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Ecuador

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Ecuador.

Hauptstadt

Quito.

Geographie

Ecuador, der kleinste der Andenstaaten, liegt am Pazifik und grenzt im Norden an Kolumbien und im Osten und Süden an Peru. Die Anden durchziehen das Land von Nord nach Süd. Der Chimborazo (6310 m) ist der höchste Berg. Das Hochland (Sierra) wird durch zwei in Nord-Südrichtung verlaufende, aus 30 Vulkanen gebildete Hochgebirgszüge geprägt: die Westkordillieren (Cordillera Real) und die Ostkordillieren (Cordillera Oriental). Westlich der Anden liegt das fruchtbare Tiefland, östlich der Anden der Regenwald (Selva, Oriente, Amazonia) des Amazonasbeckens. Die Küste (Costa), von niedrigen Hügelketten durchzogen, nimmt ca. ein Viertel der Staatsfläche ein. Das obere Amazonasbecken im Osten besteht aus dichtem tropischem Dschungel, der von zahlreichen Flussarmen durchzogen wird. Die Amazonasregion nimmt 36% der Landesfläche ein, jedoch nur 3% der Bevölkerung leben hier. Die Galápagos-Inseln liegen etwa 1000 km östlich des ecuadorianischen Festlandes. Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage beheimaten sie eine außergewöhnliche und einmalige Artenvielfalt.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1978. Verfassung von 2008. Die 100 Mitglieder des Nationalkongresses (Congreso Nacional) werden für 4 Jahre gewählt. Direktwahl alle 4 Jahre. Unabhängig seit 1822 (Loslösung von Großkolumbien; bis 1809 spanische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Lenin Moreno, seit April 2017.

Elektrizität

110/120 V, 60 Hz. Adapter und Transformator erforderlich.

Übersicht

Ecuador wird vom Äquator in zwei Teile – einen auf der Süd- und den anderen auf der Nordhalbkugel der Erde – geteilt und besteht aus drei verschiedenen geologischen Zonen: Sierra, Oriente and Costa. Es erscheint unglaublich, dass drei so unterschiedliche Regionen in ein so winziges Land passen. Darüber hinaus gehören auch die noch utopischer wirkenden Galapagos-Inseln zu Ecuador.
Durch die Mitte des Landes ziehen sich die Anden mit über 6.000 m hohen Bergen. Das Landschaftsbild wird von Vulkanen bestimmt, von denen die Hälfte noch aktiv ist. Die Städte von Ecuador liegen zum größten Teil in einem breiten Tal, das die Straße der Vulkane genannt wird.
Östlich der Sierra liegt eine für ihre ungeheure Artenvielfalt bekannte feuchte Tiefebene mit dichtem Dschungel und einem komplexen Netzwerk von Flüssen, die den Amazonas speisen.
Die Pazifikküste von Ecuador bietet üppige Regenwälder, attraktive Strände und die kommerzielle Hauptstadt des Landes, Guayaquil.
Tief im Pazifik liegen die Galapagos-Inseln, eine vergessene Welt voller einzigartiger Tiere, die sich vor dem Menschen nicht zu fürchten scheinen. Charles Darwin entdeckte sie im 19. Jahrhundert, und heute sind sie das Traumreiseziel schlechthin.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

TAME (EQ) ist Ecuadors nationale Fluggesellschaft.

LAN (LA) fliegt von Frankfurt nach Madrid. Ab Madrid bietet LAN Anschlussflüge nach Guayaquil und Quito. Lufthansa (LH) bietet Zubringerflüge von allen Städten Deutschlands sowie aus Österreich zu den LAN-Langstreckenflügen an. Swiss International (LX) dient als Zubringer von der Schweiz aus. Ibera (IB) ist ebenfalls aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als Zubringer nach Madrid nutzbar. Iberia (IB) fliegt nonstop ab Madrid nach Quito. 

Condor (DE) verbindet Frankfurt mit Quito.

Air France (AF)
 bietet u.a. Verbindungen nach Quito.

Airpässe

Der Oneworld Visit South America Pass ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien Aer Lingus (EI), American Airlines (AA), British Airways (BA), Cathay Pacific (CX), Finnair (AY), Iberia (IB), LAN (LA) und Qantas (QF) innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons, maximal 20. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr erhoben. Stornogebühren fallen an (nach Reiseantritt keine Erstattung). Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.

Ausreisegebühr

25 US$. Ausgenommen sind Transitreisende.

Anreise mit dem Pkw

Die Panamerikana verläuft von der kolumbianischen Grenze bei Rumichaca Richtung Süden über Quito, Riobamba, Cuenca und Loja nach Macará in der Nähe der peruanischen Grenze. Ein Teil der Strecke ist mautpflichtig.

Fernbus: U. a. Rutas de America (Tel: (02) 254 81 42. Internet: http://www.rutasenbus.com/) bietet direkte Verbindungen nach Venezuela, Kolumbien und Perú sowie Anschlussverbindungen nach Bolivien, Chile, Argentinien und Brasilien.

Anreise mit dem Schiff

Guayaquil (Internet: www.puertodeguayaquil.com) ist der wichtigste Passagier- und Frachthafen neben Esmeraldas, Manta und Puerto Bolívar. Regelmäßige Passagier-/Frachtverbindungen von Europa über Chile, die von Rotterdam, La Rochelle, Hamburg oder Le Havre aus 20 bis 22 Tage unterwegs sind.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Ecuadors nationale Fluggesellschaft TAME (EQ) verkehrt regelmäßig zwischen Guayaquil und Quito. Außerdem besteht eine Verbindung zwischen Quito und Tena.

Die Fluggesellschaft LAN Perú (LP) bietet Inlandflüge von der Hauptstadt Quito sowie von Guayaquil nach Galápagos, von Quito nach Guayaquil und von Quito und Guayaquil nach Cuenca, der Hauptstadt der Provinz Azuay.

LAN Ecuador (XL) bietet täglich Direktflüge von Guayaquil nach Quito. Einige kleinere Fluggesellschaften fliegen zur Küste und in den östlichen Landesteil; das Flugzeug ist im Inlandverkehr ein gebräuchliches Transportmittel.

LAN Airlines (LA) verbindet Quito mit Manta.

Galápagos-Inseln: Von Quito und Guayaquil aus starten täglich Flüge zu den Galápagos-Inseln. Ausländische Besucher bezahlen einen höheren Preis für Flugtickets. Die Insel Baltra verfügt über einen Flughafen. 

 

Flugzeiten

von Quito zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):












































FlugzeugBahnBus/Pkw
Guayaquil0.507.007.00
Cuenca1.30-9.30
Ambato--2.30
Riobamba-3.003.30
Esmeraldas1.00-7.00
Puerto Ayora2.30--

Ausreisegebühr

Flughafengebühr: 12 % des Ticketpreises, im Ticket bereits enthalten 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz ist ausgedehnt, die Fahrbedingungen allerdings recht unterschiedlich. Einige Straßen werden renoviert, viele Straßen haben jedoch, aufgrund von Erdbeben und Überschwemmungen (im Süden), große Schlaglöcher und Risse. Zwischen Quito und Guayaquil sowie zwischen Quito und Latacunga, Ambato und Riobamba sind die Straßen vollständig asphaltiert. Quito, Otavalo, Ibarra und Tulcan an der kolumbianischen Grenze werden durch eine Straße verbunden.

Fernbus:
Busverbindungen sind gut und zumeist schneller als in den anderen Andenstaaten, da mehr Asphaltstraßen zur Verfügung stehen. Auf den Strecken zwischen Quito und Guayaquil und von Quito in die anderen größeren Städte des Hochlandes sind Platzreservierungen erforderlich. Überlandbusse ab Quito starten von den Busbahnhöfen Quitumbe im Süden und Carcelén im Norden der Stadt.

Mietwagen:
Internationale Mietwagenfirmen sind vertreten.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

In Quito und Guayaquil verkehren Linien- und Minibusse mit Einheitsfahrpreisen. Taxis findet man vor allem in größeren Städten. Tarife sind im allgemeinen günstig, der Fahrpreis sollte aber im Voraus vereinbart werden. In Quito verfügen Taxis über Taxameter.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Eine der Zugverbindungen der nationalen Bahngesellschaft Ferrocarriles del Ecuador (Internet: www.ferrocarrilesdelecuador.gob.ec) ist die als Teufelsnase (Nariz del Diablo) bekannte Strecke von Alausi nach Sibambe. Der Zug fährt dabei auf einer spektakulären Strecke durch die Berge. Wegen witterungsbedingter oder technischer Schwierigkeiten sollte man sich vor Reiseantritt genauestens informieren, ob der Zug auch fährt. Weitere Verbindungen mit Zügen und mit Schienenbussen bestehen zwischen Riobamba und Urbina bzw. Colta, zwischen El Tambo und Baños del Inca sowie zwischen Ibarra und Salinas und auf kleinen Strecken ab San Lorenzo. Außerdem fahren Züge von Durán bei Guayaquil nach Yaguachi bzw. nach Bucay.

Der historische Zug Tren Crucero (Internet: www.trenecuador.com) verbindet Quito via Alausí mit Guayaquil (Fahrtdauer: 4 Tage).

Unterwegs mit dem Schiff

Die felsige Küste macht die Küstenschiffahrt recht langsam und teilweise sogar gefährlich. Im Amazonasgebiet gibt es mehrere befahrbare Flüsse. In den Oriente-Dschungeln und in der nördlichen Küstenregion gibt es nur wenige Straßen, der Einbaum (bis zu 25 Passagiere) ist oft das einzige Verkehrsmittel. Es gibt kaum Passagierschiffe, die zwischen dem Festland und den Galápagos-Inseln verkehren; innerhalb der Gruppe verkehren jedoch zahlreiche Touristenboote, Postschiffe und Mietjachten.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Tue, 17 Jul 2018 14:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 06 Aug 2018 18:38:39 +0200)

Letzte Änderungen:
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (Krankenversicherungspflicht)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität
Reisende werden aufgrund der Kriminalität und Gewaltbereitschaft in Ecuador zu Vorsicht und Wachsamkeit aufgerufen. Ein erhöhtes Risiko, Opfer eines Diebstahls, Raubüberfalls oder anderen Gewaltverbrechen zu werden, besteht vor allem in den Metropolen Guayaquil und Quito und Cuenca, sowie an der Küste.
In der gesamten Grenzregion zu Kolumbien besteht ein erhöhtes Risiko, Opfer von  Entführungen und von Aktivitäten bewaffneter,  mit dem Drogenhandel in Verbindung stehender Gruppen zu werden.
Im Norden der Provinz Esmeraldas - San Lorenzo und umliegende Region - erfolgten seit Anfang 2018 wiederholt Anschläge auf ecuadorianische Sicherheitskräfte, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden und bei denen mehrere Todesopfer und zahlreiche Verletzte, auch unter Zivilisten, zu beklagen waren. Am 26. März 2018 wurden zwei Journalisten und ihr Fahrer in dieser Zone entführt. 
Von Reisen in dieses Gebiet wird daher derzeit generell abgeraten. Auch im übrigen Grenzgebiet zu Kolumbien ist erhöhte Vorsicht geboten. Die Sicherheitslage kann sich gegebenenfalls auch kurzfristig verschlechtern.
Von Gegenwehr bei Raubüberfällen ist aufgrund der Gewaltbereitschaft der Täter in jedem Fall abzuraten.
Auch bei Überlandfahrten in der Provinz Esmeraldas, der Küstengegend in und um die Stadt Esmeraldas sowie bei Besuchen der Stadt Santo Domingo ist wegen des gestiegenen Risikos von Überfällen erhöhte Vorsicht geboten. Reisenden wird empfohlen, vor Reisebeginn (z.B. Amazonasgebiet) mit den Reiseveranstaltern die aktuelle Sicherheitslage abzuklären.
In größeren Städten, an touristischen Schwerpunkten (z.B. Ausgehviertel Mariscal Sucre in Quito) und insbesondere in Bussen und Busstationen kommt es in erheblichem und weiter steigendem Umfang zu Diebstählen, Raubüberfällen und Sexualdelikten. Die Täter wenden dabei verschiedenste Tricks an wie z.B. Ablenkungsmanöver, „Bußgeld"-Erpressung unter Verwendung falscher Uniformen, Raub oder Vergewaltigung nach Verabreichung von bewusstseinsmindernden Drogen (auch in Form von Pulver in Speisen, Getränken oder auf Prospekten), Überfälle durch Taxifahrer in nicht registrierten Taxis, die aktiv potentielle Kunden ansprechen.
Reisende sollten stets auf ihr Gepäck achten und möglichst keine Wertsachen tragen oder mitführen; Uhren, Kameras und Mobiltelefone sollten nicht auffällig zu sehen sein und auf der Straße auch bei Anruf nicht sorglos benutzt werden. In Bars sollten keine Getränke von Fremden angenommen werden und das eigene Getränk sollte ständig im Auge behalten werden. Bei Dunkelheit sollte auch für kürzere Strecken ein registriertes Taxi von Tür zu Tür benutzt werden.
Auf Wanderstrecken zu beliebten Touristenzielen (z.B. Lagune San Pablo und Wasserfall El Peguche bei Otavalo, Vulkan Pichincha via Bergstation Cruz Loma und in der Umgebung von Vilcabamba) kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Überfällen bzw. Gewaltverbrechen. Auf lokale Hinweise sollte besonders geachtet werden.
In Montañita (Provinz Sta. Elena an der Küste) kam es in den letzten Monaten zu mehreren Fällen der Vergewaltigung von Ausländerinnen, nachdem den Opfern K.O.-Tropfen o.ä. verabreicht worden waren.
Besonders gefährdet sind Einzelreisende. Bei der Auswahl von örtlichen Reiseunternehmen sollte auf geeignete Sicherheitsvorkehrungen geachtet werden bzw. sollten solche abgefragt werden.
Bei Vergewaltigungen ist in jedem Fall eine Anzeige zu erstatten. Es wird empfohlen, sich umgehend ein sog. Postexposure-Kit zu besorgen. Dies ist in Notfällen auch über die deutsche Botschaft in Quito erhältlich. Bei Bedarf stehen manchmal auch von der Polizei vermittelte Psychologen zur Verfügung.

Polizei und Strafverfolgungsbehörden
Die Polizei ist in Notfällen auf Spanisch rund um die Uhr unter der Telefonnummer 911 zu erreichen.
In Quito können Strafanzeigen u.a. im Büro der städtischen Tourismuspolizei, welches an der Ecke der Straßen Reina Victoria und Vicente Roca im dritten Stockwerk liegt und rund um die Uhr geöffnet ist, sowie bei der „Policía Judicial" an der Ecke der Straßen Juan León Mera und Vicente Roca aufgegeben werden. Mitzubringen ist entweder der Reisepass oder eine Kopie desselben. Die Beamten halten mehrsprachige Formulare bereit.
Im Großraum Quito können kleinere Überfälle auch elektronisch bei der Fiscalía General del Estado angezeigt werden. 
Opfer einer Straftat sollten zusätzlich die deutsche Botschaft in Quito informieren.

Naturkatastrophen
Ecuador liegt in einer seismisch aktiven Zone und hat mehrere aktive Vulkane. Seit dem schweren Erdbeben in der Küstenregion zwischen Esmeraldas und Manta vom 16. April 2016 mit zahlreichen Todesopfern ist insbesondere diese Region immer wieder von Nachbeben betroffen.  
In den letzten Jahren kam es zu Eruptionen (vorwiegend Ascheregen) verschiedener Vulkane. Insbesondere die Vulkane Tungurahua (Touristengebiet Baños), Sangay (im Park Sangay) und jüngst wieder Reventador (etwa 90 km östlich von Quito) sind derzeit aktiv; der Vulkan Cotopaxi steht unter intensiver Beobachtung. Auf mögliche Evakuierungen und Behinderungen des Reiseverkehrs (ggf. auch durch kurzfristige Sperrungen der Flughäfen Guayaquil und Quito) wird hingewiesen.
Reisende sollten sich daher stets zeitnah über die aktuelle Lage in den betroffenen Regionen informieren. Informationen zu Erdbeben und Vulkanaktivitäten sowie aktuellen Warnstufen erteilt das Instituto Geofísico – Escuela Politécnica Nacional, Quito-Ecuador.
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Geoforschungszentrum Potsdam. 

In den Wintermonaten (Januar – April) kommt es aufgrund von Regenfällen häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen in der Küstenregion und im Hochgebirge. In der Folge kann es zu starken Beschädigungen der Verkehrswege kommen, die die Reisesicherheit beeinträchtigen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage und Verkehrssituation durch örtliche Medien bzw. den Reiseveranstalter informieren und mit Behinderungen im Reiseverkehr rechnen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Versorgung im Notfall
Reisende nach Ecuador sollten unabhängig von der Krankenversicherungspflicht bei Einreise ab 22. Juli 2018, siehe Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige, unbedingt auch im eigenen Interesse auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Infrastruktur/Straßenverkehr
Ecuador weist eine sehr hohe Unfallrate auf. Grundlegende Sicherheitsvorkehrungen werden häufig nicht eingehalten. Der Fahrstil entspricht nicht den in Mitteleuropa üblichen Standards. Insbesondere Busse sind sehr häufig in schwere Unfälle verwickelt. Besonders Fahrten in der Nacht sind mit einem erhöhten Risiko verbunden. Dies sollte bei der Wahl des Verkehrsmittels berücksichtigt werden.

Führerschein
Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Geld/Kreditkarten
Gesetzliche Zahlungsmittel in Ecuador sind der US-Dollar, US-Cent-Münzen und nationale Centavo-Münzen. Da vermehrt gefälschte Geldscheine im Umlauf sind, nehmen Geschäfte und Banken in der Regel keine 50- und 100- US-Dollarnoten an. Reisende sollten dies bei der Mitnahme von US-Dollar in bar berücksichtigen.
Bank- und Kreditkarten können zwar grundsätzlich verwendet werden; das Abheben von Geld mittels deutscher Bankkarten in Ecuador ist derzeit aber nicht immer möglich. Es gibt Probleme mit der Freischaltung der Bankautomaten. Auch funktionieren deutsche Kreditkarten als Bezahlung in Geschäften, Hotels derzeit nicht regelmäßig. Einschränkungen ergeben sich auch in kleineren Orten. Geldautomaten sollten aus Sicherheitsgründen nur während der Geschäftszeiten benutzt werden. Es wird empfohlen, keine größeren Bargeldmengen bei sich zu tragen.

Sportliche Aktivitäten
Bei sportlichen Aktivitäten (Canopy, Bergsteigen, Rafting) entsprechen die Sicherheitshinweise und -vorkehrungen häufig nicht deutschen Standards. Bei der Auswahl von örtlichen Reiseunternehmen sollten Sicherheitsmaßnahmen vorher abgefragt werden. Insbesondere Bergtouren (auch von erfahrenen Bergsteigern) sollten nur mit ortskundigen Führern durchgeführt werden.
Zu bestimmten Jahreszeiten ist an der Küste mit teilweise hohem Wellengang zu rechnen, so dass normalerweise übliche touristische Aktivitäten, beispielsweise die Walbeobachtung auf Touristenbooten im Pazifik, untersagt werden können. Den Anweisungen der Behörden, auch bezüglich des Wassersports, muss in jedem Fall Folge geleistet werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: Reisedokumente müssen mindestens sechs Monate bei Einreise gültig sein.
Bei Nichterfüllung dieses Kriteriums erfolgt eine Einreiseverweigerung mit anschließender Rückführung an den Herkunftsflughafen.
Die Einreise mit beschädigten Reisepässen kann zur Zurückweisung durch die Grenzpolizei führen.

Hinweise für die Ein- und Ausreise von Minderjährigen
Zur Ausreise aus Ecuador ist für Minderjährige, die auch ecuadorianische Staatsangehörige sind (deutsch-ecuadorianische Doppelstaater) oder ein Wohnsitzvisum für Ecuador haben, und nicht von den Sorgeberechtigten begleitet werden, zwingend die Vorlage einer entweder gerichtlichen, notariellen oder konsularisch beglaubigten Einverständniserklärung, z.B. vom ecuadorianischen Konsulat im Ausland, des nicht mitreisenden Elternteils erforderlich. Nähere Informationen bietet das ecuadorianische Ministerio del Interior.

Krankenversicherungspflicht
Ab 10. September 2018 ist die Vorlage einer Reisekrankenversicherung mit Gültigkeit für Ecuador für die gesamte Verweildauer per Gesetz vorgeschrieben. Das Gleiche gilt für ansässige Ausländer (also auch deutsche Residenten), in diesem Fall ist ein Nachweis über gesetzliche oder private Krankenversicherung vorzulegen.

Galapagos-Inseln
Für den Besuch der Galapagos-Inseln wird seit 5. Februar 2018 zusätzlich die Vorlage eines Hin- und Rückflugtickets und der Hotelreservierung für die geplante Aufenthaltsdauer verlangt.
Nähere Informationen sind in spanischer Sprache beim ecuadorianischen Außenministerium zu finden.

Visum
Für touristische Aufenthalte in Ecuador (bis zu 90 Tage pro Jahr) müssen deutsche Staatsangehörige vor Reiseantritt kein Visum einholen. Vom 1. Tag der ersten Einreise an wird das Jahr für den Aufenthaltszeitraum von 90 Tagen gerechnet. Es gilt also nicht das Kalenderjahr. Dieses Visum ist einmalig um weitere 90 Tage verlängerbar. Dazu muss das ecuadorianische Außenministerium vor Ablauf des Visums kontaktiert werden. Die Formulare und Bedingungen zur Beantragung (Kosten) können der Internetseite des ecuadorianischen Außenministeriums entnommen werden.

Anschließend kann ein spezielles Touristen-Visum mit einer Gültigkeit von bis zu einem Jahr beantragt werden (Art. 56 Ley de Movilidad Humana, keine Arbeitsaufnahme). Ein derartiges Visum kann nur alle 5 Jahre beantragt werden.

Informationen zu Visabestimmungen für längerfristige Aufenthalte in Ecuador sollten rechtzeitig vor Reisebeginn bei der zuständigen ecuadorianischen Auslandsvertretung in Deutschland eingeholt werden.

Der Einreisestempel ist obligatorisch, auch bei Einreise über die Landgrenze von Peru oder Kolumbien. Bei Verstoß gegen ecuadorianisches Aufenthaltsrecht muss mit empfindlichen Strafen gerechnet werden, bei fortgesetztem illegalem Aufenthalt auch mit Abschiebehaft.

Der Pass oder eine Passkopie muss stets mitgeführt werden. Außerdem wird empfohlen, auch eine Kopie des Einreisestempels und der o.g. Versicherung mit sich zu führen.

Weitere Informationen in spanischer Sprache sind bei der zuständigen Einwanderungsbehörde "Migración"  erhältlich.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Barmittel im Wert von mehr als 10.000 US-Dollar müssen bei der Einreise deklariert werden und können bis zu 10.000 US-Dollar wieder ausgeführt werden, sofern sie bei Einreise schon deklariert wurden.

Zollinformationen zur Einfuhr von Waren sind direkt bei der Botschaft des Ziellandes erhältlich. Nur dort kann eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogenkonsum und -handel werden selbst bei kleinsten Mengen mit hohen Haftstrafen (ca. 8-16 Jahre) geahndet. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben.

In Ecuador gelten für die Ausfuhr von Tieren und Pflanzen besondere Vorschriften.

Bei Unfällen mit Personenschäden ist mit Untersuchungshaft für alle Beteiligten zu rechnen.

Bei Verhaftungen sollte auf sofortiger Unterrichtung der deutschen Botschaft bestanden werden.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Reisekrankenversicherung

Der Abschluss einer weltweit gültigen Krankenversicherung und einer zuverlässigen Reiserückholversicherung vor Einreise werden dringend empfohlen. Ab dem 22. Juli 2018 ist der Nachweis bei der Einreise verpflichtend.

Zika-Virus-Infektion
In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch Schutzmaßnahmen Mückenstiche.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 12. Lebensmonat bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet (siehe www.who.int) gefordert.
Bei der direkten Einreise aus Deutschland wird kein Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt. Für Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieberinfektionsgebiete Ecuadors, insbesondere die östlichen Landesteile (Orellana, Morona, Napo, Pastaza, Sucumbíos und Zamora) wird allen Reisenden ab dem vollendeten 12. Lebensmonat eine Impfung dringend empfohlen.
Kein Übertragungsrisiko besteht in Quito, Guayaquil und auf den Galapagos Inseln.
Aus Ecuador kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden (z. B. bei Weiterreise nach Costa Rica).
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR) sowie Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Chikungunya
Ausgehend von der Antillen-Insel St. Martin im Januar 2014 treten Chikungunya-Virusinfektionen in Ecuador immer wieder auf. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber (s. u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten. Siehe auch Merkblatt Chikungunya.

Dengue-Fieber
Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.).

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Ein mittleres Risiko besteht im östlichen Tiefland, insbesondere in den wasserreichen Gebieten. Ein geringes Risiko besteht im übrigen Tiefland, im Osten des Amazonasgebietes, sowie in den westlichen Tieflandgebieten (v. a. Esmeraldas). Kein Risiko besteht in Höhenlagen (oberhalb 1500m), in den Städten und auf den Galapagos-Inseln.

Je nach Reiseprofil kann die Mitnahme einer Notfallselbsttherapie allenfalls im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte. In jedem Fall ist die konsequente Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.) sinnvoll.

Leishmaniasis
Leishmaniasis kommt landesweit in geringer Fallzahl vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen und manifestieren sich als Erkrankung insbesondere an der Haut, in selteneren Fällen alternativ an weiteren Organen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

Aufgrund der o. g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ganztägig und in den Abendstunden und nachts (Malaria!)
- Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

Durchfallerkrankungen
Durchfallerkrankungen bei Reisenden sind häufig, z. T. auch schwer. Sie sind in den meisten Fällen vermeidbar durch Beachtung einfacher Regeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes bzw. desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder schälen. Halten Sie Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.

Leptospirose
Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.
Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen.
Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.

HIV/AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Höhenkrankheit
Aufgrund der Höhenlage Quitos (2.800 m ü. M.) kann es nach Ankunft in den ersten Tagen zu Symptomen der Höhenkrankheit kommen.

Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten im privaten Sektor in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Der öffentliche Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen überwiegend defizitär strukturiert.
Die Kosten für eine medizinische Behandlung (prinzipiell auch bei Notfällen) sowie für Medikamente müssen in der Regel vor Ort sofort in bar oder per Kreditkartenzahlung beglichen werden. Im Fall akut lebensbedrohlicher Krankheitsbilder oder Unfallverletzungen sind auch Privatkliniken zur Behandlung verpflichtet, verlangen aber die vollständige Begleichung der Rechnung vor der Entlassung.
Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden daher dringend empfohlen.

Vor einer Reise nach Ecuador wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaNeinJa
Andere EU-LänderJaNeinJa
SchweizJaNeinJa
ÖsterreichJaNeinJa
DeutschlandJaNeinJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig und darf nicht beschädigt sein.

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Reisepässe (bzw. beglaubigte Fotokopien) müssen in Ecuador stets mitgeführt werden.

Visainformationen

Reisende fast aller Länder sind vom Visumzwang befreit und können sich bis zu 90 Tage innerhalb von einem Zeitraum von einem Jahr im Land aufhalten (Einreisestempel zählt). Ausnahmen: Ein Visum benötigen Staatsangehörige von Äthiopien, Afghanistan, Bangladesch, Cuba, Eritrea, Haiti, Kenia, Nepal, Nigeria, Nord-Korea, Pakistan, Senegal und Somalia.

Eine Verlängerung des visumfreien Aufenthalts ist vor Ort beim Außenministerium möglich.

Bei Verstoß gegen ecuadorianisches Aufenthaltsrecht drohen Geldstrafen sowie Zurück- und Ausweisungen. Auskünfte über die Visumbestimmungen für längerfristige Aufenthalte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Kosten

Je nach Nationalität unterschiedlich.

Visaarten und Kosten

U.a. Touristen-, Arbeits- und Studentenvisum.

Gültigkeit

Je nach Aufenthaltszweck unterschiedlich.

Transit

Transitvisa werden nicht ausgestellt.

Antrag

Postalisch (nur in Berlin möglich) oder persönlich beim Konsulat bzw. Konsularabteilung der Botschaft.

Antrag erforderlich

Einreisevisum (Aufenthalt bis zu 180 Tage):
(a) 1 Antragsformular (online oder bei den diplomatischen Vertretungen erhältlich),

(b) 1 Passbild mit weißem Hintergrund,
(c) Reisepass (bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültig) und eine Kopie des Reisepasses,
(d) Kopie des Hin- und Rückflugtickets oder der elektronischen Ticketreservierung,
(e) polizeiliches Führungszeugnis (Minderjährige: Bescheinigung einer Bildungseinrichtung über gutes Betragen),

(f) Auslandsreisekrankenversicherung, die für Ecuador und während des gesamten Aufenthalts gültig ist.

(h) (evtl. eine Masern-Impfung),
(i) Nachweis ausreichender Geldmittel (z.B. Bankbestätigung oder Einkommensbestätigung des Arbeitgebers),
(j) Briefmarken im Wert von 3,50 € für die Rücksendung des visierten Reisepasses innerhalb Deutschlands.
 

Temporärer Wohnsitz

Auskünfte von der zuständigen konsularischen Vertretung.

Bearbeitungsdauer

3-4 Wochen. Spätestens 1 Monat vor der geplanten Reise sollte mit der zuständigen diplomatischen Vertretung Kontakt aufgenommen werden.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Jeder ausländische Bürger, der ein Visum für einen Aufenthalt über 90 Tage erhalten hat, muss dieses innerhalb von 30 Tagen ab seiner Einreise in Ecuador bei der Generaldirektion für Ausländerwesen des Innenministeriums registrieren lassen (Dirección de Extranjería, Ministerio de Relaciones Exteriores, Comercio y Integración, Carrión E1-76 y Avenida 10 de Agosto, Quito. Tel: (02) 299 32 00).

Benötigte Dokumente bei der Einreise

(a) Rück- bzw. Weiterreisetickets.

(b) Bei der Einreise erhält jeder Besucher einen Einreisestempel.

(c) Ausreichende Geldmittel.

(d) Bei Ankunft noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass.

(e) Auslandsreisekrankenversicherung, die für Ecuador und während des gesamten Aufenthalts gültig ist.

Galapagos-Inseln:

Touristen benötigen ein Einreise-Formular (Transit Control Card oder Tarjeta de control de tránsito, TCT), auf dem u.a. Name und Passnummer angegeben werden müssen. Es kann bei der Einreise am Flughafenschalter ausgefüllt oder bisweilen auch über den Reiseveranstalter besorgt werden. Die Gebühr beträgt 10 US$. In jedem Fall muss ein gültiges Hin- und Rückreiseticket sowie eine Hotelreservierung für die gesamte Aufenthaltsdauer vorgewiesen werden. Weitere Infos unter www.ecuadorline.de.
 

Aufenthaltsverlängerung

Das Touristenvisum kann einmalig verlängert werden. Das verlängerte Visum hat eine Gültigkeit von einem Jahr. 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige, die allein oder nur mit einem Elternteil/Sorgeberechtigten reisen und die deutsch-ecuadorianische Doppelstaater sind oder einen ständigen Wohnsitz in Ecuador haben, benötigen eine gerichtliche, notariell oder konsularisch (ecuadorianisches Konsulat im Ausland) beglaubigte Einverständniserklärung, wenn sie allein oder in Begleitung nur eines Elternteils ausreisen.

 

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig und darf nicht beschädigt sein.

Visainformationen

Reisende fast aller Länder sind vom Visumzwang befreit und können sich bis zu 90 Tage innerhalb von einem Zeitraum von einem Jahr im Land aufhalten (Einreisestempel zählt). Ausnahmen: Ein Visum benötigen Staatsangehörige von Äthiopien, Afghanistan, Bangladesch, Cuba, Eritrea, Haiti, Kenia, Nepal, Nigeria, Nord-Korea, Pakistan, Senegal und Somalia.

Eine Verlängerung des visumfreien Aufenthalts ist vor Ort beim Außenministerium möglich.

Bei Verstoß gegen ecuadorianisches Aufenthaltsrecht drohen Geldstrafen sowie Zurück- und Ausweisungen. Auskünfte über die Visumbestimmungen für längerfristige Aufenthalte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken5-
Malaria4-
Typhus & Polio3-
Cholera2
Gelbfieber1

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist in den größeren Städten mit der in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine medizinische Notfallbehandlung in Privatkliniken meist nur gegen Vorkasse oder Nachweis ausreichender Bonität erfolgt (Kreditkartendeckung von 5.000 € empfohlen).

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Ecuador gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Provinzen Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Sucumbios und Zamora-Chinchipe). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung gegen Gelbfieber, v.a. bei Reisen außerhalb der Städte und im Regenwald. Impfschutz bei Reisen in die östlichen Provinzen dringend empfohlen.
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende, die in Ecuador den Flughafen nicht verlassen.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Provinzen: Guayas, Imbabura, Los Rios, Manabi. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Abweichend von den offiziellen Bestimmungen kann gelegentlich eine Choleraimpfung verlangt werden, insbesondere bei Ankunft aus einem Land mit Cholera bzw. bei Einreise außerhalb der internationalen Flughäfen.

[3]
Typhus kann vorkommen, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4] Malariarisiko ganzjährig in Gebieten unter 1500 m. Hohes Risiko in den Küstenprovinzen Esmeraldas, Manabí, Guayas und El Oro im Westen sowie in den östlichen Teilen der Amazonasprovinzen Sucumbíos, Napo und Pastaza. Mittleres Risiko im Westen der Provinzen Loja, Los Ríos und Cotopaxi sowie im westlichen Tiefland von Sucumbíos, Napo, Pastaza und Morona Santiago. Kein oder nur ein geringes Risiko in den übrigen Landesteilen, Städten und auf den Galapagos-Inseln. Für die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (21%) wurde Chloroquinresistenz gemeldet.

[5] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Auch Schweinefleisch, rohe Salate und Mayonnaise sind nicht immer unbedenklich. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Für die Chagas-Erkrankung, die durch Raubwanzen übertragen wird, besteht ein geringes Infektionsrisiko in Slums. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt während der Regenzeit (November bis Juni) in den Provinzen Laja, Guayas und Esmeraldas vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

In vereinzelten Herden im Nordwesten (Esmeraldas) tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen. Hepatitis B und E kommen vor. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Pest-Fälle wurden aus der Provinz Chimborazo gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. In der Provinz Morona Santiago (Amazonasgebiet) sind Fälle von Tollwut bei Menschen aufgetreten. Überträger sind wahrscheinlich Fledermäuse. Wer in diese von Touristen selten besuchte Region reist, sollte nachts die Fenster geschlossen halten und eine Impfung in Erwägung ziehen.

HIV/Aids ist weltweit ein Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Geld

Währung

1 US-Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: US$, USD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 US$. Die 2 US-Dollar Banknote ist so selten, dass sie von Bankautomaten nicht ausgegeben wird. Sie ist ein beliebtes Sammlerobjekt, das viele wegen ihrer Rarität noch nie in den Händen gehalten haben. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 1 US$ sowie 50, 25, 10, 5 und 1 Cent. Neben den Dollarmünzen sind auch die Centavo-Münzen im Umlauf, diese werden als Wechselgeld ausgegeben und entsprechen im Wert dem Dollar-Cent.

Im Jahr 2000 wurde der US-Dollar zur offiziellen Landeswährung Ecuadors erklärt und ersetzte den Sucre.

Achtung: 50 und 100 US$-Banknoten werden zurzeit in Banken und Geschäften nicht angenommen, weil viele falsche Banknoten im Umlauf sind. 

Kreditkarten

MasterCard, Visa und Diners Club werden normalerweise in großen Geschäften, Restaurants und Hotels angenommen. Jedoch gibt es zurzeit immer wieder Schwierigkeiten beim Bezahlen mit deutschen Kreditkarten. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Die Bargeldabhebung mit deutschen ec-Karten funktioniert zurzeit in Ecuador nicht. Geldautomaten sollten nur während den Geschäftszeiten genutzt werden.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Werden nicht mehr angenommen.

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. Mo-Fr 09.00-16.00/18.00 Uhr, z. T. Sa vormittags

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist unbeschränkt, Summen ab einem Gegenwert von 10.000 US$ sind deklarationspflichtig. 

Geldwechsel

Empfohlen sind US-Dollar. Geld kann bei Banken und Wechselstuben (casas de cambio) gewechselt werden. Der Geldwechsel außerhalb der Städte kann schwierig sein. Die Wechselgebühr schwankt zwischen 1% und 4%, man sollte sich vor dem Umtausch erkundigen. Für Geldanweisungen steht "Western Union" mit einen dichten Netz an Vertriebsstellen und Partnern (100 Partner in Quito) zur Verfügung. 

Währungen

US$

USD

Wechselkurse

EUR1 = USD1.04
GBP1 = USD1.24
USD1 = USD1.00

Sprache

Überblick

Spanisch ist die offizielle Landessprache. Kichwa (auch Quichua oder Quechua) ist weit verbreitet, vor allem in der Sierra. Daneben werden auch Chibcha und verschiedene andere indigene Sprachen gesprochen, wie z.B. Awapit (Sprache der Awá), A'ingae (Sprache der Cofan), Achuar-Shiwiar (Sprache der Achuar und der Shiwiar), Cha'palaachi (Sprache der Chachi), Tsa'fiki (Sprache der Tsáchila), Paicoca (Sprache der Siona und der Secoya) sowie Wao Tededeo (Sprache der Waorani). Von diesen Sprachen ist das im südlichen Oriente gesprochene Shuar  mit etwa 100.000 Sprechern am weitesten verbreitet. Insgesamt werden etwa 23 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen.

Angestellte in der Tourismusindustrie sprechen manchmal etwas Englisch, ansonsten wird die Sprache im Allgemeinen nicht verstanden. Auch an den Flughäfen und in den Hotels wird häufig kein Englisch verstanden. 

Die Ecuadorianer freuen sich sehr darüber, wenn man sie auf Spanisch anspricht. Häufig kommt man in der Folge ins Gespräch, auch wenn dieses dann über Hände und Gesten läuft.

Redewendungen


  • Acht = Ocho

  • Achtzig = Ochenta

  • Auf Wiedersehen = Chau

  • Ausgang = Salida

  • Bier = Cerveza

  • Bitte = Por favor

  • Danke sehr = Gracias

  • Dienstag = Martes

  • Donnerstag = Jueves

  • Doktor = Médico

  • Dreißig = Treinta

  • Drei = Tres

  • Eins = Un / uno / una

  • Eingang = Entrada

  • Einhundert = Cien

  • Eintausend = Mil

  • Freitag = Viernes

  • Fünf = Cinco

  • Fünfzig = Cincuenta

  • Gefahr = Peligro

  • Geöffnet = Abierto

  • Geschlossen = Cerrado

  • Guten Morgen = Buenos Dias 

  • Guten Tag = Buenas Tardes' 

  • Guten Abend = Buenas Noches 

  • Hallo = Hola

  • Heute = Hoy

  • Hotel = Hotel

  • Ich verstehe das nicht. = No entiendo

  • Ich fühle mich krank. = Me encuentro mal

  • Ja = Sí

  • Mein Name ist… … = Me llamo ...

  • Mir geht es sehr gut. = Estoy muy bien

  • Mittwoch = Miércoles

  • Montag = Lunes

  • Morgen = Mañana

  • Neun = Nueve

  • Neunzig = Noventa

  • Nein = No

  • Restaurant = Restaurante

  • Samstag = Sábado

  • Sechs = Seis

  • Sechzig = Sesenta

  • Sieben = Siete

  • Siebzig = Setenta

  • Sonntag = Domingo

  • Speisekarte = Carta

  • Sprechen Sie Deutsch/Englisch? = ¿Habla alemán/inglés?

  • Super! = Chevere!

  • Toiletten = Servicios

  • Vierzig = Cuarenta

  • Vier = Cuatro

  • Wein = Vino

  • Wie geht es Ihnen? = ¿Qué tal estás?

  • Wie viel kostet das? = ¿Cuánto es?

  • Wo ist …? = ¿Dónde está?

  • Zehn = Diez

  • Zwanzig = Veinte

  • Zwei = Dos

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 30 Mar Karfreitag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 24 May Schlacht von Pichincha
  • 10 Aug Unabhängigkeitstag
  • 09 Oct Unabhängigkeitstag von Guayaquil
  • 02 Nov Allerseelen
  • 03 Nov Unabhängigkeitstag Cuencas
  • 25 Dec Weihnachten
  • 31 Dec Silvester

Anmerkung

[*] Keine gesetzlichen Feiertage, werden jedoch in den meisten Landesteilen eingehalten. Darüber hinaus gibt es weitere regionale Feiertage.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Ecuador eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
20 Zigarettenschachteln à 20 Stück Zigaretten oder 25 Zigarren/Zigarillos oder 500 g Tabak;
3 l alkoholische Gertänke;
300 ml Parfüm;
Geschenke und Gegenstände für den persönlichen Gebrauch im Gegenwert von bis zu 500 US$.

Importbestimmungen

Waffen und Munition nur mit Genehmigung des Verteidigungsministeriums. Frisches oder getrocknetes Fleisch, nicht in Dosen konservierte Fleischprodukte, Pflanzen und Gemüse bedürfen einer Einfuhrgenehmigung.

Verbotene Exporte

Goldbarren, Narkotika, Antiquitäten, lebende Wildtiere, aus geschützten Tierarten hergestellte Souvenirs (schwarze Koralle, Schildpatt).

Weitere Informationen sind von der ecuadorianischen Zollbehörde erhältlich. 

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Ecuador

Konsulat in Zollikon. 

+41 (0) 31 351 62 54. Konsularabteilung: +41 (0) 31 351 17 55.

http://www.embajadaecuador.ch

http://www.embajadaecuador.ch

Mo-Fr 09.00-13.00 und 15.00-17.00 Uhr.

Kramgasse 54

CH-3011 Bern

Switzerland

Generalkonsulat der Republik Ecuador

+43 (0) 1 890 44 34.

Mo-Fr 08.30-13.00 und 14.00-17.30 Uhr.

Goldschmiedgasse 10/2/201+202

A-1010 Wien

Austria

Botschaft der Republik Ecuador

Generalkonsulat in Hamburg. Honorarkonsulate in Ludwigsburg, München und Stolberg.

+ 49 (0) 30 800 96 95.

http://www.ecuadorembassy.de

http://www.ecuadorembassy.de

Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.

Joachimstaler Straße 12

D-10719 Berlin

Germany

Camara Provincial de Turismo (CAPTUR)

+593 (0) 2 225 75 33/34, +593 (0) 2 226 72 33.

http://www.captur.com

http://www.captur.com

Rumipamba E2-324 y Av. Amazonas Edf. Torre Carolina Piso 9.

Quito

Ecuador

Ministerio de Turismo

c/o Comunicacion Iberoamericana (auch für Deutschland und die Schweiz zuständig.)

+34 91 575 71 21.

http://www.comunicacioniberoamericana.com

http://www.comunicacioniberoamericana.com

Calle Velázquez 55, 6º A

ES-28001 Madrid

Spain

Ecuadorline

+49 (0) 30 91 50 59 12.

http://www.ecuadorline.de

http://www.ecuadorline.de

Pariser Platz 6 a

D-10117 Berlin

Germany

Ecuadorianische Zentrale für Tourismus

c/o BZ.COMM GmbH

+49 (0) 69 256 28 88-0.

Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Gutleutstraße 16 a

D-60329 Frankfurt

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Spanischkenntnisse sind unbedingt erforderlich. Terminvereinbarung ist üblich, jedoch werden Termine oft kurzfristig geändert. Dies gilt vor allem für Minister und Regierungsbeamte. Verhandlungen erfordern viel Fingerspitzengefühl. Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate Oktober bis Mitte Dezember und Mitte Januar bis Juni.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-16.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft von Ecuador
Goldschmiedgasse 10/II/24, A-1010 Wien
Tel: (01) 535 32 08/18.

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Federacíon Nacional de Cámaras de Comercio del Ecuador (Nationale Vereinigung der Handelskammern)
Francisco de Orellana y Miguel Alcivas, Ciudadela Kennedy Norte, Edificio Las Cámaras, piso 6, Guayaquil
Tel: (4) 268 27 72.

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Die nationale Telefongesellschaft heißt Corporación Nacional de Telecomunicaciones (CNT) (Internet: www.cnt.gob.ec). In den größeren Städten gibt es Kartentelefone und ein paar Münztelefone.

Mobiltelefon

GSM-Netz. Netzbetreiber ist Movistar (Internet: www.movistar.com.ec). Roaming-Verträge mit Europa bestehen. Für das Mobiltelefon können am Flughafen Prepaid-Karten für Auslandsgespräche gekauft werden. AMPS-Netz von Netzbetreiber Otecel sowie AMPS-TDMA-Netz von Netzbetreiber Conecel.

Internet

Internetanbieter ist Interactive (Internet: www.interactive.net.ec). Es gibt Internetcafés in ganz Ecuador. Es gibt Internetcafés in ganz Ecuador. Internetanschluss steht auch in einigen Reisebüros, Sprachschulen und in Hotels zur Verfügung.

Post

Postämter werden Correos genannt. Luftpost nach Europa braucht zwischen 10 Tagen und 2 Wochen. Man sollte unbedingt "POR AVION" auf die Sendung schreiben. Postlagerung ist möglich bei der Botschaft, bei einigen Reisebüros, Sprachschulen und Hotels.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Die Andenstädte

Die Panamerikana, die durch die größten Andenstädte führt, durchquert das Land von Nord nach Süd. Tulcán ist die nördlichste dieser Städte und Mittelpunkt einer reichen Agrarregion. Weiter südlich liegt die Stadt Chota, deren Bewohner zum größten Teil Nachkommen afrikanischer Sklaven sind. Der Gipfel des Monte Imbabura weist den Weg zum Otavalo-Tal und zur gleichnamigen Stadt. Der internationale Indiomarkt, auf dem man traditionelle Webstoffe und Kunsthandwerk erstehen kann, ist landesweit bekannt. 30 km nördlich von Quito steht der Granitobelisk, der den Äquator kennzeichnet. Die weiter südlich liegende Stadt Cuenca wurde 1577 auf den Ruinen der Inkastadt Tomebamba gegründet. Die hauptsächlich aus Kolonialbauten bestehende Altstadt ist sehr gut erhalten. Einen reizvollen Kontrast hierzu bildet die kürzlich fertig gestellte riesige Nueva Catedral. In der Umgebung von Cuenca liegen interessante Provinzstädte sowie die Festung von Ingapirca, eine Inkaruine. In den südlichen Bergen fährt man durch Loja, die letzte größere Stadt an der Panamerikana. Sie war früher ein Handelsposten an der spanischen »Goldstraße«.

Guayaquil

Guayaquil ist Ecuadors größte Stadt, Haupthafen und Wirtschaftszentrum. Ein beliebter Ausgangspunkt für Rundgänge ist die Rotonda, das bedeutende historische Wahrzeichen der Stadt das die schöne Gartenpromenade Paseo de las Colonias überblickt. Auf der anderen Seite des Malecón befinden sich der Regierungspalast und das Rathaus. Richtung Norden sieht man die alte Festung La Planchada. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Kirche Santo Domingo, des kürzlich renovierten historischen Wohnviertels Las Peñas und des Stadtmuseums.

Der Nordosten

Der Nordosten, auch Oriente genannt, besteht zum größten Teil aus Urwald mit exotischer Tier- und Pflanzenwelt. Die wichtigsten Städte sind Puyo, Tena, Macas, Lago Agrio, Sucúa und Zamora. Baños ist ein beliebtes Besuchsziel; der Name stammt von den unzähligen heißen und kalten Mineralquellen und Seen. Von hier aus gelangt man durch die eindrucksvolle Schlucht des Río Pastaza zum Amazonasgebiet. Nördlich von Baños kann man den Cotopaxi erklimmen, der mit 5897 m der höchste aktive Vulkan der Erde ist. Der höchste Berg im Land ist der Chimborazo (6310 m). Alle hohen Berge bieten an der Schneegrenze Unterkünfte für Besucher. In der südwestlichen Zone des Amazonasgebietes Ecuadors befindet sich ein so genannter hot spot - ein abgegrenztes Gebiet mit höchster Konzentration an endemischen Arten. Weltweit gibt es nur 25 hot spots, die zusammengenommen 1,4% der Erdoberfläche bedecken. Der Amazonas selbst fließt zwar nicht durch Ecuador, doch münden in ihn alle Flüsse östlich der Anden.

Quito

Quito (Internet: www.quito.gov.ec) ist eine der schönsten Hauptstädte Südamerikas. Der Vulkan Pichincha* mit seinen Zwillingsgipfeln Ruca und Guagua bildet eine spektakuläre Kulisse. Den kolonialen Stadtkern schmücken alte Kirchen und restaurierte Häuser in den steilen, engen Gassen. An der Plaza Major, dem Mittelpunkt des historischen Zentrums, liegen die Kathedrale, das Rathaus, der Bischofspalast und das Regierungsgebäude. An der Avenida 10 de Agosto steht die Zentralbank, die Casa de la Cultura Ecuadoriana befindet sich in der Nähe des Parque El Ejido. In vielen der berühmten Stadtkirchen und Klöster findet man spanische Kunstschätze ebenso wie Skulpturen der so genannten »Quito-Schule«. Besonders reizvoll sind das San-Francisco-Nonnenkloster und die prunkvolle Jesuitenkirche La Compañia. Zum Stadtbummel gehören neben den berühmten Museen moderner und kolonialer Kunst auch der Alameda-Park, das Observatorium und die Hochschule der Schönen Künste. 1979 wurde Quito aufgrund seiner Fülle an kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Galápagos-Inseln

Die Galápagos-Inseln liegen ca. 1000 km westlich des Festlandes von Ecuador. Diese felsigen Inseln sind seit Charles Darwins wissenschaftlicher Reise im 19. Jahrhundert als Heimat urzeitlicher Tier- und Pflanzenarten bekannt. Die Inseln stehen seit 1959 unter Naturschutz, 1978 erklärte die UNESCO die Inseln zum Naturdenkmal und seit 2007 stehen sie auf der Liste des bedrohten Weltnaturerbes. Flugreisen zu diesem Ziel werden deshalb eingeschränkt.
Riesenschildkröten, Echsen, Leguane und die traumhafte Unterwasserwelt sind die größten Attraktionen für Besucher. Die Galápagospinguine sind die am weitesten nördlich lebenden Pinguine der Welt, die aufgrund des kalten Humboldtstromes selbst in Äquatornähe überleben können. Anreise und Unterkunft können im Allgemeinen vom Heimatland oder von Reiseveranstaltern in Ecuador zusammengestellt werden.

Einkaufen

Überblick

Schöne Mitbringsel sind Holzschnitzereien, bunte Kacheln, Wollteppiche, handgewebte Decken und andere Textilien, Körbe, Lederwaren und Shigras (Schultertaschen). Mazápan sind bemalte und lackierte Figuren aus Brotteig, welche die Familienangehörige traditionell ihrem Verstorbenen als Nahrung für die hungrige Seele mit ins Grab gaben. Heute werden die Figuren das ganze Jahr über zu verschiedenen Feierlichkeiten genutzt und als Souvernirs verkauft.

In Cuenca und Gualaceo in der Provinz Azuay findet man an den ferias oder Markttagen eine große Auswahl an Handarbeiten und Kunsthandwerk. Die besten Wochenmärkte gibt es wohl in Ambato, Latacunga, Saquisili und Riobamba, mit ausgezeichneten bunten indianischen Webstoffen und Silberwaren. Der Markt in Quito ist für seine Silbergeschäfte bekannt. 

Der Markt in Otavalo, der jeden Samstagvormittag stattfindet, ist der größte und beliebteste indigene Kunsthandwerkermarkt in ganz Südamerika. Auf dem Plaza de Ponchos werden Textilwaren für Touristen angeboten. In den umliegenden Straßen gibt es zahlreiche Stände, an denen  man Kunsthandwerkerarbeiten und Antiquitäten aus dem ganzen Land kaufen kann. Auf dem Saquisili-Markt, der vor allem von Einheimischen besucht wird, ist es ruhiger. Bunt gekleidete Andenbewohner in traditioneller Kleidung kommen jeden Donnerstag aus den umliegenden Gemeinden, um Alltagsgegenstände und Textilien, Taschen und dekorative Kunstartikel zu kaufen und zu verkaufen.

Minimarkets (kleine Lebensmittelgeschäfte), die man sowohl in den Städten an den belebten Straßen als auch in kleineren Orten findet, sind recht günstig und bieten  eine Auswahl an einheimischen Produkten.

Öffnungszeiten

Offiziell geregelte Ladenöffnungszeiten gibt es nicht. Die meisten Geschäfte haben Mo-Fr 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr, Sa 10.00-20.00 Uhr geöffnet; kleinere Geschäfte haben oft bis Mitternacht geöffnet. Manche Geschäfte sind auch sonntags geöffnet.

Anmerkung

In kleineren Geschäften, in denen die Preise nicht ausgezeichnet sind, sowie auf Märkten darf man in vernünftigem Maße handeln. Meistens lässt sich der Preis um 10 bis 20 % runterhandeln. In einigen Läden in der Nähe der größeren Hotels sowie in den Touristenläden sind die Preise festgesetzt.

Nachtleben

Einleitung

Das Nachtleben in Ecuador ist eher ruhig. Die Abendunterhaltung spielt sich zumeist in den Privathäusern ab. Doch wer das Glück hat zu einer privaten Party eingeladen zu werden, wird die Herzlichkeit und die Lebensfreude der Ecuadorianer kennen lernen.  

Ein größeres Unterhaltungsangebot bieten die Städte Quito und Guayaquil, wo es einige ausgezeichnete Veranstaltungen und Restaurants gibt. Das Essen in den Restaurants ist abwechslungsreich, ausgezeichnet und vornehm, aber auch erschwinglich. Veranstaltungen werden im monatlich erscheinenden Magazin Quito Cultura bekannt gegeben.

In Quito gibt es eine große Auswahl verschiedener Restaurants für jeden Geschmack. Es gibt hier auch einige gesellige Bars und Nachtklubs, in denen von Donnerstag bis Samstag gefeiert wird. Das Nachtleben konzentriert sich vor allem auf das legendäre Partyviertel La Mariscal, das wegen der vielen Touristen auch Gringolandia genannt wird (als Gringos werden Nordamerikaner bezeichnet, in diesem Fall sind aber alle Touristen gemeint). Durch die vielen Bars und Klubs ist hier immer etwas los und die Gegend gilt auch nachts als sicher. Bars sind in der Regel von 20.00 bis 2.00 Uhr und Klubs bis 3.00 Uhr geöffnet. Doch sollte man vorsichtig sein: Das Wort Nachtklub kann in Ecuador auch Bordell bedeuten.

In Guayaquil findet das Nachtleben vor allem in der Gegend um die Uferpromenade Malecon 2000 statt. Wer es eher ruhig mag findet in der Cerro Santa Ana zahlreiche Bars und Kneipen. Lebendiger geht es in der Zona Rosa zu, einem Gebiet zwischen der Avenida Rocafuerte im Westen, der Calle Juan Montalvo im Norden und der Calle Manuel Luzarraga im Süden, wo in den Bars häufig Live-Musik gespielt wird und getanzt wird. Einheimische zieht es vor allem in die Klubs und Diskotheken im Stadtteil Kennedy Norte.

Kulinarisches

Übersicht

Essen ist in Ecuador von großer Bedeutung und ein guter Anlass für die Menschen um zusammenzukommen. Essen zu teilen ist in den Familien üblich und gehört zu den traditionellen Feierlichkeiten und Fiestas dazu.

Ecuador ist ein fruchtbares Land mit drei ausgeprägten Regionen, die alle ihre eigene regionale Küche entwickelt haben. In den Höhenlagen der Anden isst man z.B. gerne Reis mit Hühnchen, während es an der Küste typischerweise Reis mit Fisch oder Meeresfrüchten gibt. In den größeren Städten werden auch zahlreiche internationale Gerichte wie Pizza oder Chifa (chinesische Küche) angeboten.

Das Klima des Landes – eine hohe Luftfeuchtigkeit, starke Niederschläge und hohe Temperaturen - fördert das Wachstum tropischer Pflanzen, was bedeutet dass es eine große Auswahl an einheimischen Produkten zu probieren gibt. Dazu gehören eine Menge exotischer Früchte wie Passionsfrucht, Naranjilla (Lulo-Früchte), Ananas, Guanabana (Stachelannone, auch bekannt als Sauersack) und Mora (Johannisbrotgewächs). Die schmackhaftesten Dschungelfrüchte sind Chirimoya mit ihrem wohlschmeckenden, puddingartigen Fruchtinneren sowie Mamey mit rotem, süßem, kürbisartigem Fruchtfleisch, und die gurkenähnlichen Pepinos, eine süße, weiß- und lilagestreifte Frucht. 

Regionale Spezialitäten

Einheimische Spezialitäten sind Ceviche (Meeresfrüchte mit Zitrone und Zwiebeln), Lenteja (Linseneintopf), Lechón (Spanferkel), Llapingachos (Käse-Kartoffelpuffer) und Locro (Kartoffel- und Maissuppe mit Avocado und Käse). Hinter der Bezeichnung Cuy versteckt sich eine alte Inka-Spezialität, die nicht jedermanns Sache ist: gebratenes Meerschweinchen.

Wissenswertes

Es gibt eine gesetzlich vorgeschriebene Sperrstunde, so dass Alkohol nach 2.00 Uhr nicht mehr verkauft werden darf.

Trinkgeld

Größere Hotels und Restaurants berechnen normalerweise 10% Bedienung. In einfachen Gaststätten wird kein Trinkgeld erwartet, es wird jedoch gern gesehen. Man sollte das Trinkgeld nicht einfach auf dem Tisch liegen lassen, sondern dem Personal direkt geben. Auch sonstiges Servicepersonal wie Guides, Kofferträger etc. sollten belohnt werden. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Regionale Getränke

Noch heute wird nach alter indianischer Tradition zu Allerseelen zum Gedenken an die Verstorbenen Colada Morada zubereitet, ein heißes, blutrotfarbenes Getränk aus Früchten und Maismehl. In Ecuador gibt es aber auch einige der besten Biersorten Südamerikas. Internationale Spirituosen wie z. B. Whisky sind erhältlich, aber teuer. Eine Spezialität Ecuadors ist der einzigartige Fruchtsaft Naranjilla, der aus der gleichnamigen Frucht gepresst wird und sehr erfrischend schmeckt. Guter chilenischer Wein ist erhältlich und nicht allzu teuer.

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

In Ecuador darf man ab 18 Jahren Alkohol trinken.

Unterkunft

Hotels

Hotelzimmer sollten in der Hauptsaison mindestens eine Woche im Voraus gebucht werden. Hotels und Residenciales stehen auch außerhalb der großen Städte zur Verfügung. Im Vergleich zu europäischen Standards ist das Übernachten ziemlich preisgünstig. In Spitzen- und Mittelklassehotels werden 5% Steuern und 10% Bedienung berechnet, in preiswerten Hotels i. Allg. nur 5% Steuern. Auf den Galápagos-Inseln gibt es nur wenige Hotels. Informationen vom Hotelverband: Asociacíon Hotelera del Ecuador (AHOTEC), Avenida América N38-80 y Diguja, Quito. Tel: (02) 244 34 25. (Internet: http://www.hotelesecuador.com/)

Camping

Die wenigen Zeltplätze werden von europäischen und amerikanischen Firmen geleitet. Auf den Galápagos-Inseln gibt es zwei Zeltplätze.

Kultur

Religion

Katholiken (95 %); protestantische, jüdische sowie Bahai-Minderheiten; indianische Naturreligionen.

Soziale Verhaltensregeln

Allgemeines: Ecuadorianer sind sehr gesellig, hilfsbereit und gastfreundlich. Fußball ist ein sehr beliebtes Thema und häufig ein guter Ansatz für ein interessantes Gespräch. Die Ureinwohner Ecuadors nennt man Indígenas (Einzahl: Indígena). Der Begriff Indio hat einen diskriminierenden Charakter.

Umgangsformen: Die gängigen Höflichkeitsformen sollten beachtet werden. Bei Einladungen in Privathäuser ist ein kleines Gastgeschenk angemessen, von übertriebenen Geschenken oder gar Geldspenden sollte man jedoch absehen. Mit Kritik und negativen Bemerkungen sollte man sich zurückhalten,  im Zweifel ist ein eher zurückhaltendes Auftreten angemessen. Geduld und Gelassenheit helfen in den meisten Fällen weiter. Korruption ist zwar verbreitet, doch sollte man nicht von sich aus anbieten eine Situation durch die Zahlung eines Geldbetrages zu lösen.

Bekleidung: Legere Freizeitkleidung ist fast überall angebracht, außer bei geschäftlichen Terminen. In Hotelrestaurants und exklusiven Restaurants wird oft Abendgarderobe erwartet. Badekleidung gehört an den Strand. 

Fotografieren: Militärische Anlagen und Flughäfen dürfen nicht fotografiert werden, gleiches gilt für die Polizei. Personen sollten gefragt werden bevor man sie fotografiert, häufig erhält man gegen ein kleines Trinkgeld die Erlaubnis. 

Rauchen: In vielen Restaurants gibt es bereits Raucher- und Nichtraucherzonen, entsprechend bieten die meisten Hotels Raucher- und Nichtraucherzimmer. Rauchverbote sollten beachtet werden, da ansonsten Geldstrafen drohen. 

Klima

Beste Reisezeit

Warmes, tropisches bzw. subtropisches Klima mit großen Unterschieden zwischen der Andenregion und der Küste.
In den Gebirgstälern des Hochlandes kommt es zu starken Temperaturschwankungen während des Tagesverlaufes. An der Küste nehmen die Regenmengen von Norden nach Süden ab, von Juni bis November ist die trockenste Zeit, das beste Badewetter gibt es von Dezember bis Mai. Im Amazonasbecken und im nördlichen Küstentiefland ist es feuchtheiß. Meeresströmungen sind verantwortlich für die zwei Jahreszeiten auf den Galápagos-Inseln; in der ersten Jahreshälfte ist es meist sonnig, die Wassertemperatur beträgt ca. 23 Grad, doch gelegentlich gehen schwere tropische Regenschauer nieder. Diesig ist es während der Trockenzeit in der zweiten Jahreshälfte, die Wassertemperatur ist bedingt durch den Humboldtstrom kälter.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Basilica

Basilica del Voto Nacional, Quito, Ecuador
© Steve Allen / Brand X Photos / Thinkstock

Galapagos

Galapagos Tortoise, Galapagos Islands, Ecuador
© iStockphoto / Thinkstock

Sunrise

Sunrise in the Galapagos, Ecuador
© iStockphoto / Thinkstock

Iglesia

Iglesia de La Campania, Quito, Ecuador
© iStockphoto / Thinkstock