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Angola

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Angola.

Hauptstadt

Luanda.

Geographie

Angola liegt an der Südwestküste Afrikas. Im Norden grenzt es an die Demokratische Republik Kongo, im Osten an Sambia, im Süden an Namibia und im Westen an den Atlantik. Die Berge an der Küste bilden ein Hochland, das fast die gesamte Landesfläche ausmacht. Nach Süden hin, in Richtung Namib-Wüste, wird das Land trockener, im Norden gedeiht jedoch üppige Vegetation. Die Exklave Cabinda, nördlich von Angola, ist von der Demokratische Republik Kongo und dem Kongo umschlossen.

Regierung

Republik seit 1975. Alte Verfassung von 1975, letzte Änderung 1992. Die neue Verfassung wurde 2010 anerkannt. Ende des Bürgerkrieges im Jahr 2002. Das Parlament (220 Abgeordnete) wird alle 4 Jahre gewählt. Unabhängig seit 1975 (ehemalige portugiesische Kolonie).

Staatsoberhaupt

João Lourenço, seit September 2017, ist auch Regierungschef und Oberkommandierender der Streitkräfte.

Elektrizität

220 V, 50Hz.

Zeitzone

West Africa Time: MEZ +2

Übersicht

Angola erholt sich langsam vom Jahrzehnte andauernden Bürgerkrieg und abenteuerlustige Touristen beginnen, die portugiesische Architektur, die 1.650 km lange Küste und die bisher wenig besuchten Wildparks zu erkunden.

Dichte Wälder, Hochebenen und wilde Flüsse bestimmen das Landschaftsbild ebenso wie die Namib-Wüste. Besucher finden hier eine reiche afrikanische Tierwelt und die nur in Angola vorkommende schwarze Antilope (Palanca negra) vor.

Ein Waffenstillstand beendete 2002 den Konflikt und ermöglichte schließlich dessen politische Lösung. Nach mehr als einem Vierteljahrhundert feierten die Angolaner 2003 erstmals ein Jahr des Friedens.

Zwar gibt es noch sporadische Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Separatisten der Cabinda-Enklave, die reich an Erdölvorkommen ist, ein Großteil des Landes ist jedoch schon mit der enormen Aufgabe des Wiederaufbaus beschäftigt.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Angolas nationale Fluggesellschaft heißt TAAG Angola Airlines (DT). TAAG Angola Airlines (DT) fliegt dreimal wöchentlich von Frankfurt a.M. nach Luanda.

Umsteigeverbindungen über Brüssel, Paris oder Lissabon bestehen mit verschiedenen Fluggesellschaften, u.a. mit TAP Portugal (TP) (Internet: www.flytap.com). Lufthansa (LH) fliegt direkt von Frankfurt/a.M. nach Luanda und im Codeshare mit Brussels Airlines (SN) (Internet: www.flysn.com) über Brüssel nach Luanda.

Hinweis: Alle Fluggesellschaften Angolas stehen wegen auftretender Sicherheitsmängel derzeit auf der schwarzen Liste der EU und unterliegen einem Flugverbot im europäischen Raum.

Flugzeiten

Frankfurt - Luanda: 8 Std. 25. Wien/Zürich - Luanda: ca. 11 Std.

Anreise mit dem Pkw

Die Grenzübergänge zu den Nachbarländern sind derzeit geschlossen. Überlandfahrten mit dem Pkw sollten wegen des äußerst schlechten Straßenzustandes und immer noch bestehender Minengefahr nicht unternommen werden.

Anreise mit der Bahn

Überlandverbindungen in die Nachbarländer sind generell nicht geöffnet, dieses kann sich jedoch kurzfristig ändern.

Anreise mit dem Schiff

Die wichtigsten Häfen sind Malongo, Lobito, Luanda und Namibe.

Vor Ort unterwegs

Überblick

Anmerkung


Überall gibt es strenge Kontrollen – viele Regionen sind nur per Flugzeug zu erreichen. Internationale Firmen, die Geschäftsinteressen im Norden des Landes bzw. in Cabinda haben, besitzen Privatflugzeuge. Aktuelle Informationen sind von den Botschaften erhältlich.

Unterwegs mit dem Flugzeug

Linienflüge der TAAG Angola Airlines (DT) verbinden alle größeren Städte. Die Flugzeuge sind jedoch oft in schlechtem technischen Zustand und Reisende sollten nur mit Maschinen, die von namhaften internationalen Organisationen oder Firmen eingesetzt werden, benutzen. Air Gemini und Sonair befördern auch Passagiere. Die Enklave Cabinda kann nur mit dem Flugzeug erreicht werden.

Anmerkung zu Flugreisen

Überall gibt es strenge Kontrollen - viele Regionen sind nur per Flugzeug zu erreichen. Internationale Firmen, die Geschäftsinteressen im Norden des Landes bzw. in Cabinda haben, besitzen Privatflugzeuge. Aktuelle Informationen sind von den Botschaften erhältlich.

Flugzeiten

Benguela - Luanda: 50 Min; Cabinda - Luanda: 50 Min; Huambo - Luanda: 1 Std; Namibe - Luanda: 1 Std. 45; Lubango - Luanda: 1 Std. 10.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Der Bürgerkrieg zerstörte einen Großteil der vorhandenen Infrastruktur. Viele Straßen sind zerstört oder führen durch verminte Gebiete und sind daher derzeit unbefahrbar. Man sollte sich vor Ort genau erkundigen.

Bus:
Busse verkehren sehr unregelmäßig und sind stark überfüllt. Für Ausländer besteht das Risiko überfallen zu werden.

Taxis
sind meist verfügbar, man sollte jedoch Wartezeit einplanen. Reisende sollten darauf achten, dass sie bei Ankunft am Flughafen abgeholt und auch in den ersten Tagen von Ortskundigen begleitet werden.

Mietwagen
sind für ca 100 US$ zu mieten.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

Busse in Luanda haben Einheitsfahrpreise.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Aufgrund der instabilen politischen Lage ist der Bahnverkehr unregelmäßig. Es gibt drei Bahnstrecken mit täglichen Verbindungen ins Landesinnere: Luanda - Malanje, Luanda - Lobito - Dilolo und Luanda - Mocamedes - Menongue. Auf einigen Strecken werden Speisen und Getränke angeboten, Schlafwagen und Klimaanlagen stehen nicht zur Verfügung.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Tue, 23 Oct 2018 10:45:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Tue, 23 Oct 2018 10:46:23 +0200)

Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Reisen über Land/Landminen
Der Bürgerkrieg in Angola ist seit 2002 beendet. Als langfristige Folge bestehen in einigen Landesteilen außerhalb der großen Städte noch Gefahren durch Landminen. Über Risiken an spezifischen Reiserouten sollten daher Erkundigungen eingeholt werden. Die NRO HALO Trust verfügt über Übersichten der erfassten Minen.
Von einer vollständigen Befriedung der Provinz und Exklave Cabinda kann trotz massiver Präsenz angolanischen Militärs nicht sicher ausgegangen werden. Der Anschlag der Cabinda-Befreiungsfront FLEC im Jahre 2010 auf die togolesische Fußballnationalmannschaft und ihre Drohungen aus dem März 2016, Kampfhandlungen in Cabinda wieder aufzunehmen, mahnen zur Vorsicht. Von Reisen in die Provinz Cabinda wird abgeraten.
Bei Reisen in die Diamantengebiete (besonders Provinzen Lunda Norte und Lunda Sul) wird zu Vorsicht geraten, diese sollten nicht auf eigene Faust unternommen werden.

Kriminalität
Bewaffnete Überfälle kommen insbesondere in Luanda, aber auch im Rest des Landes vor. Überfälle und Diebstähle in Luanda finden nicht nur nach Einbruch der Dunkelheit, sondern durchaus auch tagsüber in belebter Umgebung, z.B. in und um Einkaufscenter, Gastronomiebetriebe und Hotels in Vierteln wie Viana, Talatona und Ilha statt.
Ausländer sind bevorzugtes Ziel von Diebstählen und Raubüberfällen. Dabei haben es die Täter nicht nur auf Bargeld, sondern auch auf Kreditkarten und Mobiltelefone abgesehen. Insbesondere beim Telefonieren auf der Straße wird zu besonderer Vorsicht geraten. In der Dunkelheit sollten Spaziergänge vermieden werden.
Vor allem in Luanda werden Überfälle auf Kfz verübt, die im stehenden Verkehr keine Fluchtmöglichkeit haben. Diese Überfälle erfolgen unabhängig von der Tageszeit, überwiegend durch bewaffnete Täter auf Motorrädern.
Fahrzeugkontrollen durch die Polizei werden oft dazu genutzt, wegen tatsächlicher oder angeblicher Regelübertretungen (häufig: regelwidriges Linksabbiegen) Bestechungsgelder zu erpressen. Hier sollte auf korrekter Ausstellung eines Strafzettels (multa) bestanden werden.

Naturkatastrophen
In Angola beginnt die Regenzeit im Norden im September und im Süden gegen Ende November und dauert jeweils bis April an. Reisende müssen in dieser Zeit mit intensiven Regenfällen und Überschwemmungen rechnen, insbesondere im südlichen und südwestlichen Teil des Landes.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Sprache
Portugiesische Sprachkenntnisse sind von großem Vorteil, da nur wenige Angolaner eine andere, international gängige Sprache sprechen.

Infrastruktur/Straßenverkehr
Die angolanische Luftverkehrsgesellschaft TAAG und alle in Angola fliegenden Inlandslinien unterliegen aufgrund von Sicherheitsrisiken Betriebsbeschränkungen. Sie dürfen mit ihren Maschinen nicht nach Europa einfliegen. Es besteht mit besonderen Auflagen eine Sonderregelung für Flüge von Luanda nach Lissabon und Porto.
Das Straßennetz wird weiter ausgebaut. Die Mehrzahl der Provinzhauptstädte ist inzwischen auf asphaltierten Fernstraßen erreichbar. In der Regenzeit (vor allem Januar bis März) werden viele Pisten insbesondere in den östlichen, nördlichen und südlichen Landesteilen unpassierbar.
Überlandfahrten bringen wegen des schlechten Zustandes der Fahrzeuge und Straßen (Schlaglöcher) sowie der zuweilen unvorsichtigen oder durch Alkohol beeinträchtigten Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer ein beträchtliches Unfallrisiko mit sich. Da die medizinische und Kfz-technische Versorgung außerhalb Luandas minimal ist und außerhalb der Städte meist keine Mobilfunkverbindung besteht, sollten Fahrten möglichst im Konvoi (mindestens zwei Fahrzeuge) durchgeführt werden. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten Überlandfahrten vermieden werden.
Auch Inlandsflüge und Eisenbahnfahrten sind angesichts unregelmäßiger Wartung mit Risiken verbunden.
Die Anzahl der Omnibusse ist relativ gering, sie verkehren unregelmäßig und sind oft stark überfüllt; die Fahrtrouten sind für Besucher nur schwer nachvollziehbar. Für Ausländer besteht zudem ein erhöhtes Risiko, Opfer eines Überfalls oder von Kleinkriminalität zu werden.
Reguläre Taxis sind nur eingeschränkt verfügbar und in der Regel teuer. Reisende sollten darauf achten, dass sie bei Ankunft am Flughafen abgeholt und von Ortskundigen begleitet werden. „Informelle" Taxis und Kleinbusse sind bei fehlenden Orts- und Sprachkenntnissen nicht geeignet.
Meistgenutztes Fortbewegungsmittel von Besuchern ohne eigenes Auto sind Mietwagen mit Fahrern, Kosten ca. 150 - 200 US-Dollar am Tag. Mit völliger Zuverlässigkeit kann nicht immer gerechnet werden. Der internationale Führerschein wird anerkannt. Kurzzeitbesuchern wird davon abgeraten, selbst zu fahren, da man sich auf den Verkehr erst einstellen muss und im Innenstadtbereich ohnehin zum Parken oder Warten ein Fahrer am Steuer logistisch vorteilhaft ist.
Mietwagenbuchungen sollten so frühzeitig wie möglich erfolgen.
Das Angebot an Restaurants in Luanda erfüllt quantitativ und weitestgehend auch qualitativ alle Bedürfnisse, allerdings zu einem sehr hohen Preis (Luanda ist nach Untersuchungen verschiedener Consultingfirmen für Ausländer eine der teuersten Hauptstädte der Welt). Der Verzehr von Salaten und die Verwendung von Eiswürfeln in Getränken können zu Magen- und Darmerkrankungen führen.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der New Kwanza (AOA). Nur in den großen Hotels und in einigen wenigen Restaurants werden internationale Kreditkarten akzeptiert. Sonstige Rechnungen werden bar in Kwanza beglichen.
Geldautomaten (Bargeldabhebung nur mit Visa-Card möglich) sind in Luanda am Flughafen, in größeren Hotels und Supermärkten, sowie – auch in den Provinzstädten – an Banken vorhanden, aber nicht immer befüllt.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Für die Einreise wird eine Bescheinigung über die durchgeführte Gelbfieberimpfung benötigt. Diese Bescheinigung ist in der Regel ein gelber WHO-Ausweis.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Angola ein Visum, das vor der Einreise persönlich bei einer der angolanischen Auslandsvertretungen wie der Botschaft der Republik Angola beantragt werden muss. Dem Antrag sind Impfnachweise gegen Gelbfieber, Hepatitis A und B beizufügen.
Seit April 2018 können nach Mitteilung der angolanischen Regierung Touristenvisa auch elektronisch über das SME Portal beantragt werden. Nach Absendung des Antrags soll der Antragsteller innerhalb von 72 Stunden eine Vorabgenehmigung („pre-autorização") erhalten. Diese Vorabgenehmigung sei dann bei der Einreise gemeinsam mit den auf der Webseite der angolanischen Botschaft in Berlin aufgelisteten Antragsunterlagen vorzulegen. Die Bearbeitungszeit von Anträgen auf Touristenvisa sei zudem auf drei Tage verkürzt worden.
Reisenden wird empfohlen, sich frühzeitig mit der zuständigen angolanischen Auslandsvertretung in Verbindung zu setzen, um sicher zu stellen, dass diese Neuerungen im konkreten Fall bereits greifen.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende Personen unter 18 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten mitführen. Wenn nur ein Elternteil mitreist, wird die Einverständniserklärung des anderen Elternteils benötigt.

Wichtiger Hinweis für Touristen und Durchreisende
Die Botschaften und Konsulate sowohl Angolas als auch der Demokratischen Republik Kongo (DRC) in der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) stellen Visa nur an Staatsangehörige oder Personen mit Wohnsitz in der Republik Kongo aus.
Reisende, die beabsichtigen, aus der Republik Kongo nach DRC oder Angola zu reisen, sollten sich vor Reiseantritt mit der zuständigen Botschaft der Republik Angola in Berlin oder einem Konsulat in Deutschland in Verbindung setzen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

In Angola ansässige, volljährige Personen dürfen Devisen  anmeldefrei, im Gegenwert bis zu 10.000,- US-Dollar, ein- und ausführen (Minderjährige bis zu 3.500,- US-Dollar). In Angola ansässige Ausländer müssen über einen Aufenthaltstitel („cartão de residência") verfügen.
Für nicht in Angola ansässige Personen liegt die Höchstgrenze bei dem Gegenwert von bis zu 5.000,- US-Dollar für Volljährige und 1.500,- US-Dollar für Minderjährige.
Darüber hinausgehende Beträge sind bei der Ein- und Ausreise gesondert auf dem hierzu notwendigen Formular zu deklarieren. Zur Ausfuhr von höheren, als den genannten Beträgen, wird die Genehmigung der Nationalbank benötigt.
Die Ein- und Ausfuhr von Kwanza ist für alle Reisende nur bis zu einem Wert von 50.000 Kwanza erlaubt.

Bei Einreise am internationalen Flughafen Luanda werden strenge Zollkontrollen des Reisegepäcks durchgeführt. Insbesondere gelten Höchstgrenzen für zollfrei einführbare Güter zum persönlichen Gebrauch (z.B. Spirituosen: 1 l, Wein: 2 l, Parfum: 50 ml, Zigaretten: 400 Stück, gebrauchte elektronische Geräte: 2, neuwertige Waren bis zu einem Gegenwert von 118.260 Kwanza - derzeit ca. 1.000,-€).

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Beim Fotografieren öffentlicher Gebäude in Angola ist Vorsicht geboten. Soweit Wachen oder Verantwortliche ansprechbar sind, sollten diese um Erlaubnis ersucht werden. Verbote gelten insbesondere für strategisch wichtige Verkehrsanlagen (z.B. Flughafen), für militärische und polizeiliche Anlagen/Fahrzeuge/Regierungsgebäude sowie deren Personal. Bei Zuwiderhandlung besteht das Risiko, dass Filme und Fotoausrüstung beschlagnahmt werden, auch eine Festnahme kann nicht ausgeschlossen werden.

Nach dem in Angola geltenden Strafgesetzbuch in der Fassung von 1954 können gegen Personen, "die sich gewohnheitsmäßig der Verübung naturwidriger Laster hingeben", Sicherungsmaßnahmen bis hin zu Zwangsarbeit und Freiheitsentzug verhängt werden (Art. 71, Nr. 4). Fälle, in denen diese Vorschrift in jüngerer Vergangenheit angewendet wurde, sind nicht bekannt. Der derzeit im Gesetzgebungsprozess befindliche Entwurf eines neuen angolanischen Strafgesetzbuches sieht keine Strafbarkeit homosexueller Handlungen mehr vor.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Angola ist gemäß WHO Gelbfieber-Endemiegebiet (siehe www.who.int). Eine Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden einschließlich Kinder ab dem 9. Lebensmonat vorgeschrieben. Das Impfzertifikat erhält bei Erstimpfung am 10. Tag nach der Impfung seine Gültigkeit. Eine einmalige Impfung wird im internationalen Reiseverkehr als lebenslanger Schutz anerkannt.
Für die Beantragung eines Touristenvisums ist zusätzlich der schriftliche Nachweis über eine erfolgte Hepatitis A- und B-Impfung vorzulegen (s. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige).
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de).
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung), Masern-Mumps-Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza (saisonale Grippe).
Als Reiseimpfungen wird Hepatitis A empfohlen, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (ACWY).

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit, besonders in den größeren Städten, durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u).

Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Angola mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes.

Malaria
In Angola besteht ganzjährig und landesweit ein hohes Malariarisiko, auch in den Städten.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariachemoprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue, Gelbfieber), in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

HIV/AIDS
Nach vorliegenden Daten von UNAIDS (2015) sind etwa 3% der Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren HIV-positiv, in städtischen Bereichen und in den bekannten Hochrisikogruppen mehr. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.

Andere Infektionskrankheiten
Bilharziose (Schistosomiasis)

Die Gefahr der Übertragung von Bilharziose (Schistosomiasis) besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land.

Schlafkrankheit
Die Schlafkrankheit wird durch den Stich der tagaktiven Tse-Tse-Fliege übertragen und kommt ausschließlich in den nördlichen Provinzen des Landes vor (sehr selten).

Medizinische Versorgung
Außerhalb der Hauptstadt Luanda und einiger Provinzhauptstädte ist die allgemeine medizinische Versorgung nach wie vor sehr schlecht, in vielen ländlichen Gegenden Angolas ist sie kaum vorhanden. In Luanda gibt es jedoch einige gut ausgestattete Privatkliniken und auch qualifizierte Ärzte. Portugiesische Sprachkenntnisse sind notwendig, Ärzte sprechen selten Englisch. Sämtliche Krankheiten, die in Angola häufiger vorkommen, können dort auch behandelt werden, wenn auch zu hohen Preisen. Notwendige Medikamente sind in Luanda in der Regel vorhanden oder beschaffbar, dennoch wird Reisenden, die auf Medikamente angewiesen sind, geraten, diese mitzunehmen

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Angola durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (s. z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
Andere EU-LänderJaJaJa
TürkeiJaJaJa
DeutschlandJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
SchweizJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und zwei leere Seiten enthalten.

 

Visainformationen

Erforderlich für alle in der obigen Tabelle aufgeführten Nationalitäten. Alle Visa müssen mit Ausnahme vom Touristen-Visum persönlich bei der zuständigen angolanischen diplomatischen Vertretung beantragt werden. 

touristische Aufenthalte: Visum bei der Ankunft nach Online-Beantragung:

U.a. Deutsche, Österreicher und Staatsangehörige aller EU-Länder sowie Schweizer können eine Vorabgenehmigung für ein Touristenvisum online über das SME-Portal des angolanischen Migrationsamts beantragen. Die Antragsteller benötigen einen Unterkunftsnachweis, Nachweis ausreichender Geldmittel, ein Rück-/Weiterflugticket, einen Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig ist sowie einen gültigen internationalen Impfpass mit eingetragenen gültigen Impfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis A und Hepatitis B. Die Bearbeitungszeit der Vorabgenehmigung dauert in der Regel bis zu 72 Stunden. Um das Visum bei der Ankunft zu erhalten, muss die Vorabgenehmigung des Touristenvisums bei der Einreise vorgelegt werden.

Kosten

Deutschland, Österreich:
Touristenvisum: 250 € (normal) / 500 € (Express) (in Berlin).

Arbeitsvisum: 1000 € (in Berlin).

Transitvisum: 60 € (in Berlin).
 

Schweiz:
Touristenvisum: 120 CHF.
Arbeitsvisum: 1440CHF.

Visaarten und Kosten

Einfach-, Touristen-, Arbeits- und Transitvisum, Verlängerung bei den Grenzbehörden möglich.

Für Geschäftsreisende besteht die Möglichkeit, ein Kurzzeitvisum zu beantragen.

Gültigkeit

60 Tage ab Ausstellungsdatum für maximal 30 Tage Aufenthalt.

Transitvisum: Maximal 4 Tage.

Kurzzeitvisum (Geschäftsreisen): Die Einreise muss ab Ausstellungsdatum innerhalb von 72 Std. erfolgen (Aufenthaltsdauer: 7 Tage, Verlängerung um weitere 7 Tage möglich.)

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Persönlich mind. 30 Tage (in Berlin) bzw. mindestens 3 Wochen (in Bern) vor Abreise bei der zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen). Nur persönliche Beantragung im Konsulat von Angola in Berlin möglich. Ein Interviewtermin ist obligatorisch.

Die Beantragung eines Visums bei der Ankunft am Flughafen Luanda ist u.a. möglich für Deutsche, Österreicher, alle EU-Bürger sowie Schweizer.

Antrag erforderlich

Einreisevisum:
(a) 2 ausgefüllte Antragsformulare (downloadbar auf den Webseiten der zuständigen konsularischen Vertretungen).
(b) 2 biometrische Passfotos mit weißem Hintergrund.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muss sowie gut lesbare Kopie der relevanten Seiten, auch von ehemaligen Visa für Angola.

(d) persönliches Interview, für das vorab ein Termin vereinbart werden muss.
(e) Bestätigte Hotelbuchung.
(f) Kopie des Flugtickets mit Hin- und Rückflug.

(g) Impfnachweis gegen Gelbfieber,  Hepatitis A und B (bei der angolanischen Botschaft in Berlin); internationaler Impfpass beim angolanischen Generalkonsulat in Frankfurt a.M.

(h) Gebühr.
(i) Ggf. Kopie der noch mindestens sechs Monate gültigen Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(j) Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel (mindestens 200 US$ pro Aufenthaltstag).

(k) Zusatzformular „Declaração“ mit geforderten Unterlagen.

(l) Medizinischer Nachweis darüber, dass der Antragsteller keine ansteckenden Krankheiten hat. 

(m) Schreiben an die Botschaft.

Arbeitsvisum:
(a) 1 Antragsformular (2 bei Beantragung in Frankfurt).
(b) 3 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 18 Monate gültig ist.
(d) Einladung des angolanischen Arbeitgebers/Geschäftspartners mit Bitte um ein Arbeitsvisum bei der Botschaft.
(e) Lebenslauf, Nachweis schulischer und beruflicher Abschlüsse (Diplomzeugnisse)*.
(f) Führungszeugnis*.
(g) Ärztliches Attest*.
(h) Arbeitsvertrag oder Arbeitsversprechen*.
(i) Eidesstattliche Erklärung (Befolgung angolanischer Gesetze)*.
(j) Angaben zum Grund der Reise. Unter Umständen können noch weitere Unterlagen verlangt werden (aktuelle Konzession der Firma, aktueller Steuerbescheid u. a.)

(k) notariell beglaubigte Erklärung des Antragstellers, die angolanischen Gesetze zu achten.


[*] Diese Dokumente müssen von einem vereidigten Übersetzer ins Portugiesische übersetzt werden.

 

Visum bei der Ankunft

(a) Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.

(b) Unterkunftsnachweis.

(c) Gültiger internationaler Impfpass.

(d) Nachweis ausreichender Geldmittel.

Bearbeitungsdauer

Ein Touristenvisum muss mindestens 30 Tage (in Berlin) bzw. mindestens 3 Wochen (in Bern) vor der Reise beantragt werden.

Konsulararbeitstage für ein Touristenvisum: Ca. 8 Tage (normal) bzw. 48 Std. (Express) in Berlin. 3 Tage in Bern.

 

Hinweis: Derzeit unterliegt die Bearbeitungszeit starken Schwankungen. Die Ausstellung von Visa kann u. U. Wochen, manchmal Monate, dauern.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

(a) Reisepass, der noch 6 Monate über die Ausreise hinaus gültig ist.

(b) Impfnachweis gegen Gelbfieber. 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass für Kinder unter 12 Jahren (mit Lichtbild), ab 12 Jahren eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Die Reisedokumente müssen noch mindestens zwei leere Seiten enthalten.

Hinweis: Alleinreisende Personen unter 18 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten mitführen. Wenn nur ein Elternteil mitreist, wird die Einverständniserklärung des anderen Elternteils benötigt.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und zwei leere Seiten enthalten.

 

Visainformationen

Erforderlich für alle in der obigen Tabelle aufgeführten Nationalitäten. Alle Visa müssen mit Ausnahme vom Touristen-Visum persönlich bei der zuständigen angolanischen diplomatischen Vertretung beantragt werden. 

touristische Aufenthalte: Visum bei der Ankunft nach Online-Beantragung:

U.a. Deutsche, Österreicher und Staatsangehörige aller EU-Länder sowie Schweizer können eine Vorabgenehmigung für ein Touristenvisum online über das SME-Portal des angolanischen Migrationsamts beantragen. Die Antragsteller benötigen einen Unterkunftsnachweis, Nachweis ausreichender Geldmittel, ein Rück-/Weiterflugticket, einen Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig ist sowie einen gültigen internationalen Impfpass mit eingetragenen gültigen Impfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis A und Hepatitis B. Die Bearbeitungszeit der Vorabgenehmigung dauert in der Regel bis zu 72 Stunden. Um das Visum bei der Ankunft zu erhalten, muss die Vorabgenehmigung des Touristenvisums bei der Einreise vorgelegt werden.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
GelbfieberJa/1
Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & PolioJa-
Cholera2
Malaria3-
Essen & Trinken4-

Übersicht

Angola hat als eines der ärmsten Entwicklungsländer zahlreiche Krankheitsrisiken und eine unzureichende medizinische Infrastruktur. Die medizinische Versorgung entspricht keinesfalls westlichem Standard. In Luanda gibt es jedoch einige besser ausgestattete Kliniken, in denen Routinebehandlungen möglich sind, wenn auch zu hohen Preisen.

Eine Reiseapotheke sollte mitgeführt werden, da Medikamente oft nicht erhältlich sind.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholversicherung ist unbedingt erforderlich.

Hinweis: Neben der obligatorischen Gelbfieberimpfung wird auch eine Impfung gegen Hepatitis A und B bei der Antragstellung für ein Visum verlangt.

Anmerkungen Impfungen

[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird ab einem Alter von 8 Monaten von allen Reisenden verlangt. Das Gelbfieber-Impfzertifikat erhält bei der Erstimpfung erst 10 Tage nach der Impfung seine Gültigkeit. Angola gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete.

[2]:
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Provinzen Bengo, Benguela, Cabinda, Huambo, Huila, Kuando-Kubango, Kunene, Kwanza-Norte, Kwanza-Sul, Luanda (Luanda Cap.), Malanga, Namibe, Uige und Zaire. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen. Abweichend von den offiziellen Bestimmungen kann gelegentlich eine Choleraimpfung verlangt werden, insbesondere bei Ankunft aus einem Land mit Cholera bzw. bei Einreise außerhalb der internationalen Flughäfen.

[3]: Malariaschutz aufgrund ganzjährig hohem Risiko landesweit erforderlich, auch in den Stadtgebieten. Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethaminresistenz der vorherrschenden gefährlicheren Form Plasmodium falciparum wurde gemeldet. Daher ist vor Abreise eine individuelle Beratung beim Arzt unbedingt empfohlen.

[4]:
Eine Impfung gegen Hepatitis A und B wird zur Visumbeantragung verlangt. 

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher sollten stets sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Einheimische Milchprodukte aus ungekochter Milch außerhalb der Städte vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Im Norden tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Hepatitis E ist weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Eine Hepatitis A und B-Schutzimpfung wird zur Beantragung eines Touristenvisums verlangt.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Immunschutz gegen Masern (durchgemachte Erkrankung oder Impfung) sollte bei Reisen nach Angola gegeben sein.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen landesweit zwischen Mai und Oktober vor.

Erkrankungsfälle der Schlafkrankheit werden ganzjährig aus den nördlichen Gebieten (v.a. Provinz Uije, Kunene, Huambo, Namibe und Huila) berichtet. Gute Schutzmaßnahmen gegen Stechfliegen sind stets durchzuführen.

Tollwut kommt vor. Erhöhtes Risiko landesweit, vor allem durch Hunde, aber auch durch Katzen, Fledermäuse und andere Tiere. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zeckenbissfieber ist endemisch und kommt landesweit vor.

Geld

Währung

1 Neuer Kwanza = 100 Centimos. Währungskürzel: Kz, AOA (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5000, 1000, 500, 200, 100 und 50 Kw; Münzen existieren im Wert von 50 Centimos sowie von 20, 10, 5 und 1 Kw.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten werden nur in einigen großen Hotels und Restaurants  akzeptiert.
 

Geldautomaten

Bankkarten
 
Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann an Geldautomaten mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol in den großen Städten, in Luanda am Flughafen und in größeren Hotels genutzt werden. Die Geldautomaten sind jedoch gelegentlich leer. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Werden i. Allg. nicht akzeptiert. Wo möglich, erfolgt der Umtausch nur gegen hohe Gebühren und zu einem ungünstigen Wechselkurs.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.45-16.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Deklarationspflicht von Fremdwährungen bei Import und Export ab einem Wert von 10.000 US$. Ausfuhr nur in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis). Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nur bis zum einem Wert von 50.000 Kwanza erlaubt.

Geldwechsel

Geld sollte nur in offiziellen Wechselstuben getauscht werden. Geldwechsel auf dem Schwarzmarkt ist illegal. Man sollte nur nach Bedarf tauschen. US-Dollar werden ebenfalls genommen (100-Dollar-Noten nur ab Druckdatum 1996).

Wechselkurse

EUR1 = AOA172.59
GBP1 = AOA205.56
USD1 = AOA165.91

Sprache

Überblick

Offizielle Landessprache ist Portugiesisch. Die meisten Einwohner sprechen Bantu-Sprachen (Ombundu, Kimbundu, Chokwe, Lwena, Kikongo).

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 04 Jan Tag der Märtyrer der kolonialen Unterdrückung
  • 04 Feb Beginn des Unabhängigkeitskrieges
  • 08 Mar Weltfrauentag
  • 30 Mar Karfreitag
  • 02 Apr Ostermontag
  • 04 Apr Tag des Friedens und der Aussöhnung
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 25 May Afrika-Tag
  • 01 Jun Weltkindertag
  • 17 Sep Tag der Günder der Nation und der Nationalhelden
  • 02 Nov Allerseelen
  • 11 Nov Unabhängigkeitstag
  • 25 Dec Weihnachten
  • 26 Dec Weihnachten

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Angola eingeführt werden:

400 Zigaretten (Personen ab 18 J.);
1 l Spirituosen und 2 l Wein (Personen ab 18 J.);
50 ml Parfüm;

500 g Kaffee, 100 g Tee,

1 Laptop oder 1 Tablet
3 Mobiltelefone und Zubehör
Neuwertige Güter im Gesamtgegenwert von über 118.260 Kwanza (entspricht je nach Wechselkurs etwa 1000 €) müssen deklariert werden.

Importbeschränkungen

Für tierische Produkte, Tiere und Teile von Tieren wird eine Sondergenehmigung benötigt. Waffen und Munition dürfen nur mit einer Einfuhrgenehmigung der angolanischen Behörden eingeführt werden.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Angola

(031) 351 85 85.

http://www.ambassadeangola.ch

http://www.ambassadeangola.ch

Mo-Mi 09.00-12.00 Uhr, Do+Fr nach Absprache.

Thunstrasse 73

CH-3006 Bern

Switzerland

Botschaft der Republik Angola

+43 (01) 718 74 88.

http://www.embangola.at

http://www.embangola.at

Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 10.00-12.30 und 15.00-16.30 Uhr. Tel. Anfragen zu Visa-/Konsularangelegenheiten: Mo-Fr 15.00-16.30 Uhr.

Seilerstätte 15/10

A-1010 Wien

Austria

Botschaft der Republik Angola

Honorarkonsule in Bremen, Düsseldorf und München.

(030) 240 89 70.

http://www.botschaftangola.de

http://www.botschaftangola.de

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabt. (Wallstr. 12): Mo, Di, Do, Fr 09.00-12.00 Uhr.

Wallstraße 58

D-10179 Berlin

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Sommeranzüge oder -kostüme werden empfohlen. Einheimische Geschäftsleute sind leger gekleidet. Für gesellschaftliche Anlässe sind dunkle Farben angebracht. Portugiesisch-, Französisch- oder Spanischkenntnisse sind von Vorteil, da es nur wenige Dolmetscher gibt. Die Urlaubsmonate Juni bis September sollten vermieden werden.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.30-12.30 und 14.00-18.00 Uhr; manche Banken und Geschäfte auch Sa 08.30-12.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Camara de Comércio e Indústria de Angola (Industrie- und Handelskammer)
Largo do Kinaxixi 14, CP 92, Luanda
Tel: (02) 44 45 06.
Internet: www.ccia.ebonet.net

Kommunikation

Telefon

Bis vor kurzem mussten internationale Anrufe durch eine Vermittlung getätigt werden. Nach Luanda ist nun zunehmend auch internationale Direktdurchwahl möglich. Die Telefongesellschaft von Angola ist die Angola Telecom (Internet: www.angolatelecom.com/en/home/index.htm).

Mobiltelefon

GSM 900 und CDMA 2000 (Code-Division Multiple Access). Netzbetreiber ist UNITEL S. a. r. l. . Der Empfangs/Sendebereich beschränkt sich zurzeit auf Luanda und die nähere Umgebung.

Internet

Anbieter ist Nexus (Internet: http://www.nexus.ao oder www.ebonet.net oder www.netangola.com); in Luanda gibt es Internetcafés.

Post

Luftpostsendungen nach Europa sind 5-10 Tage unterwegs. Inlandspost ist verhältnismäßig zuverlässig.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Traditionelle Kunstgewerbeartikel werden in Luanda angeboten. Außerhalb der großen Städte gibt es kaum Einkaufsmöglichkeiten.

Nachtleben

Einleitung

In Luanda gibt es mehrere Nachtklubs und Kinos. Hier empfiehlt sich ebenfalls rechtzeitige Kartenvorbestellung. Die beliebten Kizombas bieten afrikanische Musik und einheimisches Essen.

Kulinarisches

Übersicht

Da es nur wenige Restaurants und Hotels gibt, sollten Tische im Voraus reserviert werden. Erstklassiger Service ist im Hotel Presidente Meridien erhältlich.

Unterkunft

Hotels

Viele Hotels in Angola wurden vor kurzem renoviert und bieten nun Klimatisierung, Telefon, Radio und private Badezimmer. Dennoch ist das Angebot begrenzt, daher sollte man lange im Voraus buchen. In Luanda sind Hotels besonders teuer. Weitere Informationen sind von SATUL (Sociedade Angolana de Empreendimentos Turisticos e Hotelaria, LDA), Rua do Carmo 8, Luanda. (Tel: (02) 33 21 19). Auch im Kissama National Park (s. Urlaubsorte & Ausflüge) gibt es Unterkünfte.

Kultur

Religion

(47 %) Naturreligionen und Christentum (vorwiegend Katholizismus (38 %) sowie Protestanten (15 %)).

Soziale Verhaltensregeln


Die üblichen Höflichkeitsformen sollten beachtet werden. Fotografieren: Öffentliche Einrichtungen, Veranstaltungen oder Gebäude und Soldaten dürfen nicht fotografiert werden. Bei Zuwiderhandlung ist mit Verlust des Filmes, der Fotoausrüstung oder mit Verhaftung zu rechnen. Trinkgeld wird offiziell ungern gesehen. Wenn nicht in der Rechnung enthalten, ca. 10%. Zigaretten u. ä. werden gern angenommen.

Klima

Beste Reisezeit

Im Norden während der Sommermonate November bis April heiß und feucht; in den Wintermonaten Mai bis Oktober etwas kühler und erheblich trockener. Im Süden ist es fast durchgehend heiß, im Winter geringfügig kühler.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

One

One of Angola's mighty waterfalls
© iStockphoto / Thinkstock

There's

There's a large variety of wildlife to see in Angola.
© Hemera / Thinkstock

Angolan

Angolan capital Luanda
© Jupiterimages / Photos.com

Animal

Animal tracks, desert, Angola
© iStockphoto / Thinkstock

Himba

Himba village, Angola
© 12rf.com