Länderinformationen

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Benin

Allgemeines

Hauptstadt

Porto Novo.
Regierungssitz: Cotonou. 

Geographie

Benin grenzt im Osten an Nigeria, im Norden an Niger und Burkina Faso sowie im Westen an Togo. Benin erstreckt sich über 700 km von der Bucht von Benin bis zum Niger. Die Küste besteht aus Sandstränden und ist mit Kokospalmen bewachsen. Hinter den Lagunen von Porto Novo, Cotonou, Ouidah und Grand Popo liegt ein Plateau, das zum Atakora-Gebirge hin ansteigt. Im Süden fließt der Ouémé in die Cotonou-Lagune. Der Mono mündet bei Grand Popo in das Meer und bildet die Grenze zu Togo.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1991. Verfassung von 1990. Parlament (Assemblée Nationale) mit 83 Abgeordneten, Wahl alle 4 Jahre. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre (einmalige Wiederwahl). Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie). 1991 ging das Land vom Einparteiensystem zur parlamentarischen Demokratie über.

Staatsoberhaupt

Patrice Talon, seit April 2016.

Elektrizität

220 V, 50 Hz.

Zeitzone

West Africa Time: MEZ +2

Übersicht

Benin, das früher Dahomey hieß, war in den 1990er Jahren eines der ersten afrikanischen Länder, das den Übergang von einer Diktatur zu einem politisch pluralistischen System erfolgreich beendete. Heute zählt es zu den stabilsten Ländern Afrikas.
Obwohl die Wirtschaft Benins in den letzten Jahren eine Wachstumsphase verzeichnen konnte und das Land in der internationalen Gemeinschaft hohes Ansehen genießt, bleibt es eines der ärmsten Länder der Welt.
Innerhalb von Westafrika hat Benin ein stabiles Verhältnis zu Nigeria, dem mächtigsten Land der Region. Das einzige nennenswerte Problem bestand lange Zeit mit dem nördlichen Nachbar Benins, Niger, aufgrund von ungeklärten Eigentumsverhältnissen einiger Inseln im Fluss Niger. Der Internationale Gerichtshof entschied 2005, dass 16 dieser Inseln zu Niger und neun zu Benin gehören. Beide Länder akzeptierten diese Regelung.

 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Benin hat keine eigene Fluggesellschaft. Die wichtigste überregionale Fluggesellschaft ist Air Burkina (2J) (Internet: www.air-burkina.com).

Von Europa gibt es mit Air France (AF) Direktverbindungen ab Paris und mit Brussels Airlines (SN) Direktverbindungen ab Brüssel nach Cotonou. Direktverbindungen ab Frankfurt/Main, Wien und Zürich bestehen nicht.

Anreise mit dem Pkw

Es gibt drei Hauptstraßen, eine verbindet Cotonou mit Niamey (Niger), eine andere Lagos (Nigeria) mit Porto Novo, Cotonou, Lomé (Togo) und Accra (Ghana); eine dritte verbindet Parakou mit Kara in Togo. Zwei Straßen führen nach Burkina Faso, eine über Banikoara, die andere über Porga. Busse und Taxis sind vorhanden.

Anreise mit der Bahn

Es gibt noch keine Bahnverbindungen in die Nachbarländer. Eine Verbindung zwischen Parakou und Niamey in Niger (über Gaya) befindet sich in Bau.

Anreise mit dem Schiff

Schiffe einheimischer Reedereien verbinden Lagos mit Porto Novo. Internationale Frachtschiffe pendeln zwischen Marseille und Cotonou.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Es gibt Flugverbindungen zwischen Cotonou, Parakou, Natitingou, Djougon und Kandi. Man kann auch zweisitzige Flugzeuge chartern.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Es herrscht Rechtsverkehr. Die Straßen sind in verhältnismäßig gutem Zustand, die meisten Straßen von Cotonou nach Dassa und von Parakou nach Malanville sind asphaltiert. Unbefestigte Straßen sind nur während der Trockenzeit befahrbar. Von nächtlichen Überlandfahrten wird wegen Überfall- und Unfallgefahr abgeraten. Auf den wichtigsten Straßen verkehren Busse. Minibusse sind billiger, aber langsamer.

Mietwagen:
In Cotonou gibt es einige Mietwagenfirmen. Man kann Wagen oder Kleinbusse auch mit Chauffeur mieten.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

In den größeren Städten gibt es Taxis. Man sollte den Fahrpreis im Voraus aushandeln.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das Schienennetz umfasst 600 km. Täglich verkehren Züge von Cotonou nach Pobé sowie nach Ouidah und Parakou. Auf der Strecke Cotonou - Parakou fährt ein klimatisierter Schnellzug; es gibt keine Schlaf- oder Speisewagen, Imbisse sind in manchen Zügen erhältlich.
Kinder unter 4 Jahren fahren kostenlos, Kinder zwischen 4 und 9 Jahren bezahlen den halben Preis.

Anmerkung zur Bahnreise

Durchschnittliche Bahn-Fahrzeiten:
Cotonou - Parakou: 12-14 Std; Cotonou - Sègboroué: 2 Std. 30; Cotonou - Pobé: 4 Std.

Reisewarnung

Überblick

Benin

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 31.10.2016
Unverändert gültig seit: 20.10.2016

Aktuelle Hinweise

Wegen des gestiegenen Risikos bewaffneter Überfälle wird bis auf weiteres von Reisen in den Naturschutzpark „W" dringend abgeraten. Gleiches gilt für die im Norden des Landes gelegene Ortschaft Ségbana und Umgebung.

Bei Reisen in die Küstenstädte am Golf von Benin wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Vor dem Hintergrund der UN-Militärintervention in Mali und deren Unterstützung auch durch die beninische Regierung sowie der Beteiligung Benins an der regionalen Bekämpfung der Gruppe Boko Haram kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es in Benin zu Aktivitäten terroristischer Gruppen kommt. Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit in Benin aufhalten bzw. einen Aufenthalt in Benin planen, werden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

Kriminalität Die Kriminalitätsrate hat sich in letzter Zeit deutlich erhöht. Insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, auf unbeleuchteten Straßen und im Zusammenhang mit den auch länger andauernden Stromausfällen, besteht die Gefahr, Opfer von Überfällen und Diebstählen zu  werden. Dokumente sollten fotokopiert und gesondert von den Kopien aufbewahrt werden. Bei Überfällen wird dringend geraten, keine Gegenwehr zu leisten, die die Täter zu unkontrollierten Gegenreaktionen verleiten könnten. Im Norden Benins kommt es auf Landstraßen immer wieder zu Raubüberfällen, bei denen auch Personen verletzt werden. Das Auswärtige Amt rät, bei Reisen in diese Gegend besonders vorsichtig zu sein und insbesondere hier Nachtfahrten zu vermeiden. Der Strand von Cotonou und der Dantokpa Markt sollten in den frühen Morgen- und Abendstunden gemieden werden.

Vereinzelt kommt es zu bewaffneten Angriffen im Straßenverkehr (sog. „Carjacking") und Überfälle auf Fahrzeuge aller Art – auch Reisebusse. Einbrüche und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. 

Von nächtlichen Überlandfahrten, dies gilt auch auf der Strecke Cotonou – Porto Novo, wird angesichts der besonders hohen Unfallgefahr, aber auch der Überfallgefahr, dringend abgeraten.

Innerhalb Cotonous sollte in der Zeit nach 24 Uhr von Unternehmungen zu Fuß abgesehen werden. Es wird grundsätzlich geraten, stets mit verriegelten Türen zu fahren. Es wird grundsätzlich geraten, stets mit verriegelten Türen zu fahren.

Innerhalb Cotonous sollte in der Zeit nach 24 Uhr von Unternehmungen zu Fuß abgesehen werden.

Sonstige Hinweise

Baden im Meer ist aufgrund starker Strömungen und der hohen Brandung, außerhalb geschützter Bereiche, lebensgefährlich.

Angepasste und vorsichtige Fahrweise ist bei Teilnahme im Straßenverkehr wegen der großen Unfallgefahr dringend geboten.

Unfälle von Motorradtaxis („Zemidjan") sind aufgrund der technischen Mängel der Motorräder, der mangelnden Ausbildung und risikoreichen Fahrweise der Fahrer sowie der hohen Verkehrsdichte oft mit Personenschäden verbunden. Die überwiegende Zahl der Verkehrstoten in Benin sind Fahrer und Passagiere von Motorradtaxis. Es wird daher dringend geraten, bei notwendigen Fahrten mit „Zemidjans" einen Schutzhelm zu tragen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Porto-Novo ist die nominelle Hauptstadt Benins, wirtschaftliches Zentrum aber ist die Küstenstadt Cotonou mit ca. zwei Millionen Einwohnern. Die wichtigsten Volks- und gleichzeitig Sprachgruppen sind Fon, Adja, Yoruba und Bariba. Französisch ist Amtssprache.

Benin ist Mitglied der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA), der außerdem die Staaten Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo angehören. Zahlungsmittel ist der westafrikanische CFA, der zu einem Fixkurs an den Euro gebunden ist (1 Euro entspricht derzeit 655,957 CFA).

Beim Fotografieren sollte die gebotene Rücksichtnahme geübt werden, insbesondere in religiösen Kultstätten der in Benin verbreiteten Naturreligion ("Voodoo"). Das Fotografieren von Militär- und Grenzanlagen ist untersagt.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Vor dem Hintergrund der UN-Militärintervention in Mali und deren Unterstützung auch durch die beninische Regierung sowie der Beteiligung Benins an der regionalen Bekämpfung der Gruppe Boko Haram kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es in Benin zu Aktivitäten terroristischer Gruppen kommt. Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit in Benin aufhalten bzw. einen Aufenthalt in Benin planen, werden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

Kriminalität Die Kriminalitätsrate hat sich in letzter Zeit deutlich erhöht. Insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, auf unbeleuchteten Straßen und im Zusammenhang mit den auch länger andauernden Stromausfällen, besteht die Gefahr, Opfer von Überfällen und Diebstählen zu  werden. Dokumente sollten fotokopiert und gesondert von den Kopien aufbewahrt werden. Bei Überfällen wird dringend geraten, keine Gegenwehr zu leisten, die die Täter zu unkontrollierten Gegenreaktionen verleiten könnten. Im Norden Benins kommt es auf Landstraßen immer wieder zu Raubüberfällen, bei denen auch Personen verletzt werden. Das Auswärtige Amt rät, bei Reisen in diese Gegend besonders vorsichtig zu sein und insbesondere hier Nachtfahrten zu vermeiden. Der Strand von Cotonou und der Dantokpa Markt sollten in den frühen Morgen- und Abendstunden gemieden werden.

Vereinzelt kommt es zu bewaffneten Angriffen im Straßenverkehr (sog. „Carjacking") und Überfälle auf Fahrzeuge aller Art – auch Reisebusse. Einbrüche und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. 

Von nächtlichen Überlandfahrten, dies gilt auch auf der Strecke Cotonou – Porto Novo, wird angesichts der besonders hohen Unfallgefahr, aber auch der Überfallgefahr, dringend abgeraten.

Innerhalb Cotonous sollte in der Zeit nach 24 Uhr von Unternehmungen zu Fuß abgesehen werden. Es wird grundsätzlich geraten, stets mit verriegelten Türen zu fahren. Es wird grundsätzlich geraten, stets mit verriegelten Türen zu fahren.

Innerhalb Cotonous sollte in der Zeit nach 24 Uhr von Unternehmungen zu Fuß abgesehen werden.

Sonstige Hinweise

Baden im Meer ist aufgrund starker Strömungen und der hohen Brandung, außerhalb geschützter Bereiche, lebensgefährlich.

Angepasste und vorsichtige Fahrweise ist bei Teilnahme im Straßenverkehr wegen der großen Unfallgefahr dringend geboten.

Unfälle von Motorradtaxis („Zemidjan") sind aufgrund der technischen Mängel der Motorräder, der mangelnden Ausbildung und risikoreichen Fahrweise der Fahrer sowie der hohen Verkehrsdichte oft mit Personenschäden verbunden. Die überwiegende Zahl der Verkehrstoten in Benin sind Fahrer und Passagiere von Motorradtaxis. Es wird daher dringend geraten, bei notwendigen Fahrten mit „Zemidjans" einen Schutzhelm zu tragen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Porto-Novo ist die nominelle Hauptstadt Benins, wirtschaftliches Zentrum aber ist die Küstenstadt Cotonou mit ca. zwei Millionen Einwohnern. Die wichtigsten Volks- und gleichzeitig Sprachgruppen sind Fon, Adja, Yoruba und Bariba. Französisch ist Amtssprache.

Benin ist Mitglied der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA), der außerdem die Staaten Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo angehören. Zahlungsmittel ist der westafrikanische CFA, der zu einem Fixkurs an den Euro gebunden ist (1 Euro entspricht derzeit 655,957 CFA).

Beim Fotografieren sollte die gebotene Rücksichtnahme geübt werden, insbesondere in religiösen Kultstätten der in Benin verbreiteten Naturreligion ("Voodoo"). Das Fotografieren von Militär- und Grenzanlagen ist untersagt.

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
DeutschlandJaJaJa
SchweizJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa
TürkeiJaJaJA

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.

Kosten

Deutschland, Österreich und Schweiz:

e-Visa auf evisa.gouv.bj

einfaches Einreisevisum: 50 € (Aufenthalt bis zu 30 Tagen)

mehrfaches Einreisevisum: 75 € (Aufenthalt bis 30 Tage),

mehrfaches Einreisevisum: 100 € (Aufenthalt bis 90 Tage).

 

 

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisum.

Gültigkeit

Gültigkeit und maximale Aufenthaltsdauer: Bis zu 90 Tage.

Antrag

Persönlich oder postalisch beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen). Visumpflichtige Touristen müssen ein e-Visum beantragen. 

Antrag erforderlich

(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(b) 2 Antragsformulare (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(c) 2 Passfotos.
(d) Kopie der internationalen Gelbfieber-Impfbescheinigung.
(e) Kopie des Flugtickets bzw. Bestätigung des Reisebüros über bezahlte Hin- und Rückreise.
(f) Ggf. gültiger Aufenthaltstitel für Deutschland/Österreich.
(g) Bei Geschäftsreisen ein Einführungsschreiben der Firma mit Angaben der Reisedauer, des Reisezwecks und der Kostenübernahme (adressiert an die Botschaft).
(h) Gebühr (per Überweisung).

 

e-Visum

(a) Antragsformular online auf evisa.gouv.bj;

(b) Visagebühren (VISA oder Mastercard).

Der postalischen Antragstellung sind ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg beizufügen.

Temporärer Wohnsitz

Verlängerungen können bei den Einwanderungsbehörden in Cotonou beantragt werden (Direction de l'Immigration, Avenue Jean Paul II, Cotonou). Weitere Informationen von der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungsdauer

Ca. 72 Stunden in Deutschland, 48 Stunden in der Schweiz. Express-Bearbeitung: 2 Werktage. Keine Sameday-Bearbeitung in Berlin. 

e-Visum: 24 Stunden.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Kinder benötigen einen Reisepass mit genügend Platz für Visum und Einreise-/Ausreisestempel. Allein reisende Minderjährige sollten eine von beiden Eltern unterschriebene Erlaubnis in französischer Sprache mit sich führen. Es empfiehlt sich, dass Kinder, die nur von einem Elternteil begleitet werden, eine einfache Bestätigung des anderen Elternteils über die Zustimmung zur Reise in französischer Sprache mitführen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken4-
Typhus & PolioJa-
Malaria3-
Gelbfieber1
Cholera2

Übersicht

Die medizinischen Einrichtungen sind begrenzt und technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch, besonders außerhalb der größeren Städte. Nicht alle Medikamente sind erhältlich. Ärzte und Krankenhäuser verlangen oft sofortige Barzahlung für Dienstleistungen.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine spätestens elf Tage vor Einreise erfolgte Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben. Ohne sie ist eine Einreise nicht möglich. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind. Benin gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (insbesondere in den Departments Atakora und Borgou). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, ein geringes Risiko, sich zu infizieren, besteht jedoch, v.a. in den Departements Atlantique und Borgou. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Ein gültiger Nachweis einer Choleraimpfung wird allerdings manchmal bei Einreise über Land oder aus einem Land mit Choleragefährdung verlangt.

[3]
Das Malariarisiko ist ganzjährig in allen Landesteilen hoch, auch in den Städten. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (85 %) soll gegen Chloroquin resistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und medikamentöse Vorbeugung.

[4]
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Der Genuss von Schweinefleisch, Mayonnaise, rohem Salat und Milchprodukten aus ungekochter Milch sollte vermieden werden. Fleisch- oder Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß serviert gegessen werden. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Die durch Insekten verursachte Filariose kommt landesweit vor. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Hepatitis A ist weit verbreitet. Hepatitis B ist hochendemisch. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition sollte auch ein Impfschutz gegen Hepatitis B erwogen werden.

HIV/Aids verbreitet sich zunehmend und ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen. Alljährlich werden während der Trockenzeit bzw. der "Harmattan Saison", die von Dezember bis Mai anhält, vermehrt Meningokokken-Meningitis Erkrankungen registriert. Bei längeren Aufenthalten ist eine Schutzimpfung sinnvoll, sowie größere Menschenansammlungen zu meiden.

Für die Schlafkrankheit besteht ein geringes Infektionsrisiko. Empfehlung: Schutz vor Bremsen; hautbedeckende, helle Kleidung..

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber tritt landesweit auf.

Vogelgrippe

In Benin wurden am 16.12.2007 zwei Fälle von Vogelgrippe offiziell bekanntgegeben. Die betroffenen Tierbestände wurden nach Angaben der Behörden gekeult. Im Sommer 2008 kam es zu drei Fällen der Vogelgrippe.

Reisende sollen sich von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.

Geld

Währung

1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 200, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Benin. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Kreditkarten

MasterCard, American Express, Diners Club und Visa werden in begrenztem Umfang angenommen. Bei der BOA (Bank of Africa) und SGBBE in Porto-Novo, Cotonou und Bohicon kann man mit der Visa-Karte Geld abheben, ansonsten ist die Benutzung von Kreditkarten nicht zu empfehlen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Werden in US-Dollar oder Euro bei Banken und Wechselstuben getauscht.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.00-12.00 und 15.00-17.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr der Landeswährung unterliegt keiner Beschränkung, deren Ausfuhr ist bis 500.000 CFA Fr erlaubt (außerhalb der CFA-Zone jedoch ungünstige Umtauschkurse). Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, muss aber deklariert werden. Deren Ausfuhr ist bis in Höhe der deklarierten Beträge möglich, abzüglich der Tauschbeträge (evl. Nachweis erforderlich).

Geldwechsel

Fremdwährungen können in Banken, Wechselstuben und größeren Hotels getauscht werden.

Währungen

EUR

XOF

Wechselkurse

EUR1 = EUR1.00
GBP1 = EUR1.19
USD1 = EUR0.96

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Französisch. Etwa 60 afrikanische Sprachen dienen als Umgangssprachen. Im Süden wird vorwiegend Fon/Yoruba gesprochen, im Norden Stammessprachen wie Bariba und Fulani.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 10 Jan Traditionstag
  • 02 Apr Ostermontag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 10 May Christi Himmelfahrt
  • 21 May Pfingstmontag
  • 01 Aug Unabhängigkeitstag
  • 15 Aug Mariä Himmelfahrt
  • 26 Oct Armed Forces Day (Gedenktag zu Ehren des Militärs)
  • 01 Nov Allerheiligen
  • 30 Nov Nationaler Feiertag
  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Benin eingeführt werden (Touristen ab 15 J.):

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 Flasche Wein und 1 Flasche Spirituosen;
250 ml Eau de Toilette und 250 ml Parfüm.

Verbotene Exporte

Nur verarbeiteter Goldschmuck von bis zu 500 g kann ohne Genehmigung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft ausgeführt werden.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Benin

(Auch für Österreich zuständig.)

(+41) (022) 906 84 60.

http://www.missionbenin.ch

http://www.missionbenin.ch

Mo-Fr 08.00-13.00 und 15.00-18.00 Uhr.

Chemin du Petit-Saconnex 28

CH-1209 Genève

Switzerland

Honorarkonsulat der Republik Benin

(Mit Visumerteilung und Beglaubigung.)
 

(+43) (01) 523 93 00.

Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Burggasse 60

A-1070 Wien

Austria

Botschaft der Republik Benin

Honorarkonsule in München und Saarbrücken.

(030) 23 63 14 70.

http://www.ambassade-benin.de

http://www.ambassade-benin.de

Mo-Do 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-16.00 Uhr.

Englerallee 23

D-14195 Berlin

Germany

Benin Tourisme

Direction de l'Animation et la Promotion Touristique (Fremdenverkehrsamt).
 

21 32 68 24.

http://www.tourismebenin.bj

http://www.tourismebenin.bj

BP 2037 Cotonou

BJ-Cotonou, Benin

Benin

Ministère du commerce et du Tourisme

(Ministerium für Tourismus)

(+229) 21 30 70 10 oder 21 30 70 14

http://www.tourisme.gouv.bj

http://www.tourisme.gouv.bj

BP 2037 Cotonou

BJ-Cotonou, Benin

Benin

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Geschäftsverhandlungen werden meist auf Französisch geführt. Empfehlenswert sind Tropenanzüge. Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-12.30 und 15.00-18.30 Uhr.

Wirtschaft

Ministère du Commerce et du Tourisme
(s. Adressen).

Geschäftskontakte

Ministère du Commerce et du Tourisme
(s. Adressen).

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Von Telefonzellen sind Gespräche teurer.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber umfassen Libercom , Spacetel-Benin (Internet: www.spacetelbenin.com) und Telecel Benin (Internet: www.telecel.com). Der Empfangs-/Sendebereich für Mobilfunk beschränkt sich auf die Umgebung von Porto-Novo und Cotonou und den Küstenstreifen an der Bucht von Benin. Mobiltelefone können vor Ort gemietet werden. Weitere Informationen vom Office de Postes et de Telecommunications du Benin (Internet: www.opt.bj).

Internet

Hauptanbieter ist OPT (Internet: www.opt.bj). In Cotonou gibt es Internet-/E-Mail-Zugang.

Post

Luftpost nach Europa braucht 3-5 Tage, auf dem Landweg 6-8 Wochen. Postlagernde Sendungen sind möglich. Öffnungszeiten: Mo-Sa 08.00-14.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Am Cotonouer Jachthafen gibt es zahlreiche Souvenirstände. Auf dem Dan-Tokpa-Markt in Cotonou werden Waren aus Nigeria und anderen Ländern sowie traditionelle Heilmittel und Handwerkskunst angeboten. Kunstgewerbeartikel und andere einheimische Produkte kann man auf Märkten im ganzen Land kaufen. In Cotonou und Abomey gibt es außerdem Kunstgewerbezentren. Zu empfehlen sind Holzschnitzereien (Masken und kleine Statuen), Bronzearbeiten, Wandteppiche und Töpferwaren (vor allem in Parakou und Porto Novo). Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

In Cotonou gibt es mehrere Nachtklubs.

Kulinarisches

Übersicht

In Cotonou gibt es mehrere Restaurants und Hotels, die meist französische Gerichte anbieten. Einige Restaurants haben afrikanische Spezialitäten auf der Speisekarte, insbesondere Meeresfrüchte.

Unterkunft

Hotels

In größeren Städten und ländlichen Gegenden gibt es verschiedene Arten von Unterkünften in allen Preisklassen. Gute Hotels findet man jedoch größtenteils nur in der Hauptstadt. In Porga in der Nähe des Pendjari-Nationalparks gibt es zwei Unterkunftsmöglichkeiten (Campements), die Ausgangspunkte für Fotosafaris sind.

Kultur

Religion

50 % Anhänger von Naturreligionen, 30 % Christen (hauptsächlich römisch-katholisch, methodistische Minderheit) sowie 20 % Muslime.

Soziale Verhaltensregeln


Es gelten die üblichen Höflichkeitsregeln. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Man sollte beachten, dass im gesellschaftlichen Umgang die Religion eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Voodoo ist die bekannteste und wahrscheinlich für westliche Reisende ungewöhnlichste Religion. Zwanglose Kleidung wird fast überall akzeptiert. Fotografieren: Ministerien, Militäranlagen und andere öffentliche Einrichtungen dürfen nicht fotografiert werden. Trinkgeld: 10%.

Klima

Beste Reisezeit

Im Süden äquatoriales Klima mit zwei Trocken- und zwei Regenzeiten. Von Januar bis April sowie im August sehr warm und trocken. Die Regenzeiten sind von Mai bis Juli sowie von September bis Dezember. Im Norden ist es von November bis Mai heiß und trocken, von Juni bis Oktober kühl mit viel Regen.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Notre

Notre Dame des Apotres church, Cotonou, Benin
© Creative Commons / MVI

Voodoo

Voodoo temple, Benin
© Creative Commons / MVI

The

The door of no return, UNESCO heritage site, Ouidah, Benin
© Creative Commons / MVI

Benin

Benin fishing boats
© iStockphoto / Thinkstock

African

African totem, Benin
© iStockphoto / Thinkstock