Länderinformationen

Alle Länder anzeigen

Guyana

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Kooperative Republik Guyana.

Hauptstadt

Georgetown.

Geographie

Guyana liegt im Nordosten Südamerikas und grenzt im Nordwesten an Venezuela, im Osten an Suriname und im Süden und Südwesten an Brasilien. Im Nordosten bildet der Atlantik eine natürliche Grenze. »Guiana« (ursprüngliche Schreibweise) bedeutet »Land der vielen Wasser«; der Name ist treffend, da das Land von über 1600 km schiffbaren Wasserwegen durchzogen ist. Die Kaieteur-Wasserfälle am Potaro-Fluss sind fünfmal so hoch wie die Niagara-Fälle. Das Landesinnere besteht aus Hochländern wie dem Rupununi-Gebirge an der venezolanischen Grenze oder dem Kanaku-Gebirge im äußersten Südwesten und dichtem Regenwald, der 85% des Landes bedeckt. Am schmalen, 322 km langen Küstenstrich werden Reis und Zucker angebaut. Hier lebt die Mehrheit der Bevölkerung; etwa 25% der Bevölkerung lebt in Georgetown.

Regierung

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1980. Verfassung von 1980. Einkammerparlament (National Assembly) mit 68 Mitgliedern, davon werden 65 direkt gewählt, Wahl alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1966 (ehemalige britische Kolonie).

Staatsoberhaupt

David Granger, seit Mai 2015.

Regierungschef

Samuel A. Hinds, seit 1999.

Elektrizität

110 V und 220 V, 50 und 60 Hz.

Zeitzone

Guyana Time: MEZ -5

Übersicht

Die Attraktionen Guyanas reichen von Häusern, die in der Hauptstadt Georgetown im 19. Jahrhundert auf Stelzen gebaut wurden bis hin zu den Erfurcht gebietenden Kaieteur Falls am Potaro-Fluss – Wasserfällen, die fünfmal so hoch wie die nordamerikanischen Niagarafälle sind. Guyanas Mischung aus Dschungel, Stränden, Savanne und Flüssen ziehen vor allem Abenteuer-Touristen an, die hier campen, wandern und fischen wollen und mit ganz viel Glück einen Jaguar zu Gesicht bekommen.
Die ersten Europäer, die hier im Jahr 1616 landeten, waren die Niederländer, die ihre Macht bis zum Ende des 18. Jahrhunderts behaupteten. Während der napoleonischen Kriege wechselten die Niederländer, Briten und Franzosen mehrmals die Macht über Guyana. Am Ende, nach dem Sieg über Napoleon 1815, behielt Großbritannien die Oberhand und Guyana wurde zu Britisch-Guyana, ein Status, den es bis zu seiner Unabhängigkeit 1996 beibehielt.
Nach der Abschaffung der Sklaverei importierten Plantagenbesitzer Arbeiter aus Indien, die noch heute die größte ethnische Gruppe in Guyana sind. Die meisten leben in landwirtschaftlich geprägten Gegenden, besonders um Demerara. Andere Einwanderer kamen aus den Amerikas, Europa (vor allem aus Portugal, Großbritannien und den Niederlanden) und aus China.
 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Air France (AF) fliegt täglich von Paris nach Cayenne (Französisch-Guyana), von wo aus es Anschlussflüge nach Guyana gibt. Caribbean Airlines (BW) (Internet: www.caribbean-airlines.com/) fliegt ab London via Tobago nach Guyana.

Ausreisegebühr

4500 G$, Kinder unter 7 Jahren und Transitpassagiere (innerhalb 48 Std.) sind davon befreit.

Anreise mit dem Pkw

Für den internationalen Verkehr steht gegenwärtig nur eine Straße von Georgetown über Kurupukari und Lethem nach Brasilien zur Verfügung, Fahrzeug mit Allradantrieb erforderlich (Fahrzeit mind. 12 Std.). Durch eine Verbesserung des Straßenzustandes können Straßen nun auch während der Regenzeit befahren werden (Vorsicht vor Schlaglöchern).

Busse verkehren zwischen Boa Vista in Brasilien und Lethem. Es herrschen politische Unstimmigkeiten über den Grenzverlauf zu Suriname und Venezuela, die im Moment jedoch nicht akut sind. Reisende sollten sich dieser Probleme trotzdem bewusst sein.

Anreise mit der Bahn

Es gibt keine Passagierzüge.

Anreise mit dem Schiff

Zahlreiche Schoner verkehren zwischen den Karibikinseln und Guyana, aber man sollte sich nicht auf die Fahrpläne verlassen. Einzelheiten vor Ort. Schiffe der Demerara Shipping Company laufen Georgetown wöchentlich von europäischen Häfen aus an. Celebrity Cruise Line und Royal Caribbean Cruise Line u.a. laufen Guyana im Rahmen von Kreuzfahrten an. Seitdem sich die Beziehungen zu Suriname verbessert haben, gibt es eine Fährverbindung über den Courantyne-Fluss zwischen beiden Ländern (man sollte nur die Fähre benutzen - Wassertaxis sind für Touristen illegal).

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Das Flugzeug ist das einzige zuverlässige Verkehrsmittel im Inlandsverkehr. Verschiedene Fluglinien und Charterfluggesellschaften bieten Flüge an. Weitere Informationen vor Ort.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Allwetterstraßen sind überwiegend an der Ostküste zu finden, es gibt jedoch auch Straßen ins Landesinnere bis nach Linden und zur brasilianischen Grenze. Eine Brücke zwischen den beiden Ländern befindet sich im Bau. Eine verhältnismäßig gute Küstenstraße verbindet Georgetown mit Springlands. Da Guyana viele Flüsse hat, ist man schon wenige Kilometer außerhalb von Georgetown auf Fähren angewiesen.Wegen schlechter Straßenverhältnisse und streunender Tiere wird zu Vorsicht geraten. Linksverkehr.

Bus:
Georgetowns Stabroek-Markt ist der Busbahnhof für Minibusse. Die Busse fahren unregelmäßig zwischen 05.00 und 21.00 Uhr, in Georgetown jedoch nachts auch durchgehend, und sind oft überfüllt. Von Vreed en Hoop nach Parika setzt man mit der Fähre über den Río Demerara nach Georgetown über, von New Amsterdam nach Crabwood Creek überquert man den Río Berbice.

Taxis
sind ausreichend vorhanden und ganz besonders nachts empfehlenswert. Innerhalb der Städte gilt Einheitstarif. Für Langstrecken und Nachtfahrten wird ein Zuschlag erhoben, der Fahrpreis sollte vorher vereinbart werden. Üblich sind 10 % Trinkgeld für Taxis. Man sollte nur Taxis von etablierten Firmen nutzen. Taxis auf der Straße heranzuwinken, ist nicht empfehlenswert.

Mietwagen
sind in Georgetown in beschränktem Umfang erhältlich. Es gibt auch Leihautos mit Chauffeur.

Unterlagen:
Internationaler oder eigener Führerschein.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Es gibt keinen Personenzugverkehr.

Unterwegs mit dem Schiff

Es gibt über 1000 km schiffbare Wasserwege, die wichtigsten sind der Río Essequibo, der Río Potaro, der Río Demerara und der Río Berbice. Staatliche Schiffe verkehren auf den Flüssen Río Essequibo und Río Berbice; die Verbindungen sind jedoch unregelmäßig, da Überschwemmungen und Stromschnellen den Schiffsverkehr häufig behindern. Von Georgetown laufen Küstenfähren mehrere Häfen im Norden an. Kleinere Boote verkehren zwischen anderen Ortschaften.

Reisewarnung

Überblick

Guyana

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 13.10.2016
Unverändert gültig seit: 12.10.2016

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Bedingt durch die weit verbreitete Gewaltkriminalität sollte man vor allem in Georgetown, entlang der „Eastcoast of Demerara", in der Gegend von Buxton, Friendship und Annandale sowie auf der Strecke zwischen Timehri (internationaler Flughafen) und Linden besondere Vorsicht walten lassen. Beim Befahren der Küstengewässer ist Vorsicht geboten. Dort werden immer wieder Boote überfallen, wenn auch bisher hauptsächlich Fischerboote.

Einzelreisende sollten besonders vorsichtig sein. Nach Möglichkeit sollten nur Hauptstraßen, nicht aber Nebenstraßen genutzt werden. Halten Sie die Türen und Fenster Ihres Autos geschlossen, vermeiden Sie nach Möglichkeit Tankstellenbesuche nach Einbruch der Dunkelheit, da es bei dieser Gelegenheit zu gelegentlichen Überfällen kam. Nehmen Sie keine Anhalter mit.

Besonders in größeren Menschenansammlungen wie Märkten, Busbahnhöfen, Bars, etc. sollten Wertsachen wie Schmuck gar nicht und Bargeld nur im unbedingt benötigten Umfang mitgeführt werden. Vergewissern Sie sich, dass Ihnen niemand folgt, nachdem Sie von einer Bank Bargeld abgehoben haben.

Zu Vorsicht wird bei Spaziergängen in wenig belebten Vierteln bzw. Parks größerer Städte und Siedlungen geraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man grundsätzlich nicht mehr unterwegs sein. Während der Reise sollten Sie Ihr Gepäck nicht aus den Augen lassen. Es wird angeraten, wichtige Dokumente (Flugschein, Reisepass) nur in Fotokopie mitzunehmen und die Originale im Hotelsafe zu hinterlegen. 

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaJaJa
Andere EU-LänderJa1Ja
SchweizJaNeinJa
ÖsterreichJaNeinJa
DeutschlandJaNeinJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen, sofern sie ein Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes besitzen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern).

Hinweis
: Österreicher benötigen prinzipiell kein Visum. Da es bei der Durchreise über Miami und Port-au-Prince aber zu Zurückweisungen von Reisenden ohne Visum gekommen ist, wird dennoch ein Visum empfohlen.

Kosten

Touristenvisum:
35 € (einmalige Einreise).

Geschäftsvisum:
45 € (einmalige Einreise);
60 € (mehrmalige Einreise, 3 Monate gültig);
82 € (mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig).
 

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisa.

Gültigkeit

3 Monate ab Ausstellungsdatum. Aufenthaltsdauer und Verlängerung im Ermessen der Einreisebehörde.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 7 Std. weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. (Wenn damit gerechnet werden muss, dass der Aufenthalt länger als 7 Std. dauert, muss vorher ein Transitvisum eingeholt werden).

Achtung: Staatsangehörige mancher Länder sind hiervon ausgenommen und benötigen in jedem Fall ein Transitvisum, darunter Bulgarien, Polen, Rumänien und Ungarn.

Bürger der Slowakischen und der Tschechischen Republik können ein Transitvisum bei der Ankunft erhalten, wenn sie durch ihre Fluggesellschaften vorher angemeldet wurden.

Antrag

Anträge sollten mindestens 6 Wochen vor Reiseantritt bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen) eingereicht werden.

Antrag erforderlich

(a) 3 Antragsformulare.
(b) 3 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts.
(e) Kopie aller Reiseunterlagen (Geplanter Reiseverlauf, Flugtickets, Hotelbuchung, etc.).
(f) Gebühr (in bar bei Antragstellung oder per Überweisung).

Geschäftsvisum zusätzlich:
(g) Firmenschreiben oder Einladung einer in Guyana registrierten Firma.

Besuchsreisen zusätzlich:

(h) Einladung des Gastgebers.

Der postalischen Antragstellung sollte ein adressierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg der Gebühren beigelegt werden.

Temporärer Wohnsitz

Anfragen an das Innenministerium.

Bearbeitungsdauer

Bis zu einem Monat.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Reist ein Kind nur mit einem Elternteil, müssen bestimmte Dokumente wie z.B. Geburtsurkunde oder eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung des anderen Elternteils vorgelegt werden. Allein reisende Minderjährige sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Sorgeberechtigten mitführen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen, sofern sie ein Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes besitzen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern).

Hinweis
: Österreicher benötigen prinzipiell kein Visum. Da es bei der Durchreise über Miami und Port-au-Prince aber zu Zurückweisungen von Reisenden ohne Visum gekommen ist, wird dennoch ein Visum empfohlen.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken5-
Malaria4-
Typhus & Polio3-
Cholera2
Gelbfieber1

Übersicht

Aufgrund der sehr schlechten medizinischen Versorgung sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Die Krankenhausbehandlung ist in Georgetown kostenlos, Ärzte verlangen jedoch ein Honorar.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als ein Jahr sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete oder aus einem der folgenden afrikanischen Ländern einreisen wollen: Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d'Ivoire, Gabun, Gambia, Ghana, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo (Rep.), Kongo (Dem. Rep.), Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Ruanda, São Tomé & Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Tansania, Togo, Tschad, Uganda und Zentralafrikanische Republik. Eine Impfbescheinigung wird auch bei der Einreise aus den folgenden mittel- und südamerikanischen Ländern benötigt: Belize, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Französisch Guayana, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, Peru, Surinam, Venezuela. Ausgenommen sind Transit-Passagiere in Guyana.
Unabhängig von den Einreisebestimmungen ist eine Gelbfieber-Impfung medizinisch unbedingt ratsam.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Regionen Barina/Waini und Pomeroon/Supenaam. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Abweichend von den offiziellen Bestimmungen kann gelegentlich eine Choleraimpfung verlangt werden, insbesondere bei Ankunft aus einem Land mit Cholera bzw. bei Einreise außerhalb der internationalen Flughäfen.

[3] Typhus kann vorkommen, Poliomyelitis kommt nicht vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4] Malariaschutz ganzjährig in allen Landesteilen, besonders im Landesinnern, erforderlich. Sporadisches Malariarisiko an der stark bevölkerten Küste. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (47 %) soll stark chloroquinresistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation.

[5] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Das Leitungswasser in Guyana ist als Trinkwasser nicht geeignet. Es wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Der Genuss von einheimischen Milchprodukten aus ungekochter Milch sollte vermieden werden. Reisende sollten unbedingt auf besondere Hygienemaßnahmen vor Verzehr von Obst, Gemüse und Fleisch sowie Fisch und Meeresfrüchten achten. Vor dem Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Andere Risiken

Chagas-Erkrankungen, die durch Raubwanzen herbeigeführt werden, treten sporadisch auf. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Ein sorgfältiger Mückenschutz ist ganzjährig angebracht.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A kommt vor, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Geld

Währung

1 Guyana-Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: G$, GYD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5000, 1000, 500, 100 und 20 G$; Münzen sind im Wert von 10, 5 und 1 G$ im Umlauf. US-Dollar werden häufig akzeptiert.

Kreditkarten

Die gängigsten Kreditkarten, vor allem Visa und Mastercard, werden in größeren Hotels, Banken und Restaurants akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Geldautomaten sind meist nur in Georgetown, New Amsterdam und Bartica zu finden. Um diese zu nutzen sollte man auf das Maestro-Zeichen achten. 

Reiseschecks

Werden in US-Dollar in Banken akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen für die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung. Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge abzüglich der Umtauschbeträge.

Geldwechsel

Cambios sind die lizensierten Wechselstuben. Man sollte die Quittung zum Rücktausch am Ende der Reise aufbewahren. Nur wenige Bankautomaten akzeptieren ausländischen Kreditkarten, hier ist der Wechselkurs jedoch günstiger als beim normalen Geldwechsel.

Währungen

GYD

G$

Wechselkurse

EUR1 = GYD214.86
GBP1 = GYD255.83
USD1 = GYD206.62

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Englisch. Daneben werden Hindi und Urdu sowie indianische Sprachen gesprochen.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 23 Feb Tag der Republik (Mashramani)
  • 30 Mar Karfreitag
  • 02 Apr Ostermontag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 05 May Ankunftstag der Inder
  • 26 May Unabhängigkeitstag
  • 02 Jul CARICOM-Tag
  • 01 Aug Tag der Emanzipation
  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

(a) Hinduistische Feste werden nach dem Mondkalender bestimmt und sind daher veränderlich.

(b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Guyana eingeführt werden (Personen ab 16 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 225 g Tabak;
750 ml Spirituosen;
750 ml Wein;
250 ml Parfüm.

Kontaktadressen

Botschaft der Kooperativen Republik Guyana

(auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig)

(+32) (02) 675 62 16.

Boulevard Brand Whitlock 114

B-1200 Brüssel

Belgium

Tourism & Hospitality Association of Guyana (THAG)

225 08 07

http://www.exploreguyana.org

http://www.exploreguyana.org

157 Waterloo Street, North Cummingsburg

GY-Georgetown

Guyana

Guyana Tourism Authority

21 90 09 46.

http://www.guyana-tourism.com

http://www.guyana-tourism.com

National Exhibition Centre, Sophia

GY-Greater Georgetown

Guyana

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich, Pünktlichkeit wird allgemein erwartet. Die karibische Mentalität macht sich auch im Geschäftsleben bemerkbar, die Atmosphäre ist entspannt.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.30 Uhr.

Wirtschaft

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Guyana Manufacturer's Association (Vereinigung der herstellenden Industrie)
National Exhibition Centre, Sophia, Georgetown
Tel: (022) 7 42 95.
Internet: www.gma.org.gy

Georgetown Chamber of Commerce and Industry
(Industrie- und Handelskammer)
156 Waterloo Street, Cummingsburg, PO Box 10110, Georgetown.
Tel (022) 6 35 19.
Internet: www.georgetownchamberofcommerce.org

Ministry of Trade, Tourism and Industry (Ministerium für Handel, Tourismus und Industrie)
229 South Road, Georgetown
Tel: (022) 6 25 05.
Internet: www.mintic.gov.gy

Geschäftskontakte

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Guyana Manufacturer's Association (Vereinigung der herstellenden Industrie)
National Exhibition Centre, Sophia, Georgetown
Tel: (022) 7 42 95.
Internet: www.gma.org.gy

Georgetown Chamber of Commerce and Industry
(Industrie- und Handelskammer)
156 Waterloo Street, Cummingsburg, PO Box 10110, Georgetown.
Tel (022) 6 35 19.
Internet: www.georgetownchamberofcommerce.org

Ministry of Trade, Tourism and Industry (Ministerium für Handel, Tourismus und Industrie)
229 South Road, Georgetown
Tel: (022) 6 25 05.
Internet: www.mintic.gov.gy

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst in den größeren Städten.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber: Guyana Telephone and Telegraph Company (GT&T) (Internet: www.gtt.co.gy). Mobiltelefone können bei GT&T gemietet werden.

Internet

In Georgetown stehen Internetcafés zur Verfügung. Internetanbieter sind GT&T und GuyanaNet (Internet: www.guyana.net.gy).

Post

Luftpost nach Europa benötigt 7-9 Tage, umgekehrt dauert es länger.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Auf dem Stabroek-Markt in Georgetown werden einheimische Strohhüte, Körbe, Tongefäße und Schmuck angeboten. Andere Geschäfte verkaufen indianische Bogen und Pfeile, Hängematten, Tonwaren und Schüsseln. In den staatlichen Geschäften findet man ausgezeichneten Schmuck aus Gold, Silber, Edel- und Halbedelsteinen. Preise sind niedrig, die Qualität gut. Quittungen und Zertifikate sollten unbedingt bis zur Ausfuhr für den Zoll aufbewahrt werden. Öffnungszeiten der Geschäfte: i.A. Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-11.30 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Es gibt diverse Nachtklubs in Georgetown.

Kulinarisches

Übersicht

Die Auswahl der Gerichte spiegelt die Einflüsse der verschiedenen Kulturen wider. Die indische Küche mit ihren Curry, Lamm-, Garnelen- und Huhngerichten ist ebenso vertreten wie die afrikanischen Gerichte Fu-Fu (Kochbananen) und Metemgee (Edows, Yams, Maniok und Kochbananen in Kokosmilch und Kokosfleisch gekocht). Typische Spezialitäten sind portugiesisches Schweinefleisch mit Knoblauch und indianischer Pfeffertopf. Auf den meisten Speisekarten findet man Geflügel, Schweinefleisch, Steak und Garnelen. In Georgetown gibt es gute chinesische, indische und kreolische Restaurants. Getränke: Demerara-Rum, eine Spezialität des Landes, sollte man unbedingt probieren. Das örtliche Bier heißt Banks.

Unterkunft

Hotels

In Georgetown gibt es 10 Hotels, einige davon bieten gehobenen internationalen Standard. Man zahlt keinen Zuschlag in der Hauptsaison. Da Stromausfälle häufig vorkommen, sollte man eine Taschenlampe mitnehmen. Auskünfte von der Tourism & Hospitality Association of Guyana (s. Adressen).

Kultur

Religion

50 % Christen (vorwiegend Anglikaner und Katholiken), 35 % Hindus und 10 % Moslems.

Soziale Verhaltensregeln


Gastfreundschaft ist selbstverständlich, und Einladungen in Privathäuser sind häufig. Freizeitkleidung ist üblich, Männer sollten jedoch keine Shorts tragen. In manchen Restaurants und zu besonderen gesellschaftlichen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. Trinkgeld: 10% in Hotels und Restaurants.

Klima

Beste Reisezeit

Tropisch. Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit ganzjährig. Regenzeiten von November bis Januar sowie Mai bis August. An der Küste kühler.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Paraitepui

Paraitepui Village, Guyana
© iStockphoto / Thinkstock

Sheer

Sheer cliffs of Mount Roraima, Guyana
© iStockphoto / Thinkstock

Kaiteur

Kaiteur Falls in Guyana
© Creative Commons / madmack66

Guyana/

Guyana
© Creative Commons / mauroguanandi's