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Saudi-Arabien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Königreich Saudi-Arabien.

Hauptstadt

Riad (Riyadh).

Geographie

Saudi-Arabien bedeckt 80% der arabischen Halbinsel und grenzt im Nordwesten an Jordanien, im Norden an den Irak und Kuwait, im Osten an den Persischen Golf, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman sowie im Süden an Jemen. Im Westen liegt das Rote Meer. An der Küste des Roten Meeres zieht sich ein schmaler feuchtheißer Küstenstreifen (Tihama) hin, der überwiegend aus großen Feuchtgebieten und Lavafeldern besteht. Hinter der Küstenebene steigt eine Anzahl von Plateaus bis auf 2000 m an, im Süden (Asir) sogar bis auf 3000 m. Östlich dieser Berge, im äußersten Norden, liegt An Nafud, in der Landesmitte erhebt sich der Nedsch. Beide Regionen sind Halbwüsten mit Oasen. Im Landesinneren gibt es ausgedehnte Sandwüsten. An der Golfküste liegen fruchtbare Tiefebenen, die in Gebirgskämme aus Kalkstein übergehen.

Regierung

Islamische absolute Monarchie seit 1932. Verfassung von 1993, der Islam ist Verfassungs- und Gesetzesquelle. Nationaler Konsultativrat (Majlis al-Shura) mit 150 Mitgliedern, vom König ernannt, davon 20% Frauen. Legislative, Exekutive und Jurisdiktion liegen beim König, der auch geistliches Oberhaupt (Hüter der Heiligen Stätten) ist.

Staatsoberhaupt

König Salman, seit Januar 2015.

Regierungschef

König Salman, seit Januar 2015.

Elektrizität

127/220 V, 60 Hz. Stromschwankungen üblich, Adapter wird empfohlen.

Zeitzone

Arabia Standard Time: MEZ +4

Übersicht

Was man sich beim Gedanken an Saudi-Arabien vorstellt, entspricht meist nicht der Realität und entpuppt sich in vielen Fällen als Vorurteil; tatsächlich präsentiert es sich als ein Land mit vielen wunderschönen Oasen, dramatischen Berggipfeln, Sandstränden und Flussläufen.
Obwohl es in den saudi-arabischen Städten kein Nachtleben gibt, findet man zahlreiche Cafés und Restaurants. Daneben gibt es eine große Auswahl von Einkaufsmöglichkeiten, vom einfachen Souk bis hin zum riesigen Kaufhaus. Generell sind die Großstädte Saudi-Arabiens sehr modern und ihre Einrichtungen von hohem Standard.
Die heiligste Stadt des Islam liegt in Saudi-Arabien, denn Mohammed wurde hier geboren. In der Tat wird der Schutz der Integrität des Heiligen Landes hier äußerst ernst genommen, und über das islamische Gesetz wacht die strenge Mutawwa (Religionspolizei).
Nicht nur für Muslime ist Saudi-Arabien ein schönes und lobenswertes, wenn auch komplexes Land, das seine wichtige Rolle in der Welt auch in Zukunft behaupten wird.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft heißt Saudia (SV) und fliegt u.a. von München nach Riad und nach Jeddah sowie von Genf via Frankfurt/a.M. nach Jeddah und von Genf nach Riad. Die Flüge von Frankfurt nach Jeddah finden viermal wöchentlich statt und sind dabei dreimal wöchentlich mit Anschlussflügen nach Dammam verbunden.

Lufthansa (LH)
bietet direkte Flugverbindungen von Frankfurt und München nach Riad.

U.a. Air France (AF), Swiss International (LX) und KLM fliegen ebenfalls Saudi-Arabien an.

Flugzeiten

Frankfurt - Jeddah: 5 Std. 15 Min.; Frankfurt - Riad: 5 Std; Wien - Dhahran: 6 Std. 30 Min.; Wien - Jeddah: 5 Std. 50 Min. (mit Umsteigen); Wien - Riad: 4 Std. 20 Min.; Zürich - Dhahran: 7 Std. 20 Min. (mit Umsteigen); Zürich - Jeddah: 5 Std. 40 Min. (mit einer Zwischenlandung); Zürich - Riad: 4 Std. 40 Min.

Airpässe

Mit dem Visit Middle East Pass der Allianz Oneworld können Reisende beliebig viele Flüge (mindestens 3 Flüge) bei den teilnehmenden Fluggesellschaften British Airways, Cathay Pacific, Qatar Airways und Royal Jordanian buchen und die folgenden 12 Länder bereisen: Ägypten, Bahrain, Iran, Irak, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi Arabien, Qatar und Vereinigte Arabische Emirate.

Ausreisegebühr

50 RI (Kinder unter 2 Jahren und Haj- oder Umrah-Pilger sind ausgenommen).

Anreise mit dem Pkw

Pkw: Die Hauptverbindungsstraßen im Fernverkehr führen von Amman (Jordanien) nach Dammam, Medina und Jeddah. Darüber hinaus gibt es Straßen nach Jemen (von Jeddah), Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie eine Dammstraße zwischen Al Khobar und Bahrain.

Bus:
Die Saudi Arabian Public Transport Company (SAPTCO) bietet Busverbindungen zwischen Saudi-Arabien und Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Weitere Busverbidnungen nach Ägypten, Jordanien, Katar, Syrien und in die Türkei.

Taxis gibt es in allen größeren Städten; sie haben Taxameter, deren Tarife von der Regierung vorgeschrieben sind. Für längere Strecken sollte man den Preis dennoch im Voraus vereinbaren. Viele Fahrer außerhalb von Riad und Jeddah sprechen kein Englisch.

Anreise mit dem Schiff

Die größten internationalen Passagierhäfen sind Dammam (am Golf) sowie Jeddah und Yanbu (Rotes Meer).

Eine Passagierfähre verbindet Saudi-Arabien mit Ägypten.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Es gibt viele Verkehrsflughäfen, und Flugzeuge sind bei weitem das beste Verkehrsmittel für Reisen innerhalb des Landes. Saudia (SV) verbindet die größeren Städte miteinander. Während der Hadsch gibt es zahlreiche Sonderflüge von und nach Jeddah.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das über 150.000 km lange Straßennetz, das weiter ausgebaut wird, verbindet die größeren Städte und die ländlicheren Regionen. Die meisten Hauptstraßen sind ausgezeichnet. U.a. verbindet eine Schnellstraße Jeddah mit Medina und eine relativ gute Straße führt von Jeddah nach Dammam. Die Straße, die sich an den Hängen bei Taif und Mekka hinabwindet, ist ein Meisterwerk der Straßenbaukunst.

Allerdings kann das Fahren in der östlichen Provinz schwierig sein. Die Klärung der Schuldfrage bei Verkehrsunfällen ist äußerst willkürlich, und zahlreiche Verkehrsverstöße werden automatisch mit Gefängnisstrafen geahndet. Da man als Ausländer eher geduldet als willkommen ist, sollte man besonders vorsichtig und vorschriftsmäßig fahren. Frauen dürfen öffentlich nicht Fahrrad fahren. Nicht-Muslime dürfen Medina und Mekka und die unmittelbare Umgebung nicht betreten; die Polizei weist Besucher auf die spezielle Ringstraße hin, die als »Christliche Umgehungsstraße« bekannt ist.

Bus:
Planmäßiger Buslinienverkehr der SAPTCO im Fern- und Nahverkehr. Teilweise werden klimatisierte Doppeldeckerbusse eingesetzt. Alle Busse müssen einen abgeschirmten Teil für weibliche Passagiere haben.

Taxis
stehen in den Städten zur Verfügung, allerdings ist die Benutzung verhältnismäßig teuer. Taxameter sind selten, und man sollte den Fahrpreis im Voraus vereinbaren.

Mietwagen
kann man bei den größeren internationalen Autovermietern erhalten (Mindestalter 25 Jahre).

Unterlagen:
Der landeseigene Führerschein mit beglaubigter arabischer Übersetzung gilt bis zu 3 Monaten. Internationaler Führerschein (mit Übersetzung) wird empfohlen. Frauen dürfen nicht zusammen mit Männern fahren, mit denen sie weder verwandt noch verheiratet sind. Inzwischen dürfen Frauen selbst ans Steuer.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Die Hauptverbindung der Saudi Railways Organisation verläuft von Riyadh nach Dammam über Harad, Hofuf und Dhahran. Auf ihr verkehren täglich klimatisierte Züge mit Speisewagen. Eine weitere Strecke besteht zwischen Riad und Hofuf.

Der Hochgeschwindigkeitszug Al Haramain verbindet Mekka und Medina (Fahrtdauer: 2 Std.).

Es gibt drei Klassen. Kinder unter vier Jahren fahren umsonst, Kinder im Alter von vier bis elf Jahren bezahlen die Hälfte. Frauen dürfen nur in Begleitung ihres Ehemannes oder eines männlichen Verwandten reisen.

Unterwegs mit dem Schiff

An beiden Küsten kann man Dhaus für Ausflüge mieten. Eine schnelle Autofähre verbindet regelmäßig Duba und Hurghada.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Mon, 10 Dec 2018 13:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Mon, 10 Dec 2018 13:29:51 +0100)

Letzte Änderungen:
Medizinische Hinweise

Aktuelle Hinweise

Seit Anfang November 2017 kommt es immer wieder zu‎ Raketenangriffen auf die Hauptstadt Riad, Abha und Jizan. Die Angriffe konnten weitestgehend schadlos abgefangen werden, jedoch sind diese weiterhin auch auf andere Ziele nicht gänzlich auszuschließen.
Reisende werden gebeten, die lokalen Medien zu verfolgen und Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt zu befolgen, siehe auch Landesspezifische Sicherheitshinweise.

Am 5. Juni 2017 hat Saudi-Arabien die diplomatischen Beziehungen zu Katar mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Der Landverkehr zwischen beiden Staaten ist unterbrochen, die Grenzübergänge sind auch für Ausländer geschlossen. Der Luft- und Seeverkehr zwischen den beiden Staaten ist seit bis auf weiteres eingestellt, katarischen Gesellschaften wurde darüber hinaus die Nutzung des saudischen Luftraums untersagt.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Von Reisen in das Grenzgebiet zum Jemen und von nicht unbedingt notwendigen Reisen in den Bezirk Qatif und dort insbesondere die Stadt Awamia in der Ostprovinz wird dringend abgeraten.
Es wird zudem dringend davon abgeraten, in der Ostprovinz während der Freitagsgebete, Moscheen zu besuchen.
Reisende sollten Menschenansammlungen in jedem Fall meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge leisten.

Auswirkungen des Jemenkonflikts
Seit Ende März 2015 beteiligt sich Saudi-Arabien an einer internationalen Koalition zur Unterstützung der jemenitischen Regierung gegen Rebellen und fliegt im Rahmen dieser Koalition auch Luftangriffe im Jemen. In der Folge haben sich die Spannungen an der jemenitisch-saudischen Grenze verschärft und es ist dort wiederholt zu einzelnen, lokal begrenzten Kampfhandlungen, u.a. gegen die Stadt Najran gekommen.
Im Südwesten des Landes schlugen seit Beginn des Konflikts Raketen aus Jemen ein. Besonders betroffen sind militärische Einrichtungen in der Provinz Najran, Provinz Asir, Provinz Jazan.
Auch die Provinzen Al Bahah, Mekka und Riad waren und können weiterhin – wie aus Jemen angekündigt - Ziel von Raketenangriffen sein. Angesichts vergrößerter Reichweiten der genutzten Raketen sind Angriffe auch auf andere Provinzen nicht auszuschließen.

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Saudi-Arabien ist weiterhin von der Möglichkeit terroristischer Anschläge geprägt.
Obwohl die saudischen Sicherheitskräfte in den letzten Jahren bemerkenswerte Erfolge im Kampf gegen terroristische Gruppen wie Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAH) und den IS erzielen, ist die Bedrohungslage weiterhin hoch.
In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Anschlägen, die Sicherheitskräfte, Regierungsgebäude und schiitische Einrichtungen zum Ziel hatten und bei denen saudische Sicherheitskräfte ums Leben kamen. Deutsche Staatsangehörige waren bisher weder von Drohungen noch von Übergriffen betroffen. Dennoch wird empfohlen, stets wachsam zu sein, besondere Vorsicht walten zu lassen und sich über die Medien über die aktuelle Bedrohungslage zu informieren.

Reisen über Land
Die saudi-arabischen Behörden verbieten Reisen in die Wüste (Durchquerung der Rub al-Khali) aus Sorge um die Sicherheit ausdrücklich. Aus Gründen der Sicherheit verlangt das saudi-arabische Außenministerium Reisen zu touristischen Orten innerhalb Saudi-Arabiens vorher bei den Sicherheitsbehörden anzukündigen, damit Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können.
Insbesondere für den Besuch von archäologischen Stätten verlangen die saudischen Behörden die Anwesenheit von Sicherheitskräften. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt auf mit der General Commission for Tourism & Antiquities.

Kriminalität
Die Kriminalitätsrate steigt, bewegt sich jedoch auf vergleichbar niedrigem Niveau. In Riad wurden einige Fälle von Carjacking bekannt.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur/Straßenverkehr
Saudi-Arabien ist kein touristisches Reiseland. Visa für Individualtouristen werden nicht erteilt. Transitreisen auf dem Landweg (beispielsweise in die Vereinigten Arabischen Emirate) sind nicht möglich. Es gibt nur einen sehr eingeschränkten Auslandstourismus - vorwiegend aus arabischen Nachbarländern. Einige wenige Gruppenreisen mit Reiseleitung aus westlichen Ländern sind jedoch möglich.
Es gibt ein Inlandsflugnetz und eine Eisenbahnverbindung zwischen Riad und Dammam sowie Busverbindungen. In den Städten gibt es praktisch keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern nur Taxis und Mietwagen.
Der Zustand der Straßen ist in den Städten und zwischen großen Ballungszentren sehr gut. Ausschilderungen sind fast ausschließlich in Arabisch, wegen der Verkehrsverhältnisse ist das Selbstlenken von Fahrzeugen für Reisende nicht empfehlenswert.

Führerschein
Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Besondere Verhaltenshinweise
Es bestehen strenge Kleidungs- und Verhaltensvorschriften, die nach dem konservativen wahhabitischen Islamverständnis ausgelegt werden. Die in Saudi-Arabien geltenden gesellschaftlichen Regeln sollten beachtet, insbesondere auffällige Kleidung und Zurschaustellung oder gar Verteilung christlich-religiöser Symbole vermieden werden.
Große Menschenmengen und Versammlungen sollten insbesondere nach den Freitagsgebeten (muslimisches Wochenende) gemieden werden.

Ramadan
Während des Fastenmonats Ramadan ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Bezug auf die Einhaltung islamischer Traditionen zu rechnen. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten, sollten auch Nichtmuslime darauf achten, keine religiösen Gefühle zu verletzen. Es wird daher empfohlen, tagsüber vom Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit Abstand zu nehmen. Frauen sollten während dieser Zeit in der Öffentlichkeit weiterhin einen bodenlangen, schwarzen Umhang und Kopftuch tragen.

Hinweise für Doppelstaater
Reisende (auch minderjährige Kinder), die neben der deutschen zugleich auch die saudi-arabische Staatsangehörigkeit besitzen (etwa durch Abstammung von einem Elternteil mit saudi-arabischer Staatsangehörigkeit), werden entsprechend der allgemeinen internationalen Praxis in Saudi-Arabien ausschließlich als Staatsangehörige Saudi-Arabiens behandelt. Personen mit einer solchen doppelten Staatsangehörigkeit unterliegen uneingeschränkt den saudi-arabischen Gesetzen, sobald sie sich in Saudi-Arabien aufhalten (u.a. familienrechtliche Bestimmungen). Nach dortigem Recht dürfen minderjährige Kinder (unter 21 Jahren) ohne Zustimmung des (saudi-arabischen) Vaters nicht ausreisen.
Konsularische Hilfe durch die deutsche Botschaft ist für diesen Personenkreis in aller Regel nicht möglich.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der saudische Riyal (SAR). Kreditkarten sind weit verbreitet, Bargeld kann an Geldautomaten mit Bank- und Kreditkarten abgehoben werden. Es empfiehlt sich dennoch die Mitnahme von Euro- und US-Dollar.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen bei Einreise bzw. Visumsbeantragung noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum
Für deutsche Staatsangehörige besteht für Saudi-Arabien Visumspflicht. Die Vorlage einer Einladung nach Saudi-Arabien ist für die Beantragung eines Visums erforderlich.

Grundsätzlich benötigen Geschäftsreisende ein Schreiben ihres Unternehmens, das von der Industrie- und Handelskammer (IHK) bzw. der Handwerkskammer in Deutschland beglaubigt ist, und ein von der lokalen Handelskammer in Saudi-Arabien beglaubigtes Einladungsschreiben des saudischen Partners. Sie können stattdessen auch die Zustimmung der saudischen Investitionsförderungsgesellschaft (SAGIA) vorlegen.

Es besteht gegebenenfalls auch die Möglichkeit der Erteilung eines Visums durch SAGIA. Dies ist auch von Drittländern aus möglich. Es ist empfehlenswert, nähere Informationen hierzu unter www.sagia.gov.sa einzuholen.

Für mehrmalige Einreise kann ein Jahresvisum an Geschäftsleute, Investoren und Firmenbeauftragte erteilt werden, die ihre saudi-arabischen Geschäftspartner besuchen möchten. Nach Mitteilung der saudi-arabischen Botschaft gelten als Geschäftsleute Firmenbesitzer, Vorstandsvorsitzende, Vorstandsmitglieder, Firmenvertreter und Generaldirektoren. Diese Regelung bezieht sich sowohl auf Männer als auch auf Frauen. Für diese Personen ist keine Einladung durch eine saudi-arabische Firma erforderlich.

Für die kleine und große Pilgerfahrt werden besondere Einreisevisa von den saudischen Behörden erteilt. Während der Pilgerzeit gelten für die Einreise von Pilgern besondere Gesundheits- und Hygienebestimmungen (siehe medizinische Hinweise). Mit diesen Visa ist es allerdings nicht möglich, außerhalb Mekkas und Medinas zu reisen oder etwa eine Ehe zu schließen.

Zur Frage der Einreise nach Saudi-Arabien mit einem Pass, der israelische Einreisestempel enthält, wird um direkte Kontaktaufnahme mit der Botschaft Saudi-Arabiens in Berlin gebeten.

Ein HIV-Test wird dann verlangt und auch durchgeführt, wenn ein Langzeit- (Arbeits-) Visum beantragt wird. Ist der HIV-Test positiv, wird das Visum nicht erteilt.

Arbeitsaufnahme
In Einzelfällen ist es in Mitgliedsstaaten des Golfkooperationsrats vorgekommen, dass dort ansässige deutsche Staatsangehörige an der Ausreise gehindert wurden. Ein häufiger Grund sind arbeitsrechtliche Meinungsverschiedenheiten, die den Arbeitgeber („Sponsor") veranlassen, die zuständigen Behörden um die Verhängung von aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen i. S. einer „Ausreisesperre" (engl. „travel ban") auch außerhalb von Gerichtsverfahren zu ersuchen. Auch die Nichterfüllung finanzieller Forderungen durch den Arbeitnehmer hat in der Vergangenheit zur Verwehrung der Ausreise geführt. Es wird daher empfohlen, sich vor Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses bzw. Beginn einer Geschäftstätigkeit über die geltende Rechtslage zu informieren.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Ein- bzw. Ausfuhr von Bargeld, konvertierbaren Mitteln, Edelmetallen und Edelsteinen: diese müssen vor der Einreise deklariert werden, wenn ihr Gesamtwert 60.000,- Saudi Riyal (ca. 12.000,- Euro) überschreitet. Hierzu muss beim Zoll eine Zollerklärung („Declaration Form") des saudi-arabischen Ministeriums für Finanzen ausgefüllt werden (Angabe von Reisegründen, Persönliche Daten, Art und Höhe der eingeführten Werte).

Die Einfuhr von Alkohol, Waffen und Schweinefleisch ist strengstens verboten.

Harte Strafen bei Einfuhr von natürlichen und künstlichen Drogen aller Art - u. a. auch Captagon-Tabletten - (auch bei geringen Mengen kann die Todesstrafe drohen) und pornografischen Materials. Als pornografisches Material wird jegliche Darstellung von körperlicher Freizügigkeit, auch auf DVDs und CDs, angesehen.

Bei der Einfuhr von Bibeln, Koranen und religiösen Schriften kann es an der Grenze zu erheblichen Schwierigkeiten und Beschlagnahmen kommen.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Das kaum kodifizierte saudi-arabische Strafrecht beruht auf der islamischen Scharia hiesiger Auslegung mit den bekannten, ggf. bis hin zu Prügel- und sonstigen Körperstrafen und Amputationen reichenden Strafsanktionen. Drogen- und Alkoholbesitz sind strafbar, bei Drogenbesitz kann die Todesstrafe verhängt werden. Prostitution und homosexuelle Handlungen werden in Saudi-Arabien nach Ermessen des Richters mit Freiheitsentzug und/oder Stockschlägen bestraft, ggfs. kann auch die Todesstrafe verhängt werden.

Uneinheitlich angewendetes Fotografierverbot
Das Fotografieren von Sicherheitseinrichtungen, Fahrzeugen oder Personen aus dem Sicherheitsbereich kann zur Festnahme führen. Menschen sollten nicht ungefragt fotografiert werden. Ein ausdrückliches Fotografierverbot besteht in und um die beiden Heiligen Moscheen. Grundsätzlich muss damit gerechnet werden, dass bei unerlaubtem Fotografieren Kamera und Filme bzw. Speicherkarten konfisziert werden.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert, siehe www.who.int. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt. Des Weiteren ist der Nachweis einer tetravalenten (ACWY) Meningokokkenimpfung für alle Pilger im Rahmen der Hadsch- und Umrah-Pilgerfahrt erforderlich, die nicht älter als drei Jahre und frischer als 10 Tage sein darf.
Reisende, die aus einem Poliomyelitis-Endemiegebiet einreisen, müssen eine Impfung gegen Kinderlähmung nachweisen, die nicht länger als vier Wochen vor Einreise zurückliegen darf.

Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe http://www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen wird Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.

Die Impfvorschriften für Reisende aus bestimmten Ländern können sich auch kurzfristig ändern, daher wird eine Rücksprache mit der jeweiligen Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien empfohlen. Weitere Informationen können unter www.hajinformation.com abgerufen werden.

Dengue-Fieber
Dengue wird an der Westküste, inklusive der Hafenstadt Djidda, durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien (s.u.).

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Die Städte Djidda, Mekka, Medina und Taif gelten als malariafrei.
Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Ein minimales Risiko besteht ganzjährig in ländlichen Provinzen im Südwesten (P. falciparum 99 %, P. vivax 1 %). Die Städte Jeddah, Riad, Mekka, Medina und Tarif sind malariafrei.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) oder die Mitnahme einer Stand-By-Medikation sinnvoll.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Chloroquin, Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

MERS (Middle East Respiratory Syndrome)
MERS ist eine Infektionskrankheit, die seit 2012 in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen auslöst. Ursache ist ein Corona-Virus (MERS-CoV), dessen Biologie noch nicht ganz geklärt ist. Kamele scheinen die Überträger auf den Menschen zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken. Die Prophylaxe-Empfehlungen für Reisende konzentrieren sich deshalb darauf, unnötige Kontakte mit Tieren zu meiden. 

Weitere Infektionskrankheiten
Es kommen einige weitere durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionserkrankungen vor, aber bei Reisenden insgesamt selten (z.B. Leishmaniasis, Phlebotomus Fieber, Filariose, Rift Valley Fieber). Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz, lange Kleidung). Durch den Verzehr von nicht pasteurisierten Milchprodukten kann Brucellose übertragen werden. Bilharziose ist in einigen Oasen, auch in der Umgebung von Riad, endemisch. Dort Süßwasserkontakt unbedingt meiden.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in Riad, Djidda und Mekka gut. In anderen Landesteilen, auch in größeren Städten, ist das Niveau nicht immer verlässlich gesichert. Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend empfehlenswert.

Für Ausländer sind nur private Gesundheitseinrichtungen frei zugänglich. Das staatliche Gesundheitswesen kann in der Regel nur in wirklichen Notfallsituationen und zur Erstbehandlung in Anspruch genommen werden.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe z.B.: www.dtg.org oder www.frm-web.de.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
Andere EU-LänderJaJaJa
SchweizJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
DeutschlandJaJaJa
TürkeiJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und zwei gegenüber liegende freie Seiten enthalten.

Alle Reisepässe müssen maschinenlesbar sein.

Anmerkung zum Reisepass

Visabestimmungen können sich kurzfristig ändern. Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Allein reisende Frauen müssen am Flughafen vom Ehemann/Gastgeber abgeholt werden oder eine bestätigte Buchung zum Bestimmungsflughafen in Saudi-Arabien vorweisen können. Falls sie vom Gastgeber abgeholt werden, sollte man bedenken, dass Frauen in der Regel nicht mit Männern, mit denen sie weder verwandt noch verheiratet sind, im gleichen Auto fahren dürfen. Einzelheiten von der zuständigen konsularischen Vertretung.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Kosten

Geschäftsvisum (nur für Männer):
160 € (Konsulargebühr) (einmalige Einreise) + 60 € (Providergebühr) = 220 €; 


Visum für "Working Visit" bzw Familienbesuch:
160 € (Konsulargebühr) (einmalige Einreise + mehrmalige Einreise) + 60 € (Providergebühr) = 220 €.

Schweiz

Geschäftsvisum (nur für Männer) bzw. Besuchsvisum:
54 CHF (einmalige Einreise); 
136 CHF (mehrmalige Einreise).

Visaarten und Kosten

Geschäftsvisum (90 Tage gültig), Visum für eine vorübergehende Arbeitsaufnahme, Transit-, Einfach- oder Mehrfachvisum (für Verwandtenbesuche).

Visa für Individualtouristen sind nicht erhältlich. 

Transitvisa sind 3 Tage gültig. Transit über den Landweg ist nicht möglich.

Für die kleine (Umrah) und die große Pilgerfahrt (Hadsch) werden besondere Einreisevisa von den saudischen Behörden erteilt.

Transit

Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 18 Stunden weiterfliegen, ein bestätigtes Rück-/Weiterflugticket und gültige Reisedokumente vorweisen können und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Mit Ausnahme von Saudi Arabian Airlines, mit der zwei Zwischenstopps in Saudi-Arabien gestattet sind, darf im Rahmen der visumfreien Durchreise nur eine Zwischenlandung erfolgen.

Antrag

Persönlich 10-14 Tage vor Abreise bei der Konsularabteilung der Botschaft bzw. bei den Visa-Service-Zentren in Berlin, Frankfurt, Genf oder Bern bei der Visa-Agentur VFS TASHELL. Ein persönlicher Termin bei den Konsularprovidern in Deutschland bzw. in der Schweiz muss vorab online unter https://www.vfstasheel.com/VFSTasheel/opsys/auth/login vereinbart werden.

Visabeschaffungsagenturen /Konsularprovider beantragen beim saudischen Außenministerium die für den Visumantrag notwendige Genehmigungsnummer (E-Nummer).

Hinweis:
Visumanträge für Geschäftsvisa sind entweder online auf der Internetseite des Saudi-Arabischen Außenministeriums (Internet: www.mofa.gov.sa unter "Electronic Services") herunterzuladen oder über eine Visa-Agentur in Berlin, Frankfurt, Genf oder Bern einzureichen. Touristen-Visa werden vom Reiseveranstalter organisiert.

Antrag erforderlich

Besuchervisum:
(a) 1 Antragsformular (Beim Punkt „Ankunftsort“ muss angegeben werden, ob der Reisende auf dem Land- oder Luftweg einreist).
(b) 2 identische, aktuelle Passfotos im EU-Format in Farbe mit weißem Hintergrund, Brillenträger ohne Brille.
(c) Maschinenlesbarer Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und zwei gegenüber liegende freie Seiten enthält.
(d) Gebühr (Barzahlung während des persönlichen Gespräches).
(e) Vom Außenministerium beglaubigtes Einladungsschreiben einer Kontaktperson in Saudi-Arabien.
(f) Genehmigung des Saudi-Arabischen Außenministeriums (es wird eine Genehmigungsnummer erteilt).

(g) Aktuelles Führungszeugnis im Original.
(h) Ggf. Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die noch mindestens 6 Monate gültig ist. Ausländische EU-Bürger benötigen ihre Meldebescheinigung für ihren Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
 

Geschäftsvisum (nur Männer):
(a)-(h).
(i) Angaben über Reisezweck und -dauer.
(j) Übernahmeerklärung der Reise- und Aufenthaltskosten durch die Firma und Anschrift des Geschäftspartners in Saudi-Arabien.
(k) Offizielles Empfehlungsschreiben bzw. Einladungsreferenz, beglaubigt durch die saudische Industrie- und Handelskammer (Internet: https://enjazit.com.sa). Bezahlung der Beglaubigungsgebühr durch den saudischen Geschäftspartner.
(l) Ein Schreiben des Unternehmens, das von der IHK beglaubigt ist, und ein von der IHK in Saudi-Arabien beglaubigtes Einladungsschreiben des saudischen Partners oder die Zustimmung der saudischen Investitionsförderungsgesellschaft SAGIA (Internet: www.sagia.gov.sa).

(m) Beglaubigte Kopien von Qualifikationsnachweisen. Die Originale müssen bei der Beantragung legalisiert sein.

(n) Abschlusszeugnis in Kopie.

(o) Beglaubigte Bestätigung, dass  die beschriebene Stelle im Unternehmen ausgefüllt wurde.

(p) Befähigungsnachweis.


 

Muslime: Wenn der Antragsteller nicht in einem islamischen Land geboren ist, ist eine Islambescheinigung erforderlich.

Temporärer Wohnsitz

Anfragen an die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Bearbeitungsdauer

2-3 Arbeitstage. Anträge sollten 10-14 Tage vor der geplanten Abreise gestellt werden.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Eine Meldepflicht besteht für Ausländer, die nach Saudi-Arabien ziehen und ein Visum für einen Aufenthalt von mehr als 30 Tagen oder ein Arbeitsvisum haben. Sie müssen sich innerhalb von 3 Tagen bei der zuständigen Polizeidienststelle anmelden. Dazu benötigen sie 3 Passbilder (nur schwarz-weiß). Die Bearbeitungsgebühr beträgt ca. 500 S.Rls. Ein Dolmetscher ist empfehlenswert. 
 

Auf Reisen innerhalb von Saudi-Arabien oder mit einem Fahrzeug in die Nachbarländer müssen ausländische Arbeitnehmer neben Reisepass und Visum ein Schreiben (Travel Letter) ihres Arbeitgebers (saudischer Sponsor) mit sich führen, in dem ihre Reiseziele gelistet sind. Das Schreiben muss Stempel von der Chamber of Commerce und der örtlichen Polizeidienststelle tragen.
 

Benötigte Dokumente bei der Einreise

 Gültige Rück- bzw. Weiterreisetickets.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Eigener (Kinder-)Reisepass.

Österreicher: Eigener maschinenlesbarer Reisepass.

Schweizer: Eigener maschinenlesbarer Reisepass.

Türken: Eigener maschinenlesbarer Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreisebeschränkungen

Die Regierung verweigert u.a. folgenden Personen die Einreise und den Transit: 

  • Israelischen Staatsbürgern. (Staatsbürgern anderer Staaten mit israelischen Sichtvermerken im Reisepass sollten bei der Einreise jedoch keine Probleme entstehen. Es ist in jedem Fall ratsam, die Botschaft diesbezüglich zu kontaktieren.)
  • Reisenden, die nicht angemessen gekleidet oder offensichtlich angetrunken sind. Das Mitführen von Alkohol ist verboten. 

Die Einreise über den Flughafen in Jeddah ist während der Pilgerfahrtsaison nur eingeschränkt möglich (Reisende mit Geschäftsvisum dürfen dort z.B. nur einreisen, wenn sie nachweislich nicht muslimisch sind.)

Ausreisegenehmigung

Nur Reisende mit Aufenthaltserlaubnis (residence permit) benötigen eine Ausreisegenehmigung.
 
 

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und zwei gegenüber liegende freie Seiten enthalten.

Alle Reisepässe müssen maschinenlesbar sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
Gelbfieber1
CholeraNein
Typhus & Polio2
Gesundheitszeugnis erforderlich
Malaria3-
Essen & Trinken

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist in Riad, Jeddah und Mecca gut. Auf dem Land ist sie jedoch mit Europa nicht zu vergleichen und ist gelegentlich - auch in der Stadt - bei scheinbar moderner Einrichtung hygienisch oder personell problematisch. Vielfach fehlen auf dem Land auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke kann mitgenommen werden, muss dann aber unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Hinweis: Pilger müssen bei der Einreise einen wirksamen Impfschutz gegen Meningokokken, sowie bei Einreise aus einem Staat mit Polio-Vorkommen einen Polioimpfschutz, nachweisen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende, die den Flughafen in Saudi-Arabien nicht verlassen.

[2] Für alle Personen unter 15 Jahren, die nach Saudi-Arabien einreisen und aus Ländern kommen in denen das Polio-Wildvirus gemeldet wird, müssen eine gültige Polio-Impfung vorweisen, für die der Nachweis in der Regel bereits bei Beantragung des Visums gefordert wird. Auch für die Wiedereinreise nach Saudi-Arabien nach Aufenthalt in einem Land mit Polio-Wildvirus-Vorkommen gilt diese Vorschrift.

[3] Malariaschutz gegen die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum ist ganzjährig in den meisten der südwestlichen Regionen (ausgenommen sind die höheren Lagen der Provinz Asir) sowie in bestimmten ländlichen Gebieten der westlichen Regionen erforderlich. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist in der Regel nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen der zentralen und westlichen Provinzen, in den Oasen Taif, Tbuk, Wadi Fatima, Qisan und in der Umgebung von Riad vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Es kommt vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist unklar. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. Enger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden.

Das durch Mückenstich übertragbare Dengue-Fieber kommt vor allen in Djidda und den Küstenregionen im Westen vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weltweit ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Arabische Länder wie Saudi-Arabien werden erst jetzt verzögert und zahlenmäßig noch relativ gering betroffen. Die bekannten Risiken sollte man auch hier meiden.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden. Für Pilger und Saisonarbeiter gelten bei der Einreise zum Hajj spezielle Impfvorschriften. In der Regel wird eine Meningokokken-Impfung mit einem tetravalenten Impfstoff verlangt; sie ist vom 10. Tag nach der Applikation für 3 Jahre gültig (und wirksam).

Tuberkulose kommt vor. Eine Impfung gegen Tuberkulose sollte bei besonderer Exposition erwogen werden.

Gesundheitszeugnis

Für eine Arbeitserlaubnis ist ein negativer HIV-Test in englischer Sprache (Formular auf Anfrage über die Botschaft) erforderlich. Das Mitführen einer arabischen Übersetzung ist ratsam.

Geld

Währung

1 Saudi-Arabischer Riyal = 100 Halalah. Währungskürzel: RI, SAR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 500, 200, 100, 50, 20, 10, 5 und 1 RI; Münzen sind im Wert von 100, 50, 25, 10 und 5 Halalah im Umlauf.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie American Express, Mastercard, Diners Club und Visa werden landesweit akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

Bankkarten
 
Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann an Geldautomaten mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein. Die Akzeptanz von Reiseschecks nimmt stetig ab, weshalb eine alternative Geldversorgung empfehlenswert ist.

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Mi 08.30-12.00 und 17.00-20.00 Uhr, Do 08.30-12.00 Uhr. Wechselstuben haben länger geöffnet.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen bei der Ein- und Ausfuhr der Landeswährung. Einfuhr von Fremdwährungen bis zum Gegenwert von 60.000 RI möglich, bei höheren Beträgen Deklarationspflicht (detailliertes Formular des saudi-arabischen Finanzministeriums). Unbeschränkte Ausfuhr von Fremdwährungen.
Die israelische Währung darf nicht eingeführt werden.

Geldwechsel

Fremdwährungen können in Banken und Wechselstuben umgetauscht werden.

Wechselkurse

EUR1 = SAR3.92
GBP1 = SAR4.65
USD1 = SAR3.75

Sprache

Überblick

Die offizielle Amtssprache ist Arabisch. Englisch ist als Wirtschafts- und Verkehrssprache wichtig und weit verbreitet. Viele Saudis absolvieren ein Studium an einer der großen Universitäten im Ausland, wie z.B. Oxford oder Harvard. Deutsch, Französisch und Japanisch sind als Fremdsprachen verbreitet. Verkehrsschilder sind in der Regel sowohl auf Arabisch als auch auf Englisch beschriftet.

Arabisch wird weltweit von etwa 320 Mio. Menschen als Muttersprache gesprochen, weitere 60 Mio. Menschen sprechen es als Zweitsprache. Wegen seiner Bedeutung als Sakralsprache im islamischen Glauben hat sich Arabisch zu einer Weltsprache entwickelt. Es ist neben Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch eine der sechs Amtssprachen der Vereinten Nationen. Außer in Saudi-Arabien ist Arabisch auch Amtssprache u.a. in Ägypten, Algerien, Bahrain, Eritrea, Israel, Irak, Jemen, Kata, Somalia, Sudan, Tunesien sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten, wobei sich die lokalen Dialekte mitunter sehr voneinander unterscheiden. Der Kairoer Dialekt gilt aufgrund der großen ägyptischen Filmproduktion als allgemein verständlich. Hocharabisch wird nur selten als mündliches Kommunikationsmittel verwendet, wie etwa beim Verlesen der Nachrichten oder bei Gottesdiensten.

Schriftsprache für alle Dialekte ist das geschriebene Hocharabisch. Geschrieben wird von rechts nach links. Im arabischen Alphabet gibt es nur Konsonanten und Langvokale. Arabisch ist eine der Kurrentschriften, d.h. die einzelnen Buchstaben eines Wortes werden miteinander verbunden.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 23 Sep Nationaler Feiertag

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Saudi-Arabien eingeführt werden (ohne Altersbegrenzung):

600 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak;
eine kleine Menge Parfüm für den persönlichen Bedarf;
eine kleine Menge Zuchtperlen für den persönlichen Bedarf.
Alle Waren, außer persönliche Gegenstände und Kleidung für die Reise, sind zu verzollen. Kameras und Laptops sind zollpflichtig; wenn man diese Artikel innerhalb von 90 Tagen wieder ausführt, wird der Betrag zurückerstattet.

Verbotene Importe

Alkohol, Schweinefleisch und dessen Erzeugnisse, alle anderen Nahrungsmittel, Arzneimittel mit Betäubungswirkung (u. a. auch Captagon-Tabletten), pornographisches Material, Waffen sowie Artikel, die von der Arabischen Liga verboten sind (eine genaue Liste ist von der Botschaft erhältlich).
Drogenschmuggel und -handel wird mit der Todesstrafe geahndet.

Kontaktadressen

Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien

Generalkonsulat in Frankfurt/M.

+49 (0) 30 889 25 00.

http://embassies.mofa.gov.sa/sites/Germany/EN/Pages/default.aspx

http://embassies.mofa.gov.sa/sites/Germany/EN/Pages/default.aspx

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.

Tiergartenstraße 33-34

D-10785 Berlin

Germany

Konsularprovider VFS Tasheel International

+49 (0) 30 60 93 58 25.

http://www.vfstasheel.com

http://www.vfstasheel.com

Hotline: Mo-Fr 14.00-17.00 Uhr. Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-16.00 Uhr.

Baseler Str. 44-48 Ecke Gutleutstr. 80

D-60329 Frankfurt

Germany

Konsularprovider VFS Tasheel International

+49 (0) 30 60 93 58 25.

http://www.vfstasheel.com

http://www.vfstasheel.com

Hotline: Mo.-Fr. 14.00-17.00 Uhr. Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-16.00 Uhr.

Jägerstr. 41

D-10117 Berlin

Germany

Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien

+41 (0) 31 352 15 55/56.

http://embassies.mofa.gov.sa/sites/Germany/en/Pages/default.aspx

http://embassies.mofa.gov.sa/sites/Germany/en/Pages/default.aspx

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.

Kirchenfeldstrasse 64

CH-3005 Bern

Switzerland

Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien

+43 (0) 1 367 25 31.

http://embassies.mofa.gov.sa/sites/Austria/en/Pages/default.aspx

http://embassies.mofa.gov.sa/sites/Austria/en/Pages/default.aspx

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Do 10.00-12.00 Uhr, Fr 10.00-11.30 Uhr.

Formanekgasse 38

A-1190 Wien

Austria

Konsularprovider VFS Tasheel International

+41 767 55 55 60.

http://www.vfstasheel.com

http://www.vfstasheel.com

Hotline: Mo-Fr 13.00-15.00 Uhr. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00-14.00 Uhr.

Rue Chantepoulet 1-3

CH-1201 Genf

Switzerland

Konsularprovider VFS Tasheel International

+41 767 55 55 60.

http://www.vfstasheel.com

http://www.vfstasheel.com

Hotline: Mo-Fr 13.00-15.00 Uhr. Öffnungszeiten: 10.00-14.00 Uhr.

Weststrasse 2

CH-3005 Bern

Switzerland

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Termine müssen im Voraus vereinbart werden. Visitenkarten sollten auf der Rückseite eine arabische Übersetzung tragen. Wochenende ist am Freitag und Samstag.


Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: So-Do 08.00-12.00 und 15.00-18.00 Uhr (Ramadan 20.00-01.00 Uhr) mit einigen regionalen Unterschieden (z. B. Dhahran: Sa-Mi 07.00-11.30 und 13.00-14.30 Uhr). Freitags von 08.00-12.00 Uhr.
Behörden: So-Do 07.30-14.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft von Saudi-Arabien
Tiergartenstraße 33-34, D-10785 Berlin
(nur schriftliche Anfragen).

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Riyadh Chamber of Commerce and Industry, (Industrie- und Handelskammer)
PO Box 596, 11421 Riyadh
Tel: (01) 404 00 44.
Internet: www.riyadchamber.com

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 00966. Das moderne Telekommunikationsnetz des Landes ist mit Satelliten-, Mikrowellen- und Kabelsystemen ausgestattet. Hotels oder Appartements bieten oft einen Festnetzanschluss, jedoch sind internationale Anrufe meist sehr teuer. Die nationale private Telefongesellschaft heißt Saudi Telecom Company (STC). Notrufnummern sind: Polizei 999, Feuerwehr 998 und Rettungswagen 997.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber u.a. Saudi Telecom Company (STC) (Internet: www.stc.com.sa) und Etisalat (Internet: www.emirates.net.ae). Internationale Roaming-Verträge bestehen. Die Netzabdeckung ist fast überall gut. Am Flughafen kann man eine eigene Mobiltelefonnummer beantragen und eine Prepaid-SIM-Karte kaufen. 

Internet

Das Post- und Telekommunikationsministerium bietet Interneteinrichtungen in den meisten Städten. Zugang zum Internet gibt es in vielen Hotels und in den größeren Städten gibt es Internet-Cafés. Hauptinternetanbieter sind Prime Net und Etisalat (Internet: www.etisalat.ae/nrd/en/index.jsp). Zahlreiche Wi-Fi-Hotspots ermöglichen mobiles Surfen im Internet an verschiedenen Orten in Saudi-Arabien. Dafür bestehen mehrere Angebote mit verschiedenen Konditionen. Die Nutzung des Internets unterliegt in Saudi-Arabien staatlicher Zensur. 

Post

In jedem Ort gibt es ein Postamt. Luftpostsendungen nach Europa sind bis zu einer Woche unterwegs.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Medina: Die zweitheiligste Stadt des Islam darf ebenfalls nur von Moslems betreten werden.

Jeddah: Obwohl die Stadt enorm gewachsen ist, bemüht man sich, die Altstadt zu erhalten. Die osmanischen Gebäude werden gegenwärtig restauriert. Das Angebot an Freizeitanlagen wurde erweitert, und die Uferpromenade lädt zum Spazierengehen ein. Es gibt einen Freizeitpark, und die Bucht ist ein Segler- und Taucherparadies. Die Hotels und Restaurants sind weltoffen und international. Ein Besuch der Fisch- und Fleischmärkte ist interessant.
Die ehemalige Sommerhauptstadt Taif, ein beliebter Urlaubsort, liegt auf einer 900 m hohen Klippe am Rand des Plateaus oberhalb von Mekka und hat im Vergleich zu den übrigen Landesteilen ein angenehmes, gemäßigteres Klima.

Hasa (Osten)

Diese fruchtbare Küstenebene wird von der schiitischen Minderheit bewohnt, die traditionell von Fischfang, Handel, Perlentauchen und den Erträgen der Dattelpalmenhaine lebt. Ein Großteil des saudischen Erdölvorkommens befindet sich in Hasa.
In der Provinz gibt es noch einige Orte, die sich den Charakter der Hasa-Tradition bewahrt haben. Al Hofuf ist eine geschäftige Oase mit türkischem Einfluss und einem Kamelmarkt; in Djebel-al-Qara werden die Töpfereien seit acht Generationen von der gleichen Familie betrieben; in der 500 Jahre alten Salzmine von Abqaiq wird weiterhin Salz abgebaut; das verfallene Zollhaus in Uqair, ein ehemals wichtiger portugiesischer Hafen und Endpunkt der Karawanen, zeugt von der bewegten Vergangenheit. Auf der Tarut-Insel liegt die älteste Stadt der arabischen Halbinsel, heute ein malerisches Fischer- und Weberdorf.

Nedsch (Zentrum)

Das steinige Wüstenplateau in der Mitte Saudi-Arabiens, der Nedsch, ist recht abgelegen und unzugänglich. Trotz des Ölreichtums führen einige Najdis weiterhin einen halbnomadischen Lebensstil. Die zahlreichen Wachtürme auf den höchsten Punkten des Plateaus erinnern an den alten Konflikt zwischen Nomaden und Bauern.
Die königliche Hauptstadt Riyadh (Riad) ist eine moderne Stadt, die auf den Fundamenten der ersten von Ibn Saud eroberten Stadt ruht. 1902 stürmte er das Fort Qasr al Masmuk. Außer dieser Festung und einiger traditioneller Paläste in der Nähe des Deera-Platzes ist nur wenig von der Altstadt erhalten geblieben. Die Königlichen Kamelrennen finden in der Umgebung im April/Mai statt.
Schöne Ausflugsziele im Nedsch sind auch: Diriya, Wadi Hanifa, Shaib Awsat, Shaib Laha, Al-Hair, Wadi-al-Jafi, Tumair, Towqr, Aneyzah, Qassim und Hail.

Hedschas (Westen)

Die Westküste ist eine wichtige Handelsregion. Die Stadt Jeddah war einmal die diplomatische Hauptstadt Saudi-Arabiens und ist weiterhin ein bedeutendes Wirtschafts- und Kulturzentrum. Die Altstadt mit ihren Kaufmannshäusern und dem typischen Souk ist sehenswert.

Mekka: Das geistige Zentrum der islamischen Welt darf nur von Moslems betreten werden. Die wichtigsten Wallfahrtsorte sind die Kaaba, der Berg des Lichts, die Ebene von Arafat und das Haus von Abdullah Bin Abdul Muttalib, in dem Mohammed geboren wurde.

Usta, Wadi Fatima, Hanakiyah, Khaybar und Yanbu sind ebenfalls einen Besuch wert.

Asir (Süden)

In dieser Region gibt es die einzige Bergkette des Königreichs, die mit einer Vegetation aus Palmen und immergrünen Büschen bewachsen ist. Hirse, Weizen und Datteln werden hier angebaut und weiterhin mit traditionellen Methoden geerntet. Die Bewohner dieser Region können ihre Abstammung teilweise auf afrikanische Sklaven zurückführen. In den abgelegeneren Gegenden leben Paviane, Gazellen, Leoparden, Honigdachse und Mungos. Die alten phallusförmigen Gasaba-Türme findet man nur im Asir, ihr genauer Zweck ist unbekannt.
Interessant sind auch die Karawanenstadt Qaryat-al-Fau, in der gegenwärtig Ausgrabungen durchgeführt werden, der große Staudamm und Tempel von Najran und die nahegelegenen Ruinen der alten Städte Timna und Shiban, die inmitten von Bananen-, Limonen- und Granatapfelhainen liegen.

Einkaufen

Überblick

Auf den Souks werden Räucherwerk und dazu passende Gefäße, Schmuck, Bronze- und Messingartikel, reich verzierte Dolche und Säbel sowie in den östlichen Provinzen riesige, mit Messing beschlagene Truhen angeboten. Handeln ist üblich, auch für Kameras und andere elektronische Artikel, die teilweise sehr preisgünstig sind. 

Es gibt zahlreiche glamouröse und klimatisierte Einkaufszentren, in denen so gut wie alle bekannten Nobelmarken von Armani über Saks Fifth Avenue bis hin zu Gucci zu finden sind. Auch wenn die saudi-arabischen Frauen in der Öffentlichkeit stets verhüllt sind, tragen sie unter der gesetzlich vorgeschriebenen Abaya gerne elegante Kleider. 

Öffnungszeiten

So-Fr 09.00-13.00 und 16.30-20.00 Uhr (Ramadan 20.00-01.00 Uhr), regionale Unterschiede. Während der Gebetszeiten (5 mal am Tag) sind die Geschäfte für etwa 15 - 30 Min. geschlossen.

Seit Juli 2013 ist am Freitag und Samstag Wochenende in Saudi-Arabien. Davor fiel das Wochenende auf den Donnerstag und Freitag. Alle staatlichen und öffentlichen Institutionen, Regierungseinrichtungen sowie Privatschulen sind an die neue Regelung gebunden. Der Freitag ist ein verkaufsoffener Tag.

Anmerkung

In den Geschäften ist Frauen das Anprobieren von Kleidungsstücken in der Regel nicht gestattet, es gibt jedoch großzügige Rückgaberegelungen. In einigen größeren Modegeschäften gibt es abgetrennte Damenabteilungen, zu denen Männer keinen Zutritt haben und in denen die Ware anprobiert werden darf.

Nachtleben

Einleitung

Das Nachtleben in Saudi-Arabien unterscheidet sich sehr von dem, was man aus anderen Teilen der Welt gewohnt ist. Abgesehen von Restaurants und Hotels gibt es kein Nachtleben im westlichen Stil. Aufgrund der per Gesetz streng vorgeschriebenen Geschlechtertrennung sind jegliche Einrichtungen verboten, in denen Männer und Frauen zusammenkommen könnten. Dazu gehören z.B. Nachtklubs, Diskotheken und Kneipen. Obwohl es eine kleine saudi-arabische Filmindustrie gibt, waren auch Kinos seit den 1980er-Jahren bis 2018 verboten. Es gab zwar seit der durch König Abdullah eingeleiteten Reform im Jahr 2005 immer mal wieder Sondergenehmigungen für einzelne Filmhäuser, für gewöhnlich schaute man sich die Filme jedoch zu Hause über Satellitenfernsehen oder auf DVD an. 2018 kam es dann zu einer Aufhebung des Verbots für Lichtspielhäuser in Saudi-Arabien. Seit April 2018 gibt es in Riad wieder das erste Kino und viele weitere sollen landesweit in naher Zukunft folgen. 

Doch auch in Saudi-Arabien muss man nicht gänzlich auf ein abendliches Unterhaltungsprogramm verzichten: In den größeren Städten können Männer die wenigen Bars besuchen, die wegen des Alkoholverbots allerdings nur wenig besucht sind. Deutlich mehr Besucher zieht es in die Kaffeehäuser, in denen neben Wasserpfeifen, Tee und Kaffee auch kleine Imbisse gereicht werden. In einigen Restaurants und Hotels werden folkloristische Schwerttanzaufführungen und Trommelkonzerte geboten. Auch im King Fahd Cultural Centre in Riyadh finden verschiedene Konzerte und Aufführungen statt.

Im Fastenmonat Ramadan wird die Nacht plötzlich zum Tag: Die Einkaufszentren öffnen in den Abendstunden und schließen häufig erst wieder im Morgengrauen.

Kulinarisches

Übersicht

Die Küche Saudi-Arabiens gilt als eine der traditionellsten weltweit. Rezepte und Traditionen wurden über viele Generationen hinweg überliefert und kaum verändert. Landestypische Speisen sind häufig stark gewürzt und scharf, beliebte Gewürze sind Kardamom, Nelken, Tamarinde, Safran, Zimt und Loomi (getrocknete Limetten). Meist stehen Lamm und Huhn auf der Speisekarte, Rindfleisch ist selten und Schweinefleisch gemäß dem islamischen Gesetz verboten. Die Hauptmahlzeit wird um die Mittagszeit eingenommen. Einheimische Früchte sind Datteln und Feigen, die vielerorts wachsen. An der Küste des Roten Meeres wird häufig Fisch gegessen. In größeren Städten wird oftmals auch ausländische Küche angeboten. In den ölproduzierenden östlichen Landesteilen sowie in Jeddah gibt es eine große Auswahl an internationalen Restaurants, mancherorts wird hier auch Fast-Food angeboten. Tischbedienung ist üblich.

Regionale Spezialitäten


  • Pitta (flaches, ungesäuertes Brot) ist ein Grundnahrungsmittel, das zu jeder Mahlzeit gegessen wird. 

  • Reis, Linsen, Hummus (Kichererbsenpüree) und Burghul (gemahlener Weizen) werden häufig angeboten. 

  • Kultra (Fleischspieße) sind eine beliebte Hauptmahlzeit.

  • Kebabs werden häufig mit Suppe und Gemüse serviert. 

  • Mezzeh ist eine Vorspeise, die aus bis zu 40 Gerichten bestehen kann.

Wissenswertes

Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Fastenzeit im Ramadan wird streng bestraft. Zu Beginn einer Mahlzeit sagt man Bismillah (Im Namen Gottes) und beendet die Mahlzeit mit dem Ausspruch Alhamdulillah (Gott sei gepriesen).

Trinkgeld

Trinkgeld zu geben ist üblich, angemessen sind 10% der Rechnungssumme.

Regionale Getränke

Alkoholfreies Bier und alkoholfreie Cocktails werden in den Hotelbars serviert. Arabischer Kaffee und Fruchtsäfte werden in fast allen Restaurants ausgeschenkt. Häufig wird süßer Tee gereicht. Eine besondere Spezialität ist Qamar ad-din, ein Getränk aus getrockneten Aprikosen.

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

Alkohol ist gesetzlich verboten, und Verstöße werden hart bestraft ohne Rücksicht auf Nationalität und Konfession.

Unterkunft

Hotels

Die Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten ist landesweit sehr gut, die Preise richten sich nach dem Standard und den jeweiligen Einrichtungen. Während der Pilgerzeit empfiehlt sich Vorausbuchung. In Luxus- und Spitzenhotels werden 15% für Bedienung und in allen anderen Hotels 10 % Bedienungsgeld berechnet. In Mekka und Medina sind die Hotelpreise zur Pilgerzeit doppelt so hoch. In den Sommermonaten wird in den Urlaubsorten wie Taif, Abha, Kamis Mushait und al-Baha ein Zuschlag von 25% verlangt.

Kategorien:
Einstufung in sieben unterschiedliche Hotelklassen: Deluxe, 1. Klasse A und B, 2. Klasse A und B sowie 3. Klasse A und B.

Kultur

Religion

98 % Muslime, überwiegend Sunniten, Schiiten in der östlichen Provinz; Christen und Hindus (ausländische Arbeitskräfte).

Soziale Verhaltensregeln

Allgemeines: Saudi-Arabien ist ein streng muslimisches Land. Doch wer die strengen Gesetze und Traditionen achtet und respektiert, bekommt die Gelegenheit, dieses besondere Land kennen zu lernen.

Umgangsformen: Männer geben sich zur Begrüßung die Hand, zwischen Männern und Frauen ist der Händedruck eher die Ausnahme. Für Ausländer sind Einladungen in Privathäuser selten, die Bewirtung findet meist in Hotels oder Restaurants statt. Es ist eine besondere Ehre für den Gastgeber, wenn der Gast von möglichst vielen Speisen probiert. Obwohl es üblich ist, mit der rechten Hand zu essen, steht auch Besteck zur Verfügung. Als Gast sollte man drei Tassen Kaffee trinken und dann durch Hin- und Herschwenken der Tasse (kleine schnelle Bewegung aus dem Handgelenk) zeigen, dass man genug hatte. Ein kleines Firmengeschenk oder ein Mitbringsel aus der Heimat werden gern angenommen. Wer mit übergeschlagenen Beinen sitzt, darf weder die Fußsohlen zeigen noch mit dem Fuß auf eine andere Person deuten, da dies als Beleidigung aufgefasst wird. 

Kleidung: Männer sollten in der Öffentlichkeit keine Shorts tragen oder sich mit bloßem Oberkörper zeigen; angemessen sind lange Hosen und Hemden. Für Frauen ist die Abaya in der Öffentlichkeit als Mindeststandard der Verhüllung gesetzlich vorgeschrieben; die großen Hotels verleihen diese in der Regel an Gäste. Das Tragen eines Kopftuchs wird durch die Mutawas (islamische Religionspolizei) zwar stets gefordert, ist jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben; empfehlenswert ist es, stets einen dünnen Schal mitzuführen, der bei Aufforderung genutzt werden kann, um die Haare zu bedecken. In größeren Städten sind die Kleidervorschriften mitunter etwas lockerer.

Geschlechtertrennung: In Saudi-Arabien gibt es eine strikte Geschlechtertrennung. Selbst Hochzeiten werden meistens getrennt nach Geschlechtern gefeiert. Frauen dürfen nicht gemeinsam mit Männern baden, das gilt auch für den hoteleigenen Pool. Im Taxi oder bei der Fahrt in einem Auto mit einem nicht-verwandten Fahrer sollten Frauen darauf achten, keinesfalls auf dem Beifahrersitz, sondern auf den Rücksitzen Platz zu nehmen. 

Rauchen: Nichtraucherzonen sind ausgeschildert und sollten beachtet werden. Für Frauen ist es unüblich, in der Öffentlichkeit zu rauchen. Während des Ramadan sollten auch Besucher nicht in der Öffentlichkeit essen, trinken oder rauchen. Das Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden, auf öffentlichen Plätzen und in touristischen Einrichtungen verboten. 

Fotografieren: Fotografieren ist in der Öffentlichkeit nicht gestattet. Deswegen ist es grundsätzlich angebracht, immer um Erlaubnis zu fragen, bevor man den Auslöser betätigt. Für militärische Anlagen, Einrichtungen in Grenznähe, Flughäfen und andere öffentliche Gebäude gilt ein Fotografierverbot. Ein ausdrückliches Fotografierverbot besteht in und um die al-Haram-Moschee in Mekka und für die Prophetenmoschee in Medina. Wer dennoch fotografiert, muss damit rechnen, dass seine Kamera, Filme und Speicherkarten konfisziert werden. Frauen und Kinder sollten nicht fotografiert werden.

Trinkgeld: Hotelportiers, Zimmermädchen und Taxifahrer erwarten Trinkgeld. In Restaurants ist nur dann ein Trinkgeld in Höhe von 10-15% üblich, wenn in der Rechnung nicht schon eine Service-Gebühr enthalten ist.

Klima

Beste Reisezeit

Zum größten Teil trockenes Wüstenklima. In Jeddah und in der Küstenregion am Roten Meer ist es das ganze Jahr über sehr heiß. Im Landesinneren (Riyadh) ist es im Sommer heißer und im Winter kühler als in den Küstengebieten, die Temperaturen können in den Wintermonaten (Dezember - Februar) nachts unter den Gefrierpunkt sinken; gelegentlich starke Regenfälle im Winter.

Das Klima ist von Mai bis September am angenehmsten. 

Grafiken

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Bilder

Saudi

Saudi Arabia musicians
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Windsurfing

Windsurfing in Saudi Arabia
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Ancient ruins in Saudi Arabia
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Riyadh,

Riyadh, Saudi Arabia
© Creative Commons / desrunyan

Mosque,

Mosque, Saudi Arabia
© Creative Commons / Puccaso

Market,

Market, Saudi Arabia
© Creative Commons / Alan Light

Mosque

Mosque By Red Sea in Jeddah, Saudi Arabia
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Pilgrims

Pilgrims at the Kabbah in Mecca
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