Länderinformationen

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Spanien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Königreich Spanien.

Hauptstadt

Madrid.

Geographie

Spanien nimmt etwa vier Fünftel der Iberischen Halbinsel ein, die außerdem Portugal, Andorra und Gibraltar umfasst. Im Nordosten bilden die Pyrenäen eine natürliche Grenze zu Frankreich. Zum Staatsgebiet gehören auch die südöstlich von Barcelona im Mittelmeer gelegenen Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) und die Kanarischen Inseln vor der Westküste Afrikas. Ceuta, Chafarinas, Melilla und Ladu sind winzige spanische Enklaven in Nordafrika, die Überreste des spanischen Kolonialreiches sind.

Spanien ist ein sehr gebirgiges Land und liegt im Durchschnitt 610 m ü. d. M. Die rund 400 km langen Pyrenäen erstrecken sich vom Baskenland im Nordwesten bis zum Mittelmeer. Einige Gipfel erreichen eine Höhe von über 3000 m; der Pico de Aneto ist mit 3404 m die höchste Erhebung. Das Landesinnere bildet die Meseta, ein riesiges 600-800 m hohes Plateau, das durch zahlreiche Sierras geteilt wird. Im Nordwesten und Norden wird sie durch das Kantabrische Gebirge und das Iberische Randgebirge, im Süden durch die Sierra Morena begrenzt. Jenseits der Sierra Morena liegt das Guadalquivir-Tal. Die gebirgige Landschaft Galiziens befindet sich an der stark zerklüfteten Atlantikküste. Gebirgsland füllt auch den äußersten Süden aus; die Sierra Nevada südöstlich von Granada ist Teil der parallel zum Mittelmeer verlaufenden Betischen Kordilleren. Sie weist den höchsten Berg des spanischen Festlandes auf, den Mulhacén (3481 m). Die höchste Erhebung Spaniens ist der Pico del Teide (3718 m) auf Teneriffa.

Die Küsten Spaniens sind knapp 5000 km lang. Die Mittelmeerküste reicht von der französischen Grenze bis zum Felsen von Gibraltar. Die Straße von Gibraltar verbindet Mittelmeer und Atlantik und trennt Spanien von Nordafrika.

Regierung

Parlamentarische Monarchie seit 1978. Verfassung von 1978, letzte Änderung 1992. Zweikammerparlament (Cortes Generales): Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) mit 350 Abgeordneten und Senat (Senado) mit 259 Senatoren. Spanien ist Mitglied der EU.

Staatsoberhaupt

König Felipe VI., seit Juni 2014.

Regierungschef

Pedro Sánchez, seit Juni 2018.

Elektrizität

230 V, 50 Hz (110/125 V häufig noch in älteren Gebäuden kleiner Ortschaften).

Zeitzone

Central European Time: MEZ +2 (MEZ +3 vom 25 März bis 28 Oktober 2018)

Übersicht

Spanien bietet Besuchern eine beeindruckende Kombination aus leckerer Küche, ausgelassenen Fiestas, wegweisender modernder Kunst, streng geschützten Naturlandschaften und einer erstaunlichen Vielzahl von ländlichen Übernachtungsmöglichkeiten.

Die historischen Städte Spaniens sind architektonische Kleinode mit ihren romanischen, gotischen und barocken Kirchen, maurischen Festungen und Renaissancepalästen. Plätze und Bars beleben alte Straßen und moderne Meisterwerke sorgen hier und da für frischen Wind.

Sonne, Meer und Sangría entlang der Südküste Spaniens gehören weiterhin zum touristischen Standardangebot, aber die Naturschönheit dieses Landes kommt auch anderswo, in sehr vielgestaltigen Gegenden zum Ausdruck. Bergige Nationalparks laden zu wunderschönen alpinen Wanderungen ein, und die Nordküste präsentiert sich mit sanft geschwungenen, grünen Hügeln, kleinen Fischerdörfern und versteckten Sandbuchten.

Ferien an der Küste und auf den Inseln sind nach wie vor äußerst beliebt, aber viele Besucher zieht es auch ins Landesinnere, wo man z. B. von einem restaurierten, rustikalen Bauernhaus aus auf Entdeckungstouren in wundervoll ruhige ländliche Gegenden gehen kann.

Anreise

Übersicht

Reiseinformationen für die Kanarischen Inseln und die Balearen s. eigene Kapitel.

Anreise mit dem Flugzeug

Spaniens nationale Fluggesellschaft heißt Iberia (IB) (www.iberia.de). Iberia verbindet u.a. den EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg sowie Stuttgart und Hannover mit Madrid.

Ebenso verbinden Lufthansa (LH) und Eurowings (EW) verschiedene deutsche Städte mit den wichtigsten spanischen Städten. Von den großen Flughäfen in Österreich fliegt Austrian Airlines (OS), Swiss (LX) verbindet die internationalen Schweizer Flughäfen mit Spanien. Es gibt gute Verbindungen im internationalen Linien- und Pauschalreiseverkehr.

Ryanair (FR), easyJet (U2) und TUIfly (X3) verbinden deutsche, österreichische und schweizer Metropolen mit Spanien.

Norwegian Air Shuttle (DY) fliegt u.a. ab Düsseldorf und Hannover nach Spanien.

Flugzeiten

Berlin - Barcelona: 2 Std. 30 Min.; Berlin - Madrid: 3 Std; Frankfurt - Barcelona: 2 Std; Frankfurt - Madrid: 2 Std. 45 Min.; Wien - Barcelona: 2 Std. 20 Min.; Wien - Madrid: 3 Std; Zürich - Barcelona: 1 Std. 40 Min.; Zürich - Madrid: 2 Std. 20 Min..

Anreise mit dem Pkw

Pkw: Die wichtigsten Autobahnen nach Spanien führen von Frankreich über Bordeaux oder Toulouse nach Bilbao (Nordspanien) und über Marseille oder Toulouse nach Barcelona (Ostspanien). Die Strecke durch den Pyrenäen-Tunnel nach Frankreich führt von Lleida (Lerida) über die spanische N230 zum Tunnel de Vielha. Dort geht es in Frankreich durch das Vall d'Aran und die Zentralpyrenäen bis nach Montrejeau.

Fernbus:
Flixbus (www.flixbus.de) und Eurolines (www.eurolines.com) fahren von Deutschland nach Spanien. 

 

Anreise mit der Bahn

Keine direkten Zugverbindungen von Deutschland und Österreich. In der Regel steigt man in Paris um, Verbindungen gibt es auch über Italien/Monaco und die Schweiz.

TGV und AVE-Hochgeschwindigkeitszüge fahren ab Paris, Lyon, Toulouse, Marseille, Avignon, Aix-en-Provence, Valence, Nîmes, Montpellier und Carcassonne nach Barcelona ab Marseille, Montpellier, Nîmes, Avignon und Aix-en-Provence nach Madrid (www.sncf.com/de).

Von Basel fahren Züge nach Barcelona. Weitere Informationen von der Schweizerischen Bundesbahn (www.sbb.ch).

Bahnpässe

InterRail-Pässe gelten auch in Spanien. Einzelheiten s. Deutschland.

Anmerkung zur Anreise mit der Bahn

Es soll ein Eisenbahn-Tunnel zwischen Spanien und Marokko gebaut werden.

 

Anreise mit dem Schiff

Es gibt verschiedene Fähren, die Spanien mit Italien, Marokko und den spanischen Exklaven an der nordafrikanischen Küste verbinden. Mit Kreuzfahrtschiffen lassen sich der westliche Mittelmeerraum und die Kanaren bereisen.



Kreuzfahrtschiffe

Aida Cruises (www.aida.de) bietet Kreuzschifffahrten zwischen Spanien, Portugal, den Balearen, Kanaren und Italien an.

Royal Carribbean (www.royalcarribbean.com) kreuzt ab Barcelona nach Frankreich, Italien und Malta.

Costa (www.costacruises.com) fährt nach Italien, Sardinien, Spanien.



Fähranbieter

Grandi Navi Veloci (www.gnv.it/de) bietet Fährverbindungen zwischen Barcelona und den italienischen Städten Genua und Civitavecchia an.

Mit Trasmediterranea (www.trasmediterranea.es) geht es von Almeria (Spanien) nach Nador (Marokko), von Almeria und von Malaga (Spanien) nach Melilla (Spanien) sowie von Algecias (Spanien) nach Tanger (Marokko) und Ceuta (Spanien).

Grimaldi Lines (www.grimaldi-lines.com/de) fährt von Civitavecchia, Porto Torres und Savona aus nach Barcelona.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Iberia (IB) (www.iberia.com) fliegt die größeren Städte Spaniens an sowie die Kanarischen Inseln, die Balearen und die Exklave Melilla an der nordafrikanischen Küste.

Ryanair (FR) (www.ryanair.com) fliegt von Berlin, Hamburg und Frankfurt aus nach Barcelona, Madrid und auf die Kanarischen Inseln.

Weitere Verbindungen mit Air Europa (UX) (www.air-europa.com). Flugtaxis gibt es an fast allen Flughäfen.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Gute Autobahnen und Schnellstraßen verbinden die Großstädte. Für die Autobahnbenutzung muss außer auf einigen Stadtautobahnen und -umfahrungen überall Maut bezahlt werden. Zweispurige Schnellstraßen, die den Norden mit dem Süden verbinden können kostenlos benutzt werden. Die Landstraßen sind z. T. in weniger gutem Zustand. Gebührenpflichtige Autobahnen, sind im Gegensatz zu den gebührenfreien Autobahnen Autovias (A) mit dem Zusatz "P", z.B. "AP-7" versehen.

Mautfreie Stadtautobahnen und -umfahrungen gibt es in allen größeren Städten, wie Barcelona, Bilbao, Valencia und Alicante. Der Autobahnring um Madrid ist teilweise gebührenpflichtig. Die Maut ist darüber hinaus von Tageszeiten, Wochen oder auch Feiertagen abhängig.

Auf den meisten Autobahnen richtet sich die Höhe des zu zahlenden Betrages nach der gefahrenen Strecke. An der Einfahrtsstation ziehen Sie ein Ticket und bezahlen erst, wenn Sie die Autobahn wechseln oder verlassen. Sie können überall mit Bargeld oder mit den gängigsten internationalen Kreditkarten (z.B. VISA oder Mastercard) bezahlen. Prepaid-Kreditkarten und Bankkarten (Maestro- oder V-Pay-Symbol) werden zur Zahlung nicht angenommen.

An den speziell für Kartenzahlung reservierten Spuren »vias automáticas« können Sie mit Kreditkarte bezahlen. Stecken Sie zuerst das Ticket und dann die Kreditkarte in den Automaten. Auf Knopfdruck erhalten Sie einen Beleg. Schalter mit grünem Pfeil sind in der Regel mit Personal besetzt.

Weitere Informationen zu Mautgebühren, den schönsten Strecken und alles rund um die Autobahn gibt es bei ASETA (www.aseta.es).

Das Netz von Tankstellen, die bleifreies Benzin anbieten, ist flächendeckend.

Es gibt ein gut ausgebautes und preiswertes Busnetz. Selbst abgelegene Dörfer sind mit dem Bus erreichbar. Alsa (www.alsa.es) ist eine der größten Busgesellschaften in Spanien. Je nach Region gibt es weitere Gesellschaften (z.B. Moventis - www.moventis.es).

Busbahnhöfe:
- Barcelona Nord (www.busbud.com/de/barcelona-nord/s/6520)
- Bilbao Termibus (www.termibus.es)
- Madrid Estación Sur (www.estaciondeautobuses.com)
- Málaga (www.estabus.emtsam.es)
- Valladolid

Mietwagen:
Die bekannten Verleihfirmen haben in allen größeren Städten Niederlassungen.

Motorräder:
Helme sind Pflicht. Personen unter 18 Jahren dürfen Motorräder über 75 cc weder mieten noch fahren.

Unterlagen:
Landeseigener Führerschein oder EU-Führerschein.

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen.

Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen die Unfallaufnahme zu erleichtern und in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz.

Verkehrsbestimmungen:
- In geschlossenen Ortschaften nachts immer mit Abblendlicht fahren.
- Reservebirnen und ein rotes Warndreieck müssen mitgeführt werden.
- Telefonieren während der Fahrt ist nur bei Nutzung einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Telefonieren mit Headsets ist verboten.
- Das Tragen von Warnwesten ist für Autofahrer Pflicht, wenn sie ihr Fahrzeug außerhalb von geschlossenen Ortschaften verlassen und sich auf der Fahrbahn aufhalten.
- Anschnallpflicht. 
Promillegrenze: 0,5 ‰. (Wer mit mehr als 0,5 ‰ oder mit Drogen am Steuer erwischt wird, verliert für mindestens ein Jahr und maximal für vier Jahre den Führerschein und muss mit einer Haftstrafe von bis zu 2 Jahren rechnen.)

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h;
auf Schnellstraßen: 100 km/h;
auf der Autobahn: 120 km/h (100 km/h für Busse und LKWs);
auf allen anderen Straßen: 90 km/h.

Pannenhilfsdienst

Der ADAC ist über die Auslands-Notrufnummer: +49 89 22 22 22 jederzeit erreichbar und hilft bei Autopannen, in Notfällen, wie z.B. bei Diebstahl oder Verlust von Papieren und Geld oder bei Unfällen (www.adac.de).

Die spanische Polizei (Tel. 902 102 112) ist für Touristen in deutscher und italienischer Sprache täglich von 9-15 Uhr, in englischer und französischer Sprache täglich von 9-21 Uhr erreichbar.

Unterwegs in der Stadt

Das städtische Nahverkehrssystem ist sehr gut.

In Barcelona (www.tmb.net),
Valencia (www.metrovalencia.com),
Bilbao (www.metrobilbao.net) und
Madrid (www.metromadrid.es)
verkehren U-Bahnen (preiswerte Sammelkarten erhältlich).

Alle Urlaubsorte und Kleinstädte haben ein gutes Busnetz. Taxis findet man in allen größeren Städten.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das Schienennetz der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE (www.renfe.es) verbindet Städte und Regionen der gesamten Iberischen Halbinsel. Die wichtigsten Züge haben Klimaanlagen und Speise- oder Buffetwagen. Für InterCity-Züge müssen Sitzplätze reserviert werden.

Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) verkehren u.a. auf den Strecken 

Madrid - Alicante (Fahrtzeit: 2 Std. 20 Min.),
Madrid - Barcelona (Fahrzeit: 2 Std. 30 Min.),

Madrid - Burgos (ab Ende 2018),
Madrid - Sevilla,
Madrid - Zaragoza - Lleida/Huesca,
Madrid - Cuidad Real -Puertollano,
Madrid - Málaga (Talgo) und
Madrid - Toledo (Fahrtzeit: 35 Min.) und
Madrid - Valencia (Fahrzeit: 1 Std. 35 Min.) - Castellón (Fahrtzeit ab Madrid: 2 Std. 25 Min.),

Barcelona - Girona - Figueras (Fahrtzeit: 53 Min.) und

Albacete - Alicante.

Die folgenden Städte sind u.a. an das Hochgeschwindigkeitsnetz der AVE angebunden: Alicante, Antequera, Barcelona, Sevilla, Puente Genil, Córdoba, Puertollano, Ciudad Real, Madrid, Cuenca, Valencia, Segovia, Valladolid, Guadalajara, Calatayud, Zaragoza, Huesca, Lleida und Tarragona.

In Figueras besteht Anschluss an die TGV-Strecke nach Paris.

Bahnpässe

Ermäßigungen: Verbilligte Tagesrückfahrkarten werden angeboten. Kinder unter 4 Jahren fahren umsonst. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 26 Jahren bekommen mit einer 'Carnet Joven' 20 % des Fahrpreises erlassen. Außerdem gibt es Ermäßigungen von 20-30 % p.P. für Gruppen von 10-25 Personen.

InterRail-Pässe sind auch in Spanien gültig, Einzelheiten s. Deutschland.

Der Renfe Spain Pass (www.renfe.com/EN/viajeros/viajes_internacionales/spainpass/index.html) kann von Reisenden erworben werden, die keinen Wohnsitz in Spanien haben und berechtigt zum Fahren mit AVE Hochgeschwindigkeitszügen. Er ist ab der ersten Fahrt einen Monat lang gültig. Inhaber des Renfe Spain Passes haben die Wahl zwischen 4, 6, 8 oder 10 Zugreisen innerhalb eines Monats. 

Anmerkung zur Bahnreise

Sonderzüge:
Der Tren de la Fresa (Erdbeerzug) verkehrt ab Ende April im Mai, Juni, September und im Oktober zwischen Madrid und Aranjuez.

Der Transcantábrico (FEVE) fährt von Mai bis Oktober auf einer reizvollen Route den Norden Spaniens von León bis nach Santiago de Compostela. Auskunft und Reservierung über RENFE.

Im Limonen-Express fährt man von Benidorm entlang der Costa Blanca.

Von der Zahnradbahn Ferrocarril Cremallera in Montserrat (www.cremallerademontserrat.com) aus hat der Reisende überwältigende Eindrücke der Gebirgslandschaft der Pyrenäen.

 

Unterwegs mit dem Schiff

Tragflächenboote und Autofähren verkehren regelmäßig zwischen Algeciras und Ceuta (Exklave in Nordafrika), Málaga (bzw. Almería) und Melilla (Exklave in Nordafrika), Barcelona sowie Valencia und den Balearen sowie zwischen Cádiz und den Kanarischen Inseln. Weitere Informationen von Trasmediterránea (www.trasmediterranea.es). Flusskreuzfahrten auf dem Douro bietet u.a. Nicko Cruises (www.nicko-cruises.de) an. 

Reisewarnung

Überblick

Spanien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 30.09.2016
Unverändert gültig seit: 27.09.2016

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
DeutschlandNeinNeinNein
ÖsterreichNeinNeinNein
SchweizNeinNeinNein
Andere EU-LänderNeinNeinNein
TürkeiJa1Ja

Personalausweise/Identitätskarten

U.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz. (Ausnahme: Staatsangehörige von Großbritannien und Irland (Rep.) benötigen einen Reisepass.)

Achtung: Für Reisen auf Kreuzfahrtschiffen, die auf den Kanarischen Inseln beginnen, ist jedoch für alle Nationalitäten immer ein Reisepass erforderlich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe dürfen nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Destination, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden beim Check-in erfasst.

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen:


(a) EU-Länder und Schweiz;
(b) [1] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Anmerkung zum Visum

Spanien ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Visaarten und Kosten

Einreise-, Transitvisum.

Gültigkeit

Kurzzeitvisum: 6 Monate ab Ausstellungsdatum für 90 Tage Aufenthalt. Transitvisum: 5 Tage Aufenthalt pro Einreise.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die über gültige Weiterreisepapiere verfügen und aus einem Nicht-Schengen-Land in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterreisen, ohne den Transitraum zu verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens drei Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung. Visumpflichtige Ausländer müssen mindestens über eine Summe im Gegenwert von 583,74 € und über mindestens 64,86 € pro Tag verfügen. 

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Schengen-Visa

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt. Deshalb werden bei den spanischen Vertretungen in Deutschland und Österreich Visa nur mehr in Individualfällen ausgestellt.

Temporärer Wohnsitz

Informationen von den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Aufenthaltsverlängerung

EU-Bürger, die sich länger als 3 Monate in Spanien aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht nicht mehr von der zuständigen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. EU-Bürger sind dazu berechtigt, in Spanien für eine unbegrenzte Dauer zu arbeiten. Sie benötigen dafür keine Arbeitserlaubnis. 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis, maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Alleinreisende Minderjährige, die mit einem Personalausweis / Identitätskarte einreisen, müssen eine beglaubigte Reiserlaubnis der Eltern/ Erziehungsberechtigten (möglichst mit spanischer Übersetzung) mit sich führen.
Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen z.T. von den staatlichen Regelungen ab.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.


Über die regionalen Regelungen zu Leinenpflicht, Maulkorbpflicht und gefährlichen Hunderassen sollte man sich bei der zuständigen konsularischen Vertretung informieren (s. Kontaktadressen).

Für Vögel wird ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis benötigt. Die Einfuhr von Papageien ist auf 2 und von anderen Vögeln auf 10 beschränkt.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe dürfen nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen:


(a) EU-Länder und Schweiz;
(b) [1] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
GelbfieberNein
CholeraNein
Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & PolioNein-
MalariaNein-
Essen & TrinkenNein-

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Die Behandlung erfolgt in öffentlichen Gesundheitsstellen (Centro Sanitario de la Seguridad Social) wie Beratungsstellen (consultorio), Ambulanzen (ambulatorio), Gesundheitszentren (centro de salud) und Krankenhäusern (hospital). Anschriften der Gesundheitsstellen sind bei der örtlichen Provinzialdirektion des Instituto Nacional de la Seguridad Social (INSS) erhältlich. Für Arzneimittel muss ein Kostenanteil bezahlt werden. Zahnärztliche Behandlungen sind kostenpflichtig.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die Leishmaniose kommt vor allem an der Mittelmeerküste (insbesondere in den Provinzen Alicante und Murcia), auf den Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) und im Süden des Landes vor. Die Übertragung geschieht durch Schmetterlingsmücken. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. 

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden. Besonders Kinder und Jugendliche sollten einen Impfschutz haben. Nach aktuellen Empfehlungen gilt die Impfung bei Langzeitaufenthalten als Reise-Impfung für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten). Reisende sollten mit dem Arzt unter Berücksichtigung der Empfehlungen im Reiseland die Notwendigkeit der Impfung klären.

Vogelgrippe

Da es in der Vergangenheit Fälle von Vogelgrippe gab, wird von Besuchen auf Geflügelfarmen abgeraten.   

Geld

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Kreditkarten

American Express, Diners Club, MasterCard und Visa werden fast überall akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Mit ec-/Maestro-Karte und PIN-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der ec-/Maestro-Karte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Ähnliches gilt für die deutsche Sparcard, dem Nachfolger des Postsparbuches als Sortenbeschaffungsmittel im europäischen Ausland. Mit Sparcard und PIN-Nummer kann Bargeld von europäischen Geldautomaten mit dem Plus-Logo abgehoben werden.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Reiseschecks werden bei Vorlage des Reisepasses ebenfalls in den meisten Hotels, Restaurants und Geschäften angenommen. Euro-Reiseschecks werden auf Gran-Canaria von lokalen Banken jedoch nur eingeschränkt angenommen.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-14.00/14.30 Uhr, Sa 08.30-13.00 Uhr (von Mai bis September: samstags geschlossen).

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Geldwechsel

Geld kann in allen Bankfilialen und in den Wechselstuben der größeren Städte gewechselt werden. Auch viele Hotels und Reisebüros bieten diesen Service an.

Währungen

EUR

Wechselkurse

EUR1 = EUR1.00
GBP1 = EUR1.19
USD1 = EUR0.96

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Spanisch (Castellano, 74%). Katalanisch (17%), Galizisch (7%) und Baskisch (2%) sind regional verbreitet; in Touristengebieten z. T. Englisch und Deutsch.

Öffentliche Feiertage

Überblick

Seit 2012 werden Feiertage, die in die Mitte der Woche fallen, auf den darauf folgenden Montag verlegt. Davon unberührt sind der 1. Januar (Neujahr), der 1. Mai (Tag der Arbeit), der 12. Oktober (Nationalfeiertag) und der 25. Dezember (Weihnachten).

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 06 Jan Epiphaniasfest
  • 19 Mar Josefstag
  • 29 Mar Gründonnerstag
  • 30 Mar Karfreitag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 15 Aug Mariä Himmelfahrt
  • 12 Oct Nationaler Feiertag
  • 01 Nov Allerheiligen
  • 06 Dec Tag der Verfassung
  • 08 Dec Mariä Empfängnis
  • 25 Dec Weihnachten
  • 26 Dec Weihnachten

Anmerkung

[*] Diese Feiertage können von den autonomen Gemeinden auf ein anderes Datum verlegt werden.
[**] Wird regional gefeiert.

Neben den angegebenen nationalen Feiertagen gibt es zahlreiche regionale Feiertage.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 % oder Schaumwein;
4 l Tafelwein;
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Anmerkung: Tabakwaren und alkoholische Getränke dürfen nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden.

Importbestimmungen

Für die Einfuhr von Waffen und Munition wird eine vom spanischen Konsulat beglaubigte Jagdlizenz des Heimatlandes sowie eine Einfuhrerlaubnis und eine Jagdgenehmigung der spanischen Zollbehören benötigt.

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u. a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Verbotene Importe

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Import/Export in die EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind.

Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 18 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 18 J.);
200 Zigarren (Personen ab 18 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 18 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 18 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 18 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 18 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 18 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge);
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.

Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.

Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)


Einfuhrbegrenzungen für Waren aus Andorra
300 Zigaretten oder 150 Zigarillos oder 75 Zigarren oder 400 g Tabak (nur Personen ab 17 J.);
1,5 l Spirituosen (über 22 % Alkoholgehalt) oder 3 l alkoholische Getränke bis zu 22 % Alkoholgehalt(nur Personen ab 17 J.);
5 Liter Wein (nur Personen ab 17 J.);
1 kg Kaffee oder 400 g Auszüge, Essenzen oder Konzentrate aus Kaffee oder Zubereitungen auf der Grundlage dieser Waren oder auf der Grundlage von Kaffee (nur Personen ab 15 J.);
200 g Tee oder 80 g Auszüge aus Tee;
75 g Parfüm oder 375 ml Eau de Toilette;
Landwirtschaftliche Waren im Wert von max. 175 € (Personen unter 15 J. max. 90 €). Dabei müssen folgende Mengenbegrenzungen eingehalten werden: 2,5 kg Milchpulver, 3 kg Kondensmilch, 6 kg Frischmilch, 1 kg Butter, 4 kg Käse, 5 kg Zucker und Süßigkeiten, 5 kg Fleisch.

EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Kontaktadressen

Königlich Spanische Botschaft

Honorarkonsulate in Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Linz, Rankweil/Bregenz, Henndorf/Salzburg und St. Pölten.

+43 (1) 505 57 88.

http://www.exteriores.gob.es/Embajadas/Viena/es/Paginas/inicio.aspx

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Mo-Do 09.00-17.00 Uhr, Fr 09:00-14:00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Fr 09.15-13.15 Uhr, Do auch 14.30-16.30 Uhr.

Argentinierstraße 34

Wien

1040

Austria

Spanisches Fremdenverkehrsamt

Zweigstellen in Frankfurt/M., München und Düsseldorf.

+49 (30) 882 65 43.

http://www.spain.info

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Mo-Mi 10.00-14.00 Uhr.

Lichtensteinallee 1

Berlin

10787

Germany

Spanisches Fremdenverkehrsamt

+43 (1) 512 95 80-11.

http://www.spain.info

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Walfischgasse 8/14

Wien

1010

Austria

Königlich Spanische Botschaft

Generalkonsulate in Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, München und Stuttgart, Honorarkonsulat in Dresden.

+49 (30) 254 00 70. Konsularabteilung: +49 (30) 254 00 71 61.

http://www.exteriores.gob.es/Embajadas/Berlin/es/Paginas/inicio.aspx

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Mo-Do 09.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-14.00 Uhr.

Lichtensteinallee 1

Berlin

10787

Germany

Königlich Spanische Botschaft

Generalkonsulate in Bern, Cointrin/Genf und Zürich. 

+41 (31) 350 52 52.

http://www.exteriores.gob.es/Embajadas/Berna/es/Paginas/inicio.aspx

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Mo-Fr 08.00-15.30 Uhr.

Kalcheggweg 24

Bern

3006

Switzerland

Spanisches Fremdenverkehrsamt

+41 (44) 253 60 50.

http://www.spain.info

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Seefeldstrasse 19

Zürich

8008

Switzerland

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Spanischkenntnisse sind von Vorteil, obwohl spanische Geschäftspartner oft Englisch, eventuell auch Deutsch oder Französisch verstehen. Terminvereinbarungen und Visitenkarten sind üblich. Geschäftszeiten schwanken von Betrieb zu Betrieb und sollten im Voraus erfragt werden.
Barcelona
Das Geschäftsleben Barcelonas ist ausländische Besucher gewohnt, und viele Geschäftsleute hier sprechen Englisch oder Französisch. Katalanisch wird auf Meetings nur gesprochen, wenn ausschließlich Muttersprachler anwesend sind; ansonsten kommt Spanisch zum Einsatz.

Die Geschäftszeiten variieren je nach Größe und Art des Unternehmens. Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Formelle Kleidung ist die Norm; Frauen wie Männer sollten zu geschäftlichen Anlässen im Kostüm bzw. Anzug erscheinen. Männer sollten zudem eine Krawatte tragen. Bei der gegenseitigen Vorstellung werden Visitenkarten ausgetauscht. Alle Spanier haben zwei Nachnamen, jedoch wird bei der Konversation nur der erste verwendet. Auf akademische oder berufliche Titel sollte geachtet werden.
Madrid
Große und internationale Unternehmen arbeiten zunehmend durchgängig (angepaßt an den Rest Europas), kleinere und örtliche Betriebe halten aber noch immer die Nachmittagspause ein. Pünktlich zu sein ist nicht üblich, und wenn man 15 Minuten zu spät kommt, werden Verkehrsstaus häufig als Ausrede benutzt (und bereitwillig akzeptiert). Besprechungen am Vormittag sind beliebt, wahrscheinlich weil es dabei häufig köstlichen Kuchen und starken Kaffee gibt. Geschäftstreffen mit Mittag- oder Abendessen sind auch üblich. Beim ersten Treffen sollte man unbedingt Visitenkarten dabei haben und sich formell kleiden, für Herren sind Anzug und Krawatte angebracht. Ein privates Gespräch gehört zu jedem Treffen, denn man geht erst zum Geschäftlichen über, nachdem man sich ein wenig kennengelernt hat. Die Kinder, Enkel und der Flug nach Madrid sowie das Wetter sind dann normalerweise die Gesprächsthemen, bevor man sich der Arbeit zuwendet. Zwar arbeiten die Madrileños sehr hart, dennoch ist nichts wichtiger als die Familie, und es gilt als völlig akzeptabel, ein wichtiges Telefonat zu unterbrechen, um den Anruf eines Familienmitglieds entgegenzunehmen.

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten in Barcelona, Sevilla und Granada: 08.00/09.00-18.00/19.00 Uhr, in der Regel mit einer ausgedehnten Mittagspause von 13.30-15.00/16.00 Uhr. Santiago de Compostela und Malaga: 09.00-14.00 und 17.00-20.00 Uhr. Banken haben nur am Vormittag geöffnet.

Geschäftszeiten Madrid: Mo-Fr 09.00-14.00 und 17.00-20.00 Uhr, während der Sommermonate auch 08.00-15.00 Uhr. Große und multinationale Unternehmen haben ihre Geschäftszeiten dem europäischen Standard angeglichen und bieten durchgehende Geschäftszeiten an.

 

Geschäftskontakte

Handels- und Wirtschaftsabteilung der Spanischen Botschaft
Lichtensteinallee 1, D-10787 Berlin
Tel: (030) 229 21 34.
Internet: www.exteriores.gob.es/Embajadas/Berlin/es/Paginas/inicio.aspx

Spanische Handelskammer
Friedrich-Ebert-Anlage 56, D-60325 Frankfurt
Tel.: (069) 743 48 10.
Internet: www.spanische-handelskammer.de

Handelsabteilung der Spanischen Botschaft
Argentinierstr. 34, Postfach 604, A-1040 Wien
Tel: (01) 513 39 33/4.
Internet: www.exteriores.gob.es/Embajadas/Viena/es/Paginas/inicio.aspx

Wirtschafts- und Handelsabteilung der Spanischen Botschaft
Gutenbergstrasse 14, CH-3011 Bern
Tel: (031) 381 21 71.
Internet: www.exteriores.gob.es/Embajadas/Berna/es/Paginas/inicio.aspx

Spanisch-Schweizerische Handelskammer
Sonnenbergstrasse 48, CH-8032 Zürich
Tel: (044) 254 90 70.

La Cámara de Espana
C/Ribera del Loira, 12, E-28042 Madrid
Tel: 915906900.
Internet: www.camara.es

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0034. Die öffentlichen Telefone funktionieren mit Münzen oder Wertkarten der Telefónica, die man in den Tabakläden (Estancos) kaufen kann. Günstige internationale Gespräche kann man von Internet-Cafés und Telefonzentren führen.

Spanische Inseln: Jede größere Insel hat eine Inselvorwahl, die in der Rufnummer meist integriert ist, für Mallorca 971, Teneriffa 922, Gran Canaria und Lanzarote 928. Die internationale Auskunft erreicht man unter 118 25. Die 112 ist die allgemeine Notrufnummer in Spanien und auf den Balearen.  

Mobiltelefon

GSM 900/1800. Netzbetreiber sind u.a. Amena (Internet: www.amena.com), Movistar (Internet: www.movistar.tsm.es) und Vodafone (Internet: www.vodafone.es). Internationale Roaming-Verträge bestehen. Spanischen Mobilnummern ist eine 6 vorangestellt. Die Netzabdeckung ist sehr gut und in weiten Teilen des Landes hat man auch 4G-Empfang.

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. 

Internet

Internet-Cafés und Einrichtungen, die einen Internetzugang anbieten, gibt es in den meisten städtischen Gebieten. Internetanbieter sind u.a. Futurnet (Internet: www.futurvia.es), ID Grup (Internet: idgrup.com/) und Orange (Internet: www.orange.es). Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. die kostenpflichtigen Goodspeed-Wi-Fi-Hotspots (Internet: goodspeed.io/de/index.html). Kostenloser Zugang zum Internet ist über Wi-Fi u.a. in Cafés, Restaurants, an Kiosks sowie in zahlreichen Flughäfen, Bahnhöfen und Busbahnhöfen, in einigen Einkaufszentren und Hotels sowie an öffentlichen Stellen, darunter Plätze und Parks, erhältlich. Manchmal ist ein Passwort nötig. Barcelona und einige andere spanische Großstädte sowie die Playa de Palma auf Mallorca und einige andere Abschnitte von Stränden auf den Balearen werden von dichten Wi-Fi-Netzen abgedeckt (www.hotspotlocations.com). 

Post

Die Briefzustellung ist relativ gut. Luftpostsendungen im innereuropäischen Postverkehr sind etwa 5 Tage unterwegs. Postlagernde Sendungen können an alle Hauptpostämter geschickt werden.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Costa de la Luz, Cadiz und Huelva

Die Costa de la Luz mit ihren endlosen Sandstränden erstreckt sich an der südlichen Atlantikküste von Tarifa bis an die portugiesische Grenze. Von Algeciras gibt es Fährverbindungen nach Tanger und Ceuta an der nordafrikanischen Küste und zu den Kanarischen Inseln. Die Strecke zwischen Algeciras und Cádiz ist eine der schönsten des Landes mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Straße von Gibraltar, die nordafrikanische Küste und sogar das Atlasgebirge. Wahrzeichen von Cádiz sind die Aussichtstürme (Miradores) und die hübschen weißen Häuser. Cádiz ist eine der ältesten Städte der Iberischen Halbinsel. Die Academia de Bellas Artes enthält eine bedeutende Gemäldesammlung (Murillo, Rubens). In der Provinz Huelva liegt die Stadt El Rocío. Im Norden der Provinz Huelva liegen die wunderschönen Tropfsteinhöhlen Grutas de las Maravillas in Aracena und der Nationalpark Coto de Doñana.

Murcia an der Costa Calida

Die Costa Calida liegt südlich von Valencia und Alicante. Mit Ausnahme der fruchtbaren Flusstäler ist sie dünn besiedelt.
Die Stadt Murcia  hat eine Universität und eine Kathedrale. Die Festlichkeiten anlässlich der Karwoche und die »Blumenschlacht« sind äußerst beliebt.
Das Küstengebiet von Murcia hat nur wenige Urlaubsorte, wie z. B. das Gebiet La Manga del Mar Menor, La Unión, Carboneras, Puerto de Mazarrón und Aguilas. Cartagena, die wichtigste Küstenstadt der Region, wurde 221 v. Chr. von den Karthagern gegründet. Im Museum Museo Arqueológico Municipal gibt es eine Sammlung römischer und noch älterer Fundstücke. 

Stierkämpfe (Corrida de Toros)

Toreros (Stierkämpfer) verdienen in Spanien auch heute noch gut, obwohl Stierkämpfe von vielen Seiten kritisch betrachtet werden. Etwa 2000 Mal im Jahr treten Stierkämpfer gegen die Stiere an. Die größte Stierkampfarena ist die Plaza Las Ventas in Madrid. Bekannt ist auch die Stierkampfarena La Malagueta in Málaga. Stierkämpfe sind von März bis Oktober fast jeden Sonntag in den Stierkampfarenen zu sehen. Empfehlenswert sind die Ferias taurinas (Stierkampfwochen) in den verschiedenen Regionen. So findet in Pamplona im Juli anlässlich des San-Fermín-Festes die weltberühmte Corrida (die Stampede der Stiere) statt, in Madrid während der Feria de San Isidro im Mai, in La Maestranza während der Feria de Abril und in La Monumental während der Virgen de la Merced im September. Weitere Stierkämpfe gibt es u.a. anlässlich der Fallas von Valencia im März und der Fiesta del Pilar in Zaragoza im Oktober zu sehen. 

León und Ausflugsziele

León, in der spanischen autobomen Gemeinschaft Kastilien-León gelegen, wurde 850 nach langer maurischer Herrschaft von den Christen zurückerobert. Die Kathedrale Santa María de Regla ist eines der schönsten Beispiele der spanischen Frühgotik. Sehenswert ist das Museum für zeitgenössische Kunst in Kastilien und León. Interessante Ausflugsziele sind Puerto de Pajares, Benavente und Astorga, das wie auch einige andere Städte dieser nördlichen Region als Raststätte auf dem Jakobsweg gedient hat. Die Umgebung von Astorga ist besonders reizvoll. Südlich von León liegt die Provinz Zamora. Die gleichnamige Provinzhauptstadt hat eine romanische Kathedrale und mehrere Kirchen aus dem 12. Jahrhundert.
 

Galicien

Galicien im Nordwesten des Landes besteht aus den Provinzen La Coruña, Lugo, Orense und Pontevedra. Die Region ist gebirgig mit weitläufigen Heidelandschaften und Wäldern, die von tiefen Schluchten und reißenden Flüssen unterbrochen werden. Die Küste besteht größtenteils aus sandigen Buchten, an die sich häufig Fichten- und Eukalyptuswälder anschließen, und fjordähnlichen Rías, die die Landschaft an den Flussmündungen einschneiden. Zu den Sehenswürdigkeiten der Region zählen u.a. die Kathedralen von Santiago de Compostela, von Ourense und von Tui, die römische Stadtmauer von Lugo, das Kloster Oseira und der Herkulesturm in A Coruña.
 

Pamplona in Navarra

Die ungefähren Grenzen des ehemaligen Königreiches Navarra bestehen noch heute. Navarra ist eine Provinz im Norden an der Grenze zu Frankreich. In der Weinregion Navarra können Besucher entlang der Weinstraße Ruta del Vino Navarra zahlreiche Bodegas (Weinkellereien) besichtigen. Bekannt ist Pamplona auch für das San-Fermín-Fest im Juli mit der weltberühmten Corrida (die Stampede der Stiere). Pamplona war die geistige Heimat des amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway. Seine Bücher »Tod am Nachmittag« und »Fiesta« haben dazu beigetragen, dass Pamplona heute in der Fiestawoche ein viel besuchter Urlaubsort ist. Man sollte frühzeitig buchen und mit verhältnismäßig hohen Preisen rechnen. Im Sommer sind auch viele Pilger in Pamplona anzutreffen, weil der Jakobsweg durch die Stadt führt. 

Aragón und Saragossa

Aragón ist landschaftlich verhältnismäßig eintönig mit zahlreichen abgelegenen Ebenen. Zahlreiche Könige residierten in der heutigen Provinzhauptstadt Saragoza (Zaragossa). Wie fast alle größeren Ortschaften in Aragón liegt auch Saragoza in einer Huerta, einer schmalen Oase am Flussufer. Die Universitätsstadt hat eine lebendige Altstadt, die barocke Basilica del Pilar und mehrere Museen. In der Umgebung gibt es einige Weinbaugebiete, z. B. Borja und Cariñena sowie zahlreiche Burgen. Huesca, eine wichtige Marktstadt, liegt an den Ausläufern der Pyrenäen. Hochgeschwindigkeitszüge verbinden Saragossa mit Huesca. Die Umgebung bietet ein breit gefächertes Angebot an Freizeitaktivitäten, wie z. B. einen Besuch im Parque Nacional de Ordesa, ausgezeichnete Möglichkeiten zum Wandern und Bergsteigen oder eine Fahrt zum Urlaubsort Arguis in der Region Puerto de Monrepós; schön sind auch Tagestouren zum Kurort Balneario de Panticosa oder zur hoch gelegenen Grenzstadt Canfranc.

Costa del Azahar und Peñiscola

Die Costa del Azahar ist 120 km lang und bietet Urlaubern eine große Vielfalt an Stränden. Besonders nennenswert sind jene bei Alcossebre, Torreblanca, Oropesa und Benicassim. Die alte Festungsstadt Peñiscola ist besonders eindrucksvoll und vielbesucht. Zahlreiche malerische Buchten unterbrechen die felsige Küste, bis man den Strand von Peñiscola erreicht, in dessen Hintergrund die Burg des Papa Luna, das Wahrzeichen der Stadt, emporragt. Landeinwärts von Peñiscola gelangt man zur Burgruine von Alcalá de Xivert, nach Oropesa mit dem Torre del Rey aus dem 16. Jahrhundert und zu Tinença de Benifassà. Sehenswert sind auch das Karmeliterkloster am Naturschutzgebiet Desierto de las Palmas und die geschichtsträchtige Ortschaft Morella. Nördlich von Valencia liegt Castellón de la Plana, die Provinzhauptstadt von Castellón.

Costa Brava

Etwa 65 km nordöstlich von Barcelona beginnt die von Pinien bewachsene felsige Küstenlinie Costa Brava am Mittelmeer. Hier liegen einige der bekanntesten Urlaubsorte Spaniens. Manche Orte, wie Tossa de Mar, haben trotz des umfangreichen Tourismus ihren Kleinstadtcharakter bewahrt; andere Orte, wie Lloret de Mar, sind intensiv auf Tourismus ausgerichtet. Zu den Sehenswürdigkeiten an der Costa Brava zählen u.a. die Stadtmauer in Tossa de Mar, das Dalí-Museum in Cadaqués, die Klosterruine Sant Pere de Rodes und ein lohnendes Ausflugsziel ist Girona wegen ihrer arabischen Bäder und ihrer Kathedrale Santa Maria. 

Kinderspaß in Spanien

Ganz Spanien ist für Kinder ein großes Freizeitparadies. Die Großstädte locken mit ihren Zoos und Aquarien. In Barcelona ist für Kinder ein spanisches Dorf nachgebaut worden, in dem die Kleinen die spanische Kultur erleben und im August an Straßenspielen aus der ganzen Welt teilnehmen können. Neben Freizeitparks wie der Terra Mítica bei Benidorm, dem Themenpark PortAventura Mediterrània des größten Freizeitresorts Spaniens, dem PortAventura bei Barcelona an der Mittelmeerküste oder den Vergnügungsparks von Madrid gibt es ungezählte Möglichkeiten an Unternehmungen. Wer die Natur liebt, könnte der Themenpark der Natur Cabárceno bei Villaescusa in Kantabrien oder der Wildpark Lacuniacha bei Huesca in Aragonien interessieren. Lohnenswert sind auch Besuche im Planetarium von Madrid, im Dinópolis bei Teruel, in technischen Museen wie dem Hemisfèric der Stadt der Künste und der Wissenschaften in Valencia, dem CosmoCaixa Madrid oder in Schifffahrts- oder Meeresmusseen wie dem Meeresmuseum von Galicien in Vigo.  

Flamenco: Eine Leidenschaft

In ganz Andalusien, besonders in Sevilla und Jerez de la Frontera, kann man die Leidenschaft für den Flamenco in der Musik, im Tanz und im Gesang erleben – eine Kunst, die zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe gehört. In Sevilla findet alle zwei Jahre die Flamenco-Biennale statt und in Jerez de la Frontera wird auf dem Jerez Festival der Flamenco gefeiert. In Jerez de la Frontera befindet sich außerdem das Andalusische Zentrum für Flamenco.  

Alhambra: Der Touristenmagnet

In Granada steht die Alhambra, die ehemalige Residenz der maurischen Könige, die einer der stärksten Touristenmagnete Spaniens ist. Die zum UNESCO-Weltkultur gehörende Stadtburg grenzt an die wunderschönen Gärten des Palastes Generalife, der ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Innerhalb der Festungsmauern besteht die Alhambra aus der Medina, den Palästen der Naṣriden und der Alcazaba (Zitadelle).

Madrid

Die Hauptstadt Madrid ist geografischer Mittelpunkt des Landes. Der spanische Regierungssitz, mehrere Universitäten, Theater, Museen und Kultureinrichtungen machen aus Madrid auch das kulturelle und politische Zentrum Spaniens. Der Prado ist eines der wichtigsten Museen der Welt. Weitere Museen, die man besucht haben sollte, sind u.a. das Museo Reina Sofía und das Museo Thyssen-Bornemisza. Der Palacio Real, das frühere Königsschloss beherbergt Gemälde, Wandteppiche, Rüstungen, Teppiche und Uhren. Die Puerta del Sol ist der Mittelpunkt Madrids. Von hier gelangt man zur Plaza Mayor, ein weitläufiger und belebter Platz.

Kloster Montserrat mit Schwarzer Madonna

Etwa 60 km nordwestlich von Barcelona liegt das Benediktinerkloster Santa Maria de Montserrat. Das weltbekannte Kloster ist der Legende nach die Heimat des Heiligen Grals. Die Pilger kommen wegen der weltberühmten Schwarzen Madonna - die Mariendarstellung „Unsere Liebe Frau von Montserrat“ aus dem 12. Jahrhundert. Das Kloster liegt 1135 m hoch über dem Fluss Río Llobregat. Die Aussicht von hier ist atemberaubend, wie auch vom Bergpfad der San-Jeronimo-Einsiedelei aus.

Pilgern auf dem Jakobsweg

Im Mittelalter wurde die Grabstätte des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela als eines der heiligsten Relikte des Christentums verehrt. Tausende von Pilgern reisten damals wie heute die jedes Jahr durch Spanien, um den Schrein zu besuchen. An dieser Route, dem »Jakobsweg«, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, standen Klöster, Kapellen und Hospize, in denen man sich um das Wohlergehen der Pilger kümmerte. Zahlreiche dieser Gebäude sind immer noch erhalten und geben einen erhebenden Einblick in die religiöse Architektur des spanischen Mittelalters. Die Wallfahrt beginnt in Canfranc oder Valcarlos (Provinz Navarra) und führt in westlicher Richtung nach Pamplona, Santo Domingo de la Calzada, Logroño, Burgos, León, Astorga und Santiago de Compostela. 

Santander am Meer

Die historische Hauptstadt Santander der autonomen Gemeinschaft Kantabrien liegt in einer Bucht inmitten hügeliger Landschaft. Die gotische Kathedrale wurde 1941 durch ein Feuer zerstört, ist aber sorgfältig restauriert worden. Das Städtische Museum besitzt eine Sammlung bedeutender Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sehenswert ist das Maritime Museum des Kantabrischen Meeres. Ganz in der Nähe liegen die schönen Strände von El Sardinero und Magdalena.

Die Höhlen von Nerja

Die Stadt Nerja ist auch als »Europas Balkon« bekannt. Der Name bezieht sich auf einen hoch über dem Meer gelegenen Aussichtspunkt, der einen beeindruckenden Rundblick auf das Mittelmeer und auf die Sierra Almijara ermöglicht. Etwa fünf Kilometer von Nerja entfernt, in der Nähe des Dorfes Maro, befinden sich die Höhlen von Nerja: Gut erhaltene prähistorische Tropfsteinhöhlen, in denen Knochen, Werkzeuge, Keramiken und Malereien gefunden wurden.

Ávila atmet Geschichte

Ávila, die die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der spanischen Region Kastilien-León, ist die am höchsten gelegene Provinzhauptstadt in ganz Spanien. Die Stadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ist von eindrucksvollen romanischen Stadtmauern umgeben. Die gotische Kathedrale von Ávila ist in den südlichen Teil der Stadtmauern eingelassen. In Ávila befindet sich das bekannte Karmeliterinnenkloster der Heiligen Theresa mit theresianischem Museum. 

Barcelona verzaubert

In Barcelona bildet die Rambla den belebtesten Straßenzug zwischen dem Zentrum am Plaça de Catalunya und dem Hafen in Barcelona. Es gibt Kunstsammlungen von internationaler Bedeutung wie z. B. das Picasso-Museum, das Miro-Museum und das Museum für Katalanische Kunst. Zu den eindrucksvollsten Bauten zählt u.a. die alte Kathedrale (1298-1448), der Bischofspalast, der Palacio de la Generalidad und der Plaza del Rey. Der Bau der Sagrada Familia (Kirche der Heiligen Familie), die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, wird seit über 100 Jahren immer noch - nach Gaudís Plänen - weitergeführt. Zwei der schönsten Wohngebäuden Gaudís sind die Casa Battló und die Casa Mila. Von den Bergen Tibidabo und Montjuic sowie vom Parque Güell aus genießt man einen herrlichen Blick über die Stadt.

Wintersport im Land der Sonne

Spanien bietet zahlreiche Wintersportmöglichkeiten in 34 Skigebieten mit mehr als 900 Pistenkilometer für Alpinski. Oft kann man den Skiurlaub mit einem Badeurlaub kombinieren, dafür besonders geeignet sind zum Beispiel die Berge der Sierra Nevada in Andalusien, die etwa 100 Kilometer entfernt von der Küste von Granada liegen. Die fünf größten Skigebiete Spaniens befinden sich in den Pyrenäen, im Kantabrischen Gebirge, im Iberischen Randgebirge, im Kastilischen Scheidegebirge und in den Betischen Kordilleren. Diese Gebirge haben mannigfaltige Attraktionen und eignen sich zum Bergsteigen so gut wie zum Wintersport. 

Die Höhlen von Altamira

Die Höhlen von Altamira liegen in der Nähe der Stadt Santillana del Mar sowie in der Nähe von Santander und von Magdalena in der autonomen Gemeinschaft Kantabrien. Besucher können sich die Imitate der 13.000 Jahre alten Wandmalereien etwa 500 m entfernt von den Höhlen in einer Ausstellung ansehen. Die Originale werden in den für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglichen Höhlen konserviert. Die steinzeitlichen Höhlenmalereien gehören zum UNESCO-Welterbe.

Alicante: Die Schöne an der Küste

Die Hafenstadt Alicante ist der Mittelpunkt der Costa Blanca (weiße Küste) in der Provinz autonome Valencianische Gemeinschaft. Die Maurenburg Santa Barbara beherrscht das Stadtbild. Von Alicante lohnt sich ein Ausflug ins Landesinnere zum Bergdorf Guadalest, wegen der Burg San José, der Altstadt und dem Stadthaus der Orduñas. Das Ausflugsziel Elche bietet dem Naturinteressierten den berühmten und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Palmenhain El Palmeral mit über einer Millionen Palmen und einen Botanischen Garten. Jedes Jahr im August werden mittelalterliche Mysterienspiele in der Basilica aufgeführt.

Salamanca: Ehemalige Kulturhauptstadt Europas

Salamanca ist die südlichste Provinz von Kastilien-León. Die Universitäts- und Provinzhauptstadt Salamanca liegt an den Ufern des schnell fließenden Tormes. Sonne und Wind haben den schönen alten Gebäuden ihre reizvolle goldbraune Färbung verliehen. Das berühmteste von ihnen ist die Kathedrale, mit deren Bau um 1500 begonnen wurde. Sie wurde jedoch erst 1733 fertiggestellt. Die Universität wurde im 13. Jahrhundert gegründet und ist die älteste Spaniens. Die schönen Häuser an der Plaza Mayor sind ebenfalls bemerkenswert. 2002 war Salamanca (zusammen mit Brügge in Belgien) Kulturhauptstadt Europas.

Málaga mit viel spanischer Kultur

Málaga ist die bedeutendste Stadt in Andalusien. Die Universitätsstadt mit dem angenehmen Mittelmeerklima ist durch ihren Flughafen gut erreichbar. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen u.a. die maurische Festung Alcazaba, die Kathedrale Catedral de la Encarnación, das Geburtshaus des Malers Pablo Picasso, die Stierkampfarena La Malagueta und das Picasso-Museum. Nur ein paar Kilometer von Malaga entfernt liegen die berühmten Urlaubsorten Marbella und Torremolinos. Von Málaga aus kann man Ausflüge ins Hinterland machen, besonders empfehlenswert ist eine Fahrt zur alten Bergstadt Ronda in der Sierra de Ronda.

Wassersport an wunderschönen Stränden

Die Küsten des spanischen Festlandes erstrecken sich auf 4900 Kilometer und bieten Strände für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Interessen. Windsurfer werden u.a. an der Playa de Valdevaqueros bei Tarifa an der Atlantikküste glücklich, Familien an den Playas les Marines an der Costa Blanca in Valencia und Verliebte an der Praia de Carnota in Galicien. In Spanien kann man einen Winterurlaub mit Wassersport und Strandurlaub verbinden. Zu den bekanntesten Küsten zählen u.a. die Costa de la Luz in Andalusien, Costa Brava in Katalonien, Costa Blanca in Valencia, Costa Verde in Kantabrien und Costa Vasca im Baskenland.

Valladolid ist eine Oase

Valladolid ist Hauptstadt einer Provinz, die besonders reich an Burgen und historischen Bauwerken ist. Die üppigen Gärten der Stadt bilden einen reizvollen Kontrast zur trockenen Landschaft der Umgebung. Auch hier werden die Ferias Mayores (Jahrmärkte) und die Osterumzüge veranstaltet. 1506 starb hier Kolumbus. Sein Haus ist zu besichtigen, ebenso wie das Haus von Cervantes, das zu einem Museum umgebaut wurde. Die Stadt hat eine wunderschöne mittelalterliche Kathedrale und eine sehenswerte Universität.

Santiago de Compostela: Ziel der Wallfahrt

Der weltbekannte Wallfahrtsort Santiago de Compostela befindet sich in Galicien. Die Altstadt und die Kathedrale gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zu den Attraktionen zählen auch das Galizische Zentrum für zeitgenössische Kunst und die Kulturstadt Galizien auf dem Berg Gaias. Am 25. Juli beginnt in Santiago de Compostela die Festwoche des Schutzheiligen Spaniens. Schöne Ausflugziele sind die Stadt Lugo mit ihren römischen Stadtmauern, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden, sowie die Stadt Orense, die bei den Römern wegen ihrer Heilquellen beliebt war. 

Sitges und sein Karneval

Der lebhafte Urlaubsort Sitges liegt kaum 40 km südlich von Barcelona am Meer. Nicht nur die Einwohner freuen sich über das mediterrane Klima, die vielen Sonnentage pro Jahr und über die schönen Sandstrände, sondern auch die Touristen. Eine Auswahl interessanter Museen lädt zum Besuch ein, im Cau-Ferrat-Museum hängen zwei El-Greco-Gemälde. Sehenswert ist auch das Museum Maricel. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen auch die alte Stadtmauer, das malerische Gässchen Carrer d’en Bosc und viele historische Gebäude. Sitges ist berühmt für seinen Karneval, für den Menschen aus aller Welt anreisen.

Valencia bietet viel Kultur

Valencia ist die drittgrößte Stadt Spaniens und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der gleichnamigen Provinz. Valencias Hauptattraktion sind die Seidenbörse Lonja de la Seda, die zum UNESCO-Kulturerbe gehört, die mittelalterliche Kathedrale von Valencia, die die Heimstätte des Heiligen Grals sein soll, die Stadt der Künste und der Wissenschaften sowie die Feierlichkeiten anlässlich der Fallas - die regionalen Feiertage zu Ehren des Hl. Josefs -, die alljährlich stattfinden und jeweils am 19. März enden.

Prado: Meisterwerke Europas

Die Gemäldesammlungen des Museo Nacional del Prado gehören zu den berühmtesten der Welt. Der Prado verfügt über die weltbeste Sammlung spanischer Kunstwerke. Außerdem beherbergt der Prado Skulpturen, Goldschmiedearbeiten und Zeichnungen. Außer den Werken von spanischen und holländischen Künstlern zeigt die Dauerausstellung auch Werke u.a. von Botticelli, Caravaggio, Albrecht Dürer und Rembrandt. Zu den wichtigsten europäischen Kunstwerken des Prado zählen u. a. die „Verkündigung” von Fra Angelico, „Die Kreuzabnahme“ von Rogier van der Weyden, „Der Garten der Lüste“ von Hieronymous Bosch, „Die drei Grazien“ von Rubens und „Die Erschießung der Aufständischen“ von Goya.

Sevilla ist imposant

Die Provinzhauptstadt Sevilla ist eine der größten Städte Spaniens. Die 500 Jahre anhaltende Maurenherrschaft hat hier zahlreiche Spuren hinterlassen. Die Kathedrale ist das größte gotische Bauwerk der Welt und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie hat eine äußerst umfangreiche Sammlung gotischer Kunstwerke und Steinmetzarbeiten zu bieten. Von der Giralda, dem 93 m hohen Turm, hat man eine prachtvolle Aussicht. Bedeutend sind u.a. auch der Alcázar, ein Festungspalast der arabischen Könige, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und der Torre del Oro (1220 m), ein maurischer Festungsturm am Fluss Guadalquivir.
 

Córdoba und seine historischen Bauwerke

Córdoba liegt in Andalusien und ist dort die drittgrößte Stadt. Hier stehen viele Überreste des muselmanischen Weltreichs. Besonders eindrucksvoll sind die bemalten Säulen und Bögen der Mezquita-Kathedrale, die im 8. Jahrhundert als Moschee gebaut wurde.  Sie ist das bedeutendste religiöse Bauwerk, das die Araber auf europäischem Boden schufen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind u.a. die Römische Brücke (Puente Viejo), das Museum im ehemaligen Palast Palacio de Viana, die Altstadt Judería und das Schloss Alcázar de los Reyes Cristianos.

San Sebastián

San Sebastián liegt unweit der französischen Grenze im Baskenland und war 2016 Europäische Kulturhauptstadt. Die Stadt ist ein viel besuchter Urlaubsort mit prächtigen Alleen und einem Sandstrand mitten im Zentrum. Eindrucksvoll ist das Rathaus und die Kathedrale Buen Pastor. Jedes Jahr im Juli findet das Jazzfestival Jazzaldia statt, im August die Festwoche Semana Grande Donostiarra und im September das San Sebastián International Film Festival. Vom 7 km westlich gelegenen Monte Ulia genießt man eine wunderschöne Aussicht über die Landschaft und den Golf von Biskaya. 

Bilbao lockt mit dem Guggenheim Museum

Bilbao im Baskenland wurde im frühen 14. Jahrhundert gegründet. In der Altstadt stehen eine gotische Kathedrale und das sehenswerte Rathaus. Bilbao hat einige gute Museen, darunter das Museum der schönen Künste. Das Guggenheim Museum gilt als eines der herausragenden architektonischen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts.  

Weine genießen

Für Weinkenner ist sowohl die Weinstraße Rioja Alavesa im Baskenland ein Muss als auch die Wein- und Brandyroute des Marco de Jerez im Süden von Andalusien. Auf der Weinstraße Rioja Alavesa locken Bodegas wie Ysios von Santiago Calatrava und Baigorri von Iñaki Aspiazu Iza Genießer zu ihren Weinproben. Sehenswert ist auch das Museum des Weins in Laguardia. Geführte Bodegabesuche auf der Wein- und Brandyroute des Marco de Jerez gibt es in zahlreichen Bodegas in Jerez de la Frontera. Berühmt sind auch die Weine Navarras sowie die Produkte von der Rebe aus dem Penedés zwischen Barcelona und Tarragona, edle Tropfen von Somontano in Huesca oder von Rías Baixas in Pontevedra, die Weine aus Ciudad Real in La Mancha und aus Montilla-Moriles in Córdoba sowie die Weine aus Jumilla in Murcia. 

Einkaufen

Überblick

Wunderbar stöbern kann man auf dem Rastro-Markt in Madrid, besonders am Sonntag. In Katalonien gibt es Webereien, deren Textilien auf der ganzen Welt bekannt sind. Spanische Leder- und Wildlederwaren sind von hoher Qualität. Hervorragende handgefertigte Möbel zählen zu den schönsten Erzeugnissen.

Öffnungszeiten

Mo-Sa 09.00/10.00-20.00/21.00 Uhr. Kaufhäuser öffnen Mo-Sa 10.00-22.00 Uhr. Die Siesta zwischen 14.00 und 16.00 Uhr muss nicht mehr eingehalten werden.

In den großen Ferienorten wie Barcelona, Valencia, Malaga und Alicante dürfen Geschäfte an allen Sonntagen und Feiertagen geöffnet haben. Im übrigen Land dürfen Geschäfte an 16 Sonntagen im Jahr öffnen.

Nachtleben

Einleitung

In den Großstädten gibt es Nachtklubs, Cafés und Restaurants. Jede Stadt und jeder Urlaubsort hat sein eigenes Unterhaltungsangebot. Das Spektrum reicht von Flamenco und ähnlichen Volkstänzen bis zu Diskotheken. Das Unterhaltungsprogramm beginnt generell sehr spät und hört erst am frühen Morgen auf.

Veranstaltungen

Nationale Veranstaltungen

Prozession der Heiligen Drei Könige

2018-01-06 00:00:00

2018-01-06 00:00:00

Freitag, 6. Januar.

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http://www.eivissa.org

Am 6. Januar reiten die Heiligen Drei Könige (Los Reyes Magos) hoch zu Ross durch die Straßen der Hauptstadt und anderer Orte und beschenken die Kinder.
 

Ibiza

Ibiza Town

Spain

Kulinarisches

Übersicht

Als Einführung in die spanische Küche sollte man am besten Tapas (Zwischenmahlzeit) ausprobieren. Das Angebot reicht von Käse und Oliven bis hin zu Tintenfisch und Fleischspezialitäten. Regionale Spezialitäten findet man eher im Landesinneren als an der Küste. Im Baskenland sollte man Kabeljau Vizcaina oder Kabeljau Pil-pil probieren, außerdem Angulas (junge Aale aus Aguinaga), Barsch und Tintenfisch. Asturien bietet die Bohnensuppe Fabada, zahlreiche Käsesorten und den besten Cidre Spaniens. In Galizien sollte man Schalentiere versuchen, besonders als Eintöpfe. Empfehlenswert ist auch Seehecht à la Gallega.
Die Paella der östlichen Regionen verdient sicherlich ihren guten Ruf. Es gibt zahlreiche Versionen mit Geflügel, Meeresfrüchten, Kaninchen und anderen Fleischsorten. Zu den ausgezeichneten Spezialitäten Kataloniens zählen Hummer Katalonisch, Würstchen mit Bohnen und Rebhuhn mit Kohl.
In Kastilien spezialisiert man sich auf Bratengerichte aus Lamm-, Rind- und Kalbfleisch und Spanferkeln. In der andalusischen Küche sind Gazpacho, eine vorzügliche kalt servierte Gemüsesuppe, zahlreiche Fischgerichte wie z. B. frische Anchovis und Jabugo-Schinken aus Huelva empfehlenswert. Restaurants unterliegen Bestimmungen der Regierung und sind in Kategorien eingeteilt. Zahlreiche Restaurants bieten Tagesmenüs an (Menú del día).

Getränke: Sherry ist eines der wichtigsten Exportgüter. Das englische Wort ist eine anglisierte Bezeichnung für die Stadt Jerez, in der der Weinhandel mit England begann. Die vier bekanntesten Arten sind: fino (hell und sehr trocken), amontillado (trocken, vollmundig und von dunklerer Farbe), oloroso (halbtrocken, vollmundig, aromareich und goldfarben) und dulce (süß). Auch Sanlúcar de Barrameda und Puerto de Santa María sind für ihren Sherry bekannt. Die bekanntesten Tafelweine sind Rioja und Valdepeñas, die nach den Regionen ihrer Herkunft benannt werden. Rioja wird hauptsächlich in der Region um Logroño im Nordosten angebaut und ähnelt den französischen Bordeauxweinen. Valdepeñas ist ein angenehm herzhafter, etwas rauerer Landwein. Am besten genießt man ihn in der Region, in der er angebaut wird, auf halber Strecke zwischen Madrid und Cordóba. Die katalonischen Weine Ampurdán und Perelada sind eher schwer und entweder süß oder recht herb. Eine Ausnahme bildet der ausgezeichnete und vollmundige Penedés, der dem Burgunder ähnelt. Wein aus Alicante ist trocken und wird gern als leichter Apéritif serviert. Hervorragende Weine kommen auch aus der Region um Murcia und aus Kastilien, wie z.B. der rote Ribera del Duero. Offener Hauswein (vino de la casa) ist meist eine sehr gute, etwas billigere Alternative. Die einheimischen Sektsorten werden Champan oder Cava genannt, die beliebtesten Marken im reichhaltigen Angebot sind Codorniú und Freixenet, trocken oder halbtrocken.
Spanien hat ein großes Angebot an ausgezeichneten Mineralwassern. Sehr beliebt sind Lanjarón (mit oder ohne Kohlensäure) aus der gleichnamigen Stadt, Vichy Catalan, Malavella und Font Vella.

Unterkunft

Hotels

Breit gefächertes Angebot von Hotelunterkünften aller Klassen, einschl. Apartments, Motels und Residencias. Residencias haben keinen Speisesaal, bieten aber Frühstück und eine Cafeteria. Genauere Informationen vom Spanischen Fremdenverkehrsbüro (s. Adressen).

Camping

In Spanien gibt es Campingplätze jeden Niveaus und in allen Preislagen. Ein Campingausweis wird empfohlen. Außerhalb der Campingplätze muss eine Genehmigung der Polizei und des Grundstückseigentümers eingeholt werden; es dürfen nicht mehr als drei Zelte/Wohnwagen aufgestellt werden und nicht mehr als 10 Camper pro Platz übernachten. Privates Zelten ist nur an abgelegenen, einsamen Stellen erlaubt. Nähere Informationen erteilt der Campingverband ANCE, San Bernardo 9799, E-28015 Madrid. Tel: (91) 448 12 34.

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Information vom Spanischen Fremdenverkehrsamt oder dem Spanischen Jugendherbergsverband (REAJ), dem derzeit rund 190 Jugendherbergen in ganz Spanien angehören. Bei Reservierungen wird eine Buchungsgebühr erhoben. Anschrift Barcelona: C Rocafort 116-122, E-08015 Barcelona. Tel: (934) 83 83 66.; Anschrift Madrid: C Fernando el Católico 88, E-28606 Madrid. Tel: (91) 543 74 12. (Internet: http://www.reaj.com/)

Kultur

Religion

Römisch-katholisch (94%); muslimische, protestantische und jüdische Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die gängigen Höflichkeitsformeln sollten beachtet werden, so freut sich z. B. bei Einladungen der Gastgeber über ein kleines Geschenk. Blumen überreicht man nur zu besonderen Anlässen.

Kleidung: Alltagskleidung wird im Allgemeinen akzeptiert. In einigen Hotels und Restaurants wird von Männern Jackett und Krawatte erwartet. Abendkleidung ist nur bei besonders förmlichen Veranstaltungen vorgeschrieben. Badebekleidung gehört ohne Ausnahme an den Strand.

Rauchen: Ein Rauchverbot gilt in allen öffentlichen Einrichtungen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Telefonzellen und Räumen, in denen sich Geldautomaten befinden sowie auf Kinderspielplätzen und Schulhöfen. Das Rauchverbot gilt zudem in allen gastronomischen Einrichtungen und Lokalen. Raucherzonen in Gasträumen sind nicht mehr gestattet. Nur noch Hotels dürfen Raucherzimmer anbieten. 

Trinkgeld: Bedienungsgeld ist i. Allg. in den Hotel- und Restaurantrechnungen enthalten, trotzdem ist es üblich, Zimmerpersonal und Kellnern ein kleines Trinkgeld zu hinterlassen. Gepäckträger erhalten eine geringe Summe pro Gepäckstück. Entscheidet man sich für ein Trinkgeld, gibt man in der Gastronomie zwischen 5-10 %. Wenn der Kellner das Wechselgeld zurückbringt, lässt der Gast das Trinkgeld liegen. Als äußerst unhöflich gilt es jedoch, Kleinstbeträge wie Zwei- oder Fünf-Cent-Stücke liegen zu lassen. Im Taxi wird der Fahrpreis aufgerundet.

Klima

Beste Reisezeit

Hochlandklima 680 ü.M. Mittelmeer- und Atlantikklima an den Küsten. Das Klima schwankt zwischen gemäßigt im Norden bis heiß und trocken im Süden. Im Hochsommer kann es vor allem im Landesinneren sehr heiß werden, im Winter hingegen speziell im Norden und auf dem Zentralplateau recht kalt. 

Den Norden von Spanien bereist man am besten im Sommer. Für Madrid, Barcelona, die Balearischen Inseln und für die spanische Riviera empfehlen sich der Frühling und der Herbst als die beste Reisezeit. Die Kanarischen Inseln sind ganzjährig ein beliebtes Reiseziel. 

Grafiken

Climate

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© Columbus Travel Media Ltd

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Bilder

Benidorm

Benidorm beach, Spain
© iStockphoto / Thinkstock

Santiago

Santiago de Compostela, Spain
© iStockphoto / Thinkstock

Belmonte

Belmonte Castle near La Mancha, Spain
© 123rf.com / Matt Trommer

Plaza

Plaza de Espana Square in Seville, Spain
© Medioimages / Photodisc / Thinkstock

Madrid

Madrid is a popular city break hotspot
© Creative Commons / Zagarbal

A

A popular beach in Ibiza, Spain
© Creative Commons / Philip Larson

Gaudi

Gaudi art in Barcelona, Spain
© Creative Commons / Jaume Meneses