Länderinformationen

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Frankreich

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Französische Republik.

Hauptstadt

Paris. 

Geographie

Frankreich ist das flächenmäßig größte Land der EU. Es grenzt im Norden an den Ärmelkanal (La Manche), im Nordosten an Belgien und Luxemburg, im Osten an Deutschland, die Schweiz, Italien und Monaco. Im Süden wird Frankreich vom Mittelmeer begrenzt, im Südwesten von Spanien und Andorra und im Westen vom Atlantischen Ozean. Die Insel Korsika liegt im Mittelmeer nördlich der italienischen Insel Sardinien.

Die landschaftliche Vielfalt reicht von den Bergmassiven der Alpen und Pyrenäen, den Flusstälern der Loire, Rhône und Dordogne bis zur Côte d'Azur und den flacheren Regionen der Normandie und der Atlantikküste. Die Küste ist 3100 km lang, am Atlantik in Nordfrankreich gibt es vor allem Sanddünen und Kalkfelsen, im Westen findet man eine buchtenreiche Steilküste und im Süden sind Strandseen und Dünenlandschaften verbreitet.

Regierung

Republik seit 1875. Verfassung von 1958, letzte Änderung 2008. Zweikammerparlament: Nationalversammlung (577 Mitglieder) und Senat (348 Mitglieder). Der Präsident wird direkt für fünf Jahre gewählt. Frankreich ist EU-Mitglied.

Staatsoberhaupt

Emmanuel Macron, seit Mai 2017.

Regierungschef

Édouard Philippe, seit Mai 2017.

Elektrizität

230 V, 50 Hz.

Übersicht

Frankreich – das beliebteste Reiseziel der Welt – kann mit Fug und Recht behaupten, einem Besucher alles bieten zu können: glamouröse Strände, Bilderbuchschlösser, wunderbare Landschaften und faszinierende Städte.

Das Land vereint dramatische Gegensätze – die breiten Boulevards von Paris, die zeitlose Naturschönheit des Loire-Tals, die breiten Hänge der Alpen, die Lavendelfelder der Provence, die Gourmetrestaurants von Lyon, der rustikale Charme von Korsika – und ist als Gesamtpaket für Touristen kaum zu schlagen.

Paris gehört mit Recht zu den großartigsten Städten der ganzen Welt. Haute Couture, Haute Cuisine und zahlreiche geschichtsträchtige Orte und Gebäude, das alles ist Paris, aber es ist nur eine der vielen Weltklasse-Destinationen, die Frankreich zu bieten hat.

"Wie kann man ein Land beschreiben, das 365 Käsesorten hat?” sinnierte einst der französische Präsident Charles De Gaulle. Gute Frage.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Nationale Fluggesellschaft: Air France (AF) (www.airfrance.de). Direktflüge mit Air France (AF) nach Paris von folgenden Flughäfen: Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg, Stuttgart, Wien und Zürich sowie nach Lyon ab Düsseldorf, Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Wien.

Mit Austrian Airlines (OS) ab Wien in verschiedene französische Städte. 

Weitere Fluggesellschaften, die Frankreich anfliegen: British Airways (BA), KLM (KL), Swiss (LX), Lufthansa (LH) und Eurowings (EW).

Mit Tuifly (X3) von zahlreichen deutschen Großstädten aus sowie ab Wien und Zürich.

Flugzeiten

Frankfurt - Paris: 1 Std. 30 Min.; Wien - Paris: 2 Std. 05 Min.; Zürich - Paris: 1 Std. 20 Min.

Anreise mit dem Pkw


Pkw: Ausgezeichnetes Straßenverkehrsnetz, Verbindungen in alle Nachbarstaaten. 

 

Mit der A 34 zwischen Sedan und Reims bietet sich Frankreich-Urlaubern, die aus Nord- und Westdeutschland anreisen, eine bequemere Reiseroute Richtung Paris an. Wer bisher über Aachen, Lüttich und Mons Richtung Westfrankreich fuhr, kann jetzt die kostenlose A 34 durch die französischen Ardennen nutzen, die in Reims an die A 4 nach Paris anknüpft. Frankreich-Urlauber aus Südwestdeutschland können durchgehend Autobahnen bis nach Le Havre nutzen, ohne über den Großraum Paris fahren zu müssen: Ab Saarbrücken über die A 4 bis Reims, dort auf die A 26 bis St-Quentin und dann weiter auf der A 29 bis nach Le Havre.

 

 

Die Ost-West-Autobahn A19 von Sens nach Orleans bietet eine durchgängige Querverbindung für Reisende aus dem Rhein-Main-Gebiet und dem Saarland ins Loire-Tal und die Bretagne.

 

Autofahrer haben freie Fahrt durch den Mont-Blanc-Tunnel nach Italien und durch den Pyrenäen-Tunnel nach Spanien. Die Route führt von Montrejeau an der französischen A 64 (Pau - Toulouse) durch die Zentralpyrenäen und das Vall d'Aran zum Tunnel de Vielha und von dort weiter über die spanische N 230 nach Lleida (Lerida).

 

Fernbus: Flixbus, Ouibus und Eurolines fahren von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Frankreich.

 

Anreise mit der Bahn

Die Bahnverbindungen zwischen Frankreich und den europäischen Nachbarstaaten sind ausgezeichnet.

Tägliche Verbindungen mit dem ICE gibt es von Frankfurt über Mannheim, Kaiserslautern und Saarbrücken nach Paris (Fahrzeit: 4 Std.).

Der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV (Internet: http://www.tgv.com) bedient die folgenden Strecken:
 

Genf - Paris

Basel - Marseille (Fahrtdauer: Ca. 4 Std. 30 Min.), Mulhouse - Marseille

Bern - Basel - Paris

Lausanne - Vallorbe - Paris 

Zürich - Basel - Mülhausen - Straßburg - Paris (Fahrzeit von Basel: 2 Std. 50 Min.; von Zürich: 4 Std. 03 Min.)

Stuttgart - Karlsruhe - Straßburg - Paris (Fahrzeit: 3 Std. 10 Min.) 

München - Augsburg - Ulm - Stuttgart - Karlsruhe (2 Std. 30 Min. bis Paris) - Straßburg - Paris (Fahrzeit: 5 Std. 45 Min.)

Frankfurt - Marseille (Fahrzeit: 7 Std. 44 Min.)

Frankfurt - Lyon (Fahrzeit: 5 Std. 56 Min.)

Freiburg - Paris (Fahrzeit: 3 Std. 30 Min.)

Baden-Baden - Lyon (Fahrzeit: 4 Std. 18 Min.)

Frankfurt - Straßburg - Paris (Fahrzeit: 3 Std 40 Min.)

Paris - Perpignan - Girona - Barcelona - Saragossa - Madrid (Fahrzeit: 10 Stunden)

nach Marseille, Nîmes, Montpellier, Bordeaux und ins Disneyland Paris mit Umstieg in Straßburg.

Das gut ausgebaute EuroCity-Netz wird ständig erweitert. Es gibt Direktverbindungen mit verschiedenen Fernverkehrszügen von Paris nach Köln, Frankfurt/M., Karlsruhe, Stuttgart, München, Wien und Zürich und von Straßburg über München-Ost und Salzburg nach Wien.

Der Luxuszug Venice Simplon-Orient-Express (Internet: www.orient-express.com) verbindet Wien mit London und Paris.

Der Thalys (Internet: www.thalys.com) fährt u.a. von Paris, London über Brüssel nach Aachen und Köln (Fahrzeit Paris-Köln: 3 Std. 14 Min) und mehrmals täglich von Essen nach Paris via Düsseldorf, Duisburg und Köln.

In Deutschland können Sie die Thalys-Tickets sowohl online als auch telefonisch, im Reisebüro oder im Thalys Store & More erwerben (www.thalys.com/de/de/service/vor-der-fahrt/fahrschein). Thalys Store & More gibt es 3 Mal in Deutschland:

- Thalys Store & More Köln, Bahnhofsvorplatz 1, 50667 Köln, (gegenüber dem Haupteingang des Hauptbahnhofs), Tel. 0180 500 90 73 (de.oui.sncf/de/). Buchbar sind dort in erster Linie Tickets für den ab Köln fahrenden Thalys sowie sämtliche Fahrkarten der SNCF und des Eurostar Zugs nach London. 
 
- Thalys Store & More Düsseldorf, Heinz-Schmöle-Straße 12 (Eingang Bertha-von Suttner-Platz gegenüber vom Hauptbahnhof), 40227 Düsseldorf.
 
- Thalys Store & More Aachen im Hauptbahnhof Aachen.


OUI.sncf hat vor dem Kölner Hauptbahnhof, Bahnhofsvorplatz 1, einen eigenen Shop (Tel. 0221 91393121 - de.oui.sncf/de/). Buchbar sind dort in erster Linie Tickets für den ab Köln fahrenden Thalys sowie sämtliche Fahrkarten der SNCF und des Eurostar Zugs nach London.

Es bestehen durchgehende Verbindungen zwischen Paris (Gare du Nord) und London-St. Pancras. (Fahrzeit 2 Std. 15 Min.) mit dem Eurostar (www.eurostar.com) sowie zwischen London und Lille (Fahrzeit 1 Std. 20 Min.) und London und Brüssel-Midi (Fahrzeit 2 Std.).

OUI.sncf und Renfe bieten eine Schnellzugverbindung zwischen Paris und Barcelona (Fahrzeit: 6 Std 25. Min.).

Der Eurotunnel Shuttle fährt zwischen Calais und Folkestone durch den Kanaltunnel und transportiert Lastkraftwagen, Autos und Busse. Es verkehren Autoreisezüge und Passagier-Shuttles. Die Fahrzeit von Terminal zu Terminal beträgt 35 Minuten, von Autobahn zu Autobahn ca. 1 Stunde (www.eurotunnel.com).

Fahrpreisermäßigungen:
InterRail-Tickets sind gültig, Einzelheiten s. Deutschland. Weitere Informationen von den Informationsbüros der DB-, SBB- und ÖBB-Agenturen sowie den französischen Staatsbahnen (SNCF) unter Tel. 0180 599 66 33 (24 Stunden-Service).

 

Bahnpässe

InterRail: Kinder (4-11 Jahre), Jugendliche (12-27 Jahre), Erwachsene (ab 26 Jahren), Senioren (ab 60 Jahren), die seit wenigstens 6 Monaten einen festen Wohnsitz in Europa, der GUS oder der Türkei haben, können InterRail nutzen.
Der InterRail Ein-Land-Pass ist erhältlich für Reisen in knapp 30 europäischen Ländern einschließlich Mazedonien und der Türkei und ist gültig an wahlweise 3, 4, 6, 8 Tagen innerhalb 1 Monats in einem Land. Kinder von 0-11 Jahren reisen kostenfrei.
Der InterRail Global-Pass ermöglicht Reisen durch mehrere Länder und wird mit unterschiedlichen Gültigkeitsdauern angeboten. Es können entweder 5 Tage aus 10 Tagen Gesamtgültigkeit oder 10 aus 22 gewählt werden. Möglich ist auch eine kontinuierliche Zeitdauer von 22 Tagen oder von 1 Monat.

 

Anreise mit dem Schiff

Im April kreuzt die AIDAdiva von Aida Cruises ab Gran Canaria im Atlantik und fährt dabei auch Le Havre an.
Es gibt zahlreiche Fährverbindungen von Großbritannien und den britischen Kanalinseln nach Frankreich, u. a. mit

Brittany Ferries (Internet: www.brittany-ferries.com): Portsmouth – Caen, Portsmouth - Cherbourg, Portsmouth – Le Havre, Poole – Cherbourg, Plymouth – Roscoff;

Condor Ferries (Internet: www.condorferries.co.uk) (Jersey/Guernsey - St. Malo; Portsmouth - Cherbourg);

DFDS Seaways
(www.dfdsseaways.de) (Newhaven - Dieppe; Dover - Calais; Dover - Dunkirk; Portsmouth - Le Havre);

P&0 Ferries (www.poferries.com) (Dover - Calais);

LD Lines
(www.ldline.co.uk/) (Dover - Calais; Dover - Dunkirk; Newhaven - Dieppe; Portsmouth - Le Havre) und

Comanav
bietet als Mitglied der CMA CGM Group von Casablanca in Marokko aus Fährdienste nach Le Havre und Marseilles an. Von Algerien aus bieten Algerie Ferries (Algier/ Oran/ Bejaia/ Skikda/ Annaba - Marseille) und Cnan Maghreb Lines (Oran/ Algier - Marseille) Passagier- und Autofährverbindungen an. Überfahrten von Italien in korsische Häfen organisieren Corsika Sardinia Ferries (Savona - Bastia), Moby Lines (Genua - Bastia) und CMN La Méridionale (Porto Torres (Sardinien) - Propriano). Fährdienste zwischen Tunis und Marseille bieten CTN und Maritima Ferries.

Weitere Informationen zu Fährverbindungen gibt Ferry Online (www.ferryonline.co.uk). 

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft Air France (AF) (www.airfrance.de) bietet Verbindungen in alle Teile des Landes. Auf Inlandsflügen gibt es Spezialtarife für junge Leute, Paare und Familien sowie regelmäßig diverse Sonderangebote. Weitere Informationen von Air France und der Französischen Zentrale für Tourismus (Fremdenverkehrsämter, s. Adressen).

Die französische Fluggesellschaft Aigle Azur fliegt in Frankreich die Flughäfen Lille, Lyon, Marseille, Basel-Mülhausen, Paris und Toulouse an sowie in Algerien die Städte Algier, Annaba, Constantine, Djanet, Oran oder Tamanrasset und die Länder Burkina Faso, Mali, Marokko, Portugal (Faro, Lissabon, Porto und Funchal) und Tunesien.

Air Austral ist die französische Nationalfluggesellschaft der Insel Réunion. Sie fliegt nach Frankreich (Paris Charles de Gaulle), Thailand (Bangkok), Mauritius, Australien (Sydney via Mauritius im Codeshare mit Air Mauritius), Südafrika (Johannesburg), Madagaskar, Mayotte, Komoren.

Anmerkung zu Flugreisen

Flüge zwischen französischen Flughäfen und dem französischen Sektor des Flughafens Genf/Genève (GVA) gelten als Inlandsflüge (s. Schweiz, Reiseverkehr - International)

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Frankreichs Straßennetz besteht aus gut ausgebauten Autobahnen, Nationalstraßen und Landstraßen.

Autobahnen (A) sind blau beschildert und gebührenpflichtig (Autoroutes à pèage) mit Ausnahme von Teilen der Stadtautobahnen und -umfahrungen in Paris, Lyon, Bordeaux, Marseille und Toulouse sowie einiger Teil- und Zubringerstrecken. Die Gebühren sind je nach Autobahn unterschiedlich. Wenn man mit Wohnwagen unterwegs ist, kann es sein, dass der Gesamtzug in eine höhere Mautkategorie fällt. Für Fahrzeuge über 3,5 t oder einer Höhe von über 3m gibt es die Mautbox TIS-PL, alle anderen Fahrzeuge können zur Mautzahlung Liber-t nutzen. Mit einem Chip liber-t können auch ausländische Touristen die Autobahnmaut bargeldlos bezahlen. Weitere Informationen dazu unter www.bipandgo.com/de.

Nationalstraßen (N) sind grün und Landstraßen (D) weiß beschildert; beide sind gebührenfrei.

Der Hauptreiseverkehr findet Ende Juli/Anfang August sowie Ende August/Anfang September statt. Es empfiehlt sich, diese Hauptstoßzeiten zu meiden.

An den Tankstellen gibt es rund um die Uhr ein breites Angebot an Serviceleistungen, von denen viele kostenlos sind (Toiletten, Baby-Wickeltische, Spielplätze, Picknick-Plätze, Luft für den Reifendruck, Wasser für die Scheibenwischanlage).
Bleifreies Benzin ist an den Tankstellen durch ein Schild mit der Aufschrift sans plomb gekennzeichnet.
Die Bison Futé-Karte enthält allerlei praktische Hinweise und ist bei den Maisons de la France (s. Adressen) erhältlich.

Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist eingerichtet. Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die Notrufstation in Frankreich ist rund um die Uhr besetzt - Tel. +49 89 22 22 22 (www.adac.de).

Umweltplakette: In Frankreich sind bisher vier Umweltzonen (ZCR, Zones à Circulation Restreinte) eingerichtet: zwei dauerhafte in Paris und Straßburg sowie zwei nur bei Luftverschmutzungsalarm gültige im Großraum Grenoble und in Lyon. Für die Einfahrt in die Umweltzonen sind kostenpflichtige Umweltplaketten Crit´Air (certificat qualité de l'air) erforderlich.

In Paris haben in der Umweltzone, die innerhalb des Stadtautobahnrings (Boulevard périphérique) eingerichtet ist, Autos mit einer Erstzulassung vor dem 1. Januar 1997 und Krafträder mit einer Erstzulassung vor dem 1. Juni 1999 an Werktagen von Mo - Fr zwischen 08:00 und 20:00 Uhr Fahrverbot. 

Die Einführung einer Umweltzone in Lille ist in Vorbereitung. Auch in Bordeaux sowie in weiteren französischen Städten sind Umweltzonen geplant.

Außerhalb der Umweltzonen sind in Frankreich keine Umweltplaketten vorgeschrieben. 

Wohnwagen: Diese können für einen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten eingeführt werden. Für Pkws mit Wohnwagenanhängern gelten besondere Regelungen, z.B. dürfen sie nicht auf dem Boulevard Périphérique (große Umgehungsstraße um Paris) fahren.
Das Parken von Reisemobilen während der Nacht ist in einigen Gemeinden gesetzlich geregelt. In diesen Fällen stellen die Gemeinden den Fahrern entsprechende Abstellplätze zur Verfügung.
Wohnmobile sind in den Städten Cannes und Menton unerwünscht.
Weitere Informationen für Reisemobile unter http://www.eurocampingcar.com/ oder http://www.camping-car.org/.


 

Autovermietung

Eine Liste der Verleihfirmen ist im örtlichen Fremdenverkehrsamt erhältlich (Syndicat d'Initiative oder Office de Tourisme). Die größeren Fluggesellschaften bieten einen Fly & Drive Service an. Mietautos können auch auf großen Bahnhöfen und in den Städten gemietet werden. 
 
Die Französischen Eisenbahnen haben einen verbilligten Bahn-/Leihwagendienst (Train et Auto) in ihrem Angebot. Für Inhaber des France Vacances-Passes, die 1. Klasse fahren, stehen kostenlose Leihwagen zur Verfügung. Weiterhin unterhalten internationale Autovermietungen in allen Ländern Reservierungsbüros, in denen Touristen schon von ihrem Heimatland aus Reservierungen zu Sondertarifen tätigen können.
 
Das Mindestalter, um ein Auto zu mieten, ist für einige Fahrzeuggruppen 23 Jahre. Manche Autovermieter verlangen einen Aufschlag bei unter 25-Jährigen. In der Regel muss der Fahrer seit mindestens 1 Jahr vor Anmietung im Besitz eines gültigen Führerscheins sein.

 

Reisebus

Die Busverbindungen im örtlichen Nahverkehr außerhalb der Städte sind relativ gut. Informationen und Fahrpläne sind nur vor Ort erhältlich.

Fernreisebusse, die innerhalb von Frankreich fahren, sind u.a. Flixbus, Ouibus und Eurolines.

 

Vorschriften

- Anschnallpflicht. 
- Promillegrenze: 0,5.
 - Das Tragen von fluoreszierenden Warnwesten ist für Autofahrer Pflicht, wenn sie ihr Fahrzeug außerhalb von geschlossenen Ortschaften verlassen und sich auf der Fahrbahn aufhalten, z.B. bei Panne oder Unfall. Das Tragen der fluoreszierenden Sicherheitsweste ist auch für Farradfahrer außerhalb von Ortschaften Pflicht.
- Kinder unter 10 Jahren dürfen nicht auf dem Vordersitz Platz nehmen und müssen in einem passenden Kindersitz befördert werden. 
- Für etwaige Pannen müssen rote Warndreiecke mitgeführt werden. 
- Vorfahrtsregelungen: Generell rechts vor links. Im Kreisverkehr gilt diese Priorité-Regelung oft nicht. Das Schild mit der Aufschrift »Vous n'avez pas la priorité« signalisiert allen Fahrern, dass die Fahrzeuge im Kreisverkehr Vorfahrt haben. Die so genannte Passage protégé gewährt Fahrzeugen auf allen größeren Straßen außerhalb von Ortschaften Vorfahrt. Sie sind in der Regel mit einem »X« auf dreieckigem Untergrund beschildert. Darunter steht Passage protégé. 
- Tagsüber sollte außerorts auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Abblendlicht muss zurzeit bei Regen- und Schneefällen sowie in Tunnels eingeschaltet werden.
- Parken und Halten ist unter Brücken, in Tunnels und Unterführungen sowie an gelben Parkrändern verboten.
Schneeketten können überall gekauft oder gemietet werden. Geschwindigkeitsdelikte und andere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung werden umgehend mit Bußgeldern geahndet. Alkoholtests sind üblich.
Alles, was man über das Autofahren in Frankreich wissen sollte, ist in der Broschüre »Bienvenue en France par l'Autoroute« nachzulesen, die vom Maison de la France erhältlich ist.
- Alle Autofahrer und Führer von zwei- und dreirädrigen Motorrädern sind angehalten, einen unbenutzen Alkohol-Schnelltester mitzuführen.

 

Dokumentation

Nationaler Führerschein. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern. 

 

Anmerkung zur Reise auf der Straße

Höchstgeschwindigkeiten: 
- in geschlossenen Ortschaften: 50 km/h, 
- Landstraßen: 80 km/h, 
- auf Straßen mit zwei Fahrspuren in jeder Richtung: 110 km/h,
- auf Autobahnen: 130 km/h.
Wer seinen Führerschein noch keine zwei Jahre besitzt, darf auf Schnellstraßen höchstens 100 km/h fahren.

 

Unterwegs in der Stadt

Die städtischen Nahverkehrssysteme sind ausgezeichnet. Die Busverbindungen in allen größeren Städten sind gut. Busse fahren im Allgemeinen von 05.30 Uhr-20.30 Uhr. Straßenbahnen, Oberleitungsbusse und U-Bahnen wie in Marseille und Paris ergänzen das Verkehrsnetz. Lyon hat auch eine Zahnradbahn. Der erste fahrerlose, automatische Zug der Welt verkehrt in Lille, das auch Straßenbahnlinien hat. St. Etienne und Nantes haben ein Straßenbahnnetz, und in Grenoble, Limoges und Nancy verkehren Oberleitungsbusse. Einzelfahrkarten, Wochen- und Monatskarten gibt es im Voraus zu kaufen. Gutes Informationsmaterial und Pläne des jeweiligen Streckennetzes stehen zur Verfügung.

In vielen Teilen der Innenstadt ist Parken verboten. Ansonsten ist die Parkzeit begrenzt (Zone bleue) und im Allgemeinen kostenpflichtig (die dafür vorgesehenen Parkplätze sind auf dem Boden markiert (weiß-gestrichelte Linien). Gebührenpflichtige Parkhäuser (www.parkingsdeparis.com) gibt es in ganz Paris und am Stadtrand. Diese verfügen über eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Während der Hauptverkehrszeiten (07.30-09.00 Uhr und 17.30-19.30 Uhr) ist der Verkehr häufig sehr dicht.

Paris
hat eines der besten Verkehrsnetze der Welt. Die Pariser Verkehrsbetriebe, die RATP (www.ratp.fr), kümmern sich um den öffentlichen Nahverkehr im Großraum Paris. Sie sind für das gesamte Buslinien-, U- und S-Bahnnetz der Stadt verantwortlich.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Die französische Staatsbahn SNCF ist in fünf Nahverkehrsverbunde aufgeteilt. Ihr Schienennetz umfasst 34.200 km. 

Der TGV (Train à Grande Vitesse) (www.tgv.com) verkehrt mit bis zu 300 km/h zwischen Paris und der Bretagne, Straßburg sowie Südfrankreich. Für Paris-Lille braucht der TGV 1 Std., von Paris nach Marseille 3 Std., nach Bordeaux 2 Std. (InOui) und nach Toulouse 4 Std. 8 Min.

TGV Ouigo, ein Billig-Hochgeschwindigkeitszug, verbindet Paris u. a. mit Bordeaux, Montpellier, Lyon, Marseille, Lille, Rennes und Straßburg.

TGV Atlantique, verbindet Paris mit Rennes und Nantes in der Bretagne, mit Bayonne und Toulouse im Südwesten Frankreichs und mit Bordeaux und La Rochelle in der Region Bordeaux.

TGV L'Océane (InOui) verbindet Paris mit Bordeaux in 2 Std. 4 Min.

TGV Bretagne-Pays-de-la-Loire verbindet Paris mit Rennes in 1 Std. 25 Min.

Reservierungen sind grundsätzlich erforderlich. Fahrkarten müssen stets vor Fahrtantritt an den orangefarbenen Automaten am Anfang des Bahnsteigs entwertet werden. Wurde dies vergessen, sollte sich der Reisende an einen Kontrolleur wenden, um sich eine mögliche Geldbuße zu ersparen.

iDTGV-Züge (http://www.idtgv.com) sind die Low-Cost-Version der TGV-Züge. Ihr Netz wird ständig erweitert.

Der iDnight (http://www.idtgv.com) ist die Nachtvariante des iDTGV. Er ist für Reisende zwischen 18 bis 30 Jahren gedacht. Im iDnight gibt es keine Liegeplätze, dafür aber ein Getränkeabteil und einen Diskjockey. Das Streckennetz der iDnight-Züge umfasst über 50 Städte West- und Südfrankreichs sowie Paris.

Fahrkartenkauf: In Frankreich gekaufte Fahrkarten sind vor Beginn der Fahrt an den orangefarbenen Automaten am Zugang des Bahnsteigs zu entwerten (composter).
Es gibt zahlreiche Sonderfahrkarten für Familien, Kinder und Jugendliche. Generell richten sich die Fahrpreise nach Reisetag und Tageszeit, je nach dem ob diese in der Hauptverkehrszeit liegen oder nicht. Nähere Informationen sind den Fahrplänen zu entnehmen, die bei der SNCF erhältlich sind.

Fahrpreissystem: Die Fahrpreise der französischen Staatsbahn sind nach Farben aufgeschlüsselt:

Blau (außerhalb der Stoßzeiten): In der Regel Mo 10.00 Uhr - Fr 12.00 Uhr bzw. Sa 24.00 Uhr - So 15.00 Uhr.
Weiß (Standard): In der Regel Fr 12.00 Uhr - Sa 24.00 Uhr und So 15.00 Uhr - Mo 10.00 Uhr sowie an einigen Feiertagen.
Rot (Hauptreisezeiten): Betrifft etwa 20 Tage im Jahr, an denen alle Ermäßigungen entfallen.

Für ausländische Reisende gibt es die unterschiedlichsten Reiseangebote zu günstigen Preisen (Europass, Eurodomino, Interrail etc.), die man sich vor der Abreise in seinem Heimatland besorgen muss.

Weitere Angebote: Busreisen und Ausflüge in ganz Frankreich, Auto- und Fahrradvermietung.

Skiurlaub: Die SNCF organisiert in Verbindung mit der AFMASS (dem französischen Einzelhandelsverband für Sportartikel) Pauschal-Skiurlaubsreisen. Die Buchung ist nur in Frankreich möglich.

Informationen: Nähere Auskünfte über alle Angebote erteilt die SNCF. Allgemeine Informationen, Auskünfte über Fahrpreise und Zugverbindungen sowie Fahrpläne sind von den DB-, ÖBB- und SBB-Agenturen erhältlich, die auch gern Reservierungen entgegennehmen.

 

Unterwegs mit dem Schiff

Frankreichs schiffbare Wasserwege umfassen 8500 km (www.france-nautic.com oder www.vnf.fr).

Ausflugsboote können mit oder ohne Besatzung gemietet werden. Das Angebot reicht von kleinen Motorbooten bis zu umgebauten Lastkähnen (Péniches), die bis zu 24 Personen beherbergen können und eine achtköpfige Besatzung benötigen. In manchen Gegenden kann man »Hotelboote« mieten; große, umgebaute Lastkähne mit Unterkunftsmöglichkeiten und Restaurants. Preis und Komfort je nach Wunsch und Geldbeutel.

Hausboote sind ebenfalls eine Gelegenheit, die wunderschönen Flusslandschaften Frankreichs zu entdecken und zu genießen. Mit jeder Schleuse, die man passiert, lernt man das Land besser kennen. Eine Liste der etwa 80 Bootsverleiher für Fluss- und Seeschifffahrt ist von deren Dachorganisation Fédération des Industries Nautiques erhältlich (Tel. 01 44 37 04 00. www.fin.fr). Weitere Informationen erteilen die nationalen und regionalen Fremdenverkehrsämter (s. Adressen).

Bootsfahrten bieten sich vor allem nordöstlich von Paris an. Hier sind die meisten schiffbaren Flüsse durch Kanäle verbunden.

Die besten Routen sind auf

- der Seine von Auxerre nach Le Havre (es muss jedoch mit gewerblichem Schiffsverkehr gerechnet werden);

- auf der Rhône (es empfiehlt sich, flussabwärts von Avignon die Dienste eines Lotsen in Anspruch zu nehmen. Die Schiffe der Viking Flusskreuzfahrten fahren auf der Seine, der Rhône und der Saône, A-Rosa und Lüftner Cruises fahren auf Rhône und Saône);

- in den Regionen Bretagne und Loire auf den Flüssen Vilaine, Loire, Mayenne und Sarthe mit ihren Verbindungskanälen.

Kanäle verbinden Rhein, Mosel und ihre Nebenflüsse im Nordosten;
in Burgund durchfließen die Saône und viele wunderschöne alte Kanäle das Land.
Die Region Midi (einschließlich des Canal du Midi, der den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet und zum Weltnaturerbe gehört) ist ebenfalls ideal für Bootsfahrten.

Die Website des französischen Segelverbandes (www.ffvoile.org) informiert Hafen für Hafen über den Gezeitenkoeffizienten.

Staatlich betriebene Autofähren, so genannte BACs, verbinden die größeren Inseln an der Atlantikküste mit dem Festland, sie durchkreuzen auch regelmäßig das Gironde-Delta.

Passagier- und Autofähren der Corsica Linea (www.corsicalinea.com) verkehren zwischen der Insel Korsika und dem französischen Festland. Die Schiffe verbinden Marseille mit Ajaccio, Porto Torres, Porto Vecchio, Bastia und Ile Rousse.
Im Programm der Corsica Ferries (www.corsica-ferries.de) sind bis zu 30 Fährpassagen pro Tag zwischen Korsika und Nizza, Toulon, Savona, Piombino und Livorno nach Ajaccio, Bastia, Calvi. Schnellere Überfahren sind mit dem Mega Express möglich.

 

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 07 Dec 2018 13:00:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Fri, 07 Dec 2018 13:01:38 +0100)

Einschließlich Französische Überseedepartments

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Aktuelle Hinweise

In Frankreich kommt es weiterhin zu Protesten durch Straßenblockaden. Es ist auch am Wochenende vom 8./9. Dezember 2018 insbesondere in der Innenstadt von Paris mit Ausschreitungen und Auseinandersetzungen zwischen gewalttätigen Demonstranten und den Sicherheitskräften zu rechnen.
Reisende sollten sich umsichtig verhalten, Demonstrationen meiden und mit Straßensperren und anderen Behinderungen rechnen. Es wird empfohlen, sich frühzeitig über Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr z.B. auf der Webseite der Pariser Verkehrsbetriebe informieren. Zahlreiche Museen, Sehenswürdigkeiten und auch Geschäfte in Paris haben ihre Schließung für den 8. Dezember 2018 angekündigt, siehe ParisInfo.
Auf der französischen Insel Réunion im Indischen Ozean normalisiert sich die Lage weiter. Straßenblockaden werden nicht mehr gemeldet, der Flughafen La Réunion Roland Garos hat auch den Nachtbetrieb wieder aufgenommen. Vorsorglich sollten Reisende sich über eventuell noch andauernde Flugplanänderungen informiert halten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Frankreich ist seit Anfang 2015 Ziel mehrerer schwerer Terroranschläge geworden: Anschlag auf das Redaktionsbüro von Charlie Hebdo im Januar 2015, Anschläge in Paris im November 2015 und in Nizza am 14. Juli 2016 sowie Angriffe auf Polizisten auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris am 20. April und 19. Juni 2017. Die Sicherheitslage in Frankreich, insbesondere in Paris und anderen Großstädten, ist sehr angespannt.
Reisenden wird zu besonderer Vorsicht geraten. Weiterhin wird empfohlen, sich über Medienangebote, insbesondere Social-Media-Accounts (Facebook & Twitter) der französischen Regierungs- und Sicherheitsstellen informiert zu halten.
Zur Begegnung von terroristischen Bedrohungen gilt in Frankreich der Plan "Vigipirate", der je nach Bedrohungslage verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorsieht. Aktuell gilt landesweit ein erhöhtes Schutzniveau.

Kriminalität
Paris und die großen Städte und dort insbesondere touristisch hoch frequentierte Ziele sind von Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle, aber von Übergriffen auf ausländische Besucher betroffen, die zum Ziel haben, ihre Wertgegenstände zu stehlen. Besondere Vorsicht gilt auch in öffentlichen Nahverkehrsmitteln, im Fernverkehr vor allem in Nachtzügen Richtung Südfrankreich.
Überfälle auf Fahrzeuge im Straßenverkehr werden insbesondere aus den Regionen Auvergne-Rhone-Alpes, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées, Aquitaine und der Insel Korsika gemeldet. Zur Vorbeugung wird empfohlen, auch während der Fahrt Wertsachen möglichst nicht sichtbar im Fahrzeug aufzubewahren, das Fahrzeug verriegelt zu lassen und nicht unbewacht abzustellen.
Reisenden wird empfohlen, mit Wohnmobilen und Campingwagen nur bewachte Campingplätze anzusteuern. Von Übernachtungen auf Rastplätzen, insbesondere entlang der Autobahnen in der Nord-Süd-Richtung nach Südfrankreich oder nach Spanien und im gesamten Süden Frankreichs, wird wegen Aktivitäten organisierter Banden dringend abgeraten.
Daneben kann es auf der Strecke zum Fähranleger von Calais zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen durch Personen kommen, die illegal ins Vereinigte Königreich zu gelangen versuchen.
Es wird dringend angeraten, vorsichtig zu sein, keine überflüssigen Wertgegenstände mitzuführen und für Notfälle Kopien von Ausweispapieren und Listen wichtiger Telefonnummern jederzeit zugänglich aufzubewahren.

Reisen nach Korsika
In der Vergangenheit kam es zu Sprengstoffanschlägen auf öffentliche Einrichtungen, die sich gegen Symbole der Staatsgewalt (Gendarmerie- und Polizeistationen, Gebäude der Finanzverwaltung) richteten. Vor diesem Hintergrund kann weiterhin eine Gefährdung auch von ausländischen Reisenden, die sich in der Nähe solcher Gebäude aufhalten, nicht ausgeschlossen werden.
Übergriffe mit eindeutig kriminellem Charakter auf Touristen haben zugenommen.

Reisen in die französischen Überseegebiete
Der Hurrikan „Irma" hat im September 2017 insbesondere auf den Karibikinseln St. Martin und St. Barthélemy sehr schwere Schäden verursacht. Die Arbeiten für den Wiederaufbau auf St. Martin dauern noch an, aktuelle Informationen bietet Gouvernement.fr.
Von einigen französischen Überseedepartments wie insbesondere Mayotte wird von steigender Armutskriminalität berichtet. Reisende speziell in ärmeren Gegenden wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Reisenden auf die französischen Antillen wird empfohlen, nicht nur einen Personalausweis, sondern auch einen gültigen Reisepass mit sich zu führen, da die Weiterreise auf andere Karibikinseln oder z.B. die Ausreise über den niederländischen Teil der Insel St. Martin (Sint Maarten, Flughafen Juliana) nur mit Reisepass möglich ist.

Naturkatastrophen
Insbesondere in Südfrankreich und auf Korsika kommt es vor allem in den Sommermonaten aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen regelmäßig zu Busch- und Waldbränden. Reisende sollten sich über die Medien und über Verlautbarungen der Präfekturen und Gemeinden, in denen sie sich aufhalten, fortlaufend informieren und Anweisungen der Behörden befolgen. In von Waldbränden betroffenen Gebieten sind Verkehrswege häufig gesperrt, es kann zu Ausfällen der Energieversorgung und der Kommunikationsinfrastruktur kommen.
Vermehrt kommt es insbesondere im Sommer und Frühherbst zu Sturzfluten, die in der Vergangenheit Todesopfer forderten. Aktuelle Hinweise erhalten Reisende auf Météo France. Warnhinweise der französischen Behörden sollten unbedingt beachtet werden.

In den Wintermonaten sollten sich Reisende bei Aktivitäten in den französischen Alpen über die aktuelle Witterungslage informieren. Aktuelle Hinweise auf Lawinengefahr bieten Météo France sowie die Verwaltungen der einzelnen Wintersportorte. Anzeigen auf den Autobahnen, Absperrungen und Warnhinweise sind zu beachten. Weitere stets aktuelle Informationen zum Verkehr sind der Webseite Bison Futé zu entnehmen.

In der Karibik ist von Juni bis Ende November Wirbelsturmsaison, im Indischen Ozean von Januar bis April, im Südpazifik von November bis April, so dass in dieser Zeit mit Tropenstürmen gerechnet werden muss.
Im Mittelmeer kann es insbesondere von August bis November zu vereinzelten schweren Herbststürmen kommen.
Reisende nach Martinique, Guadeloupe, Saint-Martin und Saint-Barthélemy, nach La Réunion und Mayotte, nach Französisch Polynesien und Neu-Kaledonien sowie nach Korsika und an die französische Mittelmeerküste werden daher um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten. 

Neu-Kaledonien und Wallis-et-Futuna sowie die karibischen Überseegebiete liegen in seismisch aktiven Zonen, weshalb es zu Erdbeben kommen kann. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Zuständige Auslandsvertretung für die französischen Überseedepartments
Die deutsche Botschaft in Paris ist die zuständige konsularische Vertretung auch für die Überseedepartments Frankreichs.
In Papeete (Tahiti, Französisch Polynesien), Baie-Mahault (Guadeloupe), Nouméa (Neukaledonien) und Sainte-Clotilde (La Réunion) gibt es deutsche Honorarkonsuln, an die sich Reisende in Notfällen wenden können. Matoury (Französisch Guyana) und Lamentin (Martinique) werden ggf. von Baie-Mahault (Guadeloupe) mit bedient.

Grenzkontrollen
Bis mindestens Ende April 2019 finden Kontrollen an den Landesgrenzen Frankreichs zu Belgien, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien sowie an den Luft- und Seegrenzen statt. Es kann daher im Reiseverkehr vorübergehend zu Einschränkungen kommen. Insbesondere bei der Einreise aus Großbritannien muss mit längeren Wartzeiten gerechnet werden. Reisende sollten ständig ein Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass) mit sich führen (s. auch unter Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige).
Auf Bahnhöfen, Flughäfen, in Zügen und U-Bahnen gibt es auch sonst verstärkte Gepäck- und Personenkontrollen. Auch an Eingängen (zu Museen und Einkaufszentren) kann es zu Handtaschenkontrollen kommen. Bahnreisende sollten darauf achten, dass ihr Reisegepäck mit Namen und Anschrift gezeichnet ist. In vielen Bahnhöfen gibt es keine Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung mehr.

Infrastruktur/Straßenverkehr
Neben einem Inlandsflugnetz gibt es ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz mit Hochgeschwindigkeitszügen und Busverbindungen sowie gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr in den Städten. Aktuelle Informationen auch zu Behinderungen bietet teilweise auch in deutscher Sprache z.B. RATP.  
Fast alle Autobahnen in Frankreich sind mautpflichtig.
Ein rotes Lichtzeichen in Kreuzform auf der Rückseite der Ampel des Gegenverkehrs signalisiert, dass dieser Rot hat und bei eigener grüner Ampel ein zügiges Linksabbiegen möglich ist, sofern keine bevorrechtigte Fußgänger in der Kreuzung sind. Ein gelb blinkender Pfeil bei auf Rot geschalteten Ampeln signalisiert möglichen bevorrechtigten Querverkehr.
Wenn nichts anderes ausgeschildert ist, gilt im Kreisverkehr rechts vor links, d.h. dass der einfahrende Verkehr in der Regel Vorfahrt hat. Bei mehrspurigen Kreisverkehren ist dem auf der Außenspur fahrenden Fahrzeug Vorrang zu gewähren.
Durchgezogene gelbe Streifen am Fahrbahnrand bedeuten absolutes Halteverbot, unterbrochene Parkverbot.
Blaue Markierungen am Fahrbahnrand weisen auf ein begrenztes und ggfs. kostenpflichtiges Parken mit Parkscheiben („Zones Bleues") hin.
Die Promillegrenze beträgt 0,5, für Fahranfänger in den ersten beiden Jahren 0,2.
Die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen wurde zum 1. Juli 2018 von 90 auf 80 km/h gesenkt.
In der vom Stadtautobahnring Boulevard Périphérique umschlossenen Innenstadt von Paris und zahlreichen anderen französischen Großstädten sind mittlerweile Umweltzonen eingeführt worden. Diese dürfen unabhängig von der Art des Antriebs nur mit Kraftfahrzeugen befahren werden, die mit einer je nach Schadstoffausstoß abgestuften französischen Umweltplakette „Certificat Qualité de l'Air" (auch „Crit'Air") gekennzeichnet sind. Vor dem 1. Januar 1997 erstmals zugelassenen Kraftfahrzeugen und vor dem 1. Juni 1999 erstmals zugelassenen Krafträdern wird keine Umweltplakette erteilt. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Innerhalb der Umweltzonen können Bereiche für Fahrzeuge bestimmter Schadstoffklassen gesperrt oder Parkverbote errichtet werden. Deutsche Umweltplaketten werden nicht anerkannt. Französische Umweltplaketten können, auch für in Deutschland zugelassene Kraftfahrzeuge, anhand von Angaben aus den gültigen deutschen Zulassungspapieren über Certificat-Air.gouv.fr bestellt werden. Nähere Informationen unter Bison-Fute.Equipement.gouv.fr.
Autofahrer und Fahrer zwei- und dreirädriger Motorräder mit einem Hubraum über 50 ccm sind in Frankreich ausnahmslos verpflichtet, einen Alkohol-Schnelltester im Fahrzeug mit sich zu führen (auch Touristen). Ziel dieser Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit auf französischen Straßen zu erhöhen.

Führerschein
Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Geld/Kreditkarten
Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Frankreich ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Martinique, Guadeloupe, Französisch-Guayana, Mayotte , La Réunion, Französisch Polynesien, Saint-Pierre-et-Miquelon, Wallis-et-Futuna, Saint-Martin, Saint-Barthélemy, Neu-Kaledonien
In die Überseedépartements Martinique, Guadeloupe, Französisch-Guayana, Mayotte und La Réunion sowie die Überseeterritorien Französisch Polynesien, Saint-Pierre-et-Miquelon, Wallis-et-Futuna, Saint-Martin und Saint-Barthélemy und Neu-Kaledonien können deutsche Staatsangehörige mit einem gültigen Reisepass oder mit einem gültigen Personalausweis visumfrei einreisen.
Sollte die Flugroute allerdings eine Zwischenlandung auf nicht zu den französischen Überseeterritorien gehörenden Inseln vorsehen (derzeit z.B. via Mauritius nach La Réunion oder via Tobago nach Martinique), kann es dort, insbesondere bei Verlassen des Flugzeugs, zu Ausweiskontrollen kommen. In diesem Fall ist für die Einreise ein mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass erforderlich, der Personalausweis ist nicht ausreichend. Das gilt auch für Rückflüge von St. Martin vom niederländischen Teil der Insel (Sint Maarten, Flughafen Juliana).

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende Personen unter 15 Jahren sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mitführen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz der Warenverkehrsfreiheit schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.

Reisende müssen mitgeführte Barmittel (Bargeld, Zahlungsanweisungen, Solawechsel, Aktien, Schuldverschreibungen und fällige Zinsscheine/Kupons) ab 10.000,- € (bei anderen Währungen die entsprechenden Gegenwerte) bei der Einreise in die EU oder der Ausreise aus der EU bei der zuständigen nationalen Behörde, in der Regel bei den Zollbehörden, schriftlich von sich aus anmelden.

Bei Reisen innerhalb der EU weichen die Regelungen von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat ab. So sind in Deutschland aus einem anderen EU-Mitgliedsland mitgeführtes Bargeld und gleichgestellte Zahlungsmittel ab 10.000,- € (oder entsprechender Gegenwert in anderer Währung) lediglich mündlich auf Aufforderung anzuzeigen. In Frankreich hingegen muss der Betrag mindestens fünf Tage vor Reisebeginn beim französischen Zoll angemeldet werden.

Werden Verstöße gegen die Anmeldepflicht durch Nicht- oder Falschanmeldung festgestellt, drohen Geldbußen bis zu 1 Million Euro.

Nähere Informationen zu den Regelungen in Frankreich unter www.douane.gouv.fr (nur in Französisch).

Ein- und Ausfuhr von Heimtieren
Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der Europäischen Union mit Ausnahme von Irland, Großbritannien, Malta und Finnland, wo abweichende Bestimmungen gelten, gilt folgende Regelung:
Es ist ein EU-Heimtierausweis mitzuführen. Dieser Ausweis dient u. a. dem Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Ein Musterausweis sowie weitergehende Informationen sind beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erhältlich.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere straftrechtliche Vorschriften vor.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden die französischen Überseegebiete Französisch Guayana und St. Martin mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden. Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes.

West-Nil-Fieber
2018 ist es in Europa zu einer Zunahme von West-Nil-Fieber gekommen.
Auch aus dem Süden Frankreich wurden menschliche Fälle gemeldet.
Es handelt sich bei West-Nil-Fieber um eine durch Zugvögel verbreitete, von tagaktiven Mücken auf den Menschen übertragene Virus-Erkrankung. Sie kann in seltenen Fällen zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) führen. Näheres siehe Merkblatt zu West-Nil-Fieber.
Eine Schutzimpfung oder eine spezifische Behandlung, gibt es nicht.
Eine Expositionsprophylaxe, s.u., ist die einzige Schutzmöglichkeit.

Impfschutz
Für die Einreise nach Frankreich sind keine besonderen Impfungen vorgeschrieben.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden.
Darüber hinaus wird für die Mittelmeerküste und Korsika eine Hepatitis-A-Impfung empfohlen.
In der Rheinebene und im Elsass kann eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sinnvoll sein.

Dengue-Fieber
Im Spätsommer traten vereinzelt Fälle von Dengue-Virus-Infektionen in Südfrankreich (Region Nizza) auf. Mückenschutzmaßnahmen (Repellentien, langärmlige Kleidung) sind daher empfehlenswert.

Bilharziose
Auf Korsika wurde in letzter Zeit über einzelne Fälle von Bilharziose durch Schistosoma haematobium berichtet. Sämtliche Infektionen stehen im Zusammenhang mit Aufenthalten und Süßwasserkontakten am Unterlauf des Flusses Cavu/Cavo nahe der Stadt Porto Vecchio im Süden der Insel. Eine grundsätzliche Gefährdung kann dort insbesondere beim Baden im Fluss bzw. Seen oder Teichen derzeit nicht sicher ausgeschlossen werden.

Medizinische Versorgung
Es besteht in Frankreich für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen. Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland". Ansonsten erhalten Sie auch von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.

Ergänzende medizinische Hinweise für die französischen Übersee-Departements
Das Auswärtige Amt empfiehlt vor Reisen in die französischen Übersee-Départements, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen, siehe www.rki.de. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza sowie Pneumokokken.

Regionenspezifische Impfempfehlungen und Hinweise siehe unten.

Durchfallerkrankungen
Reiseassoziierte Durchfallerkrankungen treten häufiger auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden

Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer guten Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor einer Reise in die französischen Übersee-Départements wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de).

Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen sollten sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise bewusst sein. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den hohen Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen erfahrenen Tropen- oder Reisemediziner sinnvoll.

Französisch Guayana
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben. Es muss aktuell landesweit mit einer Übertragbarkeit von Gelbfieber gerechnet werden.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Risiko in den Gebieten der Grenzflüsse Maroni (im Westen) und Oipoque (im Osten). Ein geringes Risiko besteht südlich des Küstenstreifens, malariafrei ist die Küste (Cayenne, Kourou) und die Ile de Diable.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquone/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
· körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
· tagsüber (Dengue, Zika!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
· ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.

Trypanosomiasis („Mal de Chagas")
In Französisch Guyana kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. Einen Schutz gegen Bisse können korrekt angebrachte Bettnetze bieten. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und u.U. eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen am Herzen und des Verdauungstraktes auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering.

Chikungunya und Dengue s.u.

Martinique
Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird bei Einreise (ggf. auch Transit > 12 Std) aus einem Gelbfiebergebiet gefordert (s. u. www.who.int). Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria
Martinique gilt als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

Guadeloupe
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen vorgeschrieben, die älter als 1 Jahr sind, und aus gelbfieberendemischen Regionen (siehe unter www.who.int) einreisen. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist diese nicht notwendig.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria
Guadeloupe gilt als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

St. Barthelemy
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, und aus gelbfieberendemischen Regionen (s.u. www.who.int) einreisen vorgeschrieben. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist diese nicht notwendig.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria
St. Barthelemy gilt als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

St. Martin
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, und aus gelbfieberendemischen Regionen (s.u. www.who.int) einreisen vorgeschrieben. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist diese nicht notwendig.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria
St. Martin gilt als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

Französisch Polynesien und Neukaledonien
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird bei Einreise (ggf. auch Transit > 12 Std) aus einem Gelbfiebergebiet gefordert (s.u. www.who.int). Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria
Französisch Polynesien und Neukaledonien gelten als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

La Réunion
Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind und aus gelbfieberendemischen Regionen einreisen, vorgeschrieben. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist keine Impfung vorgeschrieben.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaraia
La Réunion ist malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

Mayotte
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind und aus gelbfieberendemischen Regionen einreisen, vorgeschrieben. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist keine Impfung vorgeschrieben. Offiziell wird auch bei einem Transit in einem Gelbfieberendemiegebiet unter 12 Stunden keine Impfung verlangt, es gibt jedoch Hinweise, daß dies nicht durchgängig am Flughafen bekannt ist.

Malaria
Es besteht ganzjährig ein geringes Risiko. Die meisten Fälle sind importiert.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe die Mitnahme einer Notfallselbstmedikation sinnvoll. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Dengue-Fieber und Chikungunya in den französischen Übersee-Departements
Beide Viruserkrankungen werden von der tagaktiven Aedes-Mücke übertragen.
Dengue geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. Chikungunya-Fieber verläuft ähnlich und vorrangig z.T. mit langanhaltenden Gelenkschmerzen.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung bei Dengue zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden extrem selten.
Ein Übertragungsrisiko besteht ganzjährig mit Häufung während und nach den Regenzeiten. Für beide Viruserkrankungen gibt es keine ursächliche Behandlung, die Therapie beschränkt sich auf die Linderung der Beschwerden, daher ist Mückenschutz die einzige Vorsorgemaßnahme.

Aufgrund der verschiedenen, mückengebundenen Infektionsrisiken in den französischen Übersee-Départements wird allen Reisenden empfohlen,

• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

• tagsüber (Dengue, Zika!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,

• ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsulta­tion eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufent­halten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmedi­ziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlichPersonalausweis/Identitätskarte
SchweizJa/1NeinNeinJa
Andere EU-LänderJa/1NeinNeinJa
TürkeiJa2NeinNein
DeutschlandJa/1NeinNeinJa
ÖsterreichJa/1NeinNeinJa

Personalausweise/Identitätskarten

[1] U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU- und EFTA-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Achtung: Die Anforderungen von Flug- und Schiffsgesellschaften können hiervon abweichen!

Anmerkung zum Reisepass

Frankreich ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten innerhalb von 180 Tagen:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung oder ein gültiges Langzeit-Visum (D) für ein Schengen-Land besitzen und über einen Reisepass verfügen, der vor weniger als 10 Jahren ausgestellt wurde.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft.

Schengen-Visum: 60 €.

Visaarten und Kosten

Einreisevisa: Kurzzeitvisa (Transitvisa sowie Touristenvisa für einmalige oder mehrmalige Einreise) und Langzeitvisa (Studien- und Arbeitsaufenthalte).

Gültigkeit

Transitvisum: 5 Tage (der Einreisetag zählt mit). Kurzzeitvisum: bis zu 90 Tagen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengenland mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengenland weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Antrag

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers.

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt worden sein.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr in bar.

(f) 2 biometrische Passfotos.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular (downloadbar auf den Internetseiten der zuständigen diplomatischen Vertretungen).

Schengen-Visa

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt. Deshalb werden bei den französischen Vertretungen in Deutschland und Österreich Visa nur mehr in Individualfällen ausgestellt.

Temporärer Wohnsitz

EU-Bürger und Schweizer, die sich länger als 3 Monate in Frankreich aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht bei der zuständigen Verwaltungsbehörde nicht mehr bescheinigen lassen. Eine Arbeitsaufnahme für EU-Bürger ist laut EU-Regelung ohne Genehmigung möglich. 

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Für die Staatsangehörigen der meisten Länder 1 Werktag.
Längerfristiger Aufenthalt: Variiert je nach Besuchszweck zwischen 2 bis 5 Tagen und 2 Monaten.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild, Personalausweis oder eigener Reisepass.

Österreicher: Personalausweis oder Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder Reisepass.

Türken: Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Alleinreisenden Minderjährigen wird empfohlen, eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten / Eltern mit sich führen. Alleinreisende Minderjährige mit Wohnsitz in Frankreich müssen eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten / Eltern mit sich führen, wenn sie nicht mindestens von einem Elternteil begleitet werden. Bei Einreise in einen Nicht-EU/Schengen-Staat, müssen die Bestimmungen des jeweiligen Staates beachtet werden.

Einreise mit Haustieren

Für Vögel aus allen Ländern wird pro Tier ein Gesundheitszeugnis benötigt, das bei der Einreise nicht älter als 5 Tage ist und aus dem hervorgeht, dass das Tier keine Krankheiten hat. Es dürfen bis zu 2 Papageien oder Wellensittiche mitgenommen werden. Der Reisende muss schriftlich bescheinigen, dass er der Besitzer der Vögel ist und diese in Frankreich nicht verkaufen wird.

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass), der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Anmerkung: Staffordshire Terrier bzw. American Staffordshire Terrier (beide als "Pitbull" bekannt), Mastiff- und Tosahunde sowie Rassen, die in keinem vom Internationalen Hundeverband zugelassenen Stammbuch eingetragen sind, dürfen generell nicht nach Frankreich eingeführt werden. Nur, wenn sie in einem solchen Stammbuch eingetragen sind, dürfen sie einreisen. Sie unterliegen dann jedoch auf öffentlichen Straßen und Plätzen der Leinen- und Maulkorbpflicht und dürfen nicht in öffentliche Einrichtungen und Verkehrsmittel mitgenommen werden.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU- und EFTA-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Achtung: Die Anforderungen von Flug- und Schiffsgesellschaften können hiervon abweichen!

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten innerhalb von 180 Tagen:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung oder ein gültiges Langzeit-Visum (D) für ein Schengen-Land besitzen und über einen Reisepass verfügen, der vor weniger als 10 Jahren ausgestellt wurde.

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
GelbfieberNein
CholeraNein
Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & PolioNein-
MalariaNein-
Essen & TrinkenNein-

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet, die Kosten sind dementsprechend hoch und müssen zunächst selbst bezahlt werden. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger.
Aushelfender Träger ist die Ortskasse für Krankenversicherung (Caisse Primaire d'Assurance Maladie).
Für eine ärztliche oder zahnärztliche Behandlung müssen zunächst die Kosten selbst getragen werden. Der Arzt händigt dem Versicherten darauf hin den Behandlungsvordruck "Feuille de soins (assurance maladie)" aus, mit dem man gegen Vorlage der EHIC bei der Caisse Primaire d'Assurance Maladie die Kosten erstattet bekommt (Prozentsatz variiert).

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Essen und Trinken

In den französischen Überseegebieten besteht eine Infektionsgefahr bei Durchfallerkrankungen, die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden können. Daher sollten stets sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Wasser sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.  

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen am Unterlauf des Flusses Cavu/Cavo nahe der Stadt Porto Vecchio im Süden von Korsika vor, in dieser Region sollte daher das Schwimmen und Waten in Binnengewässern vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Besonders die ländlichen Gebiete im Elsass und die Rheinebene sind betroffen. Gegen diese Krankheit ist eine Impfung möglich. 

In Südfrankreich treten seit Oktober 2014 vereinzelt Chikungunya-Erkrankungen auf. Besonders betroffen ist Montpellier an der französischen Mittelmeerküste. Das Chikungunya-Virus wird von Mücken übertragen. Reisenden wird empfohlen, sich gegen Mücken zu schützen.

Das Dengue-Fieber tritt im Spätsommer in Südfrankreich (Region Nizza) gelegentlich auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird für Reisen an die Mittelmeerküste und nach Korsika empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. 

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor allem zwischen Juni und September an der Mittelmeerküste und auf Korsika vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Frankreich ist offiziell frei von terrestrischer Tollwut.

Die Gefahr der Zika-Virus-Infektionen besteht in den französischen Überseegebieten. Schwangeren wird daher geraten, Ausbruchsgebiete nicht zu bereisen, da eine Infektion bei Ungeborenen Fehlbildungen verursachen kann.

Geld

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Kreditkarten

Mastercard und Visa werden angenommen und sind weit verbreitet. American-Express und Diners Club werden weniger häufig akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Kreditkarten werden in zahlreichen Geschäften, Hotels, Supermärkten und Restaurants akzeptiert. Händler weisen im Aushang oft einen Mindestbetrag für Kreditkarteneinkäufe aus.

Geldautomaten

Girocard
Mit der Girocard (ehemals ec-Karte) wie Maestro-Karte, V Pay oder Sparcard und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der Debitkarte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus-, V-Pay- oder Maestro-Symbol werden europaweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Ähnliches gilt für die deutsche Sparcard. Mit Sparcard und Pin-Nummer kann Bargeld von europäischen Geldautomaten mit dem Plus-Logo abgehoben werden. Weitere Einzelheiten von allen Postbankfilialen.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.  

Reiseschecks

Werden in der Praxis selten akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Nicht einheitlich: 08.30-16.00 Uhr, auch 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr. Manche Banken sind montags geschlossen und/oder samstags bis 12.00 Uhr geöffnet. Am Vortag eines Feiertages schließen die Banken um 12.00 Uhr, in seltenen Fällen bleiben sie zeitweise oder auch den ganzen darauffolgenden Tag über geschlossen.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks). Die Deklaration muß mindestens fünf Tage vor der Reise beim französischen Zoll angemeldet werden, bei Verstößen drohen sehr hohe Geldbußen.

Geldwechsel

Einige Hotels sind berechtigt, Geld zu wechseln. Die Credit Mutuel und Credit Agricole (vergleichbar mit den deutschen Sparkassen) haben relativ lange Öffnungszeiten. Laut Gesetz dürfen Hotels und Geschäfte in der Regel keine ausländischen Währungen annehmen. Allerdings findet man Wechselstuben z. T. in Warenhäusern, auf Bahnhöfen, Flughäfen und in der Nähe von Sehenswürdigkeiten.

Währungen

EUR

Wechselkurse

EUR1 = EUR1.00
GBP1 = EUR1.19
USD1 = EUR0.96

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Französisch, es gibt viele regionale Dialekte. In der Bretagne wird z. T. Bretonisch gesprochen, in Korsika Korsisch, Baskisch ist im Südwesten weit verbreitet. 

An den Schulen wird Englisch, Deutsch oder Spanisch als Fremdsprache unterrichtet. Die meisten Franzosen haben jedoch vor jeder Sprache Achtung und sprechen lieber nicht, als dass sie falsch sprechen.

Franzosen sind sehr stolz auf ihre Sprache. Touristen sollten sich daher zumindest einen Grundwortschatz aneignen. Allein das Bemühen, Französisch zu sprechen, wird meist hoch geschätzt.

Redewendungen


  • Auf Wiedersehen = Au revoir

  • Acht = Huit

  • Achtzig = Quatre-vingt

  • Ausgang = Sortie

  • Bier = Bière

  • Bitte = S'il vous plaît

  • Danke = Merci

  • Dienstag = Mardi

  • Doktor = Médecin

  • Donnerstag = Jeudi

  • Drei = Trois

  • Dreißig = Trente

  • Eingang = Entrée

  • Einhundert = Cent

  • Eins = Un (Une)

  • Eintausend = Mille

  • Freitag = Vendredi

  • Fünf = Cinq

  • Fünfzig = Cinquante

  • Gefahr = Danger

  • Geschlossen = Fermé

  • Hallo = Bonjour

  • Heute = Aujourd'hui

  • Hotel = Hôtel

  • Ich fühle mich krank = Je ne me sens pas bien

  • Ich verstehe das nicht = Je ne comprends pas

  • Ja = Oui

  • Mein Name ist … = Je m'appelle …

  • Mir geht es sehr gut. = Ça va bien

  • Mittwoch = Mercredi

  • Montag = Lundi

  • Morgen = Demain

  • Nein = Non

  • Neun = Neuf

  • Neunzig = Quatre-vingt dix

  • Offen = Ouvert

  • Restaurant = Restaurant

  • Samstag = Samedi

  • Sechs = Six

  • Sechzig = Soixante

  • Sieben = Sept

  • Siebzig = Soixante-dix

  • Sonntag = Dimanche

  • Speisekarte = Menu

  • Sprechen Sie Deutsch/Englisch? = Est-ce que vous parlez allemand/anglais?

  • Toiletten = Toilettes

  • Vier = Quatre

  • Vierzig = Quarante

  • Wein = Vin

  • Wie geht es Ihnen? = Comment ça va?

  • Wie viel kostet das? = Combien est-ce que ça coûte?

  • Wo ist …? = Où est …?

  • Zehn = Dix

  • Zwanzig = Vingt

  • Zwei = Deux

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 02 Apr Ostermontag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 08 May Kriegsende 1945
  • 10 May Christi Himmelfahrt
  • 21 May Pfingstmontag
  • 14 Jul Jahrestag des Sturms auf die Bastille
  • 15 Aug Mariä Himmelfahrt
  • 01 Nov Allerheiligen
  • 11 Nov Tag des Waffenstillstandes
  • 25 Dec Weihnachten

Anmerkung

Juli und August sind die Urlaubs- und Reisemonate in Frankreich. In dieser Zeit sind die Ferienorte mit einheimischen Urlaubern überfüllt. Außerhalb der Urlaubsgebiete und in vielen Städten ist es hingegen ruhig.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Frankreich eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen (Alkoholgehalt über 22%) oder 2 l alkoholische Getränke und Spirituosen (Alkoholgehalt bis zu 22%);
4 l Wein;
16 l Bier;
250 g Kaviar;
2 kg Fisch;
1 kg tierische Produkte;
Arzneimittel für den persönlichen Bedarf des Reisenden;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Tabakwaren und Spirituosen dürfen nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden.

Importbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Verbotene Importe

Eine Goldmenge über 500 g muss deklariert werden.

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Import/Export in die EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. 

Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 17 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.

Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)
 

EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Weitere Informationen sind vom französischen Zoll (Internet: www.douane.gouv.fr) erhältlich. 

Kontaktadressen

Botschaft der Französischen Republik

Generalkonsulate in Zürich und Genf.
Konsularische Agenturen in Basel, Eich, Vicques, Sion, Lugano.

+41 (31) 359 21 11.

http://ch.ambafrance.org

http://ch.ambafrance.org

Mo-Fr 08.30-12.30 und 14.00-17.30 Uhr.

Schosshaldenstraße 46

Bern

3006

Switzerland

Konsularabteilung der Botschaft

Honorarkonsulate ohne Visumerteilung in Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg.

+43 (1) 50 27 52 10.

http://at.ambafrance.org/consulat

http://at.ambafrance.org/consulat

Mo-Fr 08.45-12.15 Uhr, Mi auch 13.30-17.00 Uhr.

Wipplingerstraße 24-26

Wien

1010

Austria

Botschaft der Französischen Republik

+43 (1) 50 27 50.

http://at.ambafrance.org

http://at.ambafrance.org

Technikerstraße 2

Wien

1040

Austria

Generalkonsulat der Französischen Republik

Mit Visumerteilung.

+49 (69) 795 09 60.

http://de.ambafrance.org/-Francfort-

http://de.ambafrance.org/-Francfort-

Visaangelegenheiten: Mo-Fr 08.45-12.00 Uhr.

Zeppelinallee 35

Frankfurt/M.

60325

Germany

Botschaft der Französischen Republik

Hinweis: Für Visumanträge ist das Generalkonsulat in Frankfurt/M. zuständig.

Generalkonsulate in Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, München, Saarbrücken und Stuttgart.
Honorarkonsulate in Aachen, Bremen, Erfurt, Freiburg i. Br.,  Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, Münster, Nürnberg und Saarlouis. 
 

+49 (30) 590 03 91 00.

http://de.ambafrance.org

http://de.ambafrance.org

Mo-Fr 08.30-18.00 Uhr.
Konsularabteilung: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr, Mi auch 14.00-17.00 Uhr.

Pariser Platz 5

Berlin

10117

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Korrekte Kleidung wird erwartet. Vorherige Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich. Französischkenntnisse sind von Vorteil, es gilt als unhöflich, ein Gespräch auf Französisch anzufangen und dann in der Muttersprache weiterzuführen. Bei geschäftlichen Treffen geht es meistens formell zu. Entscheidungen über Geschäftsabschlüsse werden nach langen und sorgfältigen Überlegungen getroffen, genaues Datenmaterial sollte vorgelegt werden. Geschäftsessen finden in der Regel in Restaurants statt. Mitte Juli bis Mitte September sind für Geschäftsreisen nicht geeignet.

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr.

Geschäftskontakte

Französisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer
18, rue Balard, F-75015 Paris
Tel: (01) 40 58 35 35.
Website: www.francoallemand.com

Französisch-Österreichische Handelskammer
Am Heumarkt 10, A-1030 Wien
Tel: (01) 71 14 73 80.
Website: www.ccfa.at

Chambre France-Suisse pour le Commerce et l'Industrie
5, route de Chêne, Postfach 6298, CH-1211 Genf 6
Tel: (022) 849 05 70.
Website: www.cfsci.ch

Chambre de Commerce et d'Industrie de Paris
2, place de la Bourse, F-75002 Paris
Tel: (01) 53 40 46 00.
Website: www.ccip.fr

Assemblée des chambres Francaises de Commerce et d'Industrie
45 Avenue d'Iéna, F-75716 Paris Cedex
Tel: (01) 40 69 37 00.
Website: www.acfci.cci.fr

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0033. Die Ortsnetzkennzahl für Paris ist »01«. Kartentelefone findet man überall, Telefonkarten sind in Postämtern und Tabak-, Souvenir- und Zeitschriften-Läden erhältlich. Von Mo-Fr von 19.00-08.00 Uhr und Sa-So durchgehend gibt es günstigere Tarife für internationale Anrufe.

Mobiltelefon

GSM 900/1800 Netze sind weit verbreitet. Die Hauptnetzbetreiber sind Bouygues Telecom (Internet: www.bouyguestelecom.fr), Orange France (Internet: http://www.orange.fr/) und SFR (Internet: http://www.sfr.fr/). Roaming-Verträge mit verschiedenen europäischen und internationalen Anbietern bestehen.

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. 

Internet

Öffentlicher Internetzugang besteht u.a. in Internet-Cafés. Kostenlosen drahtlosen Zugang zum Internet via Wi-Fi bieten viele Schnellrestaurants und Cafés. In Frankreich gibt es ein dichtes Netz aus öffentlichen Hotspots. Hauptanbieter ist Orange (Internet: www.orange.fr). Es gibt immer mehr „WiFi-Säulen“ auf öffentlichen Plätzen wie auf Straßen und Bahnhöfen, die drahtlosen Zugang zum Internet bieten. Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. auch die kostenpflichtigen Goodspeed-Wi-Fi-Hotspots (Internet: goodspeed.io/de/index.html).   

Post

Briefmarken kann man auch in Tabac-Läden kaufen. Post innerhalb Europas benötigt normalerweise 2-3 Tage. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.00-19.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Bretagne

Die Bretagne ist die größte Halbinsel Frankreichs. Der besondere Reiz der Bretagne liegt in ihrer wilden Schönheit und dem Charme der bretonischen Kultur. Wirtschaftlich spielen die Landwirtschaft, der Tourismus und die Fischerei eine große Rolle. Am Finistère (Finis Terra oder Landende) kommt es vor, dass die Gischt bei hohem Seegang 30 m in die Luft spritzt. Die Küstenlandschaft ist an der Pointe du Raz und bei Perros-Guirec besonders eindrucksvoll. Die Gallier kamen etwa im Jahre 600 v. Chr. auf die Halbinsel. Über ihre Lebensweise ist nur wenig bekannt und die unzähligen Kromlechs, Altäre, Menhire und Dolmen, die sie überall in der Bretagne errichteten, sind noch heute geheimnisumwittert. Carnac ist die beeindruckendste dieser Stätten. Die Kelten, die nach den Galliern kamen, waren hervorragende Bildhauer; die zahlreichen noch erhaltenen Calvaires, kunstvoll gemeißelte Steinkreuze, sind Zeugnisse dieser Kunstfertigkeit. 

Paris, der Magnet für Shoppingsüchtige

Die vornehmste Einkaufs- und Flanierstraße der Stadt sind die Champs-Elysées. Im Osten liegen Les Halles, ein Einkaufs- und Geschäftszentrum, das auf dem Gelände des alten Großmarktes errichtet wurde. Nippsachen sind auf einigen Flohmärkten (Marché aux puces) am Stadtrand zu erstehen. Es gibt mehrere Antiquitätenzentren (Louvre des Antiquaires, Village Suisse), die antike Möbel und andere Artikel zum Verkauf anbieten. Die großen Kaufhäuser sind das Printemps und die Galeries Lafayette nahe der Oper, Forum des Halles, der Bazaar Hôtel de Ville und Bon Marché am linken Ufer. 

Disneyland Paris

Das Freizeitgelände Disneyland Paris befindet sich in Marne-la-Vallée, 32 km östlich von Paris. Die Gesamtfläche des Freizeitparks beträgt 1943 ha, ein Fünftel der Fläche von Paris. Neben der Hauptattraktion, dem Themenpark Disneyland Paris befinden sich hier auch Hotels, Restaurants, ein Campingplatz, zahlreiche Geschäfte und ein Golfplatz. Das Gelände ist leicht per Auto, Zug oder Flugzeug zu erreichen (Disneyland Paris liegt zwischen den beiden Hauptflughäfen von Paris, Roissy-Charles de Gaulle und Orly).

Paris kulinarisch entdecken

Mehr als 70 Restaurants sind in Paris mit mindestens einem Stern ausgezeichnet. Ein Besuch in einer typischen Pariser Brasserie sollte nicht fehlen. In den engen Gassen rund um Les Halles gibt es viele Restaurants, die alle nur erdenklichen kulinarischen Genüsse anbieten. 

Brest

Die Hafenstadt Brest hat eine sehenswerte Burg aus dem 13. Jahrhundert. Weitere Attraktionen sind u.a. das Océanopolis, ein Erlebnispark zum Thema Ozeane, und die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Überreste der Festungsbauwerke von Vauban. Eine Bootsfahrt auf dem Kanal, der von Brest nach Nantes führt, ist lohnenswert. Der Kanal ist jedoch nicht auf der gesamten Strecke schiffbar. Das Hinterland besteht aus bewaldeten Hügeln und Bauernhöfen (Buttes), kleinen Flüssen und engen Tälern. Viele dieser so genannten Berge sind lediglich sanfte niedrige Hügel. Sie sind die Überreste der ältesten Bergkette der Welt.

Saint-Malo

Saint-Malo an der Nordküste in der Bretagne ist eine beeindruckende mittelalterliche Stadt. Obwohl der warme Golfstrom das Klima ganzjährig begünstigt, dauert die Urlaubssaison nur von Juni bis September. Sie ist eins der beliebtesten Touristenziele in Frankreich. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die in Stadtmauern liegende Innenstadt sowie das Schloss von Saint-Malo, das das Stadtmuseum beherbergt. Außerdem sehenswert sind unter anderem die Kathedrale von Saint-Malo, das große Aquarium von Saint-Malo, das Labyrinth von Corsaire, der Naturpark Pointe de la Varde sowie die Inseln Grand Bé und Petit Bé. 

Korsika

Korsika ist als »Berg im Meer« beschrieben worden und vom Schiff aus gesehen bestätigt sich dieser Eindruck. Die Berge steigen am westlichen Ufer abrupt in die Höhe. Die 992 km lange Küste besteht aus Steilfelsen, an denen sich hoch aufspritzende Wellen brechen, und aus abgelegenen sandigen Buchten. Korsika - das sind außerdem Wälder, Heide, Granitgestein, Schnee und Orangenbäume. Die Wanderwege auf Korsika gehören zu den schönsten in Europa. Auch Klettern gehört zu einer beliebten Freizeitaktivität auf Korsika. Im Süden liegt die strahlendweiße Stadt Ajaccio, in der man auf Schritt und Tritt auf napoleonische Erinnerungsstücke stößt. Die Stadt bildet einen Halbkreis um die ruhige Bucht und ist von bewaldeten Hügeln umgeben. Am Fuße des Kaps an der Nordspitze Korsikas liegt die malerische Handelsstadt Bastia, in deren Altstadt eine imposante Zitadelle steht. 

Nantes

Nantes, an der Küste von Loire-Atlantique gelegen, ist ein lebendiges Industrie- und Handelszentrum. Das Schloss Nantes, auch Schloss der Herzöge der Bretagne (Château des ducs de Bretagne) genannt, beherbergt das Historische Museum. Eine Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert und das Jules-Verne-Museum gibt es ebenfalls zu besichtigen. Das Museum der Schönen Künste in Nantes wird voraussichtlich etappenweise zwischen 2016 bis 2018 wiedereröffnet. 

Burgen und Schlösser in Frankreich

In Frankreich stehen über 10.000 Schlösser und Burgen. Einige davon gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe wie das Schloss von Versailles, die Schlösser im Tal der Loire, der Mont Saint-Michel, das Schloss und Domäne von Fontainebleau, und u.a. die Festungen der Festungsanlagen von Vauban wie die Zitadelle Besançon und die Festung Saint-Martin-de-Ré. Aber auch die anderen Schlösser, die nicht zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, sind absolut sehenswert wie das Schloss Chambord, das Schloss Angers, das oft als Filmkulisse dienende Schloss Pierrefonds oder das Schloss von Clos Vougeot, das mitten in einem Weinbaugebiet liegt. Ein Besuch des Schlosses von Versailles ist äußerst interessant. Es diente dem »Sonnenkönig« Ludwig XIV. am Ende des 17. Jahrhunderts als Residenz. Die imposante Gartenanlage gilt als Paradebeispiel barocker Gartenkunst. Das Schlafzimmer des Königs ist Mittelpunkt des Gebäudes, auch die Gartenanlage ist auf diesen Raum ausgerichtet. Besonders sehenswert ist der berühmte Spiegelsaal. 

Provence

Das herrliche Wetter ist einer der größten Pluspunkte der Provence, die sich aus den Departements Hautes-Alpes, Alpes-de-Haute-Provence, Var, Vaucluse und Bouches-du-Rhône zusammensetzt. Das einzige unwirtliche Element ist der Mistral, ein kalter stürmischer Wind, der mitunter durch das Rhônetal fegt und mehrere Tage lang anhält, jedoch für einen strahlend blauen Himmel sorgt. Die vielfältige Flora verleiht dem Land seine zinnfarbenen, bronzenen, dunkel- und hellgrünen Farbtupfer. Die Dachziegel werden aus der tiefroten Erde hergestellt und selbst unter den sengenden Strahlen der Midi-Sonne verblasst diese rote Pracht nicht. Architektur, Steine, Dachziegel und die majestätischen Platanen der Straßen und Plätze der Städte fügen sich zu einer harmonischen Gesamtkomposition zusammen, die das Auge erfreut. Griechen und Römer hinterließen eine Reihe bedeutender historischer Bauwerke – von Stadtmauern umgebene, auf Hügeln gebaute Städte, Triumphbögen, Kolosseums, Amphitheater, Arenen, Brücken und Aquädukte. Dem Christentum verdankt die Provence den Papstpalast in Avignon, unzählige Kirchen und hunderte kleiner Kapellen, Wegkreuze oder Oratorien stehen am Wegesrand.

Côte d'Azur

Die Côte d'Azur, die französische Riviera, zieht sich von der italienischen Grenze an der Küste entlang bis zu Cassis bei Marseille und reicht mehr als 50 km nördlich in das Gebiet der Alpen hinein. An der französischen Mittelmeerküste werden im Juli und August mehr Feriengäste als in irgendeinem anderen Teil des Landes gezählt. Die bekanntesten Badeorte der Region sind zweifellos Cannes, Saint-Tropez und Nizza. Die gesamte Gegend gilt zu Recht als eines der schönsten Urlaubsgebiete der Welt. Die Kombination von Palmen, blauem Meer, wunderschönen Stränden, bezaubernden Städten und Dörfern mit eleganten Gebäuden vor dem Hintergrund der hohen Berge begeistert Reisende schon seit dem 18. Jahrhundert.

Paris und seine Museen

Paris hat ungezählt viele Museen. Am rechten Flussufer, westlich des Quai d'Orsay hinter dem Eiffelturm, trifft man auf eine ganze Reihe von Museen und Kunstgalerien. Diese Gegend wird Trocadero genannt. Am Champs-Elysées befindet sich der Louvre, heute eines der größten Museen weltweit. Einige der schönsten mittelalterlichen Wandteppiche Europas kann man im Musée de Cluny bewundern. Das Musée d'Orsay hat eine ausgezeichnete Sammlung von Gemälden aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Am linken Seineufer liegt das Musée Rodin. Ein Muss ist auch ein Besuch im Cité des sciences et de l’industrie. Mit dem Paris Museum Pass erhält man freien Eintritt in über 60 Museen und Sehenswürdigkeiten in Paris und Umgebung, einschließlich Louvre und dem Schloss Versailles.
 

Wandteppich von Bayeux

Bayeux ist eine Stadt in der Normandie. Sie liegt nahe der Küste zum Ärmelkanal und ist unter anderem wegen ihres weltberühmten Wandteppichs im Musée de la Tapisserie einen Besuch wert. Der Wandteppich von Bayeux ist eins der historischen wichtigsten und außergewöhnlichsten Zeugnisse seiner Zeit. Er gehört zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. Auf dem 70 Meter langen Teppich, der sich am besten als Stickerei beschreiben lässt, sind auf eine wunderbare und lebendige Weise Ereignisse dargestellt, die zur normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066 führten. Es fängt an mit dem Besuch von Harald II. bei Wilhelm, dem Herzog der Normandie, im Jahr 1064 und endet mit der Flucht der englischen Armee bei Hastings. Alle dazwischen liegenden Ereignisse sind detailgenau dargestellt. Sehenswert ist auch die Kathedrale Notre-Dame de Bayeux sowie einige Museen, darunter das Musée Baron Gérard. Das Musée du Débarquement in Arromanches bei Bayeux erinnert an die Landung der alliierten Truppen und die Schlachten des 2. Weltkrieges.

Elsässer Weinstraße

Die Elsässer Weinstraße verläuft auf 170 km zwischen dem Rhein und den waldreichen Ausläufern der Vogesen. Die friedliche Landschaft der weiten Ebene ist voller Weingüter und Obstgärten. Der Weinbau in der ehemaligen Region und heutigen Landschaft Elsass hat eine lange Geschichte. Wein wurde bereits vor der Zeit der römischen Besatzung angebaut. Die Herkunft der Reben ist ungeklärt, im Gegensatz zu anderen französischen Weinsorten ist die Rebsorte selbst hier wichtiger und bestimmender für den Geschmack des Weines als die Beschaffenheit des Bodens oder Kelterei und Lagerung. Aus dem Elsass kommen fast ausschließlich Weißweine mit fruchtigem und trockenem Geschmack, der ausgezeichnet zur regionalen Küche passt. 

Rennes

Rennes, die alte Provinzhauptstadt der Bretagne, ist ein guter Ausgangspunkt für Exkursionen in das Hochland. Die Sehenswürdigkeiten von Rennes sind der Palais de Justice, die Burg, das Museum der Schönen Künste und das Musée de Bretagne, das sich um die Bewahrung der bretonischen Kultur bemüht.
 

Paris & Ile-de-France

Das Zentrum von Paris bedeckt eine Fläche von 105 qkm und ist damit klein genug, um es an einem Tag erkunden zu können. Die Region Ile-de-France ist fast deckungsgleich mit dem Ballungsraum von Paris. Sie gehört zu den meistbesuchten Regionen der Welt. Hauptanziehungspunkte im Zentrum Kulturdenkmäler sind wie der Eiffelturm, das Notre Dame, der Louvre, der Arc de Triomphe, das Sacré-Coeur oder das Moulin Rouge. Ebenfalls in der Region Ile-de-France liegt auch das Schloss von Versailles, das wie zum Beispiel der Louvre und das Notre Dame zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. 

Colmar

Bei einem Besuch in Colmar fühlt man sich in das Mittelalter zurückversetzt. Colmar ist eine der schönsten Städte der ehemaligen Region und heutigen Landschaft Elsass und liegt im Zentrum der elsässischen Weinregion. Es ist an der Elsässer Weinstraße gelegen. Rechts und links der engen, verwinkelten Straßen mit Kopfsteinpflaster stehen sorgfältig restaurierte Fachwerkhäuser. Das frühere Dominikanerinnenkloster von Unterlinden aus dem 13. Jahrhundert ist heute ein Museum und beherbergt einige wichtige Kunstwerke des 15. und 16. Jahrhunderts. 

Straßburg im Elsass

In den vergangenen Jahrhunderten wechselten die ehemaligen Regionen Elsass und Lothringen im Zuge der wiederholten militärischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich mehrmals ihre Landeszugehörigkeit. Seit 2016 gehören die beiden ehemaligen Regionen zusammen mit der Landschaft und ehemaligen Region Champagne-Ardenne zur Region Grand Est. Die großen Städte der Region sind Strasbourg (Straßburg), Metz, Nancy und Colmar. Straßburg ist bei weitem die größte und wichtigste Stadt und ist Hauptstadt der Region Grand Est. Heute ist die Stadt Sitz des Europaparlaments. Straßburg hat eine Vielzahl historischer Bauwerke und eine wundervolle Kathedrale, das bekannte Münster. Die historische Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. In der Adventszeit ist der Straßburger Weihnachtsmarkt eine große Attraktion. 

Metz

Die gallo-römische Stadt Metz war ein wichtiger Handelsknotenpunkt, bevorzugt durch ihre günstige strategische Lage, die eine Verteidigung leicht machte. Bemerkenswert sind die noch erhaltenen Reste mittelalterlicher Wälle, schöne Gewölbe und einige imposante öffentliche Gebäude; der Stolz der Stadt ist jedoch die Kathedrale St. Etienne. Zeitgenössische Kunst kann im Centre Pompidou-Metz bewundert werden. Die zahlreichen Stadtparks ziehen Erholungssuchende an. 

Le Mont-Saint-Michel

Der Mont-Saint-Michel, eins der bekanntesten und kuriosesten Bauwerke Europas, liegt auf dem gleichnamigen Felsen an der Mündung des Flusses Couesnon im Wattenmeer der Normandie. Der Mont-Saint-Michel und seine Bucht stehen auf der Liste der erhaltungswürdigen Naturdenkmäler und Kulturgüter der UNESCO. Die Gezeitenschwankungen sind hier außerordentlich stark. Der Wasserstandunterschied zwischen Ebbe und Flut kann bis zu 15 m betragen. Das heutige Kloster von Saint-Michel ließ Bischof Aubert im 8. Jahrhundert erbauen. Um seine Entstehung rankt sich eine Legende nach der der Erzengel Michael an dieser Stelle erschienen sein und den Bau einer Abtei bestimmt haben soll. Der angebliche Umriss seines Fußabdrucks ist noch heute zu sehen.

Bordeaux

Bordeaux liegt an der Garonne, etwas oberhalb des Dordogne-Zuflusses. Das Gironde-Delta an der Mündung der beiden Flüsse bildet einen natürlichen, geschützten Binnenhafen, der von Weinbergen umgeben ist so weit das Auge reicht. Der Hafen von Bordeaux, auch als Port de la Lune bekannt, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Als wohlhabende Stadt und bekannt für ihre großen Weine ist Bordeaux eine der gastronomischen Hochburgen Frankreichs. Von der Brücke, die mit ihren 17 Bögen das Hafenpanorama bestimmt, hat man eine wundervolle Aussicht auf die Stadt. Die flächenmäßig zweitgrößte Stadt Frankreichs wurde von Victor Hugo folgendermaßen beschrieben: »Nimm Versailles, denk Dir Antwerpen dazu, und Du hast Bordeaux«. Die herrliche geographische Lage und die unübertrefflichen Weinberge der Stadt strafen Hugos Vereinfachung Lügen. Bordeaux ist das Wirtschafts- und Kulturzentrum des gesamten Südwestens.

Carcasonne

Die Stadt Carcasonne liegt in Südfrankreich, etwa 70 km von Perpignan entfernt. Die mittelalterliche Festung Cité von Carcasonne ist das Wahrzeichen der Stadt und eine der beliebtesten Touristenattraktionen Frankreichs. Sie liegt auf einem Hügel in der Altstadt und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Cité von Carcassonne, die von einer doppelten mit Zinnen versehenen Stadtmauer umschlossen ist, beherbergt zahlreiche Baudenkmäler aus verschiedenen Epochen, darunter die Burg Château Comtal und die Kirche Basilique Saint-Nazaire. Der Canal du Midi, der den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet, führt an der Cité von Carcasonne vorbei. 

Viadukt von Millau

In Südosten liegt Millau, das Tor zu den Tarn-Schluchten. In der Nähe von Millau überspannt das Viadukt von Millau, die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt, das Tal des Tarn. Entworfen wurde sie von dem britischen Architekten Norman Foster. 

Lyon

Das im Rhônetal und im Südosten Frankreichs gelegene Lyon hat eine stolze gastronomische Tradition. Die Stadt ist eine bedeutende Kultur-, Kunst-, Finanz- und Industriemetropole und Veranstaltungsort internationaler Festspiele wie der Biennale d’art contemporain de Lyon und der Biennale de la danse de Lyon. Auch Handelsmessen finden hier regelmäßig statt. Die Altstadt und ein Teil der Halbinsel Lyons gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Kathedrale von St. Jean, das Musée de la Civilisation Gallo-Romaine und die Reste der römischen Stadt sind sehenswert.

Verdonschlucht (Verdon Gorge)

Die Verdonschlucht in der französischen Provence im regionalen Naturpark Verdon wird auch als Grand Canyon du Verdon bezeichnet. Der Canyon, in dem der Fluss Verdon fließt, ist ca 700 m tief21 km lang. Der Canyon beginnt nahe der Stadt Castellane und endet bei Moustiers-Sainte-Marie im Stausee Lac de Sainte-Croix. Die Verdonschlucht gehört zu den größten und eindrucksvollsten Canyons Europas. 

Toulouse

Toulouse ist eine der geschäftigsten Städte Frankreichs, Umschlagplatz der Agrarprodukte der Region, eine bedeutende Universitätsstadt und Sitz eines Luftfahrt- und Forschungszentrums. Nachdem die Steinbrüche der Gegend schon während des Mittelalters erschöpft wurden, verwendete man sanft-rote Ziegelsteine zum Häuserbau, die der Stadt den Beinamen Ville rose gaben. Viele der öffentlichen Gebäude und Privathäuser beeindrucken durch ihre Schönheit, wie das im Renaissance-Stil erbaute Hotel d'Assezat und das als Capitole bekannte Rathaus. Die erste westlich der Rhône erbaute gotische Kirche, die Jakobinerkirche, steht in Toulouse. Der Heilige Dominik selbst gründete das erste Dominikanerkloster in der Stadt.

Das Loiretal

Die Touristenattraktion Nummer eins im Loiretal liegt im Zentrum der Loire-Region. Die berühmten Schlösser dieser Region stehen in der Besuchergunst ganz oben. Die Loire ist der längste Fluss Frankreichs und gilt als »launenhaft«. Es kommt vor, dass sie in ihrem sandigen Flussbett nur sehr wenig Wasser führt und als bloßes Rinnsal dahinfließt. Da die Sommer im Loiretal sehr heiß sind und überdies die meisten Touristen in dieser Zeit in die Gegend kommen, empfiehlt es sich, etwas früher anzureisen. Insbesondere in den Monaten Mai und Juni ist es im Loiretal am schönsten. Neben den Châteaus gibt es viele andere interessante Sehenswürdigkeiten im Loiretal. Die wundervollen Kathedralen von Chartres und Tours aus dem 13. Jahrhundert sind ebenso sehenswert wie Klöster, Herrenhäuser und die vielen bezaubernden Ortschaften, die an den Flussufern liegen. Chambord, einige Kilometer südlich der Loire gelegen, ist das bedeutendste der großen Châteaus.

Höhlenmalereien von Lascaux

Die Höhlenmalereien von Lascaux wurden 1940 zufällig von Teenagern entdeckt. Sie zählen zu den besten und ältesten Zeugnissen prähistorischer Kunst. Die 15.000 Jahre alten Abbildungen von Bullen, Pferden und Rentieren führten den Besucher Pablo Picasso zu der Aussage: „Wir haben nichts Neues gelernt“. In Montignac kann man eine maßstabsgetreue Reproduktion der einzigartigen Höhlenmalereien von Lascaux bewundern. Die Höhlen selbst mussten für Besucher gesperrt werden, da die Luftfeuchtigkeit zu hoch war und die zusätzliche Belastung durch Zehntausende von Besuchern die Meisterwerke zu zerstören drohte. 

Marseille

Marseille wurde von den Griechen gegründet (sie nannten es Massilia) und von hier aus kolonialisierten sie das Rhônetal. Marseille war 2013 die Kulturhauptstadt Europas. Heute ist Marseille Frankreichs bedeutendste Hafenstadt. Die Stadt am Mittelmeer hat einen Charakter, der von der Provence und auch von Nordafrika geprägt ist. Der alte Hafen mit täglichem Fischmarkt, die auf einem Hügel erbaute Kirche Notre-Dame-de-la-Garde, viele gute Restaurants (Meeresfrüchte bestimmen die Speisekarte), mehrere Museen wie das Musée des Beaux-Arts sowie das Hospice de la Vieille Charité, die das Musée d’Archéologie Méditerranéenne beherbergt und natürlich das Château d'If, eine der berüchtigsten Inselfestungen Frankreichs, sind interessante Sehenswürdigkeiten. Neu ist das Musée Regards de Provence.

Biarritz und Bayonne

Biarritz und Bayonne sind Urlaubsorte an der aquitanisch-baskischen Küste nahe der spanischen Grenze. Schon seit dem 19. Jahrhundert, als Biarritz bei der europäischen Aristokratie »en vogue« war, ist die Stadt als weltoffener Badekurort bekannt. Es gibt einige windgeschützte Strände, das Musée de la Mer und zwei große Spielkasinos. Weiter im Landesinneren, einige Kilometer von Biarritz entfernt, liegt Bayonne, eine typisch baskische Stadt. Eine Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert und zwei Museen – wovon eins der baskischen Kultur gewidmet  ist – machen die Hauptsehenswürdigkeiten aus.

Welt der Weine

Weinliebhabern bieten sich in Frankreich unzählige Möglichkeiten, ihre kulinarische Reise ganz nach dem Weingenuss auszurichten. Ein guter Start in die Welt der Weine Frankreichs führt zum Beispiel über die malerische und berühmte elsässische Weinstraße. Empfehlenswert sind auch die Winzerdörfer in der Nähe von Mâcon im Südburgund. Sonnengeküsst schmecken die Weine des Roussillon, der Provence und Korsikas. Das „gute Leben“ lockt viele Touristen in die Weinbaugebiete Aquitaniens und Bergeracs. Auch an einer Weinverkostung im Loiretal sollte man teilgenommen haben. Das Marnetal zwischen Ferté-sous-Jouarre und Epernay ist eines der hübschesten Täler Frankreichs. Weingärten und Obstbäume bedecken die Hänge und Getreide- und Sonnenblumenfelder wiegen sich in den Tälern. 

Chamonix

Chamonix ist ein Magnet für Wintersportfans, im Sommer auch für Wanderer und Bergsteiger. Chamonix ist eins der herausragendsten Skigebiete Frankreichs. Aktivurlauber kommen hier voll auf ihre Kosten. Aber auch jene, die sich gerne zurücklehnen, entspannen und die Aussicht genießen, werden angesichts der Kulisse des Mont Blancs all ihre Erwartungen erfüllt bekommen.  

Skifahren in den Alpen

In den französischen Alpen liegen einige der berühmtesten Skigebiete Europas wie Courchevel, Val-d'Isère, Méribel und L'Alpe d'Huez. Die gesamte Region ist riesig und bietet Skifahrern auf allen Ebenen des Könnens eine große Auswahl. 

Einem Boule-Spiel zugucken

Das Boule-Spiel gehört zur Tradition Frankreichs wie die französische Küche. Das Boule-Spiel, auch Pétanque genannt, wird meist von alten Männern in konzentrierter Stille auf öffentlichen Plätzen gespielt. Sie versuchen, ihre Metallkugeln möglichst nah an eine Zielkugel zu werfen. 

Angeln

Angeln ist in Frankreich eine beliebte Sportart. Ob Hochseefischen, nach Muscheln und anderen Tieren im Watt graben oder ob ein Köder in einem See gebadet wird, das Angeln liegt den Franzosen im Blut. Für das Angeln in Binnengewässer benötigt man in Frankreich einen Angelschein für das Angeln im Meer allerdings nicht. Seen, Flüsse und Bäche gibt es zuhauf, besonders beliebt sind die naturbelassenen Angelgebiete in der Auvergne und in den Pyrenäen.   

Aquitanien

Diese von der Sonne verwöhnte Region im Südwesten mit ihrer frischen atlantischen Seeluft umfasst die Departements Dordogne, Gironde, Landes, Lot-et-Garonne und Pyrénées-Atlantiques. An der Küste laden Strände auf einer Länge von insgesamt 270 km zum Baden ein. Der etwa 30 km lange Küstenstreifen zwischen Hossegor und Hendaye im französischen Baskenland ist eines der besten Gebiete in Europa für Wellenreiter. In der Dordogne (wie auch im benachbarten Lot) hat der Cromagnon-Mensch, der in vorgeschichtlicher Zeit lebte, seine Spuren hinterlassen. Davon zeugen nicht nur die Höhlenmalereien von Lascaux, sondern auch andere prähistorische Stätten im Tal der Vézère. Absolut sehenswert sind in der Dordogne auch die mittelalterlichen Schlösser und Dörfer. 

Einkaufen

Überblick

Besonders zu empfehlen sind Spitze, Kristall, Käse, Kaffee, Wein, Spirituosen und Liköre. Arques, die Heimat des Cristal d'Arques, liegt zwischen St. Omer und Calais. Lille, die größte Stadt in Französisch-Flandern, ist für ihre Textilien und feine Spitze bekannt. 

In Paris bekommt man so ziemlich alles was Frankreich zu bieten hat. Hier kann man von einzigartigen Kunstgegenständen über edle Parfüms und Designerschuhen bis hin zu Postkarten alles kaufen. In einigen besonders exklusiven Geschäften muss man einen Klingelknopf betätigen, um eingelassen zu werden. Le Printemps und Galeries Lafayette sind die angesehensten großen Kaufhäuser in Paris. Schnäppchenjäger finden Nippes und Antiquitäten (brocante) auf den zahlreichen Flohmärkten (marché aux puces) in den Außenbezirken der Stadt. 

In vielen Städten ist samstags Markttag, i. Allg. für Obst und Gemüse, an der Küste auch für Fisch und Meeresfrüchte. Hypermarchés, riesige Supermärkte, in denen man von Esswaren, Kleidung und Hi-Fi-Geräten bis hin zu Möbeln alles kaufen kann, werden immer beliebter. Sie liegen meistens am Stadtrand und haben einen eigenen Parkplatz. 

Öffnungszeiten

Kaufhäuser: Mo-Sa 09.00-18.30 Uhr, Lebensmittelläden: 07.00-18.30/19.30 Uhr. Manche Geschäfte, besonders Bäckereien, öffnen auch am Sonntagmorgen, dafür bleiben sie gewöhnlich montags geschlossen. Die meisten Geschäfte schließen zwischen 12.00 und 14.30 Uhr. Einige Geschäfte sind montags ganztägig oder nachmittags geschlossen. Hypermärkte sind in der Regel bis 21.00 oder 22.00 Uhr geöffnet.

Nachtleben

Einleitung

Franzosen sitzen abends gern auf der Straße und trinken ein Glas Rotwein. Vor allem in Paris sind die Bistros, in denen am Nachmittag noch Café au lait serviert wurde, in den frühen Abendstunden gut besucht und es ist mitunter schwierig einen Platz zu bekommen. Aber auch außerhalb von Paris verbringen viele Franzosen die Abende gerne in Restaurants und Bars. 

Nachtschwärmern stehen Nachtklubs und Nachtbars in allen größeren Städten zur Verfügung, vor allem in den Urlaubsorten findet man auch Diskotheken. Die Aufmachung und die gespielte Musikrichtung sind sehr unterschiedlich, oft ist ein Getränk (Consommation) im Eintrittsgeld enthalten. In den Metropolen wie Paris und Lyon wird in den Nachtlokalen und Diskotheken häufig kein Eintrittsgeld erhoben, dafür sind die Getränke teuer. Es gibt eine gesetzlich vorgeschriebene Sperrstunde, so dass die Kneipen um 1.30 Uhr und die Nachtklubs um 5.00 Uhr schließen müssen.

Theater- und Schauspielhäuser findet man in allen größeren Städten, bekannt sind vor allem das Théâtre national de Strasbourg (Internet: www.tns.fr) sowie die Opéra National de Paris (Internet: www.operadeparis.fr). 

Auf dem Land finden im Sommer an den Wochenenden häufig Festivals statt. Bei den Fremdenverkehrsämtern sind kostenlose monatlich und jährlich erscheinende Veranstaltungskalender erhältlich. Broschüren und Führer mit Informationen über Aktivitäten, Stadtrundfahrten, Exkursionen und Ausstellungen in Paris sind ebenfalls erhältlich. Einige der besten sind Pariscope, 7 à Paris, L'Officiel des Spectacles und das englischsprachige Paris Passion

Veranstaltungen

Nationale Veranstaltungen

Festival Présence

2018-01-13 00:00:00

2018-01-22 00:00:00

13. bis 22. Januar 2012.

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Mit Eintrittsgebühr.

http://sites.radiofrance.fr/francemusique/ev/fiche.php?eve_id=280000663

Während des Festivals der zeitgenössischen Musik, organisiert von Radio France, werden vom 13. bis 22. Januar Konzerte mit zahlreichen internationalen Künstlern geboten.

Théâtre du Châtelet

Place du Châtelet

Paris

France

Kulinarisches

Übersicht

Die Vielfalt und Finesse der französischen Küche ist wohl einmalig. Gemüse, Käse, Butter und Obst sind in französischen Restaurants immer frisch. Cafeterias und Schnellrestaurants schießen jedoch auch hier wie Pilze aus dem Boden, und gute Qualität ist nicht immer gewährleistet. Das einfache, delikate Essen, das Frankreich berühmt gemacht hat, findet man in den Bistros und Restaurants.
Man unterscheidet die »Gastronomie« (Haute Cuisine) und die gutbürgerliche Küche. Der erforderliche Zeitaufwand und die Kosten machen es im Alltagsleben fast unmöglich, der Haute Cuisine zu huldigen. Die Hausmannskost schmeckt jedoch genauso gut. Sie bestimmt den Speisezettel in den meisten französischen Haushalten, und oft werden Kochrezepte von Generation zu Generation weitergereicht. Fast alle Restaurants bieten zwei Menüs an: À la carte (große Auswahl für jeden Gang und daher teuer) und le Menu (Tagesgerichte zu festgesetzten Preisen). In einfachen Restaurants gibt es kein Extrabesteck für jeden Gang. Das Fremdenverkehrsamt veröffentlicht einen Restaurantführer für Paris und die Ile-de-France. Viele Restaurants schließen an einem Tag der Woche und für einen Monat im Sommer. Man sollte sich nach den genauen Öffnungszeiten erkundigen, besonders an Sonntagen haben viele Restaurants geschlossen. Essen gehen muss nicht unbedingt teuer sein. In Frankreich hält man sich im Allgemeinen an feste Essenszeiten - Mittagessen wird zwischen 12.00 und 13.30 Uhr serviert, Abendessen zwischen 20.00 und 21.30 Uhr. In der Regel gilt: je größer die Stadt, desto länger werden Mahlzeiten serviert.

Regionale Spezialitäten

  • Tournedos (kleine Steaks in Speckstreifen)
  • Châteaubriand, Entrecôte (Rippensteak) mit Béarnaise (delikate Eiersoße)
  • Gigot de pré-salé (gebratene oder gegrillte Lammkeule) und Flageolets (grüne Bohnen) oder Pommes Dauphines (Kartoffelkroketten)
  • Brochettes(Fleisch- oder Meeresfrüchte-Spießchen mit Pilzen, Zwiebeln und Tomaten)
  • Ratatouille Niçoise (Zucchinis, Auberginen, Tomaten und Knoblauch in Olivenöl)
  • Pot-au-feu (Feuertopf)
  • Blanquette de Veau (Kalbfleisch und Pilze in Weißwein- und Sahnesoße)

Im Norden Frankreichs (Nord/Pas-de-Calais und Picardie) stehen vor allem Meeresfrüchte auf der Speisekarte: Austern, Moules (Miesmuscheln), Coques (Herzmuscheln) und Crevettes (Garnelen) sind sehr beliebt. In der Picardie werden auch Entenpasteten, Ficelle Picardie (Eierpfannkuchen mit Schinken und Pilzen) und flämische Aux poireaux serviert. 

In der Region Champagne-Ardennen gibt es Schinken aus Reims und Sanglier (Wildschwein), Fischspezialitäten sind Ecrevisses (Flusskrebse) und Brochets (Hecht). Elsass-Lothringen ist das Land des Choucroute (Sauerkraut) und der Tarte Flambée (Zwiebelkuchen). Pikante und unverwechselbare Soßen kennzeichnen die bretonische Küche, und Schalentiere sind ihre Spezialität; hervorzuheben ist besonders der Homard à l'Américaine (Hummer mit Sahnesoße).

Lyon, die wichtigste Stadt des Rhônetals, ist das Zentrum der französischen Gastronomie. Eine hiesige Spezialität ist Quenelles de Brochet (Hechtpastete mit Flusskrebssoße). Bordeaux streitet sich mit Lyon um den Titel »kulinarische Hauptstadt Frankreichs«. Die aquitanische Küche verwendet viel Gänseschmalz. Der Beiname »Perigord« steht für die Beigabe von Trüffeln. In den Pyrenäen, besonders in und um Toulouse, findet man Lachs und Cassoulet (Bohneneintopf).

Frankreich ist berühmt für seine 365 Käsesorten. Die bekanntesten sind Camembert, Brie, Roquefort, Reblochon und die Schimmelkäse der Auvergne und Bresse.

Soufflé Grand Marnier, Oeufs à la Neige (Baiser und Vanillesoße), Mille Feuilles (mit Vanillecreme gefülltes Blätterteiggebäck), Ganache (Schokoladengebäck), Paris-Brest (Windbeutel mit Haselnusscremefüllung), Obstkuchen und Pasteten sind nur einige der leckeren Nachspeisen.

Wissenswertes

Die Öffnungszeiten bestimmt der Gastwirt, in Großstädten und Urlaubsorten sind die Lokale meistens den ganzen Tag über geöffnet, manche bis 02.00 Uhr morgens. Es gibt auch Bars und Cafés, die nachts geöffnet haben. In kleineren Gemeinden schließen die Lokale etwas früher.

Alkohol darf nicht an Jugendliche unter 18 Jahren ausgeschenkt werden. Kinder und Jugendliche dürfen Schankstätten nur in Begleitung Erwachsener betreten und erhalten keine alkoholischen Getränke. 

Im Restaurant wird die Rechnung von nur einer Person beglichen. Es ist nicht üblich getrennt zu bezahlen.

Trinkgeld

Im Restaurant oder Café werden 10-15% gegeben. Das Trinkgeld wird zusammen mit der Bezahlung einfach auf dem Tisch liegen gelassen. 10-15% Bedienungsgeld ist in Rechnungen von Hotels enthalten, es ist aber auch hier üblich, ein paar Münzen auf dem Tisch zu hinterlassen. Platzanweiser, Gepäckträger, Hotelpagen, Garderoben- und Toilettenpersonal, Friseure und Kosmetikerinnen erhalten Trinkgeld. Taxifahrer erwarten 10% der Fahrtkosten als Trinkgeld.

Regionale Getränke

Wein ist mit Abstand das beliebteste Getränk der Franzosen, das Angebot ist regional verschieden. Preiswerter Wein (Vin Ordinaire) ist von sehr unterschiedlicher Qualität. Es gibt folgende Kategorien: AC (Appellation contrôlée), VDQS (Vin delimité de qualité supérieure), Vin de Pays (Landwein) und Vin de Table (Tafelwein). Frankreich hat mehrere Weinregionen, die bekanntesten sind Bordeaux, Burgund, Loire, Rhône und Champagne.

Die Kellner sind bei der Auswahl behilflich, in den teuren Restaurants ist dafür der Sommelier oder Kellermeister zuständig. Im Zweifelsfalle sollte man ruhig den Hauswein probieren, der meist der Stolz des Gastwirts und verhältnismäßig preiswert ist.

Kaffee wird immer nach dem Essen serviert (nicht mit der Nachspeise), schwarz und in kleinen Tassen, falls man nicht Café au lait (oder crème) bestellt.

Liköre wie Chartreuse, Framboise und Genepi (ein besonderer Likör aus einheimischen Kräutern) werden angeboten. Manche Getränke wie Calvados (Apfelbranntwein) und Eau-de-vie sind ziemlich hochprozentig und sollten mit Vorsicht genossen werden, besonders nach einigen Gläsern Wein.

Spirituosen werden als »Doppelte« ausgeschenkt, kleinere Mengen sollten als Baby bestellt werden. Die Auswahl an Aperitifs ist enorm. Typisch französisch ist der Pastis (z. B. Ricard und Pernod).

Die Regionen Nord, Pas-de-Calais und Picardie haben keine eigenen Weine, hier wird Bier gebraut und Cidre hergestellt. Das Elsass soll das beste Bier Frankreichs brauen, es gibt aber auch gute Weißweine wie Riesling, Gewürztraminer und Sylvaner sowie Fruchtschnäpse wie Kirsch und Framboise. Die Weine der Champagne-Region aus dem Gebiet Montagne de Reims sind trocken und lieblich (Vevenay Verzy) oder vollmundig und blumig (Bouzy und Ambonnay).

 

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

In Frankreich darf man ab 18 Jahren Alkohol trinken.

Unterkunft

Hotels

Es gibt zahlreiche Hotels mit angeschlossenem Restaurant; Einzelzimmer sind nicht sehr verbreitet. In der Regel wird in Doppelzimmern gegen einen Aufpreis von 30 % ein zusätzliches Bett aufgestellt, bei Kindern unter 12 Jahren verlangen die großen Hotelketten keinen Aufpreis. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Tagen wird den Gästen meist Vollpension angeboten. Halbpension (Demi-pension) bekommt man normalerweise in der Vor- und Nachsaison.

Logis de France sind kleine oder mittelgroße Hotels, oft Familienbetriebe, die preiswerte, gute und komfortable Unterkunft anbieten. Alle haben ein eigenes Restaurant. Ihre Adressen findet man in einem von der Logis de France herausgegebenen Hotelführer, aus dem die jeweilige Ausstattung und die Extras ersichtlich sind. Logis de France, 83 Avenue d'Italie, F-75013 Paris. (Tel: (01) 45 84 83 84. Internet: www.logis-de-france.fr). Relais-Châteaux sind zu Hotels umgebaute Schlösser. Auskünfte erteilt auch der Hotelverband: Union des Métiers et des Industries Hôtelières, 22 Rue d'Anjou, F-75008 Paris. (Tel: (01) 44 94 19 94. Internet: www.umih.fr).

Paris: Buchungen können bei den Fremdenverkehrsämtern in den Bahnhöfen oder im zentralen Informationsbüro vorgenommen werden: Office de Tourisme e des Congrès, 25 rue des Pyramides, F-75001 Paris. (Tel: (08) 92 68 30 00. Internet: www.parisinfo.com).

Camping

Es gibt 7000 Campingplätze in allen Regionen des Landes. Einige vermieten Wohnwagen und Zelte. Die Preise richten sich nach Region, Saison und dem Angebot an zusätzlichen Einrichtungen wie Freizeiträumen usw. Alle offiziellen Zeltplätze haben fließendes Wasser, Toiletten und Waschräume.

Wohnwagen können für maximal 6 Monate nach Frankreich eingeführt werden. Das Fremdenverkehrsamt hat eine vollständige Liste aller Reiseveranstalter, die Urlaubsreisen aller Art anbieten, einschließlich Camping- und Aktivurlaub.

Der Französische Campingverband ist zu erreichen unter: Fédération de Camping et Caravaning, 78 Rue de Rivoli, F-75004 Paris. (Tel: (01) 42 72 84 08. Internet: www.ffcc.fr).

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Es gibt Hunderte von Jugendherbergen, die einfache Unterkünfte bieten. Die Aufenthaltsdauer ist meist auf 3-4 Nächte beschränkt, in Paris auf eine Woche. Die Herbergen stehen Mitgliedern der nationalen Jugendherbergswerke unter Vorlage des Jugendherbergsausweises offen.

Jugendherbergsführer und Adressenlisten sind bei den nationalen Jugendherbergswerken erhältlich. Weitere Informationen sind bei der Fédération Unie des Auberges de Jeunesse (FUAJ), 27 Rue Pajol, F-75018 Paris. (Tel: (01) 44 89 87 27. (Internet: www.fuaj.org) erhältlich.

Kultur

Religion

83-88% römisch-katholisch; protestantische (2%), muslimische (5-10%), jüdische (1%) und orthodoxe Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Die gängigen Höflichkeitsformen sollten beachtet werden, Höflichkeitsfloskeln sind üblich und in der Konversation wichtig. Zur Begrüßung gibt man sich seltener die Hand als in Deutschland, üblicher ist der angedeutete Kuss auf beide Wangen. Betritt man ein Geschäft, grüßt man mit einem freundlichen Bonjour, Monsieur/Madame. Die Anrede ist Monsieur oder Madame ohne Nennung des Familiennamens. Es kann sehr lange dauern, bis man sich mit dem Vornamen anspricht. Bei Empfängen oder Diners gibt der Ehrengast das Zeichen, mit dem Essen zu beginnen. Mahlzeiten werden mit Genuss und in aller Ruhe eingenommen, sie ziehen sich oft lange hin. Unangemeldete Besuche oder auch Telefonanrufe sollte man während der Essenszeiten zwischen 12:00 und 14:30 Uhr sowie ab 19:00 Uhr unterlassen. Bei einer Einladung zu einem Aperitif trifft man sich etwa eine halbe Stunde vor der Essenszeit, trinkt ein Glas zusammen und verabschiedet sich rechtzeitig wieder.

Bekleidung: Legere Kleidung ist weit verbreitet, aber die Franzosen sind für elegante Sportkleidung bekannt. Bei öffentlichen Anlässen und Abendgesellschaften ist förmliche Kleidung erwünscht; viele Klubs, Kasinos und vornehme Restaurants bestehen ebenfalls auf Anzug und Krawatte; Abendkleid bzw. Smoking werden gesondert angezeigt. »Oben ohne« wird an den meisten Stränden toleriert, FKK ist nur an den dafür eingerichteten Stränden gestattet. 

Rauchen: In öffentlichen Gebäuden (u.a. Bahnhöfe, Flughäfen, Schulen und Ämter), in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Restaurants, Bars und Diskotheken ist Rauchen verboten. In Hotels werden Raucher- und Nichtraucherzimmer angeboten. Das Rauchen im Pkw ist verboten, wenn Minderjährige im Fahrzeug sitzen.

Trinkgeld: Trinkgeld wird in Frankreich gemeinsam als Gruppe gegeben und nicht einzeln von jedem Gast am Tisch. Meist wird der Gesamtbetrag durch die Zahl der Personen geteilt, um auszurechnen, wie hoch der Anteil am Trinkgeld für den einzelnen ist. Vor dem Verlassen des Lokals lässt man das Trinkgeld auf dem Tisch liegen. 10 % vom Rechnungsbetrag reichen für das Trinkgeld völlig aus. In besseren Restaurants kann das Trinkgeld auch höher ausfallen.
 

Klima

Beste Reisezeit

Gemäßigtes Klima im Norden, im Nordosten Kontinentalklima. Niederschläge ganzjährig, Schneefall im Winter. 

Im Osten und im Zentrum herrscht kontinentales Klima mit Föhnwinden im Osten, die die Temperaturen im Sommer stark ansteigen lassen.

Mittelmeerklima im Südosten und Süden, an der Riviera, in der Provence und Roussillon.

In den Gebirgsregionen über 600 ü.M. herrscht alpines Klima. Heftige Schneefälle im Winter. Die französischen Pyrenäen sind für fast permanenten Sonnenschein bekannt.

Feuchtes Küstenklima an der Westküste können sehr warm und sonnig bis frisch sein, Niederschläge ganzjährig.

Paris bereist man am besten im Frühling, im Herbst und im Winter. Die französische Mittelmeerküste ist am attraktivsten zwischen März und Oktober. Wintersportler kommen in den Skigebieten der französischen Alpen und der Pyrenäen von Dezember bis April auf ihre Kosten.  

 

Bilder

Corsica

Corsica beach, France
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Arc

Arc de Triomphe, Paris, France
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Chateau

Chateau Sully-sur-Loire, Loire valley, France
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Notre

Notre Dame Cathedral, Paris, France
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Mont

Mont Saint-Michel, France
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Millau

Millau Bridge, France
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