Länderinformationen

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Puerto Rico

Allgemeines

Hauptstadt

San Juan.

Geographie

Die Insel Puerto Rico liegt östlich der Dominikanischen Republik und westlich der britischen Jungferninseln. Einige kleinere Inseln wie Culebra, Mona und Vieques sind der Küste vorgelagert. Fruchtbare Küstenebenen umgeben die zentrale Bergkette; höchster Gipfel ist der 1338 m hohe Cerro de la Punta. Die Hauptstadt liegt an der Nordostküste. Ein großer Teil des Waldes wurde gerodet, um Platz für die Landwirtschaft zu schaffen, die nordöstliche Region wurde zum Nationalpark erklärt.

Regierung

Autonomer Bundesstaat der USA seit 1951. Zweikammerparlament nach dem Modell der USA. Der Gouverneur wird alle 4 Jahre direkt gewählt und hat die Exekutivgewalt. Die Bewohner von Puerto Rico sind Bürger der USA, haben bei US-Wahlen jedoch kein Stimmrecht.

Staatsoberhaupt

Präsident Donald Trump, seit Januar 2017.

Regierungschef

Gouverneur Ricardo Rosselló, seit Januar 2017.

Elektrizität

120 V, 60 Hz. Amerikanische Flachstecker, Adapter erforderlich.

Zeitzone

Atlantic Standard Time: MEZ -5

Übersicht

Puerto Rico (Reicher Hafen) besitzt mit seinen tropischen Regenwäldern, seinem warmen, türkisfarbenen Wasser und seinem weichen gelben Sand äußerst verlockende Naturreichtümer.
Die Insel ist eine lebensfrohe und multikulturelle Reisedestination, was vor allem in ihrer mitreißenden Musik und dem regen Nachtleben zum Ausdruck kommt. Lateinamerikanische Rhythmen verbinden sich hier mit musikalischen Einflüssen Westafrikas sowie der Swing- und Bigband-Musik.
Am Cerro de Punta erreicht die zentrale Gebirgskette Puerto Ricos eine Höhe von 1.338 m. El Yunque ist der einzige tropische Regenwald aller US-amerikanischen Nationalforste.
Ebenso einzigartig wie das Ökosystem Puerto Ricos sind seine Kultur und Lebensart. In der Hauptstadt San Juan ist das spanische Erbe vielerorts in den liebevoll restaurierten Kolonialgebäuden ersichtlich, und auch sonst ist Puerto Rico eine Insel der Fiestas und der Paella.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Regelmäßige Flüge verbinden Puerto Rico mit anderen Städten und Inseln der Karibik. Fluglinien, die Puerto Rico anfliegen, sind: Lufthansa (LH), United Airlines (UA), American Airlines (AA), British Airways (BA), Air Canada (AC), Iberia (IB), KLM (KL) und LIAT (LI) (Internet: www.liatairline.com).

Lufthansa (LH)
fliegt u.a. direkt von Frankfurt nach New York (USA). Im Code-Share mit JetBlue (B6) bietet Lufthansa dann Weiterflugmöglichkeiten von New York und Boston nach San Juan.

Flugzeiten

Frankfurt - Puerto Rico: 9 Std. 45 Min.; London - Puerto Rico: 8 Std; Miami - Puerto Rico: 2 Std. 35 Min.

Anreise mit dem Schiff

San Juan ist der größte Passagierhafen Puerto Ricos.
Folgende Schifffahrtslinien laufen San Juan im Rahmen von Kreuzfahrten regelmäßig an: Carnival (Internet: www.carnival.com), Celebrity (Internet: www.celebrity.com), Costa (Internet: www.costakreuzfahrten.de), Cunard (Internet: www.cunard.com), Norwegian Cruise Lines (Internet: www.ncl.de), Princess Cruises (Internet: www.princess.com), Royal Caribbean International (Internet: www.royalcaribbean.com) und Seabourn (Internet: www.seabourn.com).

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die Fluggesellschaften American Eagle (MQ) und Vieques Air Link (Internet: www.vieques-island.com/val) bieten Flugdienste innerhalb von Puerto Rico u.a. ab dem Ribas Dominicci Flughafen auf der Isla Grande oder dem Flughafen Aguadilla.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Mietwagen der Firmen AAA, Afro, Atlantic, Avis, Budget, Discount und Hertz stehen am Flughafen und in San Juan und in allen größeren Städten zur Verfügung. Unterlagen: Nationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

Bus: Die einheimischen Busse werden Guaguas genannt. Haltestellen gibt es in Bayamón, Catano, Country Club, Rio Piedras und in der Hauptstadt. Viele Busunternehmen veranstalten Ausflüge und Rundfahrten. Taxi: Taxistände gibt es am Flughafen, vor Hotels und bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Publicos (Sammeltaxis/Kleinbusse) haben das Zeichen P oder PD auf dem Nummernschild. Die privat betriebenen Publicos verbinden die Inselstädte. Die Preise für Taxis sind in den touristischen Bereichen festgelegt, ausgeschrieben und erschwinglich. Der Linea-Dienst (zwischen San Juan und den meisten anderen Städten) hat ebenfalls vorgeschriebene Preise und setzt Passagiere nach Belieben ab. Taxis außerhalb der touristischen Bereiche verfügen über einen Taxameter und können stundenweise gemietet werden. Preise für Ausflüge außerhalb der städtischen Taxibereiche sollten vorher vereinbart werden. Taxis können entweder auf der Straße angehalten oder telefonisch bestellt werden.

Unterwegs mit dem Schiff

Es gibt Fährverbindungen ab Fajardo oder ab Old San Juan zu den Inseln Culebra und Vieques.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 08 Aug 2018 14:30:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Wed, 08 Aug 2018 14:37:03 +0200)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Aktuelle Hinweise

Aufgrund von Waldbränden ist der Yosemite National Park in Kalifornien zurzeit für Besucher gesperrt. Besucher der betroffenen Gebiete wurden aufgefordert, den Park zu verlassen. Aktuelle Informationen erteilt der National Park Service.
Die Waldbrände können durch Änderung der Windrichtung schnell auf umliegende Gebiete übergreifen. Aufgrund anhaltend hoher Temperaturen in Nordkalifornien können die Brände nur schwer unter Kontrolle gebracht werden. Betroffen sind, außer den Gegenden rund um den Yosemite Park, insbesondere Mendocino Complex, Carr, Shasta, Mariposa sowie Cranston.
Reisenden in der Region wird empfohlen, die lokalen Nachrichten zu verfolgen und den Anweisungen lokaler Behörden Folge zu leisten, siehe auch Naturkatastrophen.

Auf der größten Insel von Hawaii, Big Island, kommt es seit Anfang Mai 2018 zu Erdbeben und Ausbrüchen des Vulkans Kilauea. Die in den austretenden Aschewolken enthaltenen und beim Kontakt von Lava mit Meerwasser entstehenden Gase können die Gesundheit gefährden. Je nach Windrichtung können die aufsteigenden Gase weit über die Insel getragen werden. An bislang über 20 Stellen entlang des Vulkans tritt sprudelnde Lava aus und hat sich bereits über weite Teile des Südostens übergossen.
Es gilt weiterhin eine hohe Alarmstufe, die vom US Geological Survey (USGS) festgelegt wird. Es kann zu Beeinträchtigungen und Unterbrechungen im Reise- und Flugverkehr kommen.
Reisende sollten die Entwicklung in den lokalen Medien verfolgen, engen Kontakt mit dem Reiseveranstalter oder der Fluggesellschaft halten, Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten und Sperrzonen unbedingt beachten, siehe auch Naturkatastrophen.
Aktuelle Informationen und Verhaltenshinweise sind u.a. bei der Hawaii Emergency Management Agency und auf der Webseite des County of Hawaii abrufbar.

Bezüglich weiterhin geltender Einschränkungen bei der visumfreien Einreise in die USA (Visa Waiver Programm) im Zusammenhang mit früheren Reisen nach Irak, Iran, Syrien, Sudan, Somalia, Libyen und Jemen wird auf die Ausführungen im Abschnitt „Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige" hingewiesen.
Verbindliche Auskünfte über die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen in den USA können in Deutschland nur die Botschaften und Konsulate der USA erteilen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die US-Regierung bekräftigt ihre Warnung vor Attentaten und ruft zu besonderer Vorsicht auf. Zuletzt wurden am 31. Oktober 2017 und am 11. Dezember 2017 in Manhattan/New York Anschläge verübt, bei denen es mehrere Todesopfer bzw. Verletzte gab.
Für alle Flüge in die USA gelten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, seit dem 26. Oktober 2017 kann es zu Befragungen am Abflugort kommen. Reisende sollten bei Reiseantritt ausreichend Zeit (mindestens 3 Stunden) einplanen, um diese Kontrollen rechtzeitig vor dem Abflug passieren zu können. Außerdem wird empfohlen, sich rechtzeitig bei der Fluggesellschaft zu erkundigen, welche Gegenstände im Handgepäck mitgeführt werden dürfen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Department of Homeland Security und bei der nachgeordneten Transportation Security Administration.

Kriminalität/Waffen
Achten Sie stets auf Ihre Wertgegenstände. Geld, Tickets und andere Wertgegenstände sollten an einem sicheren Ort, z. B. im Hotel Safe, aufbewahrt werden. Auch in den USA sollten Wertsachen nicht in einem geparkten Wagen zurückgelassen werden. Vor allem an Flugplätzen, Busbahnhöfen oder Bahnhöfen gilt: Vorsicht vor Taschendieben! Für alle Fälle empfiehlt es sich, von allen wichtigen Dokumenten, einschließlich Flugticket, Kopien anzufertigen und getrennt aufzubewahren.
In den USA ist es vergleichsweise leicht, in den Besitz von Waffen zu gelangen. Bewaffnete Überfälle oder Amokläufe kommen vereinzelt vor. Im Falle eines bewaffneten Überfalls sollte kein Widerstand geleistet werden.

Demonstrationen
In den gesamten USA kann es aktuell häufiger zu politischen Demonstrationen kommen. Dabei besteht auch eine erhöhte Gefahr politisch motivierter Gewalt. Es wird daher empfohlen, insbesondere in städtischen Ballungszentren die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen und Demonstrationen weiträumig zu meiden.

Naturkatastrophen
In der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Mai bis November Hurrikan-Saison.
Im Mittleren Westen der USA besteht zwischen März und Juli die Gefahr von Tornados.
Reisende in diese Regionen werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.
Im Winter können insbesondere an der Ostküste Schneestürme auftreten, die teilweise zu Einschränkungen des Flugverkehrs führen.
Vor allem in den Monaten Juni bis Dezember kommt es in Kalifornien aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden, die oft nur schwer unter Kontrolle gebracht werden können. Vor allem in den Monaten Juni bis Dezember kommt es in Kalifornien aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden, die oft nur schwer unter Kontrolle gebracht werden können. Stets aktuelle Informationen bietet das Department of Forestry and Fire Protection.
Auch in anderen Bundesstaaten, insbesondere im Süden und Südwesten der USA, können Busch- und Waldbrände auftreten. Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien und ggf. Hinweise der lokalen Behörden achten.
Teile der USA liegen in einer seismisch aktiven Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann. Das Risiko ist in Alaska, Hawaii und im Westen der USA am höchsten. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam, speziell für die USA das USGS Earthquake Hazards Program.
Im Westen der USA, in Alaska sowie im Bundesstaat Hawaii befinden sich zudem zahlreiche Vulkane. Bei Ausflügen auf Vulkanen sollten Reisende besonders vorsichtig sein, sich von ortskundigen Führern begleiten lassen und Anweisungen von Sicherheitskräften wie auch Sperrzonen unbedingt beachten. Aktuelle Informationen zu Warnstufen finden sich unter U.S. Volcanoes and Current Activity Alerts.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Die Hurrikane „Irma" und „Maria" haben im Sommer 2017 in Puerto Rico, den US-amerikanischen Jungferninseln sowie in Teilen Floridas erhebliche Schäden verursacht. In Puerto Rico und den US-amerikanischen Jungferninseln ist die Kommunikation und Stromversorgung in einigen Regionen immer noch defizitär.  Reisende nach Puerto Rico und den US Virgin Islands sollten weiterhin die Anweisungen lokaler Behörden beachten und sich umsichtig verhalten, da die Aufräumarbeiten andauern.  Ausführliche Informationen zu allen Katastrophen in den USA finden sich bei der Federal Emergency Management Agency, FEMA.

Besonderheiten bei der Einreise
Für alle Flüge in die USA gelten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Seit dem 26. Oktober 2017 kann es zu zusätzlichen Befragungen am Abflugort kommen. Reisende sollten bei Reiseantritt ausreichend Zeit (mind. 3 Stunden) einplanen, um die Kontrollen rechtzeitig vor dem Abflug passieren zu können. Außerdem wird empfohlen, sich rechtzeitig bei der Fluggesellschaft zu erkundigen, welche Gegenstände im Handgepäck mitgeführt werden dürfen.
Laptops oder andere elektronische Datenträger dürfen von den US-Grenzbehörden zur Verhinderung von Straftaten durchsucht werden. Gepäckstücke werden grundsätzlich auf Explosivstoffe durchleuchtet. Die Transport Security Administration (TSA) weist Flugreisende darauf hin, die Koffer nicht mehr abzuschließen, um manuelle Nachkontrollen zu ermöglichen. Die TSA hat das Recht, alle Gepäckstücke zu öffnen, verschlossene auch gewaltsam. In jedem Fall wird ein Hinweiszettel über die erfolgte Kontrolle im Koffer hinterlegt, in dem auf Haftungsausschluss bei Beschädigung oder Verlust einzelner Inhalte hingewiesen wird.
Weitere Informationen erteilt die US-Transportsicherheitsbehörde (TSA).

Europäische Fluggesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, den Einreisebehörden der USA Flug- und Reservierungsangaben ihrer Passagiere zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich zu diesen Reservierungsdaten wird bei Einreise die Angabe der Adresse verlangt, an der sich der Passagier während seiner Reise in den USA aufhalten wird (bei Rundreisen gilt die erste Adresse). Reisenden, die keine Adressenangaben machen, kann die Einreise verweigert werden.
Von jedem Reisenden werden am Einreiseflughafen / Seehafen die Fingerabdrücke digital eingescannt und ein digitales Porträtphoto erstellt. Weitere Informationen zur Erhebung biometrischer Daten durch die US-Grenzbehörden können auf der Internetseite des Department of Homeland Security eingesehen werden.
Auch am Einreiseflug-/Seehafen müssen Reisende mit verstärkten Kontrollen und Befragungen rechnen, in Ausnahmefällen können auch körperbezogene Durchsuchungen erfolgen. Ob die Einreise erlaubt wird, steht wie üblich im Ermessen des jeweiligen US-Grenzbeamten.

Bei der visumfreien Einreise wird die tatsächlich erlaubte Aufenthaltsdauer vom US-Grenzbeamten individuell festgelegt. Eine spätere Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung – wenn sich Ihre Ausreise etwa durch unvorhersehbare Umstände verzögert – ist nicht möglich! Falls Sie mit einem Visum eingereist sind, kann jedes Büro der Einreisebehörde USCIS eine Verlängerung des Aufenthalts genehmigen. Der Tag, an dem Sie spätestens die USA wieder verlassen müssen, wird bei Einreise in den Pass eingestempelt ("admitted until xx-xx-xx". Beachten Sie bitte das amerikanische Datumsformat - der Monat wird zuerst genannt, dann der Tag: '3-10' ist der 10. März, nicht der 3. Oktober).

Reisen nach oder von Kuba
Touristische Reisen direkt von den USA nach Kuba sind nach geltenden US-Bestimmungen untersagt. Dies gilt auch für deutsche Reisende. Direkte Reisen von den USA nach Kuba sind nur erlaubt unter einer der 12 von den US-Behörden festgelegten Kategorien, wie etwa kulturelle, wirtschaftliche, wissenschaftliche und religiöse Aktivitäten, aber auch Reisen, um das kubanische Volk zu unterstützen sowie private Besuchsreisen. Zur Umsetzung dieser Regelungen in die Praxis und die Kontrolle des von den Reisenden angegebenen Reisezwecks liegen bisher keine Erfahrungswerte vor.
Kubareisende sind verpflichtet, über ihre Reise, ihre Aktivitäten, Ansprechpartner usw. genau Buch zu führen und entsprechende Belege zu sammeln, diese fünf Jahre aufzubewahren und den US-amerikanischen Behörden auf Verlangen vorzulegen, um diesen die Prüfung der Einhaltung der genannten Bestimmungen zu ermöglichen.
Außerdem haben die US-amerikanischen Behörden eine umfangreiche Liste von im Tourismusbereich tätigen kubanischen Staatsfirmen, auch Hotels, veröffentlicht, mit denen aus den USA kommende Reisende keine Geschäfte machen dürfen.
US-amerikanische Fluggesellschaften wenden zum Teil die o.g. Restriktionen auch bei Reisen von Kuba in die USA an.
Nähere Informationen können nur die zuständigen US-amerikanischen Behörden erteilen. Dazu wird auf die Webseiten der zuständigen US-amerikanischen Behörden Customs and Border Protection (CBP), des Department of the Treasury – Office of Foreign Assets Control (OFAC) und der US-Botschaft in Havanna hingewiesen:
CBP-United-States-Cuba-Travel
Treasury-Sanctions-Programs-Cuba-Travel
US-Embassy-Traveling-to-Cuba
Auch einige US-amerikanische Fluglinien haben inzwischen entsprechende Hinweise veröffentlicht, so z. B. American Airlines.

Versorgung im Notfall
Reisende in die USA sollten unbedingt auf einen ausreichenden  achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der US-Dollar (USD). Eine Kreditkarte ist nahezu unverzichtbar. In den USA werden fast alle Kreditkarten akzeptiert. Mit Kreditkarte und PIN kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden.
Bankkarten mit V-Pay-Logo können in den USA nicht gelesen werden und eine Geldabhebung ist damit nicht mehr möglich.
Der Umtausch von Euro- Bargeld ist nicht bei allen Banken möglich, sondern zumeist – gegen Gebühr – auf Wechselstuben beschränkt, die sich nicht überall finden lassen. Banküberweisungen von Deutschland in die USA können mehrere Tage in Anspruch nehmen und sind mit erheblichen Gebühren verbunden.

Straßenverkehr/Mietwagen
Autofahrer sollten sich über die amerikanischen Verkehrsregeln informieren. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind niedriger als in Deutschland. Bei Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit oder Alkohol am Steuer können hohe Geldbußen oder sogar Gefängnis drohen.
Auch in den USA wird die Nutzung von Mobiltelefonen beim Autofahren, sofern keine Freisprechanlage vorhanden ist, in immer mehr Bundesstaaten oder auch einzelnen Bezirken, verboten und inzwischen mit zum Teil hohen Geldstrafen geahndet.
Autovermietungen sind verpflichtet, Touristen auf mögliche Gefahren hinzuweisen und etwa Stadtpläne und Broschüren zu Verhaltensweisen, die zu beachten sind, zur Verfügung zu stellen. Für Mietwagen besteht zumeist bis zu einer bestimmten Schadenssumme eine Haftpflichtversicherung. Nicht versicherbar ist der in den USA mögliche "Strafschadensersatz" ("punitive damages"), der bei vorsätzlich verursachten Schäden fällig werden kann. Verurteilungen zu "Strafschadensersatz" können sehr hohe Geldbeträge erreichen. Diese Verurteilungen werden zwar in Deutschland nicht vollstreckt, in den USA sind jedoch Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen aus einem solchen Urteil - auch bei eventuellen zukünftigen USA-Aufenthalten - stets möglich.

Führerschein
Ein internationaler Führerschein wird - in Verbindung mit dem unbedingt erforderlichen nationalen Führerschein - grundsätzlich empfohlen, in einigen US-Bundesstaaten ist er sogar Pflicht. Informationen über die Führerscheinregelungen der einzelnen US-Bundestaaten sind auf den Webseiten der jeweiligen Departments of Transportation verfügbar.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja, aber nur mit Visum

Personalausweis: Nein, für US-Reisen nicht zugelassen

Vorläufiger Personalausweis: Nein, für US-Reisen nicht zugelassen

Kinderreisepass: Ja, aber nur mit Visum

Anmerkungen:
Das Reisedokument muss für die gesamte Aufenthaltsdauer (also bis mindestens einschließlich Tag der Ausreise aus den USA) gültig sein.

Visumfreie Einreise (US Visa Waiver Programm/ESTA)/Visum
Da Deutschland am sog. US-Visa Waiver Programm teilnimmt, können deutsche Staatsangehörige zu Zwecken des Tourismus, bei Geschäftsreisen oder im Transit visumfrei in die USA einreisen, sofern sie im Besitz eines elektronischen Reisepasses (e-Pass mit Chip), einer gültigen elektronischen Einreisegenehmigung (ESTA) sowie eines gültigen Rück- oder Weiterflugtickets sind. Minderjährige können nur dann visumfrei einreisen, sofern sie im Besitz eines eigenen e-Passes und einer gültigen ESTA sind.

Die ESTA-Beantragung ist gebührenpflichtig (14,- US-$). Die einmal erteilte Einreiseerlaubnis gilt für beliebig viele Einreisen für die Dauer von jeweils max. 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren. Die zuständigen US-Behörden empfehlen, den Antrag gemäß ESTA nach Möglichkeit mindestens 72 Stunden vor Reiseantritt zu stellen. Umfassende Informationen zum ESTA-Verfahren erhalten Sie über die ESTA-Startseite oder folgenden Links:

ESTA-Informationen der US-Botschaft Berlin
US State Department Visa Waiver Program
ESTA-Häufig gestellte Fragen

Die Einreise auf dem Landweg (von Kanada oder Mexiko) ist ohne ESTA möglich.

Bei Ablehnung des ESTA-Antrags sowie bei anderen als den o.a. Besuchszwecken (etwa Arbeits- oder Au-Pair-Aufenthalte, Austauschprogramme, Sprach -/ Forschungsaufenthalte, Eheschließung mit anschl. Niederlassung / Einwanderung in die USA etc) ist grundsätzlich die Einholung eines Visums erforderlich.

Deutsche Staatsangehörige, die neben der deutschen Staatsangehörigkeit noch die Staatangehörigkeit von Iran, Irak, Syrien oder Sudan besitzen oder sich seit dem 01.03.2011 privat oder geschäftlich in einem dieser Länder bzw. in Libyen, Jemen oder Somalia aufgehalten haben, sind vom US-Visa Waiver Programm ausgeschlossen und müssen ebenfalls  (unabhängig vom Zweck der Reise) ein Visum für die USA beantragen. Ausnahmen gelten lediglich für Regierungsbedienstete und Angehörige des Militärs.

Das jeweilige Visum ist bei der zuständigen US-Auslandsvertretung zu beantragen. Ausführliche  Hinweise zu den US-Einreisebestimmungen und zum Visumverfahren erteilen die US-Botschaft und -Konsulate in Deutschland.

Weder eine gültige ESTA-Genehmigung noch ein gültiges US-Visum begründen einen Anspruch auf Einreise in die USA. Die endgültige Entscheidung über die Einreise trifft der zuständige US-Grenzbeamte. Gegen die Entscheidung ist kein Rechtsbehelf zugelassen und es ist den deutschen Auslandsvertretungen nicht möglich, auf die Grenzbeamten einzuwirken, eine Einreiseverweigerung rückgängig zu machen.

Weitere Hinweise
Sollten bei Ihrer Einreise in die USA Probleme aufgetreten sein, können Sie sich nach Ihrer Rückkehr an das Department of Homeland Security (DHS) wenden. Das DHS hat ein „Traveler Redress Inquiry Program (DHS TRIP)" eingerichtet, welches die zentrale Anlaufstelle für Fragen und Anträge auf Abhilfe bei Problemen im Zusammenhang mit Einreisen in die USA ist. Nutzer von TRIP müssen ein Online-Formular ausfüllen und dort Angaben zur Person und Art der negativen Reiseerfahrung machen, wegen der sie Abhilfe oder Auskunft erbitten.

Grundsätzlich wird Reisenden empfohlen, den Reisepass bzw. eine Kopie des Reisepasses, aus dem der legale Aufenthalt in den USA hervorgeht (Einreisestempel, ggf. Visum), ständig mit sich zu führen. In einigen Staaten, wie beispielsweise Louisiana, ist dies Pflicht.

Alle weitergehenden Fragen über Ihre Einreise in die USA sollten Sie rechtzeitig vor Abreise mit der zuständigen US-amerikanischen Vertretung klären.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Hinweise zu den aktuellen Zollvorschriften finden Sie unter International Visitors.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Sollten Sie wegen des Verdachts einer Straftat in Polizeigewahrsam genommen werden, müssen Sie mit einem Verfahren rechnen, das sich in manchen Punkten erheblich von dem in Deutschland unterscheidet. Strafverfolgungsmaßnahmen und Strafmaß des US-amerikanischen Rechtssystems sind zum Teil erheblich härter als in der Bundesrepublik Deutschland.

Im Falle einer Verhaftung haben Sie gem. Art. 36 der Wiener Konsularrechtskonvention das Recht zu verlangen, dass die zuständige deutsche Auslandsvertretung informiert wird. Hierauf sollten Sie bestehen. Die deutschen Auslandsvertretungen können Sie dann konsularisch betreuen (Exekutive Befugnisse gegenüber amerikanischen Stellen haben sie aber nicht, können also beispielsweise nicht Ihre Freilassung anordnen. Sie können auch nicht Ihre Verteidigung übernehmen, Sie jedoch erforderlichenfalls zum Beispiel dabei unterstützen, einen geeigneten Rechtsanwalt zu finden).
Auf folgende Punkte wird besonders hingewiesen:
Rauschmittel
Schon der Besitz geringster Mengen von Rauschmitteln kann, auch wenn es sich um Mittel oder Mengen handelt, deren Besitz in einigen US-Bundesstaaten (wie etwa Cannabis in Kalifornien) bzw. Deutschland nicht strafrechtlich verfolgt wird, eine lebenslange Einreisesperre nach sich ziehen und  zu langjährigen Haftstrafen führen. Hinzu kommen sehr hohe Zollforderungen, schnell über Hunderttausende US-$. Bereits bei der Einreise in die USA (auch wenn es sich "nur" um einen Transit handelt, also ein Umsteigen auf dem Flughafen) werden strenge Kontrollen durchgeführt.

Unerlaubte Aufenthaltsverlängerung und Arbeiten ohne Arbeitserlaubnis
Nehmen Sie keine Arbeit an, um sich ein Reisetaschengeld zu verdienen, es sei denn, Sie haben eine Arbeitserlaubnis. Illegale Arbeitsaufnahme kann zu Gefängnisstrafen und Ausweisung führen. Bleiben Sie nicht länger in den USA, als erlaubt.

Alkoholgenuss
in der Öffentlichkeit ist fast überall verboten. Schon das sichtbare Tragen alkoholischer Getränke ist normalerweise strafbar. Dies gilt auch für Nationalparks o. ä. Alkohol darf nicht an unter 21jährige abgegeben werden. Eventuell müssen Sie per Ausweis beweisen, dass Sie schon 21 Jahre alt sind.

Rauchverbote
werden in den USA häufiger verhängt als bei uns in Deutschland. Es wird empfohlen, die Rauchverbote unbedingt einzuhalten, da auch hier Ordnungsstrafen drohen können.

Nacktbaden
Auch wenn die Gesetze in den einzelnen Bundesstaaten, die Nacktheit generell als "indecent exposure" unter Strafe stellen, rar geworden sind, sollte unbedingt beachtet werden, dass Nacktbaden und selbst das Umziehen am Strand als Erregung öffentlichen Ärgernisses aufgefasst werden und daher zu Unannehmlichkeiten führen kann. Nur an einigen wenigen Stränden ist Nacktbaden zulässig oder wird zumindest geduldet. An allen anderen Stränden sollte Nacktbaden - am besten auch von Kleinkindern - unterlassen werden. Gleiches gilt für das Baden "oben ohne" - nicht nur von erwachsenen Frauen, sondern auch von kleinen Mädchen.

Kinderpornographie und -missbrauch
Kinderpornographie und –missbrauch werden in den USA strengstens verfolgt und geahndet. Schon möglicherweise geringe Verdachtsmomente werden von einer wachsamen Bevölkerung an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Insofern sollte das Fotografieren nicht vollständig bekleideter Kinder (auch der eigenen z.B. im Garten oder in der Badewanne) unterlassen werden! Die Grenzen zwischen harmlosen Familienfotos und strafbaren "sexuell suggestiven" Fotos verlaufen in den Augen der Ermittlungsbeamten fließend. Eine Anzeige (durch Nachbarn oder ein mit der Filmentwicklung beauftragtes Fotogeschäft) kann langwierige Ermittlungsverfahren, im schlimmsten Fall sogar Gefängnisstrafen nach sich ziehen.

Sexuelle Handlungen an Minderjährigen
Sexuelle Handlungen an Minderjährigen – auch in gegenseitigem Einvernehmen – werden in vielen Fällen mit langer Haft bestraft. Je nach Bundesstaat variiert die Altersgrenze, unterhalb derer keine wirksame Einwilligung in sexuelle Handlungen erklärt werden kann. Dies kann dazu führen, dass beispielsweise ein 18-Jähriger mit 17-jähriger Freundin oder ein 16-Jähriger mit 15-jähriger Freundin als Sexualstraftäter verurteilt wird.

Öffentliches Stillen
Das Stillen von Babys in der Öffentlichkeit wird zwar mittlerweile in wohl allen Bundesstaaten von den "indecent exposure"-Strafvorschriften ausgenommen, sollte jedoch zumindest in Restaurants und Bars bzw. in weniger "liberalen" Gegenden unterlassen werden.

Verletzung der Aufsichtspflicht
In den USA kann das Unbeaufsichtigtlassen von Kindern bestimmter Altersstufen strafbar sein und geahndet werden. Dies sollten auch Touristen, die ihre Kinder etwa nur kurz im Hotel oder im Auto zurücklassen wollen, unbedingt beachten. Zwar setzen nur wenige Bundesstaaten diesbezüglich feste Altersgrenzen fest (z.B. Maryland, wo das Alleinlassen von Kindern unter 8 Jahren unter Strafe gestellt ist; oder Illinois, wo Kinder unter 14 Jahren nicht für "unangemessen lange" Zeit allein gelassen werden dürfen). In allen anderen Staaten kommen meist lokale Richtlinien zur Anwendung, bei denen das Mindestalter unbeaufsichtigter Kinder generell zwischen 12-13 Jahren schwankt, und es auch auf die Dauer des Alleinseins ankommt. Grundsätzlich gilt daher, dass Kinder unter 8 Jahren nie, Kinder unter 12 oder 13 Jahren nur kürzeste Zeit unbeaufsichtigt gelassen werden sollten.

Prostitution
In vielen Bundesstaaten der USA ist es strafbar, mit Prostituierten geschlechtlich zu verkehren. Schon das Ansprechen einer Prostituierten kann strafbar sein.

Stalking
In den USA ist das wiederholte Verfolgen oder die wiederholte Belästigung einer anderen Person, "Stalking" genannt, strafbar.

... und zu guter Letzt
Sollten Sie einen Strafzettel ("Ticket") für falsches Parken, überhöhte Geschwindigkeit oder Ähnliches erhalten haben: Bitte zahlen Sie! In Einzelfällen kann es sonst bei künftigen Einreisen oder Aufenthalten Unannehmlichkeiten geben. Für Auskünfte sind die US-Behörden zuständig. Wenden Sie sich direkt an die Stelle, die das Ticket ausgestellt hat. Dies gilt auch dann, wenn Sie die USA verlassen haben, ohne zu zahlen. Die deutschen Auslandsvertretungen in den USA haben keine Möglichkeit, in diesen Fällen behilflich zu sein.

Amerikanische Polizisten erwarten, dass Autofahrer, die sie zum Anhalten auffordern, im Fahrzeug sitzen bleiben, das Fenster herabrollen und beide Hände sichtbar auf das Lenkrad legen. Aussteigen o. ä. empfinden sie als Bedrohung und reagieren gegebenenfalls mit Selbstverteidigungsmaßnahmen.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Luftverschmutzung durch Waldbrände

Durch immer wieder auftretende langanhaltende Brände kommt es örtlich zu einer deutlichen Verschlechterung der Luftqualität, die für ältere Personen mit Herz-/Kreislaufproblemen sowie für Kleinkinder besonders bei größerer Anstrengung die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Vulkanausbruch auf Hawaii: Siehe Rubrik "Aktuelle Hinweise".

Zika-Virus-Infektion
In Lateinamerika und der Karibik, inklusive Puerto Rico und den US Virgin Islands wurde eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung. Die Möglichkeit einer lokalen Übertragung des Virus ist in den USA grundsätzlich gegeben.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch Schutzmaßnahmen Mückenstiche.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.
Da eine sexuelle Übertragbarkeit möglich ist, wird nach einer möglichen Exposition in den Ausbruchgebieten bei Sexualverkehr mit Schwangeren Kondomgebrauch für die Dauer der Schwangerschaft empfohlen.
Frauen sollten für 2 Monate nach Rückkehr aus den Ausbruchsgebieten eine Schwangerschaft verhindern. Für männliche Reiserückkehrer ist darüber hinaus zu überlegen, ob die Dauer des Aufenthaltes und das persönliche Risikoprofil vor Ort es rechtfertigen, nach Rückkehr seinen Sexualpartner generell für die Dauer von 2 Monaten durch Kondomgebrauch zu schützen.

Impfschutz
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus bei besonderer Exposition (z.B. aktuellen Ausbrüchen, einfachen Reisebedingungen, Hygienemängeln, Einsätzen, unzureichender medizinischer Versorgung, besonderen beruflichen/sozialen Kontakten) eine Impfung gegen Hepatitis A und B.

Bei Langzeitaufenthalten sollten Impfauflagen für die Anmeldung an Schulen, Kindergärten und Universitäten beachtet werden (ggf. vor Einreise erfragen!). Das komplette deutsche Standardimpfprogramm des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) einschließlich der Meningokokken-Impfung muss im Zweifel nachgewiesen werden und sollte deshalb vor Ausreise komplettiert werden.

Lassen Sie sich hierbei von einem Reise-/Tropenmediziner beraten.

West-Nil-Fieber (West Nile Virus)
ist eine Viruserkrankung, die seit 1999 auch verstärkt in den USA auftritt. Von Gebieten an der Ostküste hat sich das West Nile Virus über weite Regionen bis nach Kalifornien an die Westküste der USA ausgebreitet.

Die Patienten leiden an grippeähnlichen Beschwerden mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Bindehautentzündung, Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Bei knapp der Hälfte der Patienten tritt gegen Ende der Fieberphase ein Hautausschlag auf, der etwa eine Woche anhält. Insgesamt dauert die Erkrankung meist etwa eine Woche und heilt ohne Therapie ab.In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenden Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis) und der Gehirnhäute (Meningitis) sowie zu akuten Lähmungserscheinungen (Paralyse) kommen, die sich nur teilweise oder gar nicht mehr zurückbilden. Diese schwerwiegenden Komplikationen können zum Tod führen. Betroffen sind insbesondere alte Menschen, Kinder und Abwehrgeschwächte wie Krebs- oder HIV-Patienten. Je älter der Patient ist, umso höher ist die Gefahr für die Ausbreitung der Krankheit auf Gehirn und Nervensystem. Schwere Verläufe werden besonders ab dem 50. Lebensjahr beobachtet. Die Wahrscheinlichkeit, sich in den USA mit dem West Nile Virus zu infizieren ist gering. Die Übertragung erfolgt durch infizierte Mücken. Sie kann auch nach einer Bluttransfusion mit Blut eines akut erkrankten Patienten oder in Einzelfällen auch nach Organtransplantationen auftreten. Infizierte Mütter können das Virus auf das ungeborene Kind oder später beim Stillen durch die Muttermilch übertragen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken insbesondere auch in den subtropischen Teilen der USA wird allen Reisenden empfohlen,

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Zika, West Nil) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

Hantavirus
Die insgesamt seltene Erkrankung kann landesweit (aktueller Schwerpunkt im Yosemite Nationalpark) durchschnittlich 2-4 Wochen nach Aufnahme von mit Hantaviren kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Kanal zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen führen.
In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS oder kardio-pulmonales Syndrom, HPS bzw. HCPS).
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur in extrem seltenen Fällen statt.
Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht.

Weitere tagesaktuelle Informationen, Karten und Gesundheitshinweise, nicht nur zu diesen Erkrankungen, finden Reisende auch auf der Internetseite der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Center for Disease Control) unter www.cdc.gov

Medizinische Versorgung
In den USA sind die ärztliche und apparative Versorgung sowie Hygiene, Medikamentenversorgung etc. i.d.R. kein Problem. Der Reisende sollte aber die großen Entfernungen nicht unterschätzen, die evtl. bis zum nächsten Krankenhaus zu überwinden sind. Behandlungen sind teuer und erfolgen gegen Vorkasse oder jedenfalls direkte Bezahlung. Eine Krankenversicherung unter Einschluss der USA ist dringend empfohlen ebenso wie eine belastbare Kreditkarte. Häufig ist es günstiger (wenn medizinisch möglich) nach Deutschland zurückzufliegen und sich hier behandeln zu lassen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Anmerkung zum Reisepass

Die Einreisebestimmungen entsprechen denen der USA.

Einreise mit Kindern

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen wird ein Gesundheitszeugnis benötigt, das maximal 30 Tage vor der Abreise ausgestellt wurde. Das Gesundheitszeugnis muss bestätigen, dass das Tier in einem Gebiet lebt, das frei von ansteckenden Tierkrankheiten ist. Wenn das Tier über 4 Monate alt ist, wird außerdem ein Tollwutimpfzertifikat verlangt, das maximal 6 Monate vor der Einreise ausgestellt wurde.

Für Vögel muss direkt vor der Abreise ein Gesundheitszeugnis ausgestellt werden, das bescheinigt, dass das Tier frei von der Papageienkrankheit und Ornithose ist.

Weitere Informationen sind von den amerikanischen Botschaften erhältlich (s. Kontaktadressen USA).

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
GelbfieberNein
CholeraNein
Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & Polio1-
MalariaNein-
Essen & Trinken2-

Übersicht

Die Krankenversorgung ist gut, aber teuer.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[2] Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist normalerweise gechlort und weitgehend keimfrei, es können jedoch leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Vor dem Verzehr von Riff-Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen. Die Zahl der Infektionen hat mit 10 Fällen seit April 2017 gegenüber 8000 Infektionen im August 2016 stark abgenommen. 

Geld

Währung

1 US-Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: US$, USD (ISO-Code). Näheres unter Geld im Kapitel USA.

Kreditkarten

Alle internationalen Kreditkarten werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden in Puerto Rico an zahlreichen Geldautomaten akzeptiert, aber nicht in Geschäften. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks in US-Dollar werden bevorzugt.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr.

Geldwechsel

In Wechselstuben und Banken möglich. 

Währungen

US$

USD

Wechselkurse

EUR1 = USD1.04
GBP1 = USD1.24
USD1 = USD1.00

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Spanisch und Englisch.

Redewendungen


  • Acht = Ocho

  • Achtzig = Ochenta

  • Auf Wiedersehen = Chau

  • Ausgang = Salida

  • Bier = Cerveza

  • Bitte = Por favor

  • Danke sehr = Gracias

  • Dienstag = Martes

  • Donnerstag = Jueves

  • Doktor = Médico

  • Dreißig = Treinta

  • Drei = Tres

  • Eins = Un / uno / una

  • Eingang = Entrada

  • Einhundert = Cien

  • Eintausend = Mil

  • Freitag = Viernes

  • Fünf = Cinco

  • Fünfzig = Cincuenta

  • Gefahr = Peligro

  • Geöffnet = Abierto

  • Geschlossen = Cerrado

  • Guten Morgen = Buenos Dias 

  • Guten Tag = Buenas Tardes' 

  • Guten Abend = Buenas Noches 

  • Hallo = Hola

  • Heute = Hoy

  • Hotel = Hotel

  • Ich verstehe das nicht. = No entiendo

  • Ich fühle mich krank. = Me encuentro mal

  • Ja = Sí

  • Mein Name ist… … = Me llamo ...

  • Mir geht es sehr gut. = Estoy muy bien

  • Mittwoch = Miércoles

  • Montag = Lunes

  • Morgen = Mañana

  • Neun = Nueve

  • Neunzig = Noventa

  • Nein = No

  • Restaurant = Restaurante

  • Samstag = Sábado

  • Sechs = Seis

  • Sechzig = Sesenta

  • Sieben = Siete

  • Siebzig = Setenta

  • Sonntag = Domingo

  • Speisekarte = Carta

  • Sprechen Sie Deutsch/Englisch? = ¿Habla alemán/inglés?

  • Super! = Chevere!

  • Toiletten = Servicios

  • Vierzig = Cuarenta

  • Vier = Cuatro

  • Wein = Vino

  • Wie geht es Ihnen? = ¿Qué tal estás?

  • Wie viel kostet das? = ¿Cuánto es?

  • Wo ist …? = ¿Dónde está?

  • Zehn = Diez

  • Zwanzig = Veinte

  • Zwei = Dos

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 06 Jan Epiphaniasfest
  • 15 Jan Martin Luther King, Jr.-Tag
  • 19 Feb Tag des Präsidenten
  • 22 Mar Tag der Emanzipation
  • 30 Mar Karfreitag
  • 28 May Gedenktag
  • 04 Jul Unabhängigkeitstag
  • 25 Jul Tag der Verfassung
  • 03 Sep Tag der Arbeit
  • 08 Oct Kolumbus-Tag
  • 11 Nov Tag der Veteranen
  • 19 Nov Tag der Entdeckung Puerto Ricos
  • 22 Nov Thanksgiving-Tag
  • 25 Dec Weihnachten

Kontaktadressen

Fremdenverkehrsamt Puerto Rico

Anmerkung
Puerto Rico unterhält keine eigenen Auslandsvertretungen. Die Interessenvertretung erfolgt durch die US-Botschaften (Kontaktadressen siehe USA).

http://www.seepuertorico.com/de

http://www.seepuertorico.com/de

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Spanischkenntnisse sind von Vorteil, Geschäftsleute sprechen allerdings oft auch Englisch. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-16.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Chamber of Commerce of Puerto Rico (Handelskammer)
PO Box 9024033, San Juan, PR 00902-4033
Tel: 721 60 60.
Internet: http://camarapr.org

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst.

Mobiltelefon

CDMA/TDMA-Netz. Nicht kompatibel mit GSM-Mobiltelefonen.

Internet

Internetanbieter ist Coqui Net (Internet: www.coqui.net). Internet/E-Mail-Anschlüsse sind in Hotels und Geschäftszentren vorhanden. In San Juan gibt es Internetcafés.

Post

Luftpost nach Europa ist etwa eine Woche unterwegs. Briefmarken sind in den Läden erhältlich, in denen Postkarten gekauft werden können. Hotelrezeptionen nehmen Briefsendungen für ein Trinkgeld von ca. 1 US$ entgegen.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Zu den beliebtesten Mitbringseln gehören Zigarren, Kaffee, Rum, Hängematten, Strohartikel, Skulpturen, Santos (geschnitzte Heiligenfiguren), Teufelsmasken aus Kokosnüssen und Streichinstrumente. Man sollte beachten, dass Zigarren, die als kubanische Zigarren deklariert sind, nicht tatsächlich aus Kuba stammen; da Puerto Rico zu den Außengebieten der USA gehört, unterliegt das Land dem US-amerikanischen Embargo, welches den Import und Verkauf kubanischer Güter verbietet.

Klöppelarbeiten sind ebenfalls ein beliebtes Souvenir. In dem kleinen Städtchen Moca wird mundillo (wörtlich übersetzt „kleine Welt“) hergestellt. Diese traditionelle Form des Klöppelns ist typisch für Puerto Rico, deren Ursprung bis nach Spanien zurückverfolgt werden kann. Es ist auch heute noch eine beliebte Form des Kunsthandwerks und wird mit einem jährlichen Fest geehrt.

Bei den billigen Souvenirs in den Ramschläden von Alt-San Juan sollte man vorsichtig sein; viele Artikel sind nicht authentisch und wurden importiert. Wer auf der sicheren Seite sein will kauft im Puerto Rican Arts and Crafts (Internet: www.puertoricanart-crafts.com), wo ein Zertifikat ausgestellt wird das belegt, dass alle angebotenen Produkte von hiesigen Künstlern hergestellt wurden. An den Wochenenden finden auf der Paseo de la Princesa in Alt-San Juan häufig Straßenfeste satt, auf denen viele heimische Künstler ihre Waren direkt anbieten.

Das Plaza las Americas (Internet: www.plazalasamericas.com), welches das größte Einkaufszentrum der Karibik ist, befindet sich in dem vornehmen Stadtteil Hato Rey in San Juan. Hier findet man die gleichen Geschäfte wie in den Einkaufszentren auf dem amerikanischen Festland sowie ein umfangreiches gastronomisches Angebot und ein Kino. 

Öffnungszeiten

Mo-Mi und Sa 9:00-19:00 Uhr, Do-Fr 9:00-21:00, einige Einkaufszentren öffnen auch So 11:00-17:00. Viele Geschäfte in Alt-San Juan haben abweichende Öffnungszeiten, die sich an den aktuellen Fahrplänen der Kreuzfahrtschiffe orientieren.

Nachtleben

Einleitung

Das puerto-ricanische Nachtleben ist lebhaft und abwechslungsreich. In der Hauptstadt kann man auf den Plätzen von Alt-San Juan sitzen und in Ruhe die Leute beobachten. Empfehlenswert ist ein Spaziergang über die La Princesa, eine Promenade entlang der Bucht von San Juan die zu den einzigen noch erhaltenen Stadttoren der alten Stadtmauer führt. An den Wochenenden verkaufen häufig Künstler ihre Waren hier und Gruppen von älteren Puerto-Ricanern treffen sich hier um nostalgische und folkloristische Weisen erklingen zu lassen. Eine weitere beliebte abendliche Aktivität in San Juan ist sich zu den Einheimischen am Plaza del Mercado im Stadtteil Santurce zu gesellen, wo an den Wochenenden sowohl geplante als auch improvisierte Live-Konzerte stattfinden. Der Markt, der abends geschlossen ist, ist umgeben von zahlreichen Bars und Restaurants.

Nachtschwärmer haben die Wahl zwischen Diskotheken, Musikkneipen und klassischen Konzerten; die großen Hotels bieten ebenfalls ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Viele Puerto Ricaner lassen gerne in den traditionellen Latin-Tanzklubs ihre Hüften kreisen, in denen häufig Live-Bands Salsa und Merengue spielen. Einer der beliebtesten Klubs ist der Nuyorican in Alt-San Juan, eine kleine Kneipe mit Live-Musik, in der man die hiesige Kultur kennen lernen kann.

Außerhalb der Hauptstadt geht es etwas ruhiger zu. Meistens findet das familienorientierte Nachtleben in der Gegend um den Hauptplatz der jeweiligen Ortschaft statt.

Kulinarisches

Übersicht

In Puerto Rico, vor allem in San Juan, gibt es zahlreiche gute Restaurants, in denen unter anderem spanische, chinesische, französische, griechische und italienische Gerichte angeboten werden. In den letzten Jahren haben auch mehrere peruanische und argentinische Restaurants in San Juan eröffnet. Die einheimische Küche ist spanisch beeinflusst, Bohnen und Reis bilden die Hauptzutaten. Die Speisen sind zwar nicht besonders scharf gewürzt, können jedoch mitunter etwas salzig sein.

Die puerto-ricanische Küche durchlebt gerade eine Art kulinarische Renaissance. Sie wird für den verwöhnten Gaumen neu interpretiert, insbesondere von so berühmten Köchen wie Wilo Benet (der regelmäßig im Fernsehen sowie in Reisepublikationen und kulinarischen Veröffentlichungen zu sehen ist) und dem als Iron Chef bekannt gewordenen Roberto Trevino. Es  scheint, als ob jedes Jahr ein neues kulinarisches Festival gefeiert wird, um die Inselküche zu rühmen.

Meeresfrüchte und tropische Früchte stehen nicht so oft auf dem hiesigen Speiseplan wie die meisten Besucher meinen. Viele der puerto-ricanischen Leibspeisen sind frittiert. In Strandhütten und an den Straßenständen werden üblicherweise frittierte Teigstücke gefüllt mit Rindfleisch, Geflügel oder Fisch angeboten. Nationalgericht ist Asopao (Reistopf mit Fisch, Huhn oder Krabben). Paella, Geflügelgerichte, schwarze Bohnensuppe, gebackene Krebse, Jueyes (scharf gewürzte Krebse) und Pan de Agua (ein einheimisches Brot) sind ebenso lecker wie die würzige Langosta

Regionale Spezialitäten


  • Mofongo (Kloß aus zermahlenen Kochbananen gefüllt mit Fleisch, Geflügel oder Meeresfrüchten, serviert in einer Brühe).

  • Tostones (dicke, frittierte Stifte aus Kochbananen).

  • Maduros (süße Kochbananen, die gebacken oder frittiert serviert werden). 

  • Lechon asado (gebratenes Schweinefleisch; lechon ist auf den meisten Speisekarten zu finden).

  • Arroz y habichuelas (Reis und Bohnen; typischerweise werden Kidneybohnen verwendet, die mit sehr viel Flüssigkeit als eine Art Suppe in einer Schüssel serviert werden). 

  • Quesitos (süßes Gebäck gefüllt mit Frischkäse).

  • Pastel (in anderen Ländern als tamal bekannt; Pastetchen aus Kochbanane, das in einem Bananenblatt dampfgegart wird; Pastel werden das ganze Jahr über gegessen, sind aber eigentlich ein typisches Gericht zur Weihnachtszeit). 

  • Bacalao (Kabeljau) wird auf vielfältige Weise zubereitet, wobei die wohl bekanntesten Gerichte isserenata de bacalao oder bacalao serenade sind, eine Art Eintopf mit Kartoffeln, Zwiebeln und Tomaten. 

  • Piraguas (Papiertütchen mit gestoßenem Eis, das in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie z.B. parcha (Passionsfrucht), Mango oder Ananas angeboten wird; eine kühle und erfrischende Köstlichkeit, die man vor allem in der Altstadt von San Juan, an Stränden und an zentralen Plätzen findet). 

Trinkgeld

Häufig ist die Servicegebühr bereits in der Rechnung enthalten; falls nicht, sind 15-20% der Rechnungssumme angemessen.

Regionale Getränke


  • Piña colada - angeblich ist Puerto Rico das Ursprungsland des beliebten Cocktails. 

  • Barrilito, ein einheimischer Rum, ist eine Kostprobe wert.

  • Medalla ist das puerto-ricanische Bier. 

  • Coquito wird vor allem in der Weihnachtszeit getrunken und erinnert an Eierlikör.

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

In Puerto Rico darf man ab 18 Jahren Alkohol trinken.

Unterkunft

Hotels

Die Hotels in San Juan und Ponce entsprechen amerikanischem Standard. Die staatlichen Paradores sind Herbergen im spanischen Stil mit regionaler Küche. Weitere Auskünfte von der Puerto Rico Hotel and Tourism Association, Suite 301, 165 Ponce de León, San Juan, PR 00917-1233. Tel: 758 80 01. (Internet: www.prhta.org)

Kultur

Religion

85 % Katholiken. Protestantische und jüdische Minderheiten: 15 %.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Die gängigen Höflichkeitsformeln sollten beachtet werden. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Spanische und amerikanische Sitten und Gebräuche existieren nebeneinander. Die Menschen auf Puerto Rico sind sehr gastfreundlich, Einladungen in private Häuser sind aber dennoch eher selten. Wird man dennoch eingeladen, ist ein kleines Geschenk für den Gastgeber angebracht. Die Familie ist den Puerto Ricanern sehr wichtig, sie steht stets an erster Stelle. Kindern gegenüber ist man stets freundlich und aufgeschlossen. 

Kleidung: Legere Bekleidung wird akzeptiert. Leichte Baumwollkleidung wird empfohlen. Shorts sollten nicht in Restaurants, Hotels oder in den Kasinos getragen werden, in denen oftmals nach 20.00 Uhr Abendkleidung verlangt wird. Einige Hotels bestehen auch tagsüber auf formellere Kleidung. Badekleidung gehört an den Strand. Wie überall in den USA werden auch auf Puerto Rico sowohl das Sonnenbad ohne Bikinioberteil wie auch der Kleidungswechsel am Strand als öffentliches Ärgernis gesehen und sind verboten. Dies gilt auch für Kinder.

Fotografieren: Personen sollten gefragt werden, bevor man sie fotografiert. In Kirchen und Museen ist das Fotografieren häufig erlaubt, man sollte aber vorher fragen.

Rauchen: Seit 2007 gilt in allen öffentlichen Gebäuden, gastronomischen Einrichtungen sowie in den Kasinos ein striktes Rauchverbot. Auch auf vielen Restaurantterrassen ist das Rauchen verboten. Einige Hotels bieten Raucher- und Nichtraucherzimmer an.

Trinkgeld: 15-20% sind üblich, falls nicht bereits in der Rechnung enthalten.

Klima

Beste Reisezeit

Heißes, tropisches Klima bei 25°-29°C. In Höhenlagen etwas kühler.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

South

South shore from Puerto Rico's Jayuya mountains
© Creative Commons / Oquendo

Buildings

Buildings in Old San Juan, Puerto Rico
© iStockphoto / Thinkstock

Puerto

Puerto Rico's El Yunque forest reserve
© iStockphoto / Thinkstock

Dive

Dive in Puerto Rico
© Comstock / Thinkstock

Puerto

Puerto Rico boasts rich birdlife
© Creative Commons / Melvin Espinal

Guánica,

Guánica, Puerto Rico
© Creative Commons / Oquendo

A

A bar in Old San Juan, Puerto Rico
© Creative Commons / cogito ergo imago