ist das Bedienungsgeld in der Rechnung enthalten.

Klima

Beste Reisezeit

Im Süden ist es von November bis Februar sehr trocken. Zwischen März und Juni fällt etwas Regen; Hauptregenzeit Juli - Oktober. Die Temperaturen im Norden schwanken zwischen kühl und sehr heiß. Auf dem Adamaoua-Plateau wird es nachts recht kalt; Regenzeit Mai - Oktober. Regelmäßige Niederschläge in den Ebenen im Landesinneren.

Grafiken

Climate

Climate Chart
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Bilder

Mosaic

Mosaic in Cameroon
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A

A Cameroonian Sheep
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Cameroon

Cameroon is wildlife rich
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Cameroon/

Cameroon
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