Länderinformationen

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Honduras

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Honduras.

Hauptstadt

Tegucigalpa.

Geographie

Honduras liegt, zusammen mit Nicaragua, an der breitesten Stelle der mittelamerikanischen Landbrücke und grenzt im Südosten an Nicaragua, im Nordwesten an Guatemala und im Südwesten an El Salvador. Im Norden liegt die Karibik (644 km Küste) und im Süden der Pazifik (124 km Küste). Durch das vorwiegend gebirgige Land verläuft von Ost nach West ein Bergmassiv, das von mehreren Flüssen durchzogen wird. Dem Golfo de Fonseca im Südwesten sind zahlreiche vulkanische Inseln vorgelagert. In den Tälern an der Karibikküste befinden sich zahlreiche Bananenplantagen. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Westteil des Landes und in der Cortés Gegend nördlich des Yojoa Sees.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1982. Verfassung von 1982, letzte Änderung 1999. Einkammerparlament (Asamblea Nacional) mit 128 Mitgliedern. Die Exekutive liegt beim Präsidenten, der auf vier Jahre gewählt wird (keine Wiederwahl). Unabhängig seit 1821 (ehemalige spanische Kolonie), endgültig seit 1838 (Austritt aus der Zentralamerikanischen Konföderation).

Staatsoberhaupt

Juan Orlando Hernández, seit Dezember 2013.

Elektrizität

110 V, 60 Hz, Adapter empfohlen.

Zeitzone

Central Standard Time: MEZ -7

Übersicht

Honduras ist ein Land der Tiefebenen und der fruchtbaren Täler, und die Hafenstadt La Ceiba, die vor allem Bananen in alle Welt verschifft, sieht im Tourismus eine wichtige zukünftige Einnahmequelle.
Honduras verfügt über gute Hotels und Strände und, nicht minder wichtig, einen internationalen Flughafen. Trujillo war einmal ein wichtiger Hafen und hat Besuchern faszinierende Piratengeschichte und großartige tropische Strände zu bieten.
Hurrikan Mitch verwüstete 1998 fast das ganze Land, aber mit internationaler Hilfe konnte die Infrastruktur zum größten Teil wieder aufgebaut werden. Die Wirtschaft ist trotz allem noch immer gezeichnet von dieser Naturkatastrophe, und Armut, Kriminalität und Drogenhandel haben stark zugenommen.
 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Es gibt keine Direktflüge von Frankfurt/M., Zürich und Wien. Flugverbindungen gehen mit der Lufthansa (LH) von Frankfurt über Houston und Miami. Von Miami und Houston bestehen Flugverbindungen mit Avianca (AV), United Airlines (UA) und American Airlines (AA). Es besteht auch eine Verbindung via Atlanta. Weiterflug ab Atlanta mit Delta Airlines. 
Verbindungen von Österreich und der Schweiz gehen auch über London, Paris oder Amsterdam und New York.

Ausreisegebühr

Abreisende Flugpassagiere: Ca. 48 US$ in der Landeswährung in bar. 

Anreise mit dem Pkw

Über die Panamerikana erreicht man El Salvador und Nicaragua, über die westliche Schnellstraße Guatemala. Visa müssen vor Antritt der Reise besorgt werden. An den Grenzübergängen muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Bei der Einreise auf dem Landweg müssen Reisende, die keinen dauerhaften Wohnsitz in einem zentralamerikanischen Land haben, eine Touristensteuer in Höhe von 3 US$ in der Landeswährung in bar entrichten.

Fernbus:
Komfortable Langstreckenbusse von Privatanbietern wie Ticabus fahren in alle Hauptstädte Mittelamerikas. Hedman Alas bietet Verbindungen nach Guatemala. Vorausbuchung wird empfohlen.

Anreise mit der Bahn

Es gibt keine Bahnverbindungen in die Nachbarstaaten.

Anreise mit dem Schiff

Die größten Häfen an der Karibikküste sind Amapala, El Henecan, La Ceiba, Puerto Cortés und Roatán. Diese Häfen werden jedoch meist nur von Fracht- und Containerschiffen angelaufen.

Kreuzfahrtschiffe legen manchmal auf der Insel Roatán an, die über den hochmodernen Kreuzfahrthafen "Mahogany Bay" verfügt.

Schiffsverbindungen bestehen zwischen Puerto Cortés und Placencia (Belize) sowie im Sommer ab Omoa und Utila nach Livingston (Guatemala).

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die Inlandsfluggesellschaft Aerolíneas Sosa (SO) verbindet Tegucigalpa täglich mit den Provinzstädten des Landes. Aerolineas Sosa (SO) bieten Flüge auf die Insel Utila vor der Karibikküste an.

Es gibt über 30 Flugplätze für Geschäfts- und Charterverkehr. Auch abgelegene Regionen werden regelmäßig von Leichtflugzeugen angeflogen.

Ausreisegebühr

Abreisegebühr: 52,10 L. 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz umfasst 15.100 km, davon sind ca. 3.000 km gepflastert, die meisten Straßen sind Schotterstraßen. Das Straßennetz ist insgesamt stark beschädigt. Die Hauptstraße zwischen Tegucigalpa und San Pedro Sula ist die einzige Straße, die in einem guten Zustand ist. Wetterfeste Straßen führen von Tegucigalpa nach San Pedro Sula, Puerto Cortés, La Ceiba und den wichtigsten Städten an der Karibikküste und am Golfo de Fonseca im Süden. Von Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Abseits der Überlandstraßen ist die Benutzung von geländegängigen Fahrzeugen ratsam.

Fernbusse,
die Hauptverkehrsmittel, verkehren regelmäßig zwischen den größeren Städten (de lujo ist die komfortabelste Preisklasse). Rechtzeitige Buchung wird empfohlen, Fahrpreise sind sehr günstig. Die Abfahrten sind meist am frühen Morgen, da die Strecken oft sehr lang sind.

Taxis
haben keine Taxameter, innerhalb der Städte gelten Einheitstarife. Sie sind nicht immer in sicherem Zustand. Auf längeren Strecken sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren. Es gibt auch Sammeltaxen, sogenannte Colectivos.

Mietwagen
sind an den Flughäfen erhältlich.

Unterlagen:
Internationaler oder eigener Führerschein. Anschnallpflicht.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Es gibt nur drei Bahnstrecken im Norden des Landes, die überwiegend für den Bananentransport benutzt werden. Besucher können jedoch auf einem Bananenzug von San Pedro Sula reisen und mit etwas Vorausplanung in den Kokosnusszug zum Cuero y Salado Nationalpark umsteigen.

Unterwegs mit dem Schiff

Fähren verkehren zwischen den Häfen an der Karibik- und Pazifikküste. Einzelheiten von den Hafenbehörden. Von La Ceiba und Puerto Cortés gibt es mehrmals wöchentlich Verbindungen zu den Islas de la Bahía. Vereinbarungen müssen mit den Bootseigentümern getroffen werden.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 03 Aug 2018 09:15:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Fri, 03 Aug 2018 09:23:22 +0200)

Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität
Reisenden wird dringend geraten, sich im gesamten Land umsichtig zu verhalten und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Demonstrationen, Kundgebungsorte und Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Die Kriminalitätsrate in Honduras ist, trotz des Rückgangs der Anzahl der verübten Gewaltverbrechen, nach wie vor sehr hoch. Sie ist, besonders unter Drogeneinfluss, von hoher Gewaltbereitschaft und einer geringen Hemmschwelle beim Gebrauch von Schusswaffen geprägt. In San Pedro Sula, Tegucigalpa und La Ceiba kommt es häufig zu Entführungen und Überfällen unter Schusswaffengebrauch. Besondere Besorgnis erregen gewalttätige Jugendbanden (maras), denen sich nach Weltbankberichten in Honduras mittlerweile über 40.000 Jugendliche angeschlossen haben. Auch deutsche Staatsangehörige zählten in der Vergangenheit zu den Opfern.
Von Reisen per Anhalter wird (insbesondere Frauen) dringend abgeraten. Aber auch die Benutzung von Taxis und Überlandbussen ist nicht ungefährlich. Gelegentlich kommt es zu Überfällen durch die Taxifahrer selbst. Es gibt Berichte über sogenannte geklonte Taxis, die offizielle Nummern und Anstriche nachahmen. Die Benutzung von Radiotaxis wird deshalb empfohlen, da dort Fahrer, Nummer des Fahrzeugs und Fahrtziel von der Taxizentrale notiert werden.
Übergriffe auf Reisende werden insbesondere in den größeren Städten, auf der Strecke von San Pedro Sula zur Mayastätte Copán Ruinas, aber auch in den Naturparks und Wandergebieten gemeldet. Besondere Vorsicht wird an der Karibikküste empfohlen, insbesondere in und um Tela, La Ceiba und San Pedro Sula. Von Strandbesuchen nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten.
Wegen der häufigen Überfälle und Diebstähle sollten Reisende Wertsachen sowie Dokumente möglichst im Hotelsafe aufbewahren und unsichere Stadtviertel - insbesondere bei Dunkelheit - meiden. Ausweispapiere sollten nur in Kopie mitgeführt werden.
Frauen wird empfohlen, bei Weisungen der Sicherheitskräfte (Polizei, Militär) zum Mitkommen auf Begleitung durch eine weitere Person zu bestehen.
Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommen, wird empfohlen, auf keinen Fall Widerstand zu leisten.

Naturkatastrophen
In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis Ende November Hurrikan-Saison. Reisende in die touristisch erschlossenen Gebiete vor allem an der Karibikküste und auf die Inseln "Islas de la Bahia" von Honduras müssen in dieser Zeit müssen mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen mit Überschwemmungen rechnen und die Hinweise des staatlichen honduranischen technischen Hilfswerks COPECO und die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland beachten.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Straßenverkehr
Reisende müssen sich auf ein stark beschädigtes Straßennetz einstellen. Lediglich die Hauptstraße zwischen Tegucigalpa und San Pedro Sula ist in einem guten Zustand.
Das geteerte Straßennetz ist spärlich, im Nordosten kaum vorhanden.
Auf den unbeleuchteten Straßen, die häufig Schlaglöcher aufweisen, sollte nach Einbruch der Dunkelheit wegen reduzierter Verkehrssicherheit und erhöhter krimineller Gefahr nicht mehr über Land gefahren werden. Außerhalb der Überlandstraßen ist die Benutzung von geländegängigen Fahrzeugen ratsam.
Zwischen den Städten verkehren Überlandbusse, die zum Teil klimatisiert sind. Die Busverbindungen sind gut, aber die Fahrten verkehrstechnisch nicht immer sicher. Des Weiteren muss, insbesondere bei Linien, die nicht direkt verkehren, sondern unterwegs anhalten, mit Überfällen gerechnet werden.
Taxis sind ein weiteres preiswertes Verkehrsmittel. Der Preis muss vor Antritt der Fahrt ausgehandelt werden. Bei der Nutzung von Taxis besteht jedoch ein hohes Risiko, ausgeraubt zu werden.
Autofahren ist in Honduras generell aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse, der Missachtung von Verkehrsregeln und dem schlechten technischen Zustand der Fahrzeuge mit besonderen Risiken verbunden.

Führerschein
Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Lempira (HNL).  Euro können in Honduras in einigen wenigen Banken inzwischen eingetauscht werden. Akzeptiert werden häufig gängige internationale Kreditkarten sowie US-Dollar-Reiseschecks und Schecks, die in US-$ auf eine US-Bank bezogen sind sowie US-$-Bargeld (möglichst keine 100-US-$-Banknoten). Die Geldversorgung über eine Bankkarte mit Maestro-(Cirrus-Symbol ist problematisch. Neben der Bankkarte sollte auch eine internationale Kreditkarte mitgeführt werden, da Bargeld mit der Bankkarte nicht immer abgehoben werden kann. Geldwechsel ist in Banken, Wechselstuben und Hotels möglich; Straßenwechsler sind nicht zu empfehlen.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Das Reisedokument muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum
Deutsche Touristen und Geschäftsreisende mit gültigem Reisepass erhalten in der Regel bei Einreise an den Flughäfen und Grenzen gebührenfrei eine Aufenthaltserlaubnis von 90 Tagen. Für Reisende im sogenannten CA-4-Gebiet (El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua) gilt die Sonderreglung, dass ein touristischer Aufenthalt von maximal 90 Tagen (im Gesamtraum!) zulässig ist. Bei Einreise aus einem anderen CA-4-Staat nach Honduras erhalten Reisende keine Aus- und Einreisestempel. Vorgeschrieben ist jedoch gem. Artikel 127 Ziffer 18 der Ausführungsvorschriften zum „Gesetz betr. Reisevorschriften und Ausländerstatus" bei Einreise nicht-zentralamerikanischer Ausländer auf dem Landweg die Zahlung einer Tourismussteuer in Höhe von 3,- US-$ bzw. des Gegenwerts in der honduranischen Währung „Lempiras".

Falls ein längerfristiger und/oder Aufenthalt zu anderen Zwecken erwünscht ist, sollte das Visum möglichst bereits vor der Einreise bei der Botschaft von Honduras in Berlin beantragt werden.
Die früher ebenfalls häufig angewandte - allerdings nicht offizielle - Praxis, den Aufenthalt in Honduras durch kurzzeitige Ausreise in eines der Nachbarländer um weitere 90 Tage zu verlängern, wird nicht mehr generell toleriert.
Zwar ist es auch zulässig, zunächst als Tourist einzureisen und seinen Aufenthaltsstatus dann erst nach der Einreise nach Honduras dort zu ändern (z.B. zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit). Hiervon wird jedoch abgeraten, da die Beschaffung der zahlreichen hierfür erforderlichen deutschen Urkunden inklusive Apostillen und Übersetzungen von Deutschland aus wesentlich einfacher ist.

Ausreise mit Minderjährigen
Befindet sich ein Minderjähriger bei Ausreise aus dem Staatsgebiet der Republik Honduras lediglich in Begleitung eines Elternteils, so muss den honduranischen Behörden die Geburtsurkunde des Kindes, sowie ein Nachweis über das alleinige Sorgerecht oder eine entsprechende Zustimmungserklärung des anderen Sorgeberechtigten vorgelegt werden. Die Nachweise müssen notariell beglaubigt und mit einer spanischen Übersetzung versehen sein.

Einreise über die USA
Bei einer Ein- oder Ausreise über die USA sind die Einreisebestimmungen für die USA zu beachten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere Zollvorschriften vor.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Das honduranische "Ley Antidrogas" sieht harte Strafen für Besitz, Konsum und Handel von Drogen vor. Ausländer werden aufgrund von Drogenbesitz (auch Kleinstmengen!) mit erheblichen Geldstrafen belegt und ausgewiesen.

Reisende sollten keine Briefe, Päckchen etc. für andere Personen mit über die Grenze nehmen und sie auch nicht innerhalb des Landes transportieren, ohne deren Inhalt genau zu kennen.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion
In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch Schutzmaßnahmen Mückenstiche.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Impfvorschriften
Impfschutz

Bei Einreise aus gelbfieberendemischen Gebieten ist eine Gelbfieber-Impfung für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr vorgeschrieben. Die offizielle Liste der Gelbfiebergebiete findet sich unter www.who.int.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Masern, Mumps und Röteln (MMR) sowie ggf. gegen Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Chikungunya
Aktuell gibt es, ausgehend von der Antillen-Insel St. Martin im Januar 2014, inzwischen auch Fälle von Chikungunya-Virusinfektionen in Honduras. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber (s.u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten, siehe auch Merkblatt Chikungunya.

Dengue-Fieber
Dengue kann landesweit durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen werden. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.).

Malaria
Es besteht ganzjährig ein geringes Risiko im ganzen Land unterhalb von 1000m Höhe, vor allem in Gracias a Dios, geringer auf den Islas de la Bahia, in Atlántida, Colón, Olancho, Valle und Yoro (P. falciparum insgesamt ca. 10 %). Als malariafrei gelten Tegucigalpa und San Pedro Sula.
Je nach Reiseprofil kann die Mitnahme einer Notfallmedikation (Standby) mit Chloroquin sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte. Persönliche Mückenschutzmaßnahmen werden in jedem Fall empfohlen (s. u.).

Leishmaniasis
In Honduras wird durch Sandfliegen sehr selten die viszerale (generalisierte) Leishmaniasis und häufiger die kutane (auf die Haut beschränkte) Form übertragen.
Wichtig zu beachten ist u. a., dass die Zeit zwischen Insektenstich und Auftreten von Symptomen sehr lang (Wochen bis mehrere Monate) sein kann.
Persönliche Mückenschutzmaßnahmen werden empfohlen (s. u)
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen

  • ganzkörperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue, Zika) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

Leptospirose
Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.
Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen.
Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.

HIV/AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen
Durchfallerkrankungen bei Reisenden sind häufig, z. T. auch schwer.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, selber schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.

Medizinische Versorgung
Das Angebot zur Gesundheits- und Notfallversorgung ist - allenfalls mit Ausnahme der Hauptstadt Tegucigalpa - insbesondere in ländlichen Gebieten unzureichend, d. h. in der Regel nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar.

Nicht nur deshalb sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt.

Lassen Sie sich unbedingt vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle oder einen Tropen- bzw. Reisemediziner beraten (Verzeichnis z.B. unter www.dtg.org)

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen; eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJaNeinJa
Andere EU-LänderJaNeinJa
SchweizJaNeinJa
ÖsterreichJaNeinJa
DeutschlandJaNeinJa

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich. Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. die Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen bei der Einreise in Honduras gebührenfrei eine Aufenthaltserlaubnis erhalten bzw. für einen touristischen Aufenthalt von max. 90 Tagen in die CA-4-Region (El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua) einreisen dürfen:

EU-Länder, Schweiz, Türkei.

Kosten

Deutschland, Österreich, Türkei

Touristen- und Geschäftsvisum: 30 US$ (einmalige Einreise), 60 US$ (mehrfache Einreise). Die Gebühren werden in Euro gemäß des aktuellen Wechselkurses bezahlt.

Falls eine Genehmigung bei den Behörden in Honduras eingeholt werden muss, sind die Gebühren höher. Informationen erteilt die Botschaft (s. Kontaktadressen).

Visaarten und Kosten

Geschäfts- und Touristenvisa.

Gültigkeit

Bis zu einem Monat. Verlängerung um weitere 60 Tage bei der Einwanderungsbehörde in Honduras.

Antrag

Persönlich beim Konsulat bzw. bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) Ausgefülltes Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Ggf. Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich und die Schweiz, die bei der Antragstellung noch mindestens 6 Monate gültig ist
(e) Rückflugticket (Kopie).
(f) Gebühr (in bar bei Antragstellung oder per Überweisung).

(g) Einladung.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(h) Firmenschreiben.

Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Überweisungsbeleg beigefügt werden.
Für Staatsbürger mancher Länder muss bei der Beantragung eines Visums zuerst die Genehmigung der Behörden in Honduras eingeholt werden. Nähere Angaben von der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungsdauer

Ca. 3 Tage. Länger, falls eine Einreisegenehmigung der Behörden in Honduras eingeholt werden muss.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Allein reisende Minderjährige benötigen für die Ein- und Ausreise eine von beiden Elternteilen/Sorgeberechtigten unterschriebene, notariell beglaubigte Reisegenehmigung in spanischer oder englischer Sprache mit zusätzlicher Beglaubigung durch ein honduranisches Konsulat. Reist ein Minderjähriger nur in Begleitung eines Elternteils, muss der andere Elternteil die wie oben beschriebene Reisegenehmigung erteilen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich. Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. die Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen bei der Einreise in Honduras gebührenfrei eine Aufenthaltserlaubnis erhalten bzw. für einen touristischen Aufenthalt von max. 90 Tagen in die CA-4-Region (El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua) einreisen dürfen:

EU-Länder, Schweiz, Türkei.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken4-
Malaria3-
Typhus & PolioJa-
Cholera2
Gelbfieber1

Übersicht

In Tegucigalpa und allen größeren Städten gibt es Krankenhäuser. Das Gesundheitswesen ist mit europäischem Standard nicht vergleichbar. Ernsthafte Krankheiten und Verletzungen müssen außerhalb von Honduras behandelt werden. Moskitonetze sind für die Küstengebiete angebracht.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Honduras.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Departements Camayagua, Choluteca, Cortes, El Paraiso, Francisco Morazan, Gracias a Dios, La Mosquitia, Omoa, Santa Barbara, Valle, Yoro. Abweichend von offiziellen Bestimmungen allerdings kann ein Choleraimpfzertifikat verlangt werden, insbesondere bei Einreise aus einem Land, in dem Cholera vorkommt bzw. bei Einreisen außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz ganzjährig erforderlich landesweit unterhalb 1500. mittleres Risiko in ländlichen Gebieten folgender Departments (nur auf der Atlantikseite): Colón, Gracias a Dios, Islas de la Bahia sowie geringer ausgeprägt im Osten von Atlantida; Vorkommen von P.falciparum (5%) vor allem in Colón, Gracias a Dios und Comayagua, weniger in Atlantida und Olancho. geringes bzw. kein Risiko in den übrigen Landesteilen, Höhenlagen und Städten. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation.

[4] Landesweit besteht ein erhöhtes Risiko für Darminfektionen. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden.

Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Vor dem Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Andere Risiken

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen herbeigeführt. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Das Chikungunya-Virus wird von Mücken übertragen. Reisenden wird empfohlen, sich gegen Mückenstiche zu schützen.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit (auch in den Städten) v.a. in der Regenzeit vor. Zurzeit sind Tegucigalpa und San Pedro Sula besonders betroffen. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Hepatitis A und B treten auf. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Geld

Währung

1 Lempira = 100 Centavos. Währungskürzel: L, HNL (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 500, 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 L im Umlauf ; Münzen im Wert von 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Centavos (2 und 1 Centavo-Münzen sind sehr selten).

Kreditkarten

American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden eingeschränkt akzeptiert. Selbst in ländlichen Gebieten ist bargeldlose Zahlung oftmals möglich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden in Honduras seltener akzeptiert, bei Abhebungen sollte ein Geldautomat gewählt werden, der sich an belebten Orten befindet. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Sollten in US-Dollar ausgestellt sein.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr, einige Banken in der Hauptstadt wochentags bis 19.00 Uhr und samstags 09.00-12.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Es gibt keine Ein- und Ausfuhrbeschränkungen für die Landeswährung. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährung, Deklarationspflicht (nur US$ sinnvoll). Fremdwährung darf nur bis zur Höhe des deklarierten Betrages, abzüglich der Umtauschbeträge, ausgeführt werden.

Geldwechsel

US-Dollar in bar (keine 100$ Scheine) oder US-Dollar-Reiseschecks werden in Banken, Wechselstuben und Hotels umgetauscht. Euro in bar werden inzwischen in einigen wenigen Banken für den Geldwechsel akzeptiert.

Währungen

L

HNL

Wechselkurse

EUR1 = HNL24.33
GBP1 = HNL28.98
USD1 = HNL23.40

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Spanisch. Englisch wird viel im Norden des Landes und auf den Bay-Inseln in der Karibik gesprochen. Außerdem zahlreiche indianische Sprachen.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 29 Mar Gründonnerstag
  • 30 Mar Karfreitag
  • 31 Mar Karsamstag
  • 14 Apr Tag der Amerikas
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 15 Sep Unabhängigkeitstag
  • 21 Oct Armed Forces Day (Gedenktag zu Ehren des Militärs)
  • 25 Dec Weihnachten

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Honduras eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak;
2 Flaschen (je bis zu 1 l) alkoholische Getränke;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke bis zu einem Gesamtwert von 50 US$.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Honduras

(auch für die Schweiz zuständig)

(+33) (01) 47 55 86 45.

Mo-Fr 10.00-13.00 und 14.00-18.00 Uhr.

Rue Crevaux 8

F-75116 Paris

France

Honorarkonsulat der Republik Honduras

(mit Visumerteilung)
 

(+43) (01) 888 70 77.

Termine nach tel. Vereinbarung.

Breitenfurter Straße 380 A/8

A-1235 Wien

Austria

Botschaft der Republik Honduras

Zuständig für Visumerteilung und konsularische Angelegenheiten.

(auch für Österreich zuständig)

Honorarkonsulat in Duisburg (Tel: (0203) 28 14 96 59).

(030) 39 74 97 09/10/11.

http://www.embajadahonduras.de

http://www.embajadahonduras.de

Mo-Fr 09.30-17.30 Uhr, Konsularabteilung Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.

Cuxhavener Straße 14

Berlin

Germany

Central America Tourism Agency (CATA)

c/o KPRN network GmbH

(auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig)

(030) 24 04 77 18 11

http://www.visitcentroamerica.com

http://www.visitcentroamerica.com

Anna-Louisa-Karsch-Str. 9

D-10178 Berlin

Germany

Instituto Hondureño de Turismo

222 21 24 Durchwahl 502/503.

http://www.honduras.travel/en

http://www.honduras.travel/en

Apartardo Postal 3261, Edificio Europa, Piso 5

HN-Tegucigalpa, Colonia San Carlos

Honduras

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Es ist üblich, den Geschäftspartner mit dem Titel anzureden, inbesondere beim ersten Treffen. Von Geschäftsleuten wird gepflegte Kleidung erwartet. Es gibt kaum Dolmetscher- und Übersetzerdienste. Viele Geschäftsleute sprechen Englisch, der Schriftverkehr sollte jedoch auf Spanisch geführt werden.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr, Sa 08.00-11.00 Uhr.
Regierungsbehörden: Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.00-16.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Honduranischen Botschaft
Cuxhavener Straße 14, D-10555 Berlin
Tel: (030) 39 74 97 11.

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Cámara de Comercio e Industrias de Tegucigalpa (Industrie- und Handelskammer)
Blvd. Centroamérica Apdo. Postal No. 3444, Tegucigalpa
Tel: 232 42 00.
Internet: http://www.ccit.hn/

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst. Die nationale Telefongesellschaft heißt Empresa Hondureña de Telecomunicaciones (Hondutel) (Internet: www.hondutel.hn). Öffentliche Telefone sind oft Kartentelefone.

Mobiltelefon

GSM 850/1900. Hauptnetzbetreiber sind Celtel (Internet: www.celtel.net) und Aloe (Internet: www.alo.hn).

Internet

Internetanbieter ist NetSys (Internet: www.netsys.hn). In größeren Städten gibt es Internetcafés.

Post

Luftpost nach Europa benötigt 4-7 Tage. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

San Pedro Sula

San Pedro Sula ist das größte Industrie- und Handelszentrum (Bananen und Zucker) der Nordküste mit einem neuen Flughafen, ausgezeichneten Hotels, ansprechenden Einkaufsmöglichkeiten und mehreren guten Restaurants. In der Nähe liegt der Cusuco-Nationalpark.

Islas de la Bahía

Diese exotische Inselgruppe liegt 50 km vor der Karibikküste und
besteht aus drei größeren Inseln - Roatán, Guanaja und Utila - sowie
aus vielen kleineren Inseln (Cays). Die Geschichte dieser
Inselgruppe kann vom britischen Kolonialreich über die spanischen
Freibeuter bis zu den Mayas zurückverfolgt werden. Die bergigen, üppig
bewachsenen Inseln Roatán und Guanaja sind durch ein großes Korallenriff geschützt, das ein wahres Taucher-Paradies ist. Utila hat lange Sandstrände und ist von lauter kleinen, palmenbewachsenen Cays umgeben.

Copán

Das hübsche Dorf Copán liegt 171 km von San Pedro Sula entfernt.
Die eindrucksvollen Ruinen im Archäologischen Park bei Copán sind
Zeugen der faszinierenden Maya-Kultur. Die Hof- und Tempelgebäude, der
große Ballspielplatz, ein riesiges Amphitheater und die
Hieroglyphentreppe sind besonders beeindruckend. In der großen
Akropolis sind großartige Funde gemacht worden, die im Copán Skulpturenmuseum ausgestellt sind. Die Wohnhäuser der Maya, die ebenfalls freigelegt wurden, geben erstmals Aufschluss über ihr Alltagsleben.

Trujillo

Trujillo war früher ein geschäftiger Hafen und in der
Kolonialzeit Hauptstadt von Honduras. Die geheimnisvolle
Piratenvergangenheit, tropische Traumstrände und alte spanische
Kolonialgebäude machen den Reiz dieser schönen Stadt aus. Neue
Urlaubsgebiete werden gegenwärtig in dieser Gegend erschlossen.

Die Karibikküste

La Ceiba, am Fuß des Pico Bonito (1500 m), ist heute noch
ein bedeutender Umschlagplatz für Bananen. Man feiert gerne in dieser
Hafenstadt und das nicht nur während des Karnevals. Der Urwald des Pico
Bonito bietet Lebensraum für eine artenreiche Tierwelt und kann ebenso
wie die faszinierende Flora auf Expeditionen erforscht werden.

Tegucigalpa und Comayagua

Die Landeshauptstadt Tegucigalpa wurde 1524 als Bergarbeitersiedlung gegründet. Die wunderschönen Stadtparks, besonders Concordia (interessante Modelle der Maya-Bauwerke von Copan) und der UN-Park,
der einen herrlichen Blick über die Stadt bietet, laden zu ausgedehnten
Spaziergängen ein. Nicht weit von Tegucigalpa gibt es den La-Tigra-Nationalpark zu besuchen mit seinem eindrucksvollen Wolkennebelwald. Etwa 80 km von Tegucigalpa liegt Comayagua,
die ehemalige Landeshauptstadt. Hier fühlt man sich in die Kolonialzeit
zurückversetzt: kopfsteingepflasterte Straßen, kleine Plätze und weiße
Häuser machen den Reiz dieser Stadt ebenso aus wie die Kathedrale und
die vielen Kirchen. 34 km von Tegucigalpa liegt die weltbekannte Escuela Agrícola Panamericana - das landwirtschaftliche Institut hat Studenten aus der ganzen Welt.

Einkaufen

Überblick

Die einheimischen Handarbeiten sind sehr schön und zudem preiswert. Beliebte Mitbringsel sind Holzschnitzereien, Zigarren, Lederartikel, Strohhüte, Schmuck aus Glasperlen, Samen und getrockneten Hülsenfrüchten, Taschen und Körbe. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.30-18.00 Uhr, Sa 08.00-17.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Es gibt Kinos und Diskotheken in den größeren Städten.

Kulinarisches

Übersicht

Zu den Spezialitäten zählen Curiles (Meeresfrüchte), Tortillas, Frijoles, Enchiladas, Tamales de Elote (Mais-Tamalen), Nacatamales, Tapado, Yuca con Chicharron und Mondongo. Typische Früchte sind Avocados, Mangos, Papayas, Ananas und Bananen.

Kultur

Religion

Überwiegend römisch-katholisch (97 %), Minderheiten von Anglikanern, Bahai und Baptisten.

Soziale Verhaltensregeln


Der spanische Einfluss ist überall spürbar; die Mehrheit der Bevölkerung sind Mestizen, die überwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt sind und einen niedrigen Lebensstandard haben. Der traditionelle Lebensstil hat sich in vielen Dörfern erhalten. Die üblichen Höflichkeitsformen sollten beachtet werden. Falls man in ein Privathaus eingeladen wird, ist es eine nette Geste, der Gastgeberin einen Blumenstrauß zu schicken (vor oder nach dem Besuch). Zurückhaltende Alltagskleidung wird überall akzeptiert, in den Küstengebieten ist sie normalerweise etwas legerer. Badekleidung und Shorts sollten nur am Swimmingpool oder Strand getragen werden. Männer sollten einen Smoking einpacken. Trinkgeld: 10-15%, in Restaurants meist in der Rechnung enthalten. Gepäckträger und Taxifahrer erwarten 0,5 bis 1 L für Hilfe beim Gepäcktransport.

Klima

Beste Reisezeit

Temperaturen je nach Höhenlage. An der Nordküste heiß, Niederschläge ganzjährig. Im Süden (Pazifikküste) feuchtwarmes tropisches Klima mit einer ausgeprägten Trockenzeit. In Höhenlagen (600-1800 m) gemäßigtes Klima, durchschnittliche Temperaturen: 16-20°C. Trockenzeit November - April, Regenzeit Mai - Oktober. In der Zeit von Juni bis September muss mit tropischen Stürmen (Zyklonen) gerechnet werden.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

Utila

Utila Island, Bay Islands, Honduras
© iStockphoto / Thinkstock

Utila

Utila beaches, Honduras
© 123rf.com / Bartlomiej Kwieciszewski

Snorkel

Snorkel in Honduras's coral reefs
© Hemera / Thinkstock

Pier,

Pier, Bay Island, Honduras
© Brand X Pictures / Thinkstock

Copan

Copan ruins, Honduras
© Photos.com / Thinkstock