Länderinformationen

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Irak

Allgemeines

Hauptstadt

Bagdad.

Geographie

Der Irak grenzt an die Türkei, Iran, den Persischen Golf, Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien. Zwischen Saudi-Arabien und dem Irak gibt es eine neutrale Zone, die gemeinsam verwaltet wird. Der Anteil Iraks umfasst 3522 qkm. Der bemerkenswerteste Landstrich ist das Zweistromland der Flüsse Euphrat und Tigris, die von der türkischen und syrischen Grenze im Norden zum Persischen Golf im Süden fließen. Der Nordosten ist bergig, der Westen besteht aus Wüste. Fruchtbare Ebenen umgeben die Flüsse. Große Gebiete ohne Bewässerungskontrolle sind jedoch überflutet und haben sich zu Sümpfen entwickelt.

Regierung

Parlamentarische Republik. Neue Verfassung von 2005. Parlamentswahl April 2014, neue Regierung im September vereidigt. Unabhängig seit 1932 vom Vereinigten Königreich.

Staatsoberhaupt

Barham Salih, seit Oktober 2018.

Regierungschef

Adel Abdul Mahdi, seit Oktober 2018.

Elektrizität

230 V, 50 Hz. Verschiedene Steckertypen. Adapter wird empfohlen.

Übersicht

Es gibt Anzeichen dafür, dass sich der Irak auf dem Weg in eine stabilere Zukunft befindet. Immerhin war das Gebiet des heutigen Irak die Wiege der menschlichen Zivilisation. Während der vergangenen Jahre wurden regionale und nationale Wahlen abgehalten, ausländische Truppen haben mit ihrem Abzug begonnen und der Heilungsprozess dieses vom Krieg gezeichneten Landes hat begonnen. Die optimistischeren unter den Irakern sind, als sich die Sicherheitslage verbesserte, wieder zurückgekehrt und internationale Firmen beteiligen sich am Wettstreit um die lukrativsten Ölförderungsverträge der Nachkriegszeit.
Der Irak wird langsam wieder aufgebaut. Der Großteil der politischen, sozialen, technischen und wirtschaftlichen Infrastruktur des Landes wurde im Krieg von 2003 zerstört, aber die 2005 abgehaltenen offiziellen Wahlen haben dem Irak mehr Stabilität verliehen. Im Juni 2009, nach mehrheitlich erfolgreich abgehaltenen regionalen Wahlen, zogen sich US-amerikanische und britische Truppen aus dem Irak zurück. Nur eine begrenzte Anzahl von Soldaten hält sich noch in Armeestützpunkten auf.
 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Iraks nationale Fluggesellschaft heißt Iraqi Airways (IA) (Internet: www.iraqiairways.co.uk).

Verbindungen bestehen mit Austrian Airlines (OS) von Wien direkt nach Erbil. Von London gibt es eine Direktverbindung nach Sulaimaniyya.

Lufthansa (LH) bedient derzeit die Strecken Frankfurt-Erbil und Frankfurt-Baghdad.

 

Airpässe

Mit dem Visit Middle East Pass der Allianz Oneworld können Reisende beliebig viele Flüge (mindestens 3 Flüge) bei den teilnehmenden Fluggesellschaften British Airways, Cathay Pacific, Qatar Airways und Royal Jordanian buchen und die folgenden 12 Länder bereisen: Ägypten, Bahrain, Iran, Irak, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi Arabien, Qatar und Vereinigte Arabische Emirate. 

Anreise mit dem Pkw

Die Botschaft erteilt Auskünfte darüber, welche Grenzübergänge gegenwärtig geöffnet sind. Es werden Fahrten von Amman nach Bagdad organisiert.

Anreise mit der Bahn

Die Bahnverbindungen befinden sich in katastrophalem Zustand und sind für ausländische Reisende nicht zu empfehlen.

Anreise mit dem Schiff

Häfen befinden sich in Basra, Khor az-Zubayr und Umm Qasr. Größere Schiffe können derzeit nur in Basra anlegen. Kein Passagierverkehr.

Vor Ort unterwegs

Überblick

Hinweis


Zurzeit sind keine aktuellen Informationen in dieser Kategorie erhältlich.

Unterwegs mit dem Flugzeug

Der zivile Luftverkehr zwischen Erbil, Bagdad, Basra, Mosul und Sulaimaniya entwickelt sich langsam und wird ständig ausgebaut.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Vor Reisen mit dem Auto wird gewarnt. Mit Straßensperren und Minen muss gerechnet werden. Es herrscht Rechtsverkehr.

Mietwagen:
sind evl. am Flughafen erhältlich.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein und Haftpflichtversicherung.

Unterwegs in der Stadt

In den größeren Städten gibt es Minibusse und Sammeltaxis. Ob Busverbindungen von Bagdad in andere Städte bestehen, ist ungewiss.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Von Bahnreisen im Lande wird dringend abgeraten. Nur die Strecke Bagdad-Basra ist in Betrieb, jedoch sehr unregelmäßig.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 05 Oct 2018 10:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Fri, 05 Oct 2018 10:10:07 +0200)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise (Entfall des Hinweises auf Wahltermin Kurdistan-Irak)

Aktuelle Hinweise 

Angesichts der aktuellen Lage wird weiterhin zur sofortigen Ausreise aus folgenden Landesteilen des Irak aufgerufen:
Provinz Ninewa
(Provinzhauptstadt Mossul)
Provinz Anbar (Provinzhauptstadt Ramadi)
Provinz Salah Al-Din (Provinzhauptstadt Tikrit)
Provinz Ta'mim (Provinzhauptstadt Kirkuk)
Provinz Diyala (Provinzhauptstadt Baqubah) 
Auch für den Großraum Bagdad und den Norden der Provinz Babel wird eine vorübergehende Ausreise dringend empfohlen.
Seit Anfang Juli 2018 kommt es im Süden des Irak zu teilweise gewaltsamen Protesten,  die sich von Basra aus auch auf andere Städte wie z.B. Karbala, Najaf, Nasiriyah and Amarah ausgeweitet haben. Es wird dringend geraten, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten.
Es wird darauf hingewiesen, dass eine Ein- und Ausreise über irakische Grenzübergänge, insbesondere auch an den Flughäfen (einschließlich Erbil und Sulaimaniyah) weiterhin nur mit einem gültigen Visum für den Irak möglich ist. Die Visumspflicht gilt für das gesamte irakische Staatsgebiet, auch für die Region Kurdistan-Irak. Visa müssen vor der Einreise bei einer irakischen Auslandsvertretung beantragt werden. Bei illegalem Grenzübertritt zwischen Irak und den Nachbarstaaten ist mit Haft- und Geldstrafen zu rechnen, siehe auch Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige.

Die terroristische Organisation IS konnte Ende Dezember 2017 auf irakischem Staatsgebiet militärisch in der Fläche besiegt werden, allerdings gibt es im Land noch immer Gruppen von Kämpfern, von denen weiterhin Gefahr ausgeht. Es muss landesweit weiterhin mit schweren Anschlägen und offenen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen IS-Verbündeten und Sicherheitskräften gerechnet werden.
In und um Kirkuk kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen terroristischen Gruppen und Sicherheitskräften.

Region Kurdistan-Irak
Wegen der weiterhin bestehenden Gefahr von Terroranschlägen wird von nicht notwendigen Reisen in die Region abgeraten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise Reisewarnung

Vor Reisen nach Irak wird gewarnt. Dies gilt mit Einschränkungen auch für die Region Kurdistan-Irak (Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniyah/Halabja).
Besonders gefährlich sind Reisen in die Provinzen Ninewa (Mossul, Grenze zu Syrien), Anbar, Salah Al-Din und Ta'mim, in den Großraum Bagdad sowie in den Norden der Provinz Babel.
In den Provinzen Ninewa und Salah Al-Din muss weiterhin mit schweren Anschlägen und offenen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen IS und irakischen Sicherheitskräften gerechnet werden. Diese Gefährdungslage gilt ebenfalls für die Provinz Anbar und die Provinz Ta'mim, sowie auch für die Provinz Diyala. Hinzu kommen aktuelle Spannungen zwischen irakischen Streitkräften und regional-kurdischen Peshmerga. Auch in Bagdad ist weiterhin mit schweren Anschlägen insbesondere auf irakische Sicherheitsinstitutionen und deren Angehörige, auf Ministerien, Hotels, öffentliche Plätze und religiöse Einrichtungen zu rechnen. Es besteht ein hohes Maß an krimineller Gewalt und das Risiko von Entführungen, auch für Ausländer und die sie begleitenden Personen. Einzelne Abschnitte der Hauptstadt Bagdad werden von irakischen Sicherheitskräften in besonderem Maße gesichert, dazu zählen die sogenannte Internationale Zone (ehemals Green Zone) und der Flughafen Bagdad International Airport, Anschläge können aber auch dort nicht ausgeschlossen werden.
In der Provinz Basra im Süden des Landes kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen bewaffneter Gruppierungen. In Basra und den angrenzenden Provinzen besteht ebenfalls das Risiko von Entführungen.
Grundlage jeder Reise, die entgegen dieser Reisewarnung durchgeführt wird, sollte ein tragfähiges professionelles Sicherheitskonzept sein. Elemente eines professionellen Sicherheitskonzepts können insbesondere die Verwendung sondergeschützter Fahrzeuge, der Einsatz einer angemessenen Anzahl von Sicherheitskräften sowie die fachliche Beratung durch Sicherheitspersonal nach Voraufklärung und Planung der Fahrtrouten sein.

Region Kurdistan-Irak
In der Region Kurdistan-Irak (Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniyah/Halabja) ist die Sicherheitslage weiter volatil. Wegen der anhaltend erhöhten Gefahr von Terroranschlägen wird von nicht notwendigen Reisen in die Region abgeraten.
Aufenthalte können in dieser Region nur nach sorgfältiger Prüfung der aktuellen örtlichen Sicherheitslage und mit den dann jeweils notwendigen Sicherheitsmaßnahmen in Betracht gezogen werden. Zu Art und Umfang solcher Sicherheitsmaßnahmen können in der Regel der örtliche Gastgeber oder einschlägige Behörden und Unternehmen praktische Hinweise geben.

Die deutschen Auslandsvertretungen können derzeit nur in äußerst begrenztem Rahmen konsularische Hilfe leisten. Auch die staatlichen Sicherheitsorgane können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren oder Hilfe leisten.

Die Sicherheitslage im gesamten Irak bleibt volatil. Die Zahl der terroristischen Anschläge vor allem im Nord- und Zentralirak ist seit Langem sehr hoch. Personen, die sich im Irak aufhalten, sollten Medienberichte aufmerksam verfolgen und alle Vorkehrungen treffen, um erforderlichenfalls kurzfristig ausreisen zu können. Internationale Flugverbindungen sind derzeit gewährleistet.
Menschenansammlungen sind im ganzen Land unbedingt zu meiden.

Die deutsche Botschaft in Bagdad ist grundsätzlich nur nach Terminvereinbarung für den Publikumsverkehr geöffnet. Die Botschaft befindet sich nicht in der sogenannten Internationalen Zone. Aufgrund der Sicherheitslage und der eingeschränkten Bewegungs- und Kommunikationsmöglichkeiten ist es schwierig und gegebenenfalls unmöglich, konsularische Hilfe zu leisten.
Auch das deutsche Generalkonsulat in Erbil kann nur eingeschränkt konsularische Hilfe leisten. Termine werden ebenfalls nur nach Vereinbarung wahrgenommen.
Die deutschen Botschaften in den Nachbarstaaten Iraks können Deutschen, die in Irak in eine Notlage geraten, erst ab dem jeweiligen Grenzübergang konsularische Hilfe leisten.

Naturkatastrophen
Irak liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone. Mit Erdbeben unterschiedlichen Ausmaßes muss in allen Teilen des Landes gerechnet werden. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Geoforschungszentrum Potsdam.

Krisenvorsorgeliste
Es wird bei Reisen nach Irak empfohlen, möglichst schon vor Abreise mit dem Auswärtigen Amt bzw. unmittelbar mit der deutschen Botschaft Bagdad oder dem deutschen Generalkonsulat Erbil Kontakt aufzunehmen und sich mit den geplanten Reisedaten in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Vor Reisen in den Irak wird gewarnt.

Versorgung im Notfall
Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist zwingend notwendig, siehe auch Medizinische Versorgung. Ob dieser überhaupt gewährt werden kann, sollte vorab mit einem Reiseversicherungsanbieter geklärt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Vor Reisen nach Irak wird gewarnt.

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum
Für Reisen nach Irak besteht Visumspflicht. Visa müssen vor der Einreise bei einer irakischen Auslandsvertretung beantragt werden. Die Visumspflicht gilt für das gesamte irakische Staatsgebiet, also auch für die Region Kurdistan-Irak.
Nähere Auskünfte erteilt die Botschaft der Republik Irak in Berlin.

Bei Einreise in die Region Kurdistan-Irak mit einem ausländischen Kfz ist es gängige Praxis der kurdischen Behörden, den ausländischen Reisepass beim Zollamt des Grenzübergangs einzubehalten und darüber eine Bescheinigung auszuhändigen. Diese Bescheinigung berechtigt nicht zum Aufenthalt in anderen Teilen Iraks. Bei Zuwiderhandlung ist mit einer Festnahme durch die irakischen Behörden zu rechnen. Der Pass wird erst bei der Wiederausfuhr des Kfz zurückgegeben.

Besondere Zollvorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere Zollvorschriften vor. 

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere strafrechtliche Vorschriften vor.

Medizinische Hinweise

Vor Reisen nach Irak wird gewarnt.

Aktuelle medizinsche Hinweise
Krim-Kongo hämorrhagisches Fieber
Krim-Kongo hämorrhagisches Fieber ist eine weitverbreitete Viruserkrankung, die auch im Irak vorkommt. Das Virus kann domestizierte Tiere (z. B. Kühe, Schafe, Ziege, Kamele) infizieren, die nicht erkranken. Durch Kontakt zu Blut oder Fleisch infizierter Tiere oder durch einen infektiösen Zeckenbiß kann sich der Mensch infizieren. Übertragungen von Mensch zu Mensch über Kontakt zu infektiösem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten kann zu Ausbrüchen in Krankenhäusern führen.
Neben symptomarmen Verläufen können u. a. Fieber, Schüttelfrost, starke Kopf-, Muskel- und Gelenk- schmerzen auftreten. Gesichtsschwellung und –rötung, Bindehautentzündung, Nackensteifigkeit und Lichtscheu, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall sind weitere Symptome.
Bei etwa 20 % der Patienten kommt es zu schwerwiegenden Blutungen.
Dem virushemmenden Medikament Ribavirin wird ein positiver Effekt zugeschrieben, ansonsten ist die Therapie symptomatisch. Die Letalität der Erkrankung kann 50 % erreichen. Eine Schutzimpfung gibt es nicht.
Schutz vor Zeckenbissen (körperbedeckende Kleidung, festes Schuhwerk), Vorsicht beim Umgang mit rohem Fleisch und beim Umgang mit Erkrankten sind wichtige vorbeugende Schutzmaßnahmen.
Seit Beginn des Jahres 2018 wurde über einzelne Fälle von Krim-Kongo hämorrhagischem Fieber im Irak berichtet (z. B. im Süden in Al-Quadisiyyah und Dhi Qur) sowie Ende Juni über einen Fall aus dem Soran Distrikt (Erbil).

Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.
Eine Polioimpfung ist bei Einreise aus Ländern, in denen Polio endemisch vorkommt und bei Ausreise in Länder, in denen Polio endemisch vorkommt, vorgeschrieben.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de,
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria und andere durch Insekten übertragbare Erkrankungen
Seit einigen Jahren ist es nicht mehr zu autochtonen Übertragungen von Malaria im Irak gekommen. Die sehr geringe Anzahl von gemeldeten Infektionen (ausschließlich durch Plasmodium vivax) wurde durch Reisende aus Pakistan und Indien eingeführt Da aber die übertragende Malariamücke im Irak weiterhin vorkommt, besteht grundsätzlich die Gefahr der erneuten Einschleppung und Etablierung. In jedem Fall sollten, auch im Hinblick auf andere durch Mücken oder andere Insekten übertragene Erkrankungen (z.B. Leishmaniose) die allgemeinen Schutzmaßnahmen beachtet werden (z. B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung). Eine medikamentöse Malariaprophylaxe sowie Stand-by-Medikation ist aktuell nicht notwendig.

HIV/ Aids
Die Prävalenz von HIV in der Bevölkerung ist sehr gering . Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht trotzdem ein grundsätzliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Cholera und andere Durchfallerkrankungen
Cholera ist im Irak endemisch. Im Rahmen von Ausbrüchen kommt es mitunter zu mehreren tausend Erkrankungen, der letzte Ausbruch ereignete sich im Sommer 2015 (Umgebung Bagdad). Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lässt sich das Risiko für die meisten Durchfallerkrankungen, auch Cholera, minimieren. Eine Impfung gegen Cholera wird daher nur in Ausnahmefällen notwendig sein! Auch viele andere Durchfallerreger treten vergleichsweise gehäuft auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Bilharziose ist in einigen Regionen endemisch, dort Süßwasserkontakt meiden!
Hepatitis A, B, C, Echinokokkose und Tollwut können landesweit vorkommen.

MERS (Middle East Respiratory Syndrome)
MERS ist eine Infektionskrankheit, die seit 2012 in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen auslöst. Ursache ist ein Corona-Virus (MERS-CoV), dessen Biologie noch nicht ganz geklärt ist. Kamele scheinen die Überträger auf den Menschen zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken. Die Prophylaxe-Empfehlungen für Reisende konzentrieren sich deshalb darauf, unnötige Kontakte mit (jungen) Kamelen zu vermeiden.

Medizinische Versorgung
Das Versorgungsniveau ist in weiten Landesteilen zurzeit weder technisch noch personell ausreichend. In der Hauptstadt Bagdad steht den diplomatischen Vertretungen das privat betreute Diplomatic Support Hospital zu Verfügung (ehemaliges amerikanisches Militärkrankenhaus). Zur Nutzung ist allerdings ein vorheriger Vertragsabschluss erforderlich. Als bestes privates einheimisches Krankenhaus kann das St. Raphael Krankenhaus genannt werden. Im Irak sind nicht alle Medikamente immer erhältlich. Dauermedikationen daher in ausreichender Menge mitführen. Eine Ausnahme bilden die kurdischen Autonomiegebiete im Norden. Dort ist eine vergleichsweise bessere Versorgung gewährleistet. Westeuropäischer Standard wird aber auch dort oft nicht erreicht. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall wird dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Auslandsreiseerfahrung haben; siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
DeutschlandJaJaJa
ÖsterreichJaJaJa
Andere EU-LänderJaJaJa
SchweizJaJaJa
TürkeiJaJaJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.

Kosten

Deutschland, Österreich und Schweiz

Touristenvisum: 30 US$ (einmalige Einreise).

Einreisevisum: 40 US$.

Geschäftsvisum in Berlin: 37 €.

Visaarten und Kosten

Zurzeit besteht nur die Möglichkeit zur Beantragung von Geschäftsvisa und Besuchsvisa für direkte Familienangehörige. Näheres vom Konsulat bzw. der Konsularabteilung der Botschaft.

Gültigkeit

Bis zu 90 Tage.

Antrag

Persönlich nach Terminvereinbarung beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Privatvisum:
(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung) (das Konsulat in Berlin verlangt maschinenschriftlich ausgefüllte Visumanträge).
(b) 3 Passbilder.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist, und Kopien aller relevanten Seiten.
(d) Gebühr (in bar oder per Verrechnungsscheck).
(e) Gesundheitsbescheinigung (Aktueller HIV-Test und Hepatitis-Test).
(f) Ausreichende Geldmittel (Nachweis).
(g) Antragsteller ohne familiäre Bindung im Irak müssen bei Privatreisen ein legalisiertes Einladungsschreiben des Gastgebers bzw. der jeweiligen Firma über den Zweck der Reise beifügen.
(h) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die noch mindestens sechs Monate gültig ist.

Geschäftsvisum:
(a)-(h),
(i) Einladungsschreiben des irakischen Geschäftspartners über Reiseanlass und -dauer, das vom irakischen Außenministerium in Bagdad bestätigt wurde.
(j) Gebühr.
(k) Unterstützungsschreiben des Auswärtigen Amtes/Außenministeriums des Herkunftslandes des Reisenden.
(l) Unterstützungsschreiben einer Handels- oder der Wirtschaftskammer.

(m) Entsendungsschreiben.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
Gelbfieber1
Cholera2
Gesundheitszeugnis erforderlich
Malaria3-
Typhus & Polio4-
Essen & Trinken

Übersicht

Das medizinische Versorgungsniveau ist in weiten Landesteilen zurzeit weder technisch noch personell ausreichend. Nicht alle Medikamente sind sicher erhältlich. Eine Ausnahme bilden die kurdischen Autonomiegebiete im Norden. Dort ist eine vergleichsweise bessere Versorgung gewährleistet. Westeuropäischer Standard wird aber auch dort oft nicht erreicht. Ärztliche Behandlungen oder Krankenhausaufenthalte sind sofort in bar zu bezahlen.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird daher dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Hinweis: Über die medizinischen Möglichkeiten im Irak liegen wenig verlässliche Fachinformationen vor. Deshalb wird auf der Basis der derzeit sicher schwierigen medizinischen Versorgung dort im Zweifel eher zu Impfungen und auch zu einer weitergehenden Vorsicht geraten, als sie evtl. bei optimaler Datenlage notwendig wäre.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Gebieten Anbar, Babel, Bagdad (letzte Epidemie in 2015), Basrah, Diala, Kerbala, Misan, Muthana, Najaf, Ninewa, Qadissiya, Salahudin, Tameem, Thi Qar, Wasit. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Mittleres Malariarisiko in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500 m im Norden in den Provinzen Duhok, Erbil, Kirkuk, Ninawa, Sulaimaniya und Ta'min, sowie im Süden in der Provinz Basrah; geringes bzw. kein Risiko in den übrigen Landesteilen und Städten. Die weniger gefährliche Malariaart Plasmodium vivax herrscht vor. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation unter 1500 m.  
 

[4] Reisende, die sich 4 Wochen und länger im Irak aufgehalten haben, werden von der WHO aufgefordert, sich bei ihrer Ausreise gegen Poliomyelitis impfen lassen und dies im Impfausweis eintragen zu lassen. 

Essen und Trinken

Wegen der erhöhten Gefahr von Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden.

Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Von dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird abgeraten.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor (Ebene zwischen Euphrat und Tigris bis Basra im Süden, Reisanbaugebiete im Norden), das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Es besteht ein geringes Risiko für schwere Infektionen der Atemwege durch das Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist unklar. Enger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. 

Hepatitis A kommt vor, Hepatitis B ist endemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und Kindern und Jugendlichen auch gegen Heptitis B.

HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, Piercings, Tätowierungen, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen. 

Kala Azar tritt vereinzelt auf. Empfehlenswert ist ein wirksamer Insektenschutz.

Die Leishmaniose tritt landesweit auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde und Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion. 

Gesundheitszeugnis

Für ein Einreisevisum in den Irak wird ein HIV-Test benötigt. Alle Personen, die sich länger als 10 Tage im Irak aufhalten, müssen sich einem HIV-Test unterziehen. Mitgeführte HIV-Testergebnisse können anerkannt werden, wenn sie nicht länger als 3 Monate zurückliegen und von der irakischen Botschaft im Heimatland beglaubigt wurde. Diese Bestimmungen können sich kurzfristig ändern. Auskunft erteilt die zuständige konsularische Vertretung.

Geld

Währung

1 Irakischer Dinar. Währungskürzel: ID, IQD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 25.000, 10.000, 5.000, 1.000, 500, 250, 50 ID, Münzen in den Nennbeträgen 100 und 25 ID im Umlauf.
Der neue irakische Dinar wird fälschungssicher gedruckt.

Kreditkarten

Werden im Allg. als Zahlungsmittel in zurzeit kaum akzeptiert, selbst größere Hotels verlangen in der Regel Barzahlung in Fremdwährung.

 

Geldautomaten

Bankkarten

 

Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten meist in größeren Städten Geld abgehoben werden. Die irakische Warka Bank verfügt landesweit über mehrere Hundert Geldautomaten in zahlreichen Filialen. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Werden nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Mi 08.00-12.00 Uhr, Do 08.00-11.00 Uhr. Während des Ramadans und religiöser Feiertage schließen die Banken um 10.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Zurzeit sind keine Informationen zu aktuellen Devisenbestimmungen erhältlich. Ebenso können zurzeit keine zuverlässigen Angaben zu den aktuellen Wechselkursen gemacht werden, da keine großen Organisationen oder Geldinstitute mit dem irakischen Dinar handeln. Die Angaben richten sich nach den offiziellen Werten.

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht (Israelische Währung ist verboten). Fremdwährung kann bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der nachweisbar umgetauschten Beträge, ausgeführt werden.

(Für Iraker und im Irak wohnhafte Ausländer gelten andere Bestimmungen.)

Geldwechsel

In bestimmten Duty-free-Shops in Bagdad kann unter Vorlage des Reisepasses innerhalb von 20 Tagen nach der Einreise mit Auslandswährungen bis zum Wert von 200 US-Dollar eingekauft werden. Hotelrechnungen müssen in harter Währung (US-Dollar, Euro) bei der nächstgelegenen Rafidain-Bank beglichen werden.

Währungen

ID

IQD

Wechselkurse

EUR1 = IQD1240.50
GBP1 = IQD1469.20
USD1 = IQD1182.50

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Arabisch und Kurdisch. Im Südwesten werden auch Beduinendialekte gesprochen, im Norden teilweise Türkisch. In einigen Gebieten wird auch Aserbaidschanisch und Aramäisch gesprochen. Fremdsprachen werden selten beherrscht.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 06 Jan Gedenktag zu Ehren des Militärs
  • 09 Apr Tag der Befreiung Bagdads
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 14 Jul Tag der Republik
  • 08 Aug Tag des Waffenstillstandes (Ende des Iran-Irak-Krieges)
  • 03 Oct Nationaler Feiertag

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Zurzeit sind keine aktuellen Informationen zu Duty-free-Bestimmungen erhältlich. Die folgenden Mengen für die zollfreie Einfuhr im Handgepäck gelten als Richtlinien:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 Flasche Spirituosen und 1 Flasche Wein (zusammen nicht mehr als 1 l);
Bis 2 geöffnete Flakons Parfüm (zusammen nicht mehr als 500 ml).

Verbotene Importe

Westliche Zeitschriften, Mobiltelefone, Laptops, Ferngläser, Schreibmaschinen, Elektrogeräte, Pflanzen und Früchte aller Art, Frisch- und Trockenfleisch sowie Milchprodukte.

Verbotene Exporte

Im Irak erworbene Wertgegenstände bzw. elektronische Geräte, die bei der Einreise nicht deklariert wurden. Die illegale Ausfuhr von Altertümern (auch kleinen Scherben) kann mit drastischen Strafen bis hin zur Todesstrafe geahndet werden.

Kontaktadressen

Generalkonsulat der Republik Irak

(031) 351 40 43.

http://www.irakembassy.ch

http://www.irakembassy.ch

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. 

Elfenstrasse 6

CH-3006 Bern

Switzerland

Botschaft der Republik Irak

(+43) (01) 713 81 95.

http://www.mofamission.gov.iq

http://www.mofamission.gov.iq

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.

Johannesgasse 2

A-1010 Wien, Postfach 322

Austria

Botschaft der Republik Irak

Generalkonsulat in Frankfurt/M. 

(030) 81 48 81 00 und (030) 81 48 81 15.

http://www.iraqiembassy-berlin.de

http://www.iraqiembassy-berlin.de

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr, Konsularabt.: Mo-Do 09.00-16.00 und Fr 09.00-15.00 Uhr.

Pacelliallee 19

D-14195 Berlin

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Visitenkarten sind üblich, z. T. sind sie in Arabisch und Englisch gedruckt. Bei geschäftlichen Terminen werden oft auch nicht-geschäftliche Themen angesprochen.

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Sa-Do 08.00-14.00 Uhr, Freitags ist der wöchentliche Ruhetag und die Geschäfte sind in der Regel geschlossen. Während des Ramadan können die Öffnungszeiten kürzer sein.

Geschäftskontakte

Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V
Garnisonkirchplatz 1, D-10178 Berlin
Tel: (030) 278 90 70.
Internet: www.ghorfa.de

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 00964 und die Städtevorwahl für Baghdad ist 01. Irak verfügt über ein marodes Telefonnetz und die telefonische Kommunikation erfolgt überwiegend über Mobiltelefone.

Mobiltelefon

GSM 900. Die Städte liegen im Empfangs- und Sendebereich. Internationale Roaming-Verträge bestehen.

Internet

Es gibt immer mehr Internet-Cafés, besonders in Bagdad.

Post

Luftpost nach Europa benötigt 5-10 Tage, vielfach länger. Sendungen auf dem Landweg erreichen nicht immer ihr Ziel.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Der Norden/Kurdistan

Reisen in den Norden Iraks sollten zur Zeit nicht unternommen werden.

Der Norden

Kirkuk hat seit der Entdeckung von Erdöl an Bedeutung gewonnen. Die berühmten »Ewigen Feuer« kommen durch aus der Erde austretendes Gas zu Stande. Mosul ist die größte Stadt der Region, hier stehen der Palast von Qara Serai (13. Jh.). Die alte Moschee von Nabi Jirjis, die in Mosul stand, wurde 2014 vom IS zerstört. Nineveh und Nimrud, alte Hauptstädte des assyrischen Reiches, sind Ausgrabungsstätten in der Nähe von Mosul. Nimrud, dessen Geschichte im 13. Jahrhundert vor Christus begann, wurde jedoch von der IS im März 2015 vollständig zerstört. Erbil ist eine der ältesten noch bewohnten Städte der Welt. Die Zitadelle von Erbil gehört seit 2014 zum Weltlulturerbe der UNESCO.

Besichtigungen

Südlich der Hauptstadt liegt Babylon, im Altertum die Hauptstadt des stolzen babylonischen Reiches. Die Stadt und vor allem die berühmten Hängenden Gärten der Semiramis, eines der Sieben Weltwunder, werden gegenwärtig restauriert. In Kerbela und Najaf
befinden sich Moscheen, die zu den wichtigsten islamischen Heiligtümern
gehören. Die Moschee in Najaf beherbergt das Grab Alis, des
Schwiegersohns des Propheten und Gründers der schiitischen
Glaubensrichtung. Weiter im Süden liegt Ur, die alte sumerische Hauptstadt und Geburtsort Abrahams.

Bagdad und Umgebung

Nach dem Golfkrieg befindet sich Bagdad weiterhin im Wiederaufbau. Der
historische Fluss Tigris bestimmt das Stadtbild. Die Regierung ist
bemüht, den islamischen Charakter der Stadt zu erhalten; die Ruinen
historischer Gebäude, z. B. des Ike-Abbasid-Palastes, stehen unter Denkmalschutz. Interessant sind die Museen für Irakische Volkskunst und für Moderne Kunst.

Einkaufen

Überblick

Auf den traditionsreichen Märkten in Bagdad werden Kupferwaren, Silberartikel, Gewürze, bunte Teppiche und Läufer verkauft. In Bagdad ist der geschäftige Kupfermarkt Mittelpunkt des Geschehens. Die Kupferschmiede hämmern Gefäße auf Bestellung in kunstvolle Formen. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Sa-Do 08.30-13.00 und 17.00-19.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

In Bagdad und anderen Städten gibt es Nachtklubs mit Kabarett, Musik und Tanz, außerdem Kinos, Theater und Bars.

Kulinarisches

Übersicht

Zu den irakischen Spezialitäten zählen Kibbeh (Bulghur-Weizen mit Hackfleisch, Nüssen, Rosinen, Gewürzen, Petersilie und Zwiebeln), Dolma (Weinblätter, Kohl, Salat, Zwiebeln, Auberginen, Kürbis oder Gurken gefüllt mit Reis, Fleisch und Gewürzen), Tikka (gegrilltes Lammfleisch am Spieß), Quozi (ganzes Lamm, das gekocht, dann gegrillt und mit Reis, Hackfleisch und Gewürzen gefüllt auf Reis serviert wird) und Masgouf (Fisch aus dem Tigris). Getränke: Im Rahmen der streng eingehaltenen islamischen Gesetze ist der Alkoholkonsum eingeschränkt und Alkohol ist nur in internationalen Hotels erhältlich. Während des Fastenmonats Ramadan ist Rauchen und Trinken in der Öffentlichkeit verboten. Unter Umständen ist für den Alkoholkonsum eine Genehmigung erforderlich.

Unterkunft

Hotels

Sind in erster Linie auf Geschäftsreisende eingestellt. Die Anzahl moderner Hotelzimmer ist begrenzt, Vorausbuchung wird dringend empfohlen. Die Preise der exklusiven Hotels werden von der Regierung festgelegt. Es gibt auch kleinere und preiswertere Hotels, der Standard ist jedoch merklich niedriger. Hotelrechnungen müssen in Devisen bezahlt werden, 10 % Bedienungsgeld wird berechnet.

Kultur

Religion

97 % Muslime (60 % Schiiten und 45 % Sunniten); drusische, jesidische, mandäische und christliche Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Der Irak ist ein kulturell reiches Land mit einer langen und bewegten Geschichte. Heute herrscht die traditionelle islamische Kultur vor und die religiösen Gesetze des Korans bestimmen den Tagesablauf. Als Besucher empfiehlt es sich, die religiösen Sitten zu respektieren; dazu gehört auch, zurückhaltende Kleidung zu tragen. Gastgeber sollten stets mit dem Titel und dem vollen Namen angeredet werden. Die Gastfreundschaft im traditionellen arabischen Stil ist ebenfalls ein islamisches Gesetz.

Fotografieren: Regierungsanlagen und alle Gebäude und Veranstaltungen, die für Besucher nicht zugänglich sind, dürfen i. Allg. nicht fotografiert werden. Einheimische lassen sich häufig nur ungern fotografieren, da der Islam die Abbildung von Menschen und Tieren in jeder Form verbietet. Im Zweifelsfall sollte kein Foto gemacht werden.

Trinkgeld: 10-15% im Restaurant. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Klima

Beste Reisezeit

Wüsten- und Steppenklima, sehr heiß und trocken im Sommer, kühl im Winter mit geringen Niederschlägen. Feucht in der Nähe des Golfs und trocken im Binnenland. Ganzjährig häufige Wüstenwinde bzw. -stürme. Am angenehmsten ist das Wetter zwischen dem Spätherbst und der Mitte des Frühlings.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Mosque,

Mosque, Samarra, Iraq
© Photos.com / Thinkstock

Lion

Lion of Babylon Statue, Iraqi desert
© Creative Commons / gustaf wallen

Ancient

Ancient Assyrian Carvings
© Hemera / Thinkstock