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Türkei

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Türkei.

Hauptstadt

Ankara.

Geographie

Die Türkei grenzt im Nordosten an das Schwarze Meer und Georgien, im Osten an den Iran, im Südosten an den Irak, im Süden an Syrien und das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und im Nordwesten an Griechenland und Bulgarien. Kleinasien (oder Anatolien) umfasst 97% des Landes und liegt auf einer großen, breiten Halbinsel, die von Osten nach Westen 1650 km breit und von Norden nach Süden 650 km lang ist. Die Pontic-Bergkette im Norden und die Taurus-Bergkette im Süden umschließen das zentrale Plateau Anatoliens und gehen dann in das riesige Gebirgsgebiet im Osten des Landes über. Hier entspringen die Flüsse Euphrat und Tigris. Die touristische Küstenregion beherbergt die antiken Stätte Troja, Pergamon und Ephesus, die Landschaft ist von Weingütern mit Zypressen und Ölbäumen geprägt.

Regierung

Präsidialsystem. Republik seit 1923. Verfassung von 1982, letzte Änderungen 2017. Einkammerparlament (Große Nationalversammlung) mit 600 Mitgliedern, die für fünf Jahre direkt gewählt werden. Das Volk wählt den Präsidenten, der zugleich auch Regierungschef ist, auf fünf Jahre. Unabhängig seit 1923.

Staatsoberhaupt

Recep Tayyip Erdogan, seit August 2014.

Elektrizität

230 V, 50 Hz.

Zeitzone

Turkey Time: MEZ +4

Übersicht

Die Türkei ist ein Land der riesigen, weiten Ebenen, imposanten Bergketten, fruchtbaren Täler und schroffen Küste, der rasant wachsenden Städte und verschlafenen Dörfer, der geschäftigen Badeorte und menschenleeren Strände.

Die Türkei hat eine bewegte Geschichte, die überall ihre Spuren hinterlassen hat, und das Land ist reich an historischen Orten und archäologischen Ausgrabungsstätten inmitten einer vielgestaltigen, sehenswerten Landschaft.

An der Mittelmeerküste liegen gut erhaltene griechisch-römische Städte wie z. B. Pergamon und Ephesus, während das märchenhaft anmutende Kappadokien in der kargen anatolischen Hochebene in Felsen gehauene Kirchen verbirgt.

Istanbul ist der Puls der Türkei und verfügt über zahlreiche Attraktionen, darunter römische Aquädukte, byzantinische Kirchen und osmanische Moscheen und Paläste.

Wie auch immer die Vergangenheit der Türkei geartet sein mag, heute ist es ein dynamisches Land, das kulturelle, wirtschaftliche und politische Veränderungen willkommen heißt, ohne jedoch seine multikulturelle Geschichte und altehrwürdige Tradition der Gastfreundschaft zu vernachlässigen.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Turkish Airlines (TK), die nationale Fluggesellschaft der Türkei, fliegt u.a. von Frankfurt/M., Friedrichshafen, Düsseldorf, Wien, Graz, Salzburg und Zürich nach Istanbul; von Frankfurt und Wien aus auch direkt nach Ankara.

Pegasus Airlines (PC) fliegen ab Frankfurt/M., Düsseldorf, Berlin, Hannover, Köln, Stuttgart, Wien und Zürich zum Flughafen Sabiha Gökcen in Istanbul.

Lufthansa (LH) fliegt Ankara, Antalya, Istanbul und Izmir an, Austrian Airlines (OS) Antalya und Dalaman und Swiss International (LX) Antalya. 

Sun Express (XQ) bietet u.a. Direktflüge nach Ankara, Izmir und Bodrum an.

Tuifly (X3) verbindet zahlreiche deutsche, österreichische und schweizer Städte mit der Türkei.

Flugzeiten

Frankfurt - Istanbul: 3 Std.; Wien - Istanbul: 2 Std. 15 Min.; Zürich - Istanbul: 2 Std. 55 Min.

Anreise mit dem Pkw

Pkw: Die kürzeste Strecke von Deutschland oder der Schweiz aus (ca. 1.800 km) führt durch Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise von Deutschland über Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien (ca. 2.100 km). Am besten setzt man in Italien von Venedig oder Brindisi aus mit der Autofähre über.

Das Straßennetz der Türkei ist mit Griechenland, Bulgarien, Armenien, Georgien, Syrien, dem Iran und dem Irak verbunden. Die Europastraßen E-80 und E-90 führen durch die Türkei bis an die Grenzen von Iran und Irak.

Fernbus:
Eurolines-Busse fahren von zahlreichen deutschen Städten und von Wien nach Istanbul.

 

Anreise mit der Bahn

Die Bahnstrecken von Deutschland, der Schweiz und Österreich aus in die Türkei beschränken sich im Wesentlichen auf zwei Routen:

ab Berlin/München/Köln
- Budapest (Ungarn) - Bukarest (Rumänien) - Istanbul (Türkei)
- Budapest (Ungarn) - Belgrad (Serbien) - Sofia (Bulgarien) - Istanbul (Türkei)

ab Zürich
- Budapest (Ungarn) - Bukarest (Rumänien) - Istanbul (Türkei)
- Zagreb (Kroatien) - Belgrad (Serbien) - Sofia (Bulgarien) - Istanbul (Türkei)

ab Wien
- Bukarest (Rumänien) - Istanbul (Türkei)

Die Züge sind mit Liege- und Schlafwagen ausgestattet. Die Fahrzeit beträgt ab München ca 40 Std., ab Wien 36 Std. und ab Zürich 45 Std. Ein Nachtzug mit Schlafwagen verkehrt auf der Strecke Moskau nach Istanbul.

Autoreisezüge fahren von deutschen Städten nach Villach in Österreich, von wo aus Anschluss mit den Autoreisezügen von Optima-Tours nach Edirne in der Türkei besteht.

Weitere Informationen sind von der DB, ÖBB und der SBB erhältlich.

InterRail
-
Pässe gelten ebenfalls in der Türkei. Einzelheiten s. Deutschland.

Die Marmaray U-Bahn verbindet den europäischen Teil Istanbuls mit dem asiatischen Teil; sie fährt im 6-10 Minuten-Takt.

 

Anreise mit dem Schiff

Istanbul, Izmir, Mersin, Antalya, Bandirma und Bodrum sind die wichtigsten Hafenstädte.

Es stehen folgende Fährverbindungen zur Verfügung:

Griechenland: Von der griechischen Insel Kos gibt es eine Auto- und Passagierfähre nach Bodrum. Im Sommer geht eine Fähre von Samos nach Kusadasi, von Lesbos nach Ayvalik/Dikili, von Chios nach Çesme, von Sömbeki nach Datça und von Rhodos nach Marmaris und Fethiye.

Italien: Von Italien aus gibt es keine direkten Fähren in die Türkei. Es besteht allerdings die Möglichkeit über Griechenland zu reisen (s.o.).

Kreuzfahrtschiffe

Die Reedereien TUI Cruises und Celestyal Cruises laufen die Türkei im Rahmen von Kreuzfahrten an.

Routen über die Flüsse

Von der Nordsee aus geht es durch den Rhein-Donau-Kanal zum Schwarzen Meer. Durch den Bosporus dann weiter zum Marmara-Meer, zur Ägäis und zum Mittelmeer.

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

In der Türkei gibt es verschiedene Fluggesellschaften, die die großen Entfernungen im Land bequem und schnell überbrücken.

Turkish Airlines (TK) und Pegasus Airlines (PC) verbinden Istanbul und Ankara u.a. mit Izmir, Adana, Trabzon und Antalya;
Onur Air (8Q) fliegt von Istanbul nach Adana, Trabzon und Antalya;
Atlasglobal (KK) verbindet Istanbul mit Adana, Trabzon, Dalaman und Antalya;
SunExpress (XQ) bedient die Strecke Istanbul - Antalya.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die Türkei verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz. Eine Mautpflicht besteht nicht generell, jedoch für verschiedene Autobahnstrecken, Tunnel und Brücken.

Mautpflichtige Autobahnstrecken: Edirne - Istanbul (Mahmutbey), Istanbul - Bolu, Istanbul - Ankara, Cesme - Izmir, Izmir - Aydin, Adana/Ceyhan - Osmaniye - Gaziantep - Nizip - Sanliurfa, Iskenderun - Ceyhan und Nigde - Mersin.

Mautpflichtige Tunnel & Brücken: Alle drei Bosporusbrücken, die Fatih Sultan Mehmet Brücke im Norden, die Bogazici Brücke im Süden sowie die Yavuz Sultan Selim Brücke im Norden von Istanbul sind für Fahrten von Europa nach Asien gebührenpflichtig. Außerdem ist eine Maut zu entrichten für die Ozman-Gazi Brücke und den Avrasya Tünel (Eurasien-Tunnel), der den europäischen Teil Istanbuls mit dem asiatischen Teil verbindet.

Die Mautgebühren werden ausschließlich über das elektronische Zahlsystem HGS (Hizli Geçis Sistemi) abgerechnet. Hierfür erwirbt man entweder eine Vignette oder eine Prepaidkarte, die bei jedem türkischen Postamt (PTT), an Autobahntankstellen oder -rastplätzen erhältlich sind und zur Bezahlung aufgeladen werden. In Deutschland bekommt man die Vignette bei allen İşbank Filialen.

Tankstellen sind an den Hauptverkehrsstraßen in regelmäßigen Abständen zu finden. Meist sind Tankstellen von 6 bis 22 Uhr geöffnet; an Autobahnen auch manchmal rund um die Uhr. Wartung, Reparaturwerkstatt und Restaurant sind zumeist angeschlossen. Bleifreies Benzin ist in der ganzen Türkei erhältlich.

Reparaturwerkstätten
befinden sich generell in den Außenbezirken der Großstädte und an den Hauptverkehrsstraßen. Bei Pannen oder Unfällen wendet man sich am besten an den ADAC-Auslands-Notruf. Dieser bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld, bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49-89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49-89 76 76 76.

Zustand der Straßen

Die meisten wichtigen Landstraßen sind zu vierspurigen Schnellstraßen ausgebaut und in gutem Zustand. Jedoch sollte man auch auf diesen Straßen im Landesinnern mit langsamen Wägen oder gar Eselskarren rechnen, die nachts u.U. nicht beleuchtet sind.

Innerorts weisen die Straßen oft erhebliche Qualitätsunterschiede auf. Hauptstraßen können sechsspurig ausgebaut sein, neben kleinen Seitenstraßen ohne jeglichen Belag mit Schlaglöchern.

Abgelegene Orte sind oft nur über kilometerlange unbefestigte Pisten zu erreichen.

Autobahnen sind dagegen generell in einem sehr guten Zustand.

Staßenklassifizierung

Die verschiedenen Straßenkategorien sind wie folgt beschildert:
Autobahn: grüner Hintergrund mit einem weißen Autobahnsymbol in der Mitte.
Europastraßen: grüner Hintergrund, in weißer Schrift ein E und eine zweistellige Zahl, z.B. E70.
Schnellstraßen: blauer Hintergrund, in weißer Schrift ein D und eine dreistellige Zahl, z.B. D100.

Autovermietung

Autovermietungen gibt es in Städten und an sämtlichen Flughäfen. Der Fahrer muss mindestens 21 Jahre alt sein, und seit mindestens einem Jahr einen gültigen Führerschein besitzen. Unter 25 Jahren kann eine zusätzliche Jungfahrergebühr berechnet werden. Für einige Fahrzeugklassen gibt es manchmal auch ein Maximalalter von 70 Jahren. Nähere Informationen erteilen die Fremdenverkehrsbüros vor Ort.

Taxi

Taxistände gibt es an Flughäfen und in Städten. Taxis erkennt man an der gelben Farbe. In Ankara und Istanbul gibt es Taxis mit Taxameter. Trotzdem sollte man den Fahrpreis vorher aushandeln; besonders bei längeren Fahrten.

Im größeren Umkreis um Dörfer und Städte, verkehren auf festen Routen 'Sammeltaxis' (Dolmuş). Diese sind zwar nicht besonders komfortabel, dafür aber kostengünstig. Der Fahrpreis berechnet sich nach Zonen, die im Dolmuş in einer Tabelle angegeben sind. Trotz der vorgeschriebenen Fahrpreise sollte man die Preise vorher erfragen, da ansonsten oft 'Sonderpreise' verlangt werden, vor allem bei abgelegenen Fahrzielen, Nachtfahrten oder bei schlechtem Wetter. Haltestellen sind mit einem D gekennzeichnet. Will man zwischen Haltestellen zusteigen, stoppt man den Dolmuş per Handzeichen.

Reisebus

Sämtliche Städte des Landes sind durch regelmäßige Busverbindungen miteinander vernetzt. Die Busse fahren zu jeder Tageszeit in Großstädten von den Busbahnhöfen (Otogar oder Terminal), in Kleinstädten oft vom Marktplatz ab. Busfahren ist die billigste Art der Fortbewegung in der Türkei; oft auch schneller als die Bahn.

Fahrkarten erhält man in den Zweigstellen der Busgesellschaften, sowohl am Busbahnhof als auch in den Stadtbüros, aber auch beim Busfahrer.

Die komfortablen Busse haben zumeist freies WLAN, Fernsehen, Klimaanlage und einen Busbegleiter. Snacks und Getränke sind kostenfrei.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- 2 Warndreiecke sind mitzuführen.
- Promillegrenze für Fahrer von Pkw ohne Anhänger: 0,5 ‰, alle anderen 0,0 ‰.
- Kinder unter 150 cm Körpergröße und bis zu 36 kg Gewicht müssen in Kindersitzen auf dem Rücksitz transportiert werden; Kinder größer als 150 cm ebenfalls auf dem Rücksitz, allerdings mit einem 3-Punkt-Gurt mit Kindersitzkissen. Kinder unter 3 Jahren sind in geeigneten Rückhaltevorrichtungen zu befördern.
- Zwischen 1. Dezember und 31. März müssen Schneeketten mitgeführt werden und Kfz mit Winterreifen ausgestattet sein. Schneeketten dürfen nur auf schneebedeckten Straßen benutzt werden, Spikereifen nur auf schneebedeckten oder vereisten Straßen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
in geschlossenen Ortschaften: 50 km/h;
auf Landstraßen: 90 km/h;
auf Autobahnen: 120 km/h.

Dokumentation

Der nationale Führerschein ist bis zu einem Aufenthalt von 6 Monaten gültig. Fahrzeuge mit ausländischem Autokennzeichen dürfen maximal 2 Jahre im Land bleiben.

Die Grüne Versicherungskarte ist mitzuführen. Man sollte vor der Abreise prüfen, ob die Grüne Versicherungskarte auch für den asiatischen Teil der Türkei gültig ist.

Das Fahrzeug wird bei der Einreise im Pass des Fahrers eingetragen. Die Grenze muss bei der Ausreise wieder mit diesem Fahrzeug passiert werden. Bei Pannen oder Unfällen muss das Fahrzeug entweder repariert oder über die Grenze abgeschleppt werden. Bei Diebstahl ist die zuständige Zollbehörde zu kontaktieren, damit das Fahrzeug aus dem Reisepass gelöscht werden kann.

Wenn der Fahrer nicht der Halter des Fahrzeugs ist, muss er eine Vollmacht des Eigentümers vorweisen können.

Unterwegs in der Stadt

In Großstädten wie Istanbul, Ankara oder Izmir gibt es umfangreiche Bus- und U-Bahnnetze. In anderen Orten nur Busse, die i. Allg. sehr pünktlich sind.

Istanbul: Der öffentliche Nahverkehr ist in Istanbul mit Bussen, U-Bahnen, S-Bahn, Straßenbahnen und Fähren geregelt.

Der asiatische und der europäische Teil Instanbuls sind sowohl mit der S-Bahn durch den Marmaray-Tunnel unter dem Bosporus verbunden als auch durch zahlreiche Fähren, von denen aus man einen herrlichen Blick auf Istanbul hat.

Die Istanbulkart ist eine elektronische Fahrkarte für sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel in Istanbul. Sie ist am Flughafen, an Busbahnhöfen und Schiffsanlegestellen, an Servicestellen der städtischen Verkehrsbetriebe sowie online erhältlich und aufladbar.

Ankara verfügt ebenfalls über ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz aus Bussen und U-Bahnen. Da das Zentrum recht klein ist, sind auch viele Ziele zu Fuß erreichbar.

Izmir:  Das öffentliche Verkehrsnetz besteht aus einer U-Bahn-Linie, einer S-Bahn-Linie, die u.a. den Flughafen mit der Stadt verbindet, Fähren über die Bucht von Izmir und Bussen.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Der Bahnverkehr hat in der Türkei in ländlichen Regionen nur eine untergeordnete Rolle. Zwischen größeren Städten verkehren jedoch mehrmals täglich Züge der Türkischen Staatsbahn (TCDD).

Regionalzüge sind am weitesten verbreitet. Sie bedienen zahlreiche Strecken.

- Hauptstreckenzüge bieten schnellere Verbindungen zwischen größeren Städten.

- Hochgeschwindigkeits-Züge sind mit bis zu 250 km/h zwischen Istanbul, Konya und Ankara unterwegs (Fahrtzeit Istanbul-Ankara: 4 Std. 20 Min., Istanbul-Konya: 4 Std. 30 Min.). Weitere Hochgeschwindigkeitsstrecken sind Ankara - Konya und Eskişehir - Konya, die bei Polatlı über eine Verbindungskurve miteinander verknüpft sind.

- Der Blaue Nachtzug bedient die Strecken Ankara-Izmir und Konya-Izmir.

Fahrkarten erhält man online bei der TCDD, an den TCDD-Automaten auf Bahnhöfen oder bei Reisebüros.

Reservierungen sind nicht zwingend vorgeschrieben, werden aber für den Hochgeschwindigkeitszug Istanbul - Ankara und andere Langstreckenzüge empfohlen.

Bahnpässe

Der InterRail Türkei Pass berechtigt zu unbegrenzten Fahrten mit der Bahn, an wahlweise 3, 4, 6 oder 8 Tagen innerhalb 1 Monats. Kinder bis zu einem Alter von 11 Jahren fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei; im Alter von 4-11 Jahren benötigen sie einen kostenfreien Kinderpass. Sonderpreise auch für Jugendliche zwischen 12 und 27 und für Senioren ab 60 Jahren.

 

Unterwegs mit dem Schiff

Es gibt zahlreiche Fährschiffverbindungen, die die Marmara Region rund um Istanbul bedienen und einige Verbindungen, die bis nach Bursa, Izmir und Canakkale reichen.

Fähren verbinden die europäische Seite der Küste von Eminonu, Karakoy und Besiktas aus mit Kadikoy und Uskudar auf der asiatischen Seite.

Eine Autofähre überquert die Dardanellen von Gelibolu (Gallipoli) aus und fährt von Çanakkale nach Eceabat und von Gelibolu nach Lapseki.

Zwischen Tasucu auf dem türkischen Festland und Kyrenia auf Nordzypern verkehrt einmal wöchentlich eine Fähre - Fahrtzeit: ca. 6 Stunden.

Verschiedene Unternehmen bedienen unterschiedliche Regionen:
Istanbul Deniz Otobusleri - Marmara, Ägäis, Mittelmeer;
Izmir Deniz Isletmeciligi - Izmir;
Antalya Ulasim - Antalya;
Gestas Deniz Ulasim - Çanakkale;
Akgunler Denizcilik - Türkische Republik Nordzypern.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Thu, 19 Jul 2018 17:45:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Thu, 19 Jul 2018 18:01:05 +0200)


Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise (Innenpolitische Lage) 

Aktuelle Hinweise

Am 24. Juni 2018 fanden in der Türkei vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, bei denen Staatspräsident Erdoğan im Amt bestätigt wurde.  Der seit dem Putschversuch  vom Juli 2016 bestehende  Notstand wurde am 19. Juli 2018 beendet.
Reisenden wird dennoch empfohlen, sich von politischen Veranstaltungen und grundsätzlich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Verhaftungen
In den letzten beiden Jahren wurden vermehrt auch deutsche Staatsangehörige willkürlich inhaftiert. Festnahmen deutscher Staatsangehöriger erfolgten auch in Zusammenhang mit regierungskritischen Stellungnahmen in den sozialen Medien.
Entgegen ihrer völkerrechtlichen Verpflichtungen hat die Türkei in einigen dieser Fälle den deutschen Auslandsvertretungen in der Türkei den konsularischen Zugang zu den Gefangenen erst mit teilweise mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung gewährt.
Betroffen von derartigen Maßnahmen sind insbesondere, aber nicht ausschließlich deutsche Staatsangehörige mit engen privaten und persönlichen Bindungen in die Türkei sowie Personen, die neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen.

Einreiseverweigerungen
Zudem wurde deutschen Staatsangehörigen, insbesondere Personen mit engen privaten und persönlichen Beziehungen in die Türkei, seit Anfang 2017 in zahlreichen Fällen ohne Mitteilung der Gründe die Einreise verweigert. Betroffene Personen mussten nach einer Wartezeit in Gewahrsam von mehreren Stunden bis zu einigen Tagen ihre Rückreise nach Deutschland antreten. Dabei wurden ihnen auch ihre Mobiltelefone abgenommen und auf gespeicherte Inhalte sowie Kontakte durchsucht.
Von einer Einreiseverweigerung, aber auch von einer Festnahme oder Untersagung der Ausreise betroffenen deutschen Staatsangehörigen oder ihren Angehörigen wird geraten, Kontakt mit der nächsten deutschen Auslandsvertretung aufzunehmen. Es wird außerdem empfohlen, keine Aussagen ohne Anwesenheit eines Anwalts und eines Dolmetschers zu machen oder Dokumente zu unterschreiben, deren Inhalt sie nicht verstehen.
In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass ungeachtet des gesetzlichen Anspruchs deutscher Staatsangehöriger auf konsularischen Rat und Beistand, konsularischer Schutz gegenüber hoheitlichen Maßnahmen der türkischen Regierung und ihrer Behörden nicht in jedem Fall gewährt werden kann, wenn der oder die Betroffene auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Innenpolitische Lage
Mit der Aufhebung des Notstands, am 19. Juli 2018, sind die damit verbundenen Einschränkungen und Sonderregelungen im Grundsatz entfallen. Die türkische Regierung hat indes angekündigt, zeitnah über eine Gesetzesänderung abstimmen zu lassen, die Teile der Sonderregelungen des Notstandes in das Polizei- und Strafrecht übernehmen wird. Es ist weiterhin von einem erhöhten Festnahmerisiko auszugehen.
Behörden berufen sich bei Festnahmen auf die Mitgliedschaft in Organisationen, die auch in Deutschland oder der EU als terroristische Vereinigung eingestuft sind (IS, PKK), aber auch auf Mitgliedschaft in der so genannten „Gülen-Bewegung", die nur in der Türkei unter der Bezeichnung „FETÖ" als terroristische Vereinigung eingestuft ist. Auch geringfügige, den Betroffenen unter Umständen gar nicht bewusste oder lediglich von Dritten behauptete Berührungspunkte mit dieser Bewegung oder mit ihr verbundenen Personen oder Unternehmen können für eine Festnahme ausreichen.
Öffentliche Äußerungen gegen den türkischen Staat, Sympathiebekundungen mit von der Türkei als terroristisch eingestuften Organisationen und auch die Beleidigung oder Verunglimpfung von staatlichen Institutionen und hochrangigen Persönlichkeiten sind verboten,  worunter auch regierungskritische Äußerungen im Internet und in den sozialen Medien fallen, siehe Besondere strafrechtliche Vorschriften.

Terrorismus
In der Türkei ist es insbesondere seit Mitte 2015 wiederholt zu terroristischen Anschlägen gekommen.
Es ist keinesfalls auszuschließen, dass terroristische Gruppierungen – auch vor dem Hintergrund der jüngsten türkischen Militäraktionen in Syrien - weiterhin versuchen werden, Anschläge, insbesondere in den großen Metropolen, durchzuführen. Diese können sich auch gezielt gegen Ausländer richten.
Der internationale Flughafen Istanbul Atatürk, sowie wiederholt die Innenstädte von Istanbul und Ankara waren Ziele von Anschlägen mit hohen Opferzahlen, so zuletzt am 1. Januar 2017 der Nachtclub "Reina" in Istanbul.

Die als terroristische Vereinigung gelistete „Kurdische Arbeiterpartei" (PKK) sowie ihre Splittergruppe „Freiheitsfalken Kurdistans" verüben seit Mitte 2015 vor allem im Südosten der Türkei, aber auch in anderen Landesteilen wiederholt Anschläge.

Aus den touristischen Reisezielen entlang der Mittelmeerküste wurden bislang keine sicherheitsrelevanten Ereignisse gemeldet, bei denen ausländische Touristen zu Schaden gekommen sind.

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von Anschlägen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militärische Ziele muss aber in allen Teilen der Türkei grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der Türkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend, mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung, informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten gemieden werden.

Reisen über Land
Auch bei Reisen über Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, Şırnak und Hakkâri wird dringend abgeraten.
In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, Şanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, Muş, Tunceli, Şırnak, Hakkâri und Van besteht ein erhöhtes Risiko für Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden. Es wird weiterhin zu größter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.
In den genannten Gebieten werden immer wieder „zeitweilige Sicherheitszonen" eingerichtet und regionale Ausgangssperren verhängt. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und Verhängung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet südöstlich von Hakkâri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakır und Umgebung sowie südöstlich der Ortschaft Cizre (Dreiländereck Türkei - Syrien - Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, Hakkâri, Batman und Aǧrı.
Die türkischen Behörden erteilen aus Sicherheitsgründen keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Kriminalität
Die Türkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprägter Gewaltkriminalität aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.
Wie auch in anderen Großstädten ist in Istanbul Vorsicht vor Taschendieben angezeigt. Dabei werden die Opfer vielfach von bettelnden Kindern abgelenkt.
Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt Betrugsfälle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in eine Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem überhöhten Rechnung eine größere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.
Auch kommt es immer wieder zu Passdiebstählen. Reisende sollten Pässe bzw. Personalausweise aufgrund des Ausnahmezustands stets mit sich zu führen und Kopien anfertigen.
Deutsche Türkei-Urlauber wurden in der Vergangenheit nach ihrer Rückkehr in das Bundesgebiet Opfer von Betrugsfällen. Unter dem Vorwand einer fälligen Steuerrückzahlung oder einer Gebühr für einen Lotteriegewinn werden die Urlauber telefonisch zu einer Geldüberweisung per Western Union in die Türkei veranlasst. Diese Aufforderungen entbehren jeglicher rechtlichen Grundlage. Reisenden wird empfohlen, sich in solchen Fällen vorab an die zuständen Polizeibehörden in Deutschland zu wenden.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich auch bei kurzfristigen Aufenthalten in die Krisenvorsorgeliste einzutragen und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über ihre Reiseveranstalter mit aktuellen Informationen versorgt.
Die Eintragung erfolgt ausschließlich elektronisch durch den Reisenden selbst. Für die Eingabe ist eine einmalige Registrierung und eine zuständige Auslandsvertretung (Ankara, Istanbul, Izmir oder Antalya) zu wählen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Die Türkei ist ein beliebtes Reiseland, das Touristen grundsätzlich herzlich und offen empfängt. Wie auch in anderen Urlaubsländern gibt es jedoch einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, um einen sorglosen Aufenthalt verbringen zu können.

Militärische Sperrgebiete, Sicherheitszonen und -einrichtungen
Militärsperrgebiete sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen. Für solche Bezirke gilt ein absolutes Verbot für das Betreten und Fotografieren. Reisenden, die beabsichtigen, die entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu bereisen, wird geraten, vor Reiseantritt das für ihren Wohnort zuständige türkische Generalkonsulat oder die türkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es empfehlenswert, sich während der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach der Lage dieser Gebiete zu erkundigen. Von Reisen in bestimmte Gebiete im Südosten des Landes wird dringend abgeraten (s. Landesspezifische Sicherheitshinweise).
Zu beachten ist grundsätzlich, dass bezüglich militärischer oder anderer der Sicherheit dienender Einrichtungen regelmäßig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Das gilt insbesondere für Grenzanlagen. Auch wenn ein solches nicht ausdrücklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen absehen werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Weisungen türkischer Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten.

Umgang mit sexuellen Minderheiten
Homosexualität ist in der Türkei nicht strafbar. An der jährlich stattfindenden Pride Parade in Istanbul nahmen bis 2014 mehrere zehntausend Menschen teil. Seit 2015 ist die Parade von den türkischen Behörden jedoch untersagt worden. Es wird auf Vorfälle von Gewalt nicht-staatlicher Seite hingewiesen, bei denen es zu Übergriffen auf LGBTI Personen gekommen ist. Mit z.T. starken Vorurteilen gegenüber dieser Personengruppe in der türkischen Gesellschaft sollte deshalb gerechnet werden.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist die Türkische Lira (TRY). Mit einer deutschen Bankkarte (Maestro) kann an vielen Geldautomaten problemlos Geld abgehoben werden.
Auch Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert. In den meisten Fällen muss man dazu zusätzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Taxi
Grundsätzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei längeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Bei viel Gepäck wird z. T. ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher über den ungefähren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird. Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Straßenverkehr
Das Straßennetz innerhalb der Türkei ist gut ausgebaut. Der türkische Straßenverkehr ist insbesondere in den Städten meist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden oft nicht eingehalten. Reisende sollten sich defensiv verhalten und sich nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da bei vermeintlichen oder tatsächlichen Verkehrsverstößen aggressive Reaktionen anderer Autofahrer drohen können.
Die Promillegrenze beträgt 0,5, bei Fahren mit Anhänger 0,0.
Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf größeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden, gerade auch im Hinblick auf die fehlende Beleuchtung, und sollten vermieden werden. Wer im Auto übernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen.
Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprüft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine Gewähr übernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die über Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verfügen.

Führerschein
Der deutsche Führerschein wird anerkannt.

Bahnreisen
Die kürzlich eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul wurde trotz Warnungen von Experten bereits für den Zugverkehr geöffnet, ist jedoch bisher nicht völlig fertiggestellt. Deswegen besteht auf dieser Strecke derzeit noch ein erhöhtes Risiko von Zugausfällen und Unfällen.

Hinweise für Menschen mit Behinderungen:
In der Türkei gibt es nur an wenigen Orten eine behindertengerechte Infrastruktur. Dies gilt auch für öffentliche Einrichtungen. Der teilweise schlechte Zustand der Gehwege auch in Großstädten kann die Mobilität von gehbehinderten Menschen deutlich einschränken.

Ausflüge
Bei angebotenen Ausflügen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die mögliche Ausübung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. später auch bei den Reiseveranstaltern beschweren.

Alkohol
Die türkische Regulierungsbehörde für Tabakwaren und Alkoholika (TAPDK) macht auf die Gefahr durch den Verzehr von gepanschtem Alkohol aufmerksam und empfiehlt, beim Kauf von Alkohol auf die Originalverpackung und Lizenzierung (TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel, unbeschädigte, blau-türkisfarbene Banderole) zu achten.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: grundsätzlich ja, Einschränkungen s. u.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Nicht möglich ist die Einreise in die Türkei mit einem von der Bundespolizei für Notfälle ausgestellten Reiseausweis als Passersatz.

Die Türkei ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.
Die Einreise kann auch mit Reisepass, vorläufigem Reisepass, Personalausweis oder Kinderreisepass erfolgen, wenn das Dokument seit höchstens einem Jahr abgelaufen ist, nicht jedoch mit einem vorläufigen Personalausweis.
Dies gilt für die folgenden Grenzübergänge:
- am griechisch-türkischen Grenzübergang
- an den Grenzübergängen in Istanbul, Izmir, Çanakkale, Muğla, Antalya, Mersin, Iskenderun und Aydın
- an den Flughäfen Yeşilköy (Istanbul) und Esenboğa (Ankara).

Es kann jedoch bei der Ausreise aus der Türkei mit abgelaufenen Ausweisdokumenten, insbesondere an den Landgrenzen in Edirne und Ipsala, zu Problemen kommen. Reisenden wird empfohlen, sich bereits vor der Reise in die Türkei um gültige Ausweisdokumente zu kümmern.
Bei der Einreise mit dem vorläufigen Personalausweis hat es in der Vergangenheit ebenfalls Probleme gegeben, so dass die Einreise damit nicht weiter empfohlen werden kann.
Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieses Dokument noch mindestens über eine leere Seite verfügen.

In der Vergangenheit kam es zu Zurückweisungen an der Grenze, weil Eltern ohne gültige Einreisedokumente für ihre Kinder einreisen wollten. In solchen Fällen können auch die deutschen Auslandsvertretungen in der Türkei keine Abhilfe schaffen.
Reisenden wird empfohlen, sich stets ausweisen zu können.

Visum
Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen visumfrei im Land aufhalten. Kürzere, in diesen Zeitraum fallende Aufenthalte werden addiert. Damit soll die Rechtslage in der Türkei grundsätzlich der in Deutschland geltenden angepasst werden.
Die bisherige Praxis, nach einer eintägigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begründen, ist seit 2012 nicht mehr möglich. Zu beachten ist, dass die Visumbefreiung im oben gestellten Rahmen kein absolutes Einreiserecht gewährt und auch deutsche Staatsangehörige von Einreisesperren betroffen sein können, siehe Aktuelle Hinweise.
Personen, die sich bereits in der Türkei aufhalten und einen längeren Aufenthalt planen, können innerhalb von 90 Tagen nach Einreise vor Ort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dazu muss der Reisepass noch 60 Tage über den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gültig sein. Ist bereits vor Einreise ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, sollte bei einer türkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragt werden. Reisenden wird empfohlen, sich in Zweifelsfragen an die türkischen Behörden, Konsulate oder Rechtsanwälte zu wenden, insbesondere dann wenn häufigere langfristige Aufenthalte in der Türkei beabsichtigt sind.

Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit ein Visum zur Besteigung des Ararat eingeholt haben, benötigen für einen darüber hinausgehenden Aufenthalt in der Türkei eine Erlaubnis, die umgehend nach Ende der Bergtour bei der Ausländerpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (Il Emniyet Müdürlüğü) einzuholen ist.

Von Deutschland ausgestellte Reisedokumente oder Reiseausweise für Ausländer anderer Nationalitäten werden von der Türkei anerkannt. Für die Einreise in die Türkei wird jedoch ausnahmslos ein Visum benötigt, das vorab bei einem türkischen Generalkonsulat einzuholen ist.

Türkische Staatsangehörige sollten grundsätzlich mit einem türkischen Pass reisen. Eine Einreise ist zwar möglich, die Ausreise aus der Türkei mit einem von deutschen Behörden ausgestellten Pass dagegen nicht immer.

Bei der Reise in die Türkei auf dem Landweg müssen auch die Einreisebestimmungen der Transitländer beachtet werden.

Hinweise zur Einreise von Minderjährigen
Besondere Vorschriften für allein reisende Minderjährige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil gibt es nicht, solange ihre Ausreise aus Deutschland legal erfolgte.

Kinder türkischer Eltern, die sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen zur Wiedereinreise nach Deutschland einen deutschen Kinderreisepass, Reisepass oder Personalausweis, der vor Abreise bei der zuständigen deutschen Behörde beantragt werden muss.

Weiterreise in Drittländer
Grundsätzlich ist das notwendige Visum für eine Weiterreise in die Nachbarstaaten bereits vor der Abreise aus Deutschland bei den entsprechenden Auslandsvertretungen in Deutschland einzuholen. Eine Antragstellung bei den Konsulaten in der Türkei ist in der Regel nicht möglich.

Für Reisende, die über die Türkei nach Afghanistan, Indien, Pakistan, Nigeria oder Tadschikistan reisen möchten, teilte das Gesundheitsministeriums der Türkei im Juli 2011 mit, dass aufgrund der hohen Anzahl an Polioerkrankungen (= Kinderlähmung) in den entsprechenden Ländern der o. g. Personenkreis eine Dosis Schluckimpfung (zwei Tropfen) gegen Polio bei der Ausreise erhalten soll, sofern nicht bescheinigt werden kann, dass innerhalb des letzten Monats vor Reisebeginn eine solche Impfung bereits vorgenommen wurde. Wenn die Impfung abgelehnt wird, ist eine schriftliche Erklärung abzugeben. Eine Ablehnung der Impfung kann die Verweigerung der (Wieder)Einreise zur Folge haben.

Weiterreise nach Georgien
Die Reise von der Türkei nach Georgien ist nur mit einem gültigen Reisepass möglich.

Weiterreise in den Irak
Die Ausreise aus der Türkei in den Irak ist nur für Inhaber eines für Irak gültigen Visums möglich. In diesem Zusammenhang wird auf die Reisewarnung für Irak hingewiesen.

Weiterreise nach Syrien
Anlässlich der aktuellen Situation in Syrien wird vor Reisen nach Syrien ausdrücklich gewarnt. Es wird auf die Reisewarnung für Syrien hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien verstärkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangehörige an der Flucht in die Türkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch für vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die Türkei aus Ländern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind
Die Einreise in die Türkei ist aus Ländern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass möglich.

Einreise mit dem PKW
Bei der Einreise in die Türkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzuführen, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der türkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der spätesten Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein Überschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches übersteigen können, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die grüne Versicherungskarte nur im europäischen Teil der Türkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze für die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und prüfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der Türkei nicht bereits in der eigenen Kfz-Versicherung enthalten ist oder gegen Aufpreis für den Zeitraum inkludiert werden kann.
Falls der Halter des Fahrzeugs nicht identisch ist mit dem Reisenden, muss der Reisende/Fahrer über eine Vollmacht des Eigentümers verfügen, die bei einer türkischen Auslandsvertretung in Deutschland ausgestellt oder beglaubigt sein sollte. Einzelheiten zum Verfahren klären Sie bitte vor Abreise, um mehrtägige Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Für Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen in die Türkei ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr aus der Türkei ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000,- US Dollar (US-$) oder Gegenwert in TL gestattet. Die beim Geldumtausch in der Türkei ausgehändigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem Rückumtausch von TL in eine ausländische Währung bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Reisende dürfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US-$ ein- und ausführen. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der Türkei sind Nachweise bei der Ausfuhr erforderlich.

Im Übrigen dürfen folgende Waren bei Einreise in die Türkei pro Person mitgeführt werden (gilt nicht für Transitreisende):

Persönliche Habe
Gegenstände des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300,- Euro (€) dürfen zollfrei in die Türkei eingeführt werden.

Reisemitbringsel
600 Stück Zigaretten, 100 Stück Zigarillos (max. 3 g/Stück) oder 50 Stück Zigarren, 250 g Zigarettentabak (inkl. 200 Stück Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200g Kautabak oder 200g blauer Tabak oder 50g Schnupftabak, 1 Liter Getränke, die einen Alkoholgehalt über 22% Alkohol enthalten, 1 Liter Getränke, die einen Alkoholgehalt bis zu 22% Alkohol enthalten
(Reisende unter 18 Jahren dürfen die oben genannten Gegenstände nicht einführen)

Eau de Cologne, Kölnisch Wasser, Lavendelwasser, Parfüm, Essenz oder Lotionen (höchstens 600 ml Gesamtmenge) sowie fünf Stücke Hautpflegemittel und Toilettenartikel, 1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg Süßigkeiten

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei dem Zollamt Ihres Ziellandes, z. B. www.gtb.gov.tr. Anfragen können in englischer oder französischer Sprache gestellt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die türkische Botschaft oder eines der türkischen Generalkonsulate in Deutschland zu kontaktieren. Nur dort können Ihnen rechtsverbindliche Auskünfte gegeben werden.
Die oben genannten Angaben gelten für die Einfuhr von Waren in die Türkei.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der Türkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der Türkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 - 20 Jahre Gefängnis für Einfuhr, 6 - 12 Jahre Gefängnis für Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von "Kultur- und Naturgütern", da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei Verstößen sind auch für Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- €) gängige Praxis, auch wenn es sich um Antiquitäten bzw. alt aussehende Gegenstände von vermeintlich geringem Wert handelt. In Einzelfällen wurden Haftstrafen verhängt. Es wird daher nachdrücklich davor gewarnt, von Händlern z. B. Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff "Antiquitäten" weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es für Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als Antiquität geschützt ist, sollten Reisende, die über keine entsprechende Genehmigung der zuständigen türkischen Behörden verfügen, generell Steine, Münzen, Fossilien und alt aussehende Gegenstände nicht in ihrem Reisegepäck auszuführen versuchen. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem türkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug (auch Camping-Messer) ist ohne besondere Erlaubnis verboten.

Öffentliche Äußerungen gegen den türkischen Staat, Sympathiebekundungen mit von der Türkei als terroristisch eingestuften Organisationen und auch die Beleidigung oder Verunglimpfung von staatlichen Institutionen und hochrangigen Persönlichkeiten sind verboten,  und werden mit Geldbußen oder Haftstrafen geahndet. Unter diesen Straftatbestand können auch regierungskritische Äußerungen im Internet und in den sozialen Medien fallen.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Für die Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben.
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Malaria
Die Türkei ist nahezu malariafrei, insbesondere auch die touristischen Regionen im Süden und Westen des Landes. Nur im Südosten Anatoliens. In den Regionen Diyarbakir, Mardin und Sanliurfa ist ein minimales Malariarisiko (100% Plasmodium vivax) von Mai bis Oktober vorhanden.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken in den o.g. Regionen wird allen Reisenden empfohlen,

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS
Die HIV-Inzidenz in der Türkei ist sehr gering.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise:

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen oder selber schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Selten kommt Tuberkulose, Leishmaniose, Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber und Brucellose vor.

Medizinische Versorgung
Die ärztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den Großstädten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater Krankenhäuser bieten ein annähernd europäisches Niveau. Die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gültiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlässige Reiserückholversicherung abzuschließen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den heißen Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei Einführung von verschreibungspflichtigen Medikamenten für den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu führen, die die medizinische Notwendigkeit bestätigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlichPersonalausweis/Identitätskarte
DeutschlandNeinNeinJaJa
Türkei---
Andere EU-Länder12/3Ja
SchweizNeinNeinJaJa
ÖsterreichJa2/3Ja

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für touristische Aufenthalte von max. 90 Tagen innerhalb eines Zeitraumes von 180 Tagen mit Personalausweis/Identitätskarte einreisen, sofern sie nicht mit dem Pkw einreisen. Deutsche Ausweisdokumente dürfen innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit genutzt werden. In der Praxis werden allerdings gültige Ausweisdokumente dringend empfohlen:

[1] Deutschland, Belgien, Schweiz, Frankreich, Griechenland, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Malta, Portugal und Spanien.

Hinweis für deutsche Reisende:

Von einer Einreise mit einem vorläufigen Reisepass oder mit einem abgelaufenen Personalausweis/Reisepass wird abgeraten, weil die Einreise und auch die Ausreise mit diesen Dokumenten in der Vergangenheit mehrfach verweigert wurde.
 

Reisepassinformationen

Laut Artikel 7.1b des “Gesetzes über Ausländer und internationalen Schutz”, Nr. 6458, müssen Reisepässe mindestens 60 Tage über das Ablaufdatums des Visums, des e-Visums, des visafreien Aufenthalts oder der Aufenthaltserlaubnis hinaus gültig sein. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass der Reisepass bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Von dem oben genannten Gesetz ausgenommen sind Staatsbürger, die in die Türkei mit ihrem Personalausweis reisen dürfen. Reisende, die ein e-Visum beantragen möchten, müssen einen Reisepass haben, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Der Reisepass sollte zudem mindestens eine freie Seite aufweisen.

Deutsche Reisepässe dürfen innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit für die Einreise genutzt werden. Hinweis: Von einer Einreise mit einem vorläufigen Reisepass oder mit einem abgelaufenen Personalausweis/Reisepass wird jedoch abgeraten, weil die Einreise und auch die Ausreise mit diesen Dokumenten in der Vergangenheit mehrfach verweigert wurde. Reisepässe, die während des Aufenthalts gültig sind, werden empfohlen. Auch kann es bei der Ausreise mit abgelaufenen Ausweisdokumenten zu Problemen kommen.

Österreichische Reisepässe müssen noch mindestens 60 Tage nach Ablauf des Visums bzw. mindestens 6 Monate bei der Einreise gültig sein. Hinweis: Für die Beantragung eines e-Visums, das u.a. österreichische Staatsbürger beantragen können, wird bei Einreise eine Mindestgültigkeit des Reisepasses von 5 Monaten verlangt.

Schweizer Reisepässe dürfen bei der Einreise abgelaufen sein. Hinweis: Von einer Einreise mit einem abgelaufenen Reisepass/Identitätskarte wird jedoch abgeraten, weil die Einreise und auch die Ausreise mit diesen Dokumenten in der Vergangenheit mehrfach verweigert wurde. Reisepässe, die während des Aufenthalts gültig sind, werden empfohlen.

Anmerkung zum Reisepass

Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieser noch mindestens über eine leere Seite verfügen.

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Die bislang teilweise angewandte Praxis von Reisenden, nach Ablauf der visumfreien Periode die Türkei für einen Tag zu verlassen, um danach erneut visumfrei einzureisen, wird von den türkischen Behörden seit Anfang 2012 unterbunden. Für längere Aufenthalte ist deshalb unbedingt vor Abreise ein dementsprechendes Visum einzuholen.
 

Wer für die Besteigung des Berges Ararat ein Visum erhalten hat, benötigt für einen eventuellen weiteren Aufenthalt in der Türkei eine Erlaubnis, die sofort nach der Bergbesteigung bei der Ausländerpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet müdürülüğü) beantragt werden muss.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten innerhalb von 180 Tagen (sofern nicht anders angegeben):

[2] EU-Länder und Schweiz (Lettland für 30 Tage), (Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Österreich, Belgien, Großbritannien, Irland, Kroatien, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Zypern (Siehe [3] E-Visum).

 

Visum bei der Einreise

(Das Visum bei der Einreise wurde abgeschafft. In den türkischen Flughäfen stehen elektronische Visa-Desks bereit, an denen man e-Visa für touristische und geschäftliche Aufenthalte beantragen kann. Es wird jedoch allen visumpflichtigen Reisenden dringend empfohlen, das e-Visum vor der Abreise zu beantragen.)


[3] E-Visum (Online-Visum) für touristische und Geschäftszwecke

U.a. Staatsbürger der im Folgenden genannten Länder müssen vor der Abreise ein Online-Visum auf der Homepage der türkischen Regierung für touristische und geschäftliche (Handel) Aufenthalte von max. 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen beantragen (sofern keine andere max. Aufenthaltsdauer angegeben ist). (Das E-Visum wird online per Kreditkarte bezahlt und kann anschließend heruntergeladen werden.):


[3] Österreich, Belgien, Großbritannien, Irland, Kroatien, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Zypern (max. 30 Tage).

 

Einreise mit einem Boot

Visumpflichtige Reisende, die mit einem Boot einreisen, sollten vor der Reise ein Visum bei der zuständigen türkischen diplomatischen Vertretung beantragen.


 

Anmerkung zum Visum

Reisende sollten stets ihren Reisepass bei sich haben, da bei Kontrollen im Land danach gefragt werden kann.

Kosten

Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Visaarten und Kosten

Touristen-/Geschäftsvisum für einfache und mehrfache Einreise, Arbeits-, Ausbildungs- und Forschungsvisum und Transitvisum.

Visa u. a. für Staatsbürger Zyperns (griechischer Teil) werden auf ein herausnehmbares Blatt im Reisepass eingetragen.

Gültigkeit

Unterschiedlich, je nach Nationalität und Reisezweck. Transitvisum: 3 Tage.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Std. mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über bestätigte Weiterreisedokumente verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

I. Allg. persönlich beim Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen) bzw. online. Ob auch eine postalische Antragstellung möglich ist, ist im Einzelfall zu erfragen. Für visumpflichtige Nationalitäten, die nicht zu touristischen und nicht zu geschäftlichen Zwecken einreisen, sondern zu Arbeitszwecken oder zum Studieren, ist eine e-Visa-Registrierung nicht möglich. Diese Reisende müssen vorab beim zuständigen Konsulat ein Visum beantragen und dafür vorher online einen Termin beantragen.

Antrag erforderlich

a) Antragsformular(e) (je nach Konsulat unterschiedliche Anzahl).
(b) Passfoto(s) (je nach Konsulat unterschiedliche Anzahl).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Gebühr (Zahlungsmodus ist zu erfragen).
(e) Ggf. Verdienstbescheinigung.
(f) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(g) Ggf. Einladungsschreiben des türkischen Geschäftspartners.
(h) Nachweis von Rück- oder Weiterreisetickets.

Sollte eine postalische Antragstellung möglich sein, ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

E-Visum

(a) Kreditkarte,

(b) Flugreservierung,

(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
 

Bearbeitungsdauer

Unterschiedlich, abhängig von der Nationalität des Antragstellers.

Bei persönlicher Antragstellung sofort oder nach wenigen Tagen. Bis zu 3 Monate bei Rückfragen in Ankara. 

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Staatsbürger bestimmter Nationalitäten (jedoch nicht EU-Bürger und Schweizer) müssen unterschiedlich hohe Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis (nur für touristische Aufenthalte) oder maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass oder Identitätskarte (nur für touristische Aufenthalte).

Hinweise zu Reisen mit Kindern

Erfolgte die Ausreise aus Deutschland legal, bestehen für alleinreisende Minderjährige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil reisende Minderjährige keine besonderen Vorschriften.

Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreisebeschränkungen

Inhabern von Reisedokumenten, die nicht im lateinischen Alphabet ausgestellt sind, wird die Einreise verweigert.

 

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen wird ein mindestens 15 Tage und maximal 12 Monate altes Gesundheitszeugnis benötigt, das bescheinigt, dass das Tier gesund ist. Hunde, die älter als drei Monate sind, müssen mindestens 15 Tage und höchstens 12 Monate vor der Einreise gegen Parvovirose, Distember, Hepatitis, Leptospirose und Tollwut und Katzen gegen Tollwut geimpft worden sein (mindestens 15 Tage und höchstens 12 Monate vor der Einreise, im Impfausweis nachzuweisen).

Reisepassinformationen

Laut Artikel 7.1b des “Gesetzes über Ausländer und internationalen Schutz”, Nr. 6458, müssen Reisepässe mindestens 60 Tage über das Ablaufdatums des Visums, des e-Visums, des visafreien Aufenthalts oder der Aufenthaltserlaubnis hinaus gültig sein. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass der Reisepass bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Von dem oben genannten Gesetz ausgenommen sind Staatsbürger, die in die Türkei mit ihrem Personalausweis reisen dürfen. Reisende, die ein e-Visum beantragen möchten, müssen einen Reisepass haben, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Der Reisepass sollte zudem mindestens eine freie Seite aufweisen.

Deutsche Reisepässe dürfen innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit für die Einreise genutzt werden. Hinweis: Von einer Einreise mit einem vorläufigen Reisepass oder mit einem abgelaufenen Personalausweis/Reisepass wird jedoch abgeraten, weil die Einreise und auch die Ausreise mit diesen Dokumenten in der Vergangenheit mehrfach verweigert wurde. Reisepässe, die während des Aufenthalts gültig sind, werden empfohlen. Auch kann es bei der Ausreise mit abgelaufenen Ausweisdokumenten zu Problemen kommen.

Österreichische Reisepässe müssen noch mindestens 60 Tage nach Ablauf des Visums bzw. mindestens 6 Monate bei der Einreise gültig sein. Hinweis: Für die Beantragung eines e-Visums, das u.a. österreichische Staatsbürger beantragen können, wird bei Einreise eine Mindestgültigkeit des Reisepasses von 5 Monaten verlangt.

Schweizer Reisepässe dürfen bei der Einreise abgelaufen sein. Hinweis: Von einer Einreise mit einem abgelaufenen Reisepass/Identitätskarte wird jedoch abgeraten, weil die Einreise und auch die Ausreise mit diesen Dokumenten in der Vergangenheit mehrfach verweigert wurde. Reisepässe, die während des Aufenthalts gültig sind, werden empfohlen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten innerhalb von 180 Tagen (sofern nicht anders angegeben):

[2] EU-Länder und Schweiz (Lettland für 30 Tage), (Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Österreich, Belgien, Großbritannien, Irland, Kroatien, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Zypern (Siehe [3] E-Visum).

 

Visum bei der Einreise

(Das Visum bei der Einreise wurde abgeschafft. In den türkischen Flughäfen stehen elektronische Visa-Desks bereit, an denen man e-Visa für touristische und geschäftliche Aufenthalte beantragen kann. Es wird jedoch allen visumpflichtigen Reisenden dringend empfohlen, das e-Visum vor der Abreise zu beantragen.)


[3] E-Visum (Online-Visum) für touristische und Geschäftszwecke

U.a. Staatsbürger der im Folgenden genannten Länder müssen vor der Abreise ein Online-Visum auf der Homepage der türkischen Regierung für touristische und geschäftliche (Handel) Aufenthalte von max. 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen beantragen (sofern keine andere max. Aufenthaltsdauer angegeben ist). (Das E-Visum wird online per Kreditkarte bezahlt und kann anschließend heruntergeladen werden.):


[3] Österreich, Belgien, Großbritannien, Irland, Kroatien, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Zypern (max. 30 Tage).

 

Einreise mit einem Boot

Visumpflichtige Reisende, die mit einem Boot einreisen, sollten vor der Reise ein Visum bei der zuständigen türkischen diplomatischen Vertretung beantragen.


 

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifier
Essen & Trinken
Besondere VorsichtsmaßnahmenGesundheitszeugnis erforderlich
Malaria1-
Typhus & PolioJa-
CholeraNein
GelbfieberNein

Übersicht

Die Krankenversorgung in der Türkei ist gut. Die medizinische Versorgung auf dem Land ist allerdings meist mit Europa nicht zu vergleichen. Zahlreiche türkische Ärzte und Zahnärzte, vor allem in den großen Krankenhäusern, sprechen eine Fremdsprache.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend gekühlt werden.

Deutsche Staatsbürger benötigen für freie Behandlung bzw. Kostenrückerstattung die Anspruchsbescheinigung T/A 11, die bei der Krankenkasse erhältlich ist. Auch Österreicher und Schweizer brauchen einen Urlaubskrankenschein. Im Krankheitsfall wendet man sich an eine Gesundheitseinrichtung (Saglik Tesisis) der Sozialversicherungsanstalt (Sosyal Sigortalar Kurumu - S.S.K.), an ein Dispensarium (Dispanser) oder an einen Vertragsarzt (Anlasmali Doktor) der S.S.K.

Darüberhinaus wird der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung dringend empfohlen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Von Mai bis Oktober besteht in der Çukurova/Amikova-Region und den südöstlichen Landesteilen im Grenzgebiet zu Syrien und dem Irak ein mögliches Malariarisiko (speziell im Rahmen der Staudammbauten in der Harin- und Ceylanpinar Ebenen), allerdings in der weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax. In den größeren Touristenzentren des Westens und Südwestens besteht keine Ansteckungsgefahr.

Essen und Trinken

Das Leitungswasser ist in den Städten zwar gechlort, es ist aber dennoch ratsam das überall erhältliche Mineralwasser in Flaschen zu trinken. Wenn eine Wasserquelle mit dem Wort içilmez gekennzeichnet ist, ist es nicht trinkbar; Wasser aus Quellen, die mit içilir oder içme suyu gekennzeichnet sind, können problemlos getrunken werden.

Milch ist pasteurisiert. Man sollte ausschließlich gut durchgegartes Fleisch und Fisch essen. An den Straßenständen ist die übliche Vorsicht geboten; es sollten nur frisch gekochte Speisen verzehrt werden, die idealerweise vor den eigenen Augen zubereitet wurden. Während der Sommermonate können die Temperaturen in der Türkei bis zu 40°C erreichen, so dass man immer eine Wasserflasche dabei haben sollte, um eine Dehydrierung zu vermeiden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor allem im Südosten an der syrischen Grenze vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Laut aktueller Untersuchungen besteht landesweit ein hohes Infektionsrisiko für Hepatitis A und ein mittleres Infektionsrisiko für Hepatitis B. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Landesweit kommen in ländlichen Gebieten vorwiegend im Sommer selten Erreger des Krim-Kongo-Fiebers vor, die von Zecken übertragen werden. Urlauber sollten sich deshalb vor Zeckenbissen schützen. Bei Wanderungen durch Gras oder Unterholz wird empfohlen, Socken, lange Hosen und Hemden zu tragen. Letzte gemeldete Fälle: Im Jahr 2012. 

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt im Süden vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt vor. Bei besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung.

Geld

Währung

1 Türkische Lira (Türk Lirasi)= 100 Kuruş. Währungskürzel: TL, TRY (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20, 10 und 5 TL, Münzen in den Nennbeträgen 1 TL und 50, 25, 10, 5 und 1 Kuruş.

Kreditkarten

Vor allem Visa und Mastercard, aber auch American Express werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

Girocard
Mit der Girocard (ehemals ec-Karte) wie Maestro-Karte, V Pay oder Sparcard und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der Debitkarte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus-, V-Pay- oder Maestro-Symbol werden europaweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Ähnliches gilt für die deutsche Sparcard. Mit Sparcard und Pin-Nummer kann Bargeld von europäischen Geldautomaten mit dem Plus-Logo abgehoben werden. Weitere Einzelheiten von allen Postbankfilialen.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Das Einlösen von Reisescheckes ist in vielen Gebieten der Türkei, selbst in größeren Städten, problematisch. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-17.00 Uhr (z. T. auch durchgehend).

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen, es besteht jedoch Deklarationspflicht ab einem Gesamtwert von 5.000 US$. Ausfuhr bis zu einem Gesamtbetrag im Gegenwert von 5.000 US$ bzw bis in Höhe des deklarierten Betrages.

Quittungen vom Geldumtausch in der Türkei müssen aufbewahrt werden. Im Falle eines Rückumtausches von TL in eine ausländische Währung, müssen bei der Ausreise alle Quittungen vorgelegt werden.

Geldwechsel

Alle Umtausch- und Einkaufsbelege müssen als Nachweis für legalen Umtausch aufbewahrt werden. Die Kurse können in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Geld und Reiseschecks können an allen PTT-Ämtern getauscht werden. Flughäfen, Hotels und Banken verlangen hohe Provisionen. Besser sucht man eine der zahlreichen freien Wechselstuben (Döviz Bürosu) auf. Wechselstuben haben meist auch am Wochenende und während der Hochsaison oft bis Mitternacht geöffnet.

Währungen

YTL

TRY

Wechselkurse

EUR1 = TRY3.68
GBP1 = TRY4.38
USD1 = TRY3.53

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Türkisch. Im Südosten der Türkei wird teilweise Kurdisch gesprochen, außerdem hört man mitunter Arabisch, Griechisch und Armenisch. In Städten und Touristenorten wird oft Deutsch gesprochen, daneben Englisch und Französisch.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 23 Apr Tag der nationalen Souveränität und Tag der Kinder
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 30 Aug Tag des Sieges
  • 28 Oct - 29 Oct Tag der Republik

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Ramazan Bayrami vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Ramazan Bayrami auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Kurban Bayrami, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
 

Hinweis: I. Allg. sind Touristenzentren und Hotelanlagen meist nicht betroffen.
 

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Türkei eingeführt werden:

400 Zigaretten, 100 Zigarillos oder 50 Zigarren, 250 g Zigarettentabak (mit 200 Blatt Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200 g Kautabak oder 200 g blauer Tabak oder 50 g Schnupftabak;
Getränke mit einem Alkoholgehalt über 22%: 1 Liter;
 
Getränke mit einem Alkoholgehalt bis zu 22%: 1 Liter;
 
Reisende unter 18 Jahren dürfen weder alkoholhaltige Getränke noch Tabakwaren einführen. 
 
Eau de Toilette, Parfüm, Eau de Cologne, Lavendelwasser, Essenz und Lotionen (Gesamtmenge nicht über 600 ml);
 
5 Stücke Hautpflegemittel und Toilettenartikel.
1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1 kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg Süßigkeiten.
Geschenke, medizinische Geräte und Medikamente zusammen im Wert von bis zu 300 € (Kinder unter 15 J. 145 €).
 
Die Ein- und Ausfuhr von persönlichem Schmuck bis zu einem Wert von 15.000 US$ ist erlaubt. Schmuck der mehr als 15.000 US$ wert ist, muss deklariert werden. Wird Schmuck in der Türkei erworben, sind Kaufnachweise erforderlich.
 
Nur bestimmte Artikel für den persönlichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Eine vollständige Liste ist vom Generalkonsulat erhältlich (s. Kontaktadressen).
Ausländische Touristen sollten ihre Wertsachen bei der Einreise in ihrem Reisepass registrieren lassen, damit es später bei der Ausreise zu keinen Problemen kommt.
Die Mitnahme eines Kaufbeleges für ein mitgeführtes Mobiltelefon ist empfehlenswert.
 

Importbeschränkungen

Für die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug wird eine besondere Erlaubnis benötigt.

Verbotene Importe

Die Einfuhr von Rauschgiften aller Art ist streng verboten. Es wird darauf hingewiesen, dass Drogenschmuggel in und aus der Türkei wie auch der illegale Drogenkonsum mit hohen Gefängnisstrafen geahndet werden.

Verbotene Exporte

Verboten ist der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von Kultur- und Naturgütern (z.B. Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien, Steine, Fossilien). Diese gelten als staatliches Eigentum. Verstöße werden mit mehreren Monaten Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z.Zt. ca. 9.000,- Euro) gehandet. Dabei spielt der Wert der Antiquitäten keine Rolle. 
Es besteht jedoch die Möglichkeit, eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen. Beantragt werden diese bei den dem türkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen.

Weitere Informationen sind vom türkischen Zoll (Internet: www.gtb.gov.tr) (nur in türkischer Sprache) erhältlich.

Kontaktadressen

Kultur- und Tourismusbüro der Türkei

+41 (44) 221 08 10/12.

http://www.tuerkeitourismus.ch

http://www.tuerkeitourismus.ch

Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.

Stockerstrasse 55

Zürich

8002

Switzerland

Botschaft der Türkischen Republik

Generalkonsulate mit Visumerteilung in Bregenz, Wien und Salzburg. Honorarkonsulat in Leonding.

+43 (1) 505 36 60.

http://viyana.be.mfa.gov.tr

http://viyana.be.mfa.gov.tr

Mo-Fr 09.00-12.30 und 14.00-18.30.

Prinz-Eugen-Straße 40

Wien

1040

Austria

Elektronisches Visa Antragssystem (EVA)

+49 (30) 30 80 70 90 (Call Center Deutschland), +43 (720) 11 58 90 (Call Center Österreich), +90 (312) 292 29 29 (Call Center für die Schweiz).

http://www.evisa.gov.tr/de

http://www.evisa.gov.tr/de

Türkisches Fremdenverkehrsamt

c/o Kultur- und Fremdenverkehrsabteilung der Botschaft der Türkei

+43 (1) 512 21 28/29.

Singerstraße 2/8

Wien

1010

Austria

Botschaft der Türkischen Republik

Generalkonsulate in Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover, Köln-Hürth, Karlsruhe, Mainz, München, Münster, Nürnberg und Stuttgart. Honorarkonsulate in Erfurt und Regensburg.

+49 (30) 27 58 50.

http://berlin.be.mfa.gov.tr

http://berlin.be.mfa.gov.tr

Mo-Fr 08.45-12.45 und 13.45-17.45 Uhr.

Tiergartenstr. 19-21

Berlin

10785

Germany

Botschaft der Türkischen Republik

Generalkonsulate in Genf und Zürich.

+41 (31) 359 70 70 und +41 (31) 359 70 89.

http://bern.be.mfa.gov.tr

http://bern.be.mfa.gov.tr

Mo-Fr 09.00-12.30 Uhr.

Lombachweg 33

Bern

3000

Switzerland

Türkisches Fremdenverkehrsamt

c/o Botschaft Berlin, Abteilung für Kultur und Tourismus

+49 (30) 214 37 52.

http://www.tuerkeifasziniert.de

http://www.tuerkeifasziniert.de

Tiergartenstraße 19-21

Berlin

10789

Germany

Wirtschaft

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-17.30 Uhr.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0090.  Das interne Telefonnetz ist umfassend. Man benötigt entweder Telefonkarten oder -münzen (Jetons) zum Telefonieren. Diese sind in Postämtern und an Zeitungsständen erhältlich. Ortsgespräche, nationale und internationale Telefongespräche können in PTT-Büros (Postämtern) geführt werden. Notrufnummern sind: Polizei 155 und Feuerwehr 110.

Mobiltelefon

GSM 900/1800. Hauptnetzbetreiber sind Turkcell (Internet: www.turkcell.com.tr), Avea (Internet: www.avea.com.tr) und Vodafone Türkei (Internet: www.vodafone.com.tr). Roaming-Verträge mit europäischen und internationalen Anbietern bestehen. Ggf. lohnt sich der Erwerb einer türkischen SIM-Karte. Die Netzabdeckung ist gut und nur im Osten des Landes in einigen ländlichen Gebieten etwas lückenhaft. 

Internet

Internetanbieter ist u.a. EfesNet. Internet-Cafés stehen in allen Städten und zahlreichen Dörfern zur Verfügung. Fast alle Hotels sowie zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars bieten kostenlosen Wi-Fi-Service an. 

Hinweis: In der Türkei werden aktuell zehntausende relevante Internetseiten vom türkischen Staat gesperrt.

Post

Luftpost nach Europa ist ca. drei Tage unterwegs. Die Postämter haben ein gelbes Schild mit der Aufschrift PTT. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00-00.00 Uhr und So 09.00-19.00 Uhr (Hauptpostämter). Kleine Postämter haben die gleichen Öffnungszeiten wie Behörden.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Ruinen von Xanthos

Die Ruinen von Xanthos im Süden der Türkei gehören mit dem Tempelbezirk Letoon seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eine wechselvolle Geschichte prägte den bedeutendsten Ort des antiken Lykiens. Durch systematische Ausgrabungen wurden Reste der Tempel, lykische Denkmäler und Grabbauten freigelegt. Sarkophage mit reich geschmückten Reliefs und Skulpturen erzählen die Geschichte von zahlreichen Belagerungen der Stadt.
 

Hagia Sophia

Einst als orthodoxe Kathedrale genutzt, wurde die Sophienkirche später in eine Moschee und 1934 in ein Museum umgewandelt. Heute zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die eindrucksvollen Höhepunkte bei der Besichtigung der Hagia Sophia sind der Innenraum mit der einzigartigen Kuppel und den zahlreichen gut erhaltenen Mosaiken. Das steinerne Taufbecken ist vermutlich das größte der Welt. Die Hagia Sophia ist täglich, außer montags, zwischen 09.00 und 19.00 Uhr (im Winter bis 17.00 Uhr) geöffnet.
 

Ruinen von Ephesus

Einst eine lebhafte Hafenstadt, gehören heute die Ruinen von Ephesus mit dem Artemis Tempel, nahe der Stadt Izmir, zu den heutigen sieben Weltwundern der Antike. In den Ruinen sieht man noch die einstige Bibliothek der bedeutendsten Stadt des römischen Reiches und eine der ältesten christlichen Gemeinden. Die Statuen am Eingang der Bibliothek sind noch gut erhalten, ebenso Reste des Artemistempels und des großen antiken Theaters. Auch Überreste des Hadriantempel, der ehemalige Sitz des 14. römischen Kaisers, und Teile der Johannesbasilika können besichtigt werden.
 

Blaue Moschee

Die Sultan-Ahmed Moschee ist eines der Wahrzeichen der Stadt Istanbul und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Jahre 1616 fertig gestellt, ist sie heute die Hauptmoschee und eine der größten islamischen Gotteshäuser der Stadt. Die Blaue Moschee erhielt ihren Namen durch die zahlreichen blau-weißen Fahnen im Inneren. Mit ihrem gewaltigen Bau und den sechs Minaretten thront sie auf einem der sieben Hügel der Stadt. In angemessener Kleidung kann die Blaue Moschee täglich besichtigt werden.
 

Pamukkale

Im Südwesten des Landes befindet sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Türkei. Die Kalkterrassen von Pamukkale ragen schneeweiß empor und schmiegen sich wie Nester an die Felsen. Unablässig rinnt Thermalwasser über dieses bizarre Naturwunder, das auf der Liste der UNESCO steht. Der Zugang zu den Terrassen ist nur barfuß aus Richtung der antiken Stadt Hierapolis möglich. Wenn der Sonnenuntergang die Terrassen blutrot färbt, sollte man unbedingt ein Foto machen.
 

Kappadokien

Die Felslandschaft von Kappadokien, vom Vulkanismus einzigartig geformt, ist die meistbesuchte Naturlandschaft in der Türkei. Die Steinsäulen, die sogenannten Feenkamine und unterirdischen Städte von Kappadokien befinden sich in Zentralanatolien und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Durch die geschützte Lage der Höhlenkirchen sind Wandmalereien im Inneren hervorragend erhalten geblieben. Als Lebensraum und zum Schutz vor Angriffen wurden ganze Städte um Göreme in den Felsen gehauen und können besichtigt werden. Fresken zieren die Innenräume der Kirchen und zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.
 

Die Region Edirne

Die Provinzhauptstadt Edirne befindet sich nahe der Grenze zu Bulgarien und Griechenland. Sie verfügt über eine lange Geschichte und beherbergt drei der schönsten Moscheen des Landes. Die Selimiye-Moschee gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als der Höhepunkt der osmanischen Architektur. Weitere sehenswerte Moscheen sind die Esci Cami und die Uc Serefeli Cami. Edirne ist Zentrum der alten Sportart des Öl-Ringkampfes. Berge, Wälder und Strände machen die umgebende Landschaft aus. Der Berg Uludag, einst der Olympus von Mysia ist eines der bekanntesten Wintersportgebiete der Türkei.
 

Olympos Nationalpark

Abseits des Massentourismus liegt in unberührter Natur der Olympos Nationalpark. Der Berg Tahtali Dagi thront majestätisch zwischen Antalya und Kumluca in 2.365 Meter Höhe. Tiefe Canyons, stille Wälder und Höhlen erstrecken sich auf einem Gebiet von 700 Hektar. Die Ruinen von Cirali sind einen Besuch wert und bieten einen Kontrast zur umgebenden Naturlandschaft.
 

Pergamon

Die antike Stadt und Ausgrabungsstätte Pergamon zieht jedes Jahr unzählige Besucher an. Heute unter dem Namen Bergama bekannt, befand sich einst das Zentrum der hellenistischen Kultur in Pergamon. Der große Wohlstand spiegelt sich in vielen Fundstücken und Ruinen wider. Sehenswert sind die Reste des Athena-Tempels, der Zeus Altar und das große Amphitheater. Einst soll sich hier die zweitgrößte Bibliothek der Welt befunden haben. Der Pergamon-Altar und die berühmten Tempelanlagen sind das historische Erbe der antiken Stadt.
 

Bodrum

Die touristische Stadt Bodrum liegt im Südwesten der Türkei und beherbergt eins der sieben Weltwunder der Antike. In alter Zeit Halikarnassos genannt, ist die Stadt heute für das riesige Mausoleum berühmt, das König Mausolos sich zu Lebzeiten als Grabmal bauen ließ. Bodrum entstand aus einer Künstlerkolonie, die 1920 von dem Enkel des damaligen Großwesirs gegründet wurde. Das bekannte Zentrum für türkische Aussteiger und Intellektuelle bietet heute ein buntes Nachtleben und einen imposanten Jachthafen. Die alte Festung am Hafen und das Amphitheater versetzen jeden Besucher für einen Moment in die Vergangenheit.
 

Inseln

Viele Inseln der Türkei haben ihren ganz eigenen Reiz und bieten außer ihren schönen Küsten einige weitere Attraktionen für Erholungssuchende, kulturell Interessierte, Sportler und Naturliebhaber. Ein touristischer Geheimtipp ist die Insel Bozcaada, vor der Nordwestküste. Sie ist klein und überschaubar und hat einen schönen Hafen mit Blick auf eine alte Festung. Erholung findet man hier an den versteckten und schönen Stränden oder bei einem Glas guten Wein am Abend, denn Bozcaada ist auch für ihren Weinbau bekannt. Eine weitere ruhige Insel befindet sich westlich von Bodrum: Schon von weitem fallen die drei gabelartigen Hügel von Catalada ins Auge, die wegen dieser Hügel auch Gabelinsel heißt. Sie bietet eine schöne Unterwasserwelt und ist deshalb ein Paradies für Taucher. Die Insel Catalada ist unbewohnt und eignet sich daher besonders für Tagesausflüge. Die Prinzeninseln nahe Istanbul sind ein beliebtes Ausflugsziel am Wochenende. Hier erholen sich Touristen und Istanbuler gleichermaßen. Vier der bewohnten Inseln bieten schöne Ausblicke auf Istanbul und über das Meer und können nur zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder dem Fahrrad erkundet werden.
 

Strände

Ob Lagunen, einsame Strände oder Wassersport, bei 8000 Kilometer Strand an vier angrenzenden Meeren findet jeder seine individuellen Badefreuden in glasklarem Wasser. Seit 1993 werden Strände der Türkei mit der blauen Flagge für Umweltschutz und Sauberkeit ausgezeichnet. Zurzeit sind es fast 400 Strände, nähere Informationen gibt es unter: www.blueflag.org. Einige der schönsten Strände sind der Icmeler Strand im Gebiet Mamaris, der Kalamaki Strand an der Nordägäis, der sich inmitten ursprünglicher Natur im Dilek Nationalpark befindet, oder der naturbelassene Strand Altinkum nahe Cesme, der kaum über Brandung verfügt und daher besonders geeignet für Kinder ist. Der bekannteste Strand ist Ölüdeniz, ein Lagunenstrand nahe Fethiye. Einsame Strände bietet die Insel Gökceada an der Nordwestägäis, weil sie kaum touristisch erschlossen ist. Ein Bilderbuchstrand ist der Strand von Kaputas, er ist 150 Meter lang und in die Steilklippen gegraben. Einsam gelegen ist der zwölf Kilometer lange Patara Strand an der lykischen Küste, weil das Gebiet unter Naturschutz steht. Ein Highlight sind die Buchten von Phaselis. Rund um die einstigen Kriegshäfen liegen antike Schätze versteckt. Ungestört kann man mit Taucherbrille die versunkenen Ruinen und Amphoren am Meeresgrund erkunden, – ein perfekter Strand für Hobbyarchäologen.
 

Troja

Die Stadt Troja im Nordwesten der Türkei war Schauplatz des berühmtesten Krieges zwischen Griechen und Trojanern, von denen auch Homer in seinen Dichtungen erzählte. Im 19.Jhd. begann der Archäologe Heinrich Schliemann mit Grabungen die bis zur heutigen Zeit andauern. Seit 1998 gehören die Ausgrabungsstätten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein hölzerner Nachbau des Trojanischen Pferdes schmückt das Gelände, auf dem sich antike Ruinen befinden. Zu sehen sind Reste der Straßen und Fundamente sowie Krüge und Amphoren, Teile des Athene Tempels, des Amphitheaters und der Stadtmauern. Bei einem Abstecher in das Archäologische Museum von Canakkale erfährt man Wissenswertes über Troja und kann viele Fundstücke bewundern.
 

Göreme

Im Herzen der türkischen Region Kappadokien bieten sich Eindrücke, die jeden Traumstrand in den Schatten stellen können. Die Höhlenwohnungen und Felsformationen mit ihren unterirdischen Städten im Nationalpark Göreme gehören zum Weltkultur- und Weltnaturerbe der UNESCO. In der kargen Vegetation erheben sich Tuffsteinberge, in die ab dem 4. Jhd. Wohnungen, Stallungen und Kirchen geschlagen wurden. Heute befinden sich in den einstigen Behausungen außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Hotels und Pensionen. Diese spannende und einzigartige Landschaft lässt sich zu Fuß erkunden und hält für Besucher viele schöne Überraschungen bereit.
 

Ankara

Die von vielen Touristen unterschätzte Hauptstadt Ankara hat einige sehr sehenswerte Attraktionen zu bieten, darunter viele Parks und hervorragende Museen. Das Wahrzeichen Ankaras ist das Atatürk Mausoleum. Herausragende Museen sind das Ethnografische Museum, das einen guten Einblick in die türkische Kultur gib sowie das Museum für anatolische Zivilisation am Fuße der Zitadelle. Es behandelt die Epochen bis zum ersten vorchristlichen Jahrhundert und viele Exponate erzählen von dieser Zeit. Die Arslanhane Moschee aus dem 13. Jhd. befindet sich im Basar Viertel nahe der Burg und zeichnet sich durch ihre, von 24 Holzpfeilern getragene, Holzdecke aus.
 

Nationalpark Nemrut Dagi

Warum die UNESCO das Gebiet um den Berg Nemrut Dagi zum Weltkulturerbe erklärt hat, offenbart sich erst, wenn man einen Teil des Berges erklimmt. Plötzlich eröffnet sich ein Blick auf mannsgroße Götterstatuen, die in Stein gemeißelt sind. Zeus, Apollon und Herkules, hier ist man den Göttern ganz nah. Dieser Anblick, den König Antiochus im 1. Jhd. v. Chr. errichten ließ, ist unvergesslich. Ein Aufstieg bei Sonnenaufgang ist besonders empfehlenswert, wenn die Steinterrassen in ein unwirkliches Licht getaucht sind. Die Mühe wird mit einem traumhaften Ausblick auf den Atatürk Stausee belohnt.
 

Antalya

Die mediterrane Stadt Antalya, das Zentrum der türkischen Riviera, verfügt über eine stimmungsvolle Altstadt, einen schönen Hafen und einige historische Sehenswürdigkeiten. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Yivli-Minare Moschee, die im 13 Jhd. erbaut wurde. Sehenswert ist das archäologische Museum. Das bedeutendste Museum an der türkischen Mittelmeerküste zeigt Funde aus Lykien und Pamphylien. Witterungsbeständige Funde wie Fresken und Sarkophage findet man im Museumsgarten. Unter der Stadt gibt es zwei sehenswerte horizontale Höhlen zu erkunden. Die Konakalti Höhle an der Steilküste des Atatürk Parks und die bekannte Dalamatas Höhle. Viele nützliche Informationen rund um Antalya findet man unter www.antalya.de.
 

Istanbul

Am goldenen Horn gelegen, stellt Istanbul als einzige Stadt der Welt die Brücke zwischen Europa und Asien dar. Die bevölkerungsreichste Metropole der Türkei ist das Zentrum für Handel, Finanzen und Kultur. 2010 war Istanbul Kulturhauptstadt Europas. Ihre Architektur ist von neuzeitlichen und antiken Baustilen geprägt, die Altstadt gehört zum UNESCO- Weltkulturerbe. Es gibt zahlreiche Museen, Theater-und Opernhäuser. Der alljährliche Vogelzug über Istanbul zieht viele Naturliebhaber in die Stadt. Besondere Sehenswürdigkeiten sind der Sultanspalast aus dem 19. Jhd. und der Topkapi Palast direkt am Bosporus. Beeindruckend sind die Lichtspiele der Cisterna Basilica, einer spätantiken Zisterne, die bei Dunkelheit angestrahlt wird. Der große Basar im alten Istanbuler Stadtteil Eminönü zieht täglich eine halbe Million Besucher an und kann von 08.30-19.00 Uhr (außer sonntags) besucht werden.
 

Wassersport

Nahezu alle Touristenregionen bieten verschiedenste Arten von Wassersport an. Ein Hotspot für Wind-und Kitesurfer ist der Alacati Strand nahe Cesme. Mit Surfschulen und konstanten Winden lockt er Anfänger ebenso wie Fortgeschrittene. Anspruchsvolle Tauchreviere mit glasklarem Wasser gibt es um Kemer und Antalya an der Ägäisküste. Viele Tauchbasen bieten Kurse und Tauchausflüge in die faszinierende Unterwasserwelt oder die Höhlen an. In kleineren Reisebüros ist es möglich, Raftingtouren in das beliebte Taurusgebirge zu buchen. Nähere Informationen erhält man unter www.turkeyrafting.com.
 

Sportliche Aktivitäten

Die Türkei ist nicht nur ein Paradies für Wassersportler. Das Land bietet außer den Küsten verschiedenartige Landschaften und damit ideale Bedingungen für zahlreiche Sportarten unter freiem Himmel. Der Berg Uludag in der Nähe von Bursa, ist zwischen Januar und April eines der beliebtesten Wintersportziele der Türkei. Schwierige Pisten und Herausforderungen für Skifahrer gibt es in Palandoken, in der Nähe von Erzurum. Bergsteiger und Wanderer kommen in der Türkei voll auf ihre Kosten. Viele Trekkingrouten zum Beispiel der Lykische Weg oder der Paulus Weg gehören zu den besten Wanderwegen der Welt. Auf einer Länge von bis zu 500 Kilometern bieten sich Naturschauspiele, atemberaubende Aussichten und antike Stätten gleichermaßen. Mehr Informationen erhält man unter www.wandern.de/reise/europa.
 

Felsengräber von Myra

Einst ein Umschlagsplatz für den Seehandel ist das heutige Demre an der Südküste nahe Antalya für die beeindruckenden Felsengräber und den heiligen Nikolaus berühmt. Zu Ehren des Nikolaus von Myra, der Armen und Bedürftigen half, wurde die Nikolauskirche als Walfahrtsort erbaut. Am Grab von Nikolaus soll es immer wieder zu Wunderheilungen und unerklärlichen Dingen gekommen sein. Ein Teil der alten Basilika und ein Nikolaus-Denkmal ziehen Besucher ebenso an wie die beeindruckenden Felsengräber, die 400 v.Chr. entstanden sind. Hoch angelegte Gräber wurden häuserartig in den Berg und in die Felsen gemeißelt. Sie wurden mit Reliefs und teilweise auch mit Skulpturen verziert, die gut erhalten und wunderschön anzuschauen sind.
 

Bozburun Halbinsel

Eine der unberührtesten und ursprünglichsten Gegenden der Türkei ist die Halbinsel Bozburun am südlichsten Zipfel der Ägäis. Der Hauptort Bozburun ist ein Fischer- und Schwammtaucherort. Im Sommer sieht man viele Gerippe der wuchtigen Holzboote stehen. Diese so genannten Gulets werden hier in langer Tradition gebaut. Im Herbst findet das Bozburun International Gulet Festival statt und lockt viele Besucher auf die sonst verträumte Halbinsel. Antike und verwilderte Stätten wie Thyssanos oder Bantike und auch das Bergdorf Taslica sind Besuchermagnete. Gern wird dem Wanderer in einem Teehaus in Taslica ein kühles Getränk serviert oder eine Kostprobe des Pinienhonigs angeboten, für den Bozburun bekannt ist. Die Bucht von Turunc im Süden der Insel ist ein Paradies für Naturfreunde und Segler. Die Küste der Halbinsel zählt zu den saubersten im ganzen Mittelmeerraum.
 

Sumela Kloster

Das ehemalige griechisch-orthodoxe Kloster Sumela stammt aus byzantinischer Zeit und liegt im Nordosten der Türkei. Eindrucksvoll in mehr als 1000 Meter Höhe, wurde das Kloster oberhalb einer Schlucht im Zigana Gebirge in den Fels gehauen. Die ältesten Gebäude stammen aus dem 14. Jhd. Sumela entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Wallfahrtsort. Majestätisch und schön anzusehen sind die Felsenkirche, der Brunnen und die alte Bibliothek, die nach und nach restauriert wurden.
 

Hamam- das türkische Bad

 Das rituelle türkische Bad – auch Hamam genannt – besitzt eine lange Tradition und reicht bis ins Mittelalter zurück. Die Badehäuser sind von außen oft schlicht, jedoch innen sehr prunkvoll und mit Marmor ausgestattet. Im Mittelpunkt des Wellness-Erlebnisses steht die Wasch- und Massageprozedur. Bis heute erfolgt eine strikte Trennung von Männern und Frauen. Das erste Hamam wurde in Istanbul von Sultan Mahmut dem I. errichtet. Das Schwitzen und die Reinigung sind uralte Rituale, jedoch ging es immer schon um sozialen Austausch. Ein Besuch in einem Hamam sollte bei einer Reise in die Türkei nicht fehlen.
 

EKO Park Tekirova

 Der kleine Ort Tekirova befindet sich an der Südküste, 20 Kilometer entfernt von Kemer. Eine der größten Attraktionen ist der EKO Park, der größte Reptilienpark der Welt. Auf einer Fläche von 50.000 m² können eine Vielzahl verschiedener Reptilien, Schlangenarten, Riesenechsen und Schildkröten besichtigt werden. Ein botanischer Garten bietet eine natürliche Umgebung zum Anfassen. Der Park ist während der Sommermonate geöffnet und mit dem Auto leicht erreichbar.
 

Izmir

Izmir, die drittgrößte Stadt der Türkei, liegt an der Ägäisküste und bietet zahlreiche kulturelle Attraktionen sowie eine interessante Geschichte. Im nordöstlichen Teil der Stadt befindet sich der Kulturpark auf dem ehemaligen Gebiet des alten Stadtkerns von Smyrna, der 1922 abbrannte. Heute gibt es dort einen Zoo und einen Vergnügungspark. Das Wahrzeichen der Stadt ist der große Uhrturm auf dem Konak-Platz. Sehenswert ist auch die prächtige und restaurierte Hisar Moschee, die 1579 erbaut wurde. In die Antike kann man im Archäologischen Museum eintauchen. Dort sind Funde aus dem antiken Smyrna, Ephesos und Pergamon ausgestellt sowie Figuren der Götter Demeter und Poseidon. Pergamon heißt heute Bergama und ist wie Ephesos Weltkulturerbestätte der UNESCO. Bis heute sind in Izmir Reste des altrömischen Straßennetzes erhalten geblieben, auf denen man zur alten Burg Kadifekale empor steigen kann. Diese bietet einen herrlichen Blick über die Bucht von Izmir.
 

Einkaufen

Überblick

Der Kapali-Carsi-Basar in Istanbul bietet eine große Auswahl an Schmuck, Teppichen und Antiquitäten. Außerdem Textilien, Stickereien, Teppichen, Lederwaren, Intarsienarbeiten und bemalte Kacheln.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Sa 09.30-13.00 und 14.00-20.00 Uhr. Der große Basar in Istanbul ist Mo-Sa 08.00-19.00 Uhr geöffnet.

Nachtleben

Einleitung

In fast allen größeren Städten gibt es Kinos und Nachtklubs mit europäischer und orientalischer Musik. In Izmir, Istanbul und Ankara kann man Theater- und Konzertveranstaltungen besuchen. Zahlreiche Restaurants und Hotels veranstalten Unterhaltungsabende. In den Urlaubsorten ist die Auswahl an Diskotheken und Bars recht groß.

Kulinarisches

Übersicht

Fast alle Hotels haben ein Restaurant. Einheimische Produkte wie Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch werden frisch verarbeitet. Lammfleisch steht auf allen Speisekarten, z. B. als Shish Kebab (gegrillte Lammspieße) und Döner Kebab (Lammfleisch am Drehspieß). Fische und Schalentiere sind ebenfalls sehr frisch, Spezialitäten sind Barbunya (Meerbarben) und Kilic Baligi (Schwertfisch). Dolma (mit Nüssen und Rosinen gefüllte Weinblätter) und Karniyarik (mit Hackfleisch gefüllte Auberginen) sollte man ebenfalls versuchen.

Getränke:
Ayran (ein erfrischendes Getränk aus Jogurt), in Gläsern servierter Apfeltee und starker, schwarzer türkischer Kaffee sind überall erhältlich. Der Genuss von Alkohol ist nicht verboten, während des Fastenmonats Ramadan sollte man aber den Sitten und Gebräuchen des Landes Rechnung tragen und keinen Alkohol trinken. Das einheimische Bier und die Weine sind ausgezeichnet. Das Nationalgetränk Raki (Anisschnaps) wird milchig, wenn man Wasser zugibt, und wird daher auch »Löwenmilch« genannt. Raki zu trinken ist ein Ritual, normalerweise werden dazu verschiedene Meze (Vorspeisen) serviert.

Unterkunft

Hotels

Die meisten großen Hotels befinden sich in Großstädten wie Istanbul, Ankara und Izmir. In den Küstenorten und Touristengebieten gibt es zahlreiche Hotels, Motels und Campingplätze. In den abgelegenen Landesteilen sind die Unterkünfte recht einfach und entsprechen kaum westlichem Niveau.

Alle Unterkünfte müssen ein Beschwerdebuch haben, in das man aber auch positive Bemerkungen oder Vorschläge eintragen kann. Beschwerden können außerdem direkt an das Ministerium für Tourismus gerichtet werden (s. Adressen) oder an das Fremdenverkehrsamt des jeweiligen Ortes. Allgemeine Informationen auch von: TUROB (Turistik Otelciler ve Isletmeciler Birligi), Yildiz Posta Cad. Dedemen Ticaret Merkezi, 52/1 Kat. 6, TR-Esentepe Istanbul. (Tel: (0212) 275 05 50, 274 33 53. Internet: www.turob.org).

Kategorien: Hotels haben 1 bis 5 Sterne (1-5 Yildizli). Motels und Ferienhäuser sind entweder 1. Klasse oder 2. Klasse (1/2 Sinif).

Camping

Es gibt zahlreiche recht einfache Campingplätze. Eine Campingbroschüre ist bei allen Informationsabteilungen erhältlich (s. Adressen).

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Inhaber eines ISIC-Studentenausweises oder eines internationalen Jugendherbergsausweises bekommen Ermäßigungen in Jugendherbergen. Weitere Informationen von Yücelt Interyouth Hostel, Caferiye Sok No 6/1, Sultanahmet 34400, TR-Istanbul. (Tel: (0212) 513 61 50).

Kultur

Religion

Islam (99,8%, meist Sunniten); christliche und jüdische Minderheit.

Soziale Verhaltensregeln


Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Türken sind sehr gastfreundlich. Besucher sollten islamische Sitten und Gebräuche respektieren.

Kleidung: Legere Kleidung wird überall akzeptiert, Badebekleidung gehört jedoch an den Strand.

Rauchen: In allen öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern, Einkaufszentren, Sportstadien, Kinos, Theatern, Restaurants, Bars, Diskotheken, Cafés sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln darf nicht geraucht werden.

Trinkgeld: In den Rechnungen der Hotels ist Bedienungsgeld bereits enthalten. Zimmermädchen und Kofferträger erwarten jedoch ein Trinkgeld. Im Restaurant sind 10% Trinkgeld üblich. Im Taxi wird der Fahrpreis aufgerundet.

Klima

Beste Reisezeit

Das Klima variiert in der Türkei je nach Region. Die Gebiete an den Küsten der Ägäis, des Mittelmeeres und am Marmara-Meer haben typisches Mittelmeerklima mit heißen Sommern und milden Wintern. In Inneranatolien bringt das kontinentale Klima heiße und trockene Sommer sowie kalte und schneereiche Winter. Die Zeit von April bis November gilt zwar für die gesamte Türkei als die beste Reisezeit, dennoch sind Istanbul und die türkische Mittelmeerküste ganzjährig beliebte Reiseziele. 

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

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© Columbus Travel Media Ltd

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Bilder

Bodrum

Bodrum castle
© Creative Commons / bazylek100

Capaddocia,

Capaddocia, Turkey
© Creative Commons / Alaskan Dude

Hagia

Hagia Sofia, Istanbul, Turkey
© www.123rf.com/Gustavo Fadel

Hagia

Hagia Sofia, Istanbul, Turkey
© www.123rf.com/Gustavo Fadel

Gulet

Gulet boat cruises are popular in Turkey
© iStockphoto / Thinkstock

Turkey

Turkey is great for watersports
© iStockphoto / Thinkstock

Bathe

Bathe in Pamukkale's warm topaz blue pools
© Jupiterimages / Thinkstock

Go

Go rafting on the emerald Koprulucay River, Turkey
© iStockphoto / Thinkstock

Istanbul

Istanbul Spice Market
© Creative Commons / Alaskan Dude