Länderinformationen

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Estland

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Estland.

Hauptstadt

Tallinn.

Geographie

Estland ist die nördlichste der drei baltischen Republiken und grenzt im Norden und Westen an die Ostsee, im Osten an die Russische Föderation und im Süden an Lettland. Ausgedehnte Wälder, Dünenstrände, 1500 Seen und ca. 800 Inseln prägen die schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Die größten Städte des Landes sind Tallinn, Tartu und Narwa.

Regierung

Republik seit 1918. Von 1941-1944 von deutschen Truppen besetzt, in der Nachkriegszeit sowjetisch besetzt. Wiedergewinnung der Unabhängigkeit im Jahre 1991. Verfassung von 1992. Parlament mit 101 Abgeordneten. Endgültig unabhängig seit 1991. Der Präsident wird vom Parlament gewählt, die Amtszeit besteht aus fünf Jahren. Estland ist EU-Mitglied.

Staatsoberhaupt

Kersti Kaljulaid, seit Oktober 2016.

Regierungschef

Jüri Ratas, seit November 2016.

Elektrizität

230 V, 50 Hz. Euro-Norm-Stecker (dünner, flacher Stecker, ohne Schutzkontakt) passen, Schuko-Stecker nicht immer.

Zeitzone

Eastern European Time: MEZ +3 (MEZ +4 vom 25 März bis 28 Oktober 2018)

Übersicht

Der malerischste der drei baltischen Staaten, Estland, ist berühmt für seine riesigen Wälder, faszinierenden Feuchtgebiete und abgeschiedenen Inseln und hat den Ruf, eine der freundlichsten und fortschrittlichsten Nationen Europas zu sein.

Die prachtvolle mittelalterliche Hauptstadt Tallinn zieht Städtereisende an, die hier grandiose Architektur und ein reges Nachtleben vorfinden, während die uralten Wälder und Seengebiete mit ihren mehr als 1.000 Seen Naturliebhaber begeistern.

Die Geschichte Estlands ist fast ausschließlich von dessen Streben, seine Unabhängigkeit gegenüber seinen meist viel mächtigeren Nachbarn – allen voran Russland – zu behaupten. Stalin annektierte Estland 1941, aber es wurde nie vollständig in die damalige Sowietunion integriert und schaffte es, seine Sprache und Kultur mehr als andere Sowietstaaten beizubehalten. Seit seiner Unabhängigkeit 1991 hat sich Estland rasant entwickelt und ist heute eine der angesagtesten Reisedestinationen in ganz Osteuropa.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft heißt Nordic Aviation (LO). Nordic Aviation fliegt u.a. ab München nach Tallinn. 

Lufthansa (LH) fliegt täglich direkt von Frankfurt und München nach Tallinn.

Von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Innsbruck, München, Nürnberg, Salzburg, Stuttgart, Wien und Zürich fliegt Finnair (AY) (Internet: www.finnair.com).

Air Baltic (
BT) (Internet: www.airbaltic.com) verbindet auch Deutschland, Österreich und die Schweiz mit Tallinn.

Ebenfalls von Deutschland, Österreich und der Schweiz fliegen nach Tallinn u.a. Czech Airlines (OK) (Internet: www.csa.cz), Scandinavian Airlines SAS (SK), Air France (AF) (Internet: www.airfrance.com) und Delta Airlines (DL) (Internet: www.delta.com).

Carpatair (V3) verbindet München mit Tallinn.

Flugzeiten

Frankfurt - Tallinn: 2 Std. 30 Min.; Wien - Tallinn: 4 Std.; Zürich - Tallinn: 3 Std. 30 Min.

Anreise mit dem Pkw

Die Via Baltica stellt eine Landverbindung zwischen Deutschland und Finnland dar und führt über 1500 km durch Polen und die Baltischen Staaten durch Seen- und Waldgebiete, entlang der Bernsteinküste und bis nach Tallinn. Die großen Städte wie Vilnius, Riga und Tallinn sind über die zum Teil gut ausgebaute Via Baltica (E67) miteinander verbunden.

Mehrere Verbindungsstraßen führen an der Ostseeküste entlang über Litauen und Lettland nach Estland; ferner gibt es Straßenverbindungen in die Russische Föderation. Anreise mit dem Pkw über Polen und Belarus bzw. Polen und Litauen. Grenzübergänge: Terespol (Polen) - Brest (Belarus) und Ogrodniki (Polen) - Lazdijai (Litauen).

Fernbus:
Es gibt direkte Busverbindungen u.a. mit Ecolines (Internet: ecolines.net/de/de) von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Tallinn. Eurolines (Internet: www.eurolines.de) verbindet Deutschland mit Estland.
 

Anreise mit der Bahn

Es gibt Verbindungen in die Russische Föderation.

Anreise mit dem Schiff

Die Tallink Silja (Tel: (0451) 589 92 22 in Lübeck, Internet: www.tallinksilja.com/de/) bietet eine Verbindung von Stockholm via Aland nach Helsinki und die Tallink verbindet Helsinki mit Tallinn. Superfast-Fähren der Reederei Tallink Silja verkehren auch täglich ab Rostock via Helsinki nach Tallinn. Da die Abfahrt täglich um 05.00 Uhr und sonntags um 04.30 Uhr erfolgt, können die Passagiere bereits am Vorabend an Bord gehen. Superfast Ferries (Internet: www.superfast.com) verbindet Rostock mit Tallinn via Rostock (Fahrtzeit: 26 ½ Std.).

Weitere Reedereien, die Estland anlaufen, sind: Linda Line Express (Internet: www.lindaliini.ee) und Nordic Jet Line (Schnellboot) (Internet: www.njl.ee) und Viking Line (Internet: www.vikingline.fi) von Helsinki. Tallinn wird auch täglich von Helsinki mit Tragflächenbooten angesteuert.

Estland wird inzwischen auch immer häufiger von Kreuzschiffen angelaufen (Internet: www.portoftallinn.ee). Weitere Informationen vom Baltischen Informations- und Tourismusbüro (s. Adressen).

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Binnenflugverkehr zwischen Tallinn und den Inseln Saaremana mit Avies (Internet: www.avies.ee).

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz ist gut, allerdings gibt es nur wenige Autobahnen. Es gibt drei Hauptstrecken in Estland:
Die Via Baltica führt von Tallinn in Richtung Südwest durch Pärnu nach Riga. Diese Straße stellt die kürzeste Verbindung zwischen Nord- und Zentraleuropa dar.
Die Via Estonia führt von Tallinn in Richtung Südost durch die Städte Poltsamaa, Tartu, Otepää und Valga nach Lettland.
Die Via Hansa verläuft fast parallel zum südlichen Ufer des Golfs von Finnland nach Narva und von dort weiter bis nach St. Petersburg.
Verkehrszeichen sind nicht beleuchtet und relativ klein, Nachtfahrten können daher mit Schwierigkeiten verbunden sein. Bleifreies Benzin wird an internationalen Tankstellen flächendeckend angeboten. Bezahlt wird in Landeswährung oder mit Kreditkarte. Bleifreies Benzin (Kennzeichnung mit "E"). Gewöhnlich sind die Zapfsäulen farblich markiert: Grüne (bleifrei) und rote (verbleit) sowie schwarze (Diesel). Der Automobilklub von Estland Automobile Club of Estonia präsentiert sich online unter www.autoclub.ee. Fernbus: Es gibt umfangreiche Busverbindungen in fast alle Teile des Landes. Ab Tallinn fahren Busse u.a. von Bussi Reisid (Internet: www.bussireisid.ee).
Mietwagen: Sind am Flughafen von Tallinn erhältlich.
Unterlagen: Nationaler Führerschein und Fahrzeugschein. Internationaler Führerschein wird empfohlen. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern.
Verkehrsbestimmungen:
Es herrscht absolutes Alkoholverbot.
Anschnallpflicht,
Abblendlicht muss bei jeder Fahrt jederzeit eingeschaltet sein.
Die Ampelschaltung ist anders als in Deutschland: Grün - blinkendes Grün - Gelb - Rot. Das blinkende Grün entspricht Gelb in Deutschland. Wenn die Ampel auf Gelb steht, darf nicht mehr gefahren werden.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h,
Landstraßen: 90 km/h,
Autobahn: auf einigen Teilen 100 km/h, auf anderen 110 km/h.

Unterwegs in der Stadt

In Tallinn gibt es ein gutes Busnetz, außerdem fahren Oberleitungsbusse und Straßenbahnen. Taxifahrten in Tallinn sind günstig.
In den anderen Städten fahren Busse und Taxis. Fahrkarten erhält man an Ticket-Ständen oder Zeitungskiosken in den Einkaufsbezirken oder direkt von den Fahrern.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das Schienennetz erstreckt sich nicht über ganz Estland, der Service ist seit der Privatisierung nicht mehr so gut. Es gibt tägliche Verbindungen zwischen Tallinn und Haapsalu, Jöhvi, Pärnu, Narva, Viljandi, Kloogaranna, Paldiski, Tartu und Türi. Die Fahrzeit zwischen Tallinn und Tartu beträgt 2,5 Std.

Unterwegs mit dem Schiff

Regelmäßiger Fährverkehr zwischen dem Festland und den größeren Inseln. Saaremaa ist die größte und Hiiumaa ist die zweitgrößte Insel Estlands. Fähren von Kuivastu nach Virtsu (Saaremaa) fahren jede volle Stunde, die Fahrzeit ist 30 Min.. Fähren von Rohuküla nach Heltermaa fahren vier Mal am Tag. Die Fahrzeit beträgt 1,5 Std. Die Saaremaa Shipping Company (Internet: www.laevakompanii.ee) bietet einen Fährdienst nach Saaremaa und Hiiumaa an.
Schiffsverkehr auf dem Peipus See und dem Fluss Emajõgi.

Reisewarnung

Überblick

Estland

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.02.2017
Unverändert gültig seit: 02.02.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Für Estland besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Nationalitäten

 Pass erforderlichVisum erforderlichRückflugticket erforderlich
TürkeiJa2Nein
Personalausweis/Identitätskarte
Andere EU-LänderNein/1NeinNeinJa/1
DeutschlandNeinNeinNeinJa
SchweizNeinNeinNeinJa
ÖsterreichNeinNeinNeinJa

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Einen Reisepass benötigen Staatsangehörige von Dänemark, Großbritannien und Irland (Rep.)).

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Estland ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). Innerhalb des Schengenraums bestehen für Reisende an der Grenze keine Ausweiskontrollen mehr.

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengenland besitzen (für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres).

Kosten

Schengen-Visum: 60 €.

Visaarten und Kosten

Flughafentransit-, Transit-, Kurzzeit- und Langzeitvisum.

Gültigkeit

Transitvisum: max. 5 Tage. Kurzzeitvisum: 90 Tage innerhalb von 6 Monaten (ein- und mehrmalige Einreise). Langzeitvisum: 1 Jahr bzw. 6 Monate bei Ausstellung in Genf.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land am selben Tag in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Ausgenommen sind Staatsangehörige einiger Länder. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Antrag

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde und über mindestens 2 leere Seiten verfügt, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild (3,5 x 4,5 cm).

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular (downloadbar auf vm.ee/en/visa-application-forms).

Schengen-Visa

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt.

Temporärer Wohnsitz

EU-Bürger, die sich länger als 3 Monate in Estland aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht von der zuständigen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung (EU-Bürger: Europäische Krankenversicherungskarte. Zusätzliche Reiserückholversicherung empfohlen.)

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass oder Personalausweis.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Ab dem 15. Lebensjahr muss jede Person über ein eigenes Reisedokument verfügen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass), der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:

Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengenland besitzen (für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres).

Gesundheitsvorsorge

Impfungen

Vaccination identifierBesondere Vorsichtsmaßnahmen
CholeraNein
GelbfieberNein
Essen & Trinken
Gesundheitszeugnis erforderlich
MalariaNein-
Typhus & PolioNein-

Übersicht

Die medizinische Grundversorgung ist zumeist befriedigend. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall direkt an einen selbständigen Vertragsarzt oder an einen Arzt in einer öffentlichen kommunalen oder staatlichen Einrichtung.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Essen und Trinken

Trinkwasser ist in der Regel sauber. Der hohe Mineralgehalt des Wassers ist allerdings nicht jedermanns Geschmack. In Flaschen abgepacktes Wasser ist überall erhältlich. Um mögliche Infektionen zu vermeiden, sollte man eine vernünftige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene durchführen. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Hauptübertragungszeit ist von April bis Oktober. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Sie tritt stark in den ländlichen Gebieten um Tallinn, im Süden und Osten in der Provinz Tartu/ Polva auf. Hier ist zusätzlich zu den o.g. Schutzmaßnahmen eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitszeugnis

Für eine Daueraufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ist ein HIV-Test nötig.

Geld

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Anmerkung: Seit dem 1. Januar 2011 ist der Euro in Estland gesetzliches Zahlungsmittel.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie Visa, Mastercard, Diners Club, American Express etc. werden in der Regel von größeren Hotels, Restaurants, Geschäften und Banken angenommen. Die meisten Banken akzeptieren die Kreditkarte nur mit dem Pass zusammen. An den zahlreich vorhandenen Geldautomaten in allen kleineren und größeren Städten kann vielerorts Bargeld auch mit der Kreditkarte abgehoben werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Mit ec-/Maestro-Karte und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten, die flächendeckend vorhanden sind, abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der ec-/Maestro-Karte zu bezahlen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Ähnliches gilt für die deutsche Sparcard, dem Nachfolger des Postsparbuchs als Sortenbeschaffungsmittel im europäischen Ausland. Mit Sparcard und Pin-Nummer kann Bargeld von europäischen Geldautomaten mit dem Plus-Logo abgehoben werden.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Können in vielen Banken eingelöst werden (US-Dollar).

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Geldwechsel

Bei Banken oder in Wechselstuben, die es an den Flughäfen, in größeren Hotels und vielerorts in der Innenstadt, am Bahnhof und am Hafen gibt, können Fremdwährungen umgetauscht werden. Die Wechselstuben sind von Mo-Fr von 09.00-18.00 Uhr und Sa von 09.00-15.00 Uhr geöffnet. Einige Wechselstuben bieten auch am Sonntag ihren Service an.

Währungen

EUR

Wechselkurse

EUR1 = EUR1.00
GBP1 = EUR1.19
USD1 = EUR0.96

Sprache

Überblick

Die Amtssprache ist Estnisch. Rund ein Drittel der Bevölkerung spricht Russisch. In den Gebieten mit einem hohen Anteil an Russisch sprechenden Menschen ist Russisch Verkehrssprache. Ein Großteil der jüngeren Bevölkerung spricht Englisch.

Öffentliche Feiertage

Liste der gesetzlichen Feiertage

2018

  • 01 Jan Neujahr
  • 24 Feb Unabhängigkeitstag
  • 30 Mar Karfreitag
  • 01 May Tag der Arbeit
  • 20 May Pfingstsonntag (Pfingsten)
  • 20 Aug Wiederherstellung der Unabhängigkei
  • 25 Dec Weihnachten
  • 26 Dec Weihnachten

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Estland eingeführt werden:

40 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 50 g Tabak und 50 g Kau- oder Schnupftabak (Personen ab 18 Jahren);
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder Schaumwein (Personen ab 18 Jahren);
4 l Tafelwein;
16 l Bier.
 
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 175 €.

 

Importbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Verbotene Importe

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Import/Export in die EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. 

Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 18 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 18 J.);
200 Zigarren (Personen ab 18 J.);
1 kg Tabak (nur Personen ab 18 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 18 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 18 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 18 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 18 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.

Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)

EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Estland

Honorarkonsulate in Salzburg, Wien, Innsbruck, Linz und Graz.
 

+43 (0) 1 503 77 61.

http://www.estemb.at

http://www.estemb.at

Konsularabteilung Mo-Fr 10.00-12.00 Uhr.

Wohllebengasse 9/13

A-1040 Wien

Austria

Botschaft der Republik Estland

Für ein Schengen-Visum ist die Botschaft in Paris www.est-emb.fr zuständig.

Honorarkonsulate in Bremen, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Kiel, Grasbrunn bei München, Schwerin und Stuttgart.

 

+49 (0) 30 25 46 06 02. Konsularabteilung: +49 (0) 30 25 46 06 11.

http://www.estemb.de

http://www.estemb.de

Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-16.00 Uhr. Konsularabteilung: Öffnungszeiten: Mo-Do 09.30-12.30 Uhr. Telefonauskunft: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr.

Hildebrandstraße 5

D-10785 Berlin

Germany

Botschaft der Republik Estland

(Auch für die Schweiz zuständig.)

Konsulate in Genf, Lugano und Stäfa/Zürich.

+32 (0) 2 779 07 55.

http://www.estemb.be

http://www.estemb.be

Rue Guimard 11/13

B-1040 Bruxelles

Belgium

Estnische Tourismuszentrale (Hamburg)

+49 (0) 40 30 38 78 99.

http://www.visitestonia.com/de

http://www.visitestonia.com/de

Kleine Reichenstraße 6

D-20457 Hamburg

Germany

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich.
Tallinn
Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich.


Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Wirtschaft

Bundesverband der Deutschen Industrie
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
Tel: (030) 20 28 14 52.
Internet: www.ostausschuss.de

Deutsch-Baltische Handelskammer
Suurtüki 4b, EE-10133 Tallinn
Tel: (06) 27 69 40.
Internet: www.ahk-balt.org

Wirtschaftskammer Österreich
Außenwirtschaftsorganisation, Osteuropareferat
Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien
Tel: (01) 59 09 00.
Internet: http://portal.wko.at

Swiss Baltic Chamber of Commerce (Schweizerisch-Baltische Handelskammer)
Tallinn Office, Kiriku Str. 2, EE-10130 Tallinn
Tel: (06) 45 09 16, 501 46 46.
Internet: www.swissbalticchamber.com

Estnische Industrie- und Handelskammer
Toom-Kooli 17, EE-10130 Tallinn
Tel: (06) 46 02 44.
Internet: www.koda.ee

Geschäftskontakte

Bundesverband der Deutschen Industrie
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
Tel: (030) 20 28 14 52.
Internet: www.ostausschuss.de

Deutsch-Baltische Handelskammer
Suurtüki 4b, EE-10133 Tallinn
Tel: (06) 27 69 40.
Internet: www.ahk-balt.org

Wirtschaftskammer Österreich
Außenwirtschaftsorganisation, Osteuropareferat
Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien
Tel: (01) 59 09 00.
Internet: http://portal.wko.at

Swiss Baltic Chamber of Commerce (Schweizerisch-Baltische Handelskammer)
Tallinn Office, Kiriku Str. 2, EE-10130 Tallinn
Tel: (06) 45 09 16, 501 46 46.
Internet: www.swissbalticchamber.com

Estnische Industrie- und Handelskammer
Toom-Kooli 17, EE-10130 Tallinn
Tel: (06) 46 02 44.
Internet: www.koda.ee

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl für Estland ist 00372. Estland ist das Land des Mobilfunks und des Internets. Öffentliche Telefonzellen funktionieren meist mit Telefonkarten, diese sind im Postamt und an Kiosken erhältlich.

Mobiltelefon

GSM 900 und Dualband GSM 900/1800. Netzbetreiber sind u.a. EM (Internet www.emt.ee - Dualband) sowie Tele2 (Q GSM) (GSM 900) (Internet: www.tele2.ee). Roaming-Abkommen bestehen. Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk im ganzen Land. Die „kõnekaart” (auf Deutsch Prepaid-Karte) ist in R-Kiosken auf der Straße erhältlich. 

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. 

Internet

Für die Wirtschaft Estlands ist das Internet der Schlüssel zum Erfolg. Daher gibt es ein nahezu flächendeckendes WLAN-Netz, sogar in den entlegendsten Dörfern und an Stränden sind öffentliche Hotspots vorhanden. Sie sind mit weißblauen @-Schildern gekennzeichnet. Eine Übersichtsliste ist unter www.wifi.ee einzusehen. In Tallinn sind öffentliche Gebäude und Plätze, wie Bibliotheken, Postämter und der Flughafen mit einem kostenlosen Internetzugang versehen. Internetanbieter ist u.a. Delfi Online (Internet: www.delfi.ee). Internetcafés sind ebenfalls vorhanden.

Post

Briefe nach Westeuropa sind 2-4 Tage unterwegs. Briefmarken gibt es auf Postämtern und am Kiosk (Internet: www.post.ee).

Öffnungszeiten der Post

Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr, Sa 09.30-15.00 Uhr. 

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Sehenswürdigkeiten

Tallinn

Die Hauptstadt und ehemalige Hansestadt Tallinn, die 2011 Kulturhauptstadt Europas war, ist reich an historisch und architektonisch interessanten Bauwerken. Das Rathaus (14.-15. Jh.) in der gotisch geprägten Altstadt ist das älteste in ganz Nordeuropa. Die alten Stadtmauern mit ihren 26 Türmen sind fast vollständig erhalten geblieben. Auf dem Domberg, der steil zum Meer hin abfällt, stehen der Dom und die Toompea-Burg, von der man einen herrlichen Ausblick über die engen Straßen und verwinkelten Gassen, die Dachgiebel und Türme der historischen Altstadt hat. Die Kathedrale der Jungfrau Maria aus dem 13. Jahrhundert ist eine der ältesten Kirchen in Estland. Über die Jahrhunderte hinweg wurden Teile der Kirche immer wieder zerstört und wieder aufgebaut oder verändert. Die gotische Fassade stammt aus dem 14. Jahrhundert, die Innenräume wurden 1684 bei einem verheerenden Brand jedoch vollkommen zerstört. Erst im 18. Jahrhundert waren die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen.
Der Kadriorg-Palast und Park ist ein wunderschöner Barockpalast, der von dem italienischen Meisterarchitekten Nicolo Michetti auf Befehl Peter des Großen 1718 entworfen wurde. Hier befindet sich auch das Museum ausländischer Kunst. Der Palast wird von einem der schönsten Parks in Tallin umgeben und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Das Dominikanische Kloster wurde 1246 gegründet und ist das älteste existierende Kloster in ganz Estland. Die Mauern sind mit schönen Steinverzierungen aus dem 15. und 16. Jahrhundert geschmückt. Sehenswert ist auch der Botanische Garten, in dem man über 8000 verschiedenen Gewächse bewundern kann. Es gibt auch mehrere Gewächshäuser mit tropischen und subtropischen Pflanzen und Blumen.
In den vielen Museen der Stadt kann man sich hervorragend die Zeit vertreiben. Wer sich für die Landesgeschichte interessiert, sollte in das Estnische Geschichtsmuseum in der Pikk 17 (Langstraße) gehen. Das Kunstgewerbemuseum und das Schifffahrts- und Meeresmuseum sind ebenfalls einen Besuch wert. Alte Meister kann man in der Nikolaikirche in der Nigulistestraße bewundern. Schon etwas makaberer ist das Museum für Feuerbekämpfung, in dem neben geschmolzenen Telefonen, zerstörten Fernsehgeräten und grausigen Bildern verbrannter Leichen auch Feuerbekämpfungsmaterialien aus verschiedenen Jahrhunderten gezeigt werden - von mittelalterlichen Wassereimern aus Leder bis hin zu der kosmonautenähnlichen Feuerwehrmannbekleidung aus der Sowjetzeit.
Ausflüge:
In Pirita, einem Vorort Tallinns, stehen die Ruinen des mittelalterlichen St.-Brigitta-Klosters. Dieses Kloster wurde 1407 gegründet und beherbergte einst Mönche und Nonnen in einem Gebäude. In Pirita befindet sich auch ein Segelsportzentrum, das zur Olympiade 1980 eröffnet wurde. Etwa zwei Stunden Autofahrt von Tallinn entfernt liegt Pärnu, eine kleine Stadt am gleichnamigen Fluss, der dort in die Rigaer Bucht mündet. Diese malerische alte Stadt (13. Jh.) ist gleichzeitig als Hafen und Kurort bekannt. Das interessante Theater sowie der ca. 3 km lange, herrliche Sandstrand sind sehenswert.
 

Tartu

Tartu ist die zweitgrößte Stadt Estlands und liegt ca. 177 km
von Tallinn entfernt am Emajõgi. Ein Besuch in dieser Stadt, der
ältesten Estlands, sollte auf jeder Reiseroute stehen. Die alte
Universität mit dem Botanischen Garten, die Domkirche (13. bis
15. Jh.) und das Rathaus (18. Jh.) sind besonders zu empfehlen. Tartus
Universität wurde 1632 gegründet als der schwedische König Gustav Adolf
II. entschied, dass Tartu (damals Dorpat genannt) der ideale Standort
für die zweite Universität des schwedischen Reiches sei. In den
folgenden Jahrhunderten ging die Geschichte der Universität ähnlich
turbulent weiter: je nach Nationalität der fremden Besatzungen Estlands
wechselten die Unterrichtssprachen von Deutsch zu Russisch, dann wieder
zu Estnisch. Die Geschichte der Universität ist im Universitäts-Geschichtsmuseum dokumentiert.

Einkaufen

Überblick

Hübsche Souvenirs sind Bernstein und Kunstgewerbeartikel aller Art.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 09.00/10.00-18.00/19.00 Uhr (Warenhäuser bis 20.00/21.00 Uhr), Sa 10.00-16.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Tallinn bietet eine große Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars. Im Theater werden auch Opern und Ballette inszeniert.

Kulinarisches

Übersicht

In Estland wird viel Fleisch, Geflügel und Wurst gegessen. Nationalgerichte sind Sult (Kalbfleisch in Aspik), Taidetud Basikarind (gefüllter Kalbsbraten) und Rossolye (eingelegter Hering mit Rüben).

Unterkunft

Hotels

Auch außerhalb von Tallinn findet man eine recht gute Auswahl an größeren Hotels und kleineren Pensionen. Informationen vom Baltischen Informations- und Tourismusbüro (s. Adressen) und von der Estonian Hotel and Restaurant Association, Kiriku 6, EE-10130 Tallinn. Tel: (06) 41 14 28. (Internet: www.ehrl.ee).

Hotelklassifizierung: Hotels werden in die Hotelstars Union-Sternekategorien von einem bis fünf Sterne eingeteilt.

Camping

Es stehen über 80 Campingplätze zur Verfügung, zwei davon an der Autobahn Tallinn - Pärnu (Camping und Motel Peoleo, 12 km von Tallinn, sowie Camping Kernu, 40 km von Tallinn). In Pärnu selbst gibt es einen Campingplatz beim Motel Valgerrand. Ferner kann man in Malveste auf der Insel Hiiumaa sein Zelt aufschlagen. Der Standard der Plätze hat sich zwar verbessert, entspricht aber noch nicht westlichem Niveau.

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Es gibt Jugendherbergen in Tallinn, Vösu, an der Ostsee und in den Regionen Virumaa (70 km von Tallinn), Harjumaa (20 km von Tallinn), Läänemaa (50 km westlich von Pärnu) sowie in der Region Valga in Südestland. Fast alle Jugendherbergen haben Saunas und Seminarräume. Weitere Auskünfte von Estonian Youth Hostel Association,Narva mnt. 16 - 25, EE-10120 Tallinn. Tel: (06) 46 14 55. (Internet: www.balticbookings.com/eyha/)

Kultur

Religion

Überwiegend religionslos; 26 % evangelisch-lutherisch und russisch-orthodox; katholische, muslimische und jüdische Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Esten sind sehr stolz auf ihre Kultur und Geschichte, was man als Besucher respektieren sollte. 

Rauchen: Das Rauchen ist in Gaststätten verboten. Gastbetriebe können aber Raucherzonen haben, die durch Mauern und Türen abgeschlossen und mit Luftabzugs-Einrichtungen ausgestattet sind.

Trinkgeld: Ein Trinkgeld in Höhe von 10% ist im Restaurant bei Zufriedenheit üblich.

Klima

Beste Reisezeit

Maritimes bis mäßig kontinentales Klima. Warme Sommer. Frühling und Herbst sind relativ mild. Kalte, lange Winter (November bis Mitte März) mit starken Schneefällen. Niederschläge ganzjährig, im August ist die Niederschlagsmenge am höchsten. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September.

Grafiken

Climate

Climate Chart
© Columbus Travel Media Ltd

Bilder

City

City Hall Square in Tallinn, Estonia
© iStockphoto / Thinkstock

Lighthouse,

Lighthouse, Saaremaa Island, Estonia
© iStockphoto / Thinkstock

Narva

Narva Castle, Estonia
© Hemera / Thinkstock

Toompea

Toompea Hill, Tallinn, Estonia
© 123rf.com / Andrei Nekrassov